Stimmen der Vielfalt
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Stimmen der Vielfalt

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Beschreibung

Unser Podcast befasst sich mit der Vielfalt rund um das Thema psychische Gesundheit und Krankheit und auch mit sozialen & kulturellen Aspekten zu diesem Spektrum.
Wir sind eine Gruppe von Betroffenen und Professionist*innen, denen das aufzeigen und aufbrechen von Stigmata am Herzen liegen.
Wir möchten uns vielfältigen Themen auf vielfältige Weise annähern.
Wir stellen immer wieder die Frage: was ist normal?

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Folge 17- Wenn Anorexie mit am Tisch sitzt

23.09.2026

Einführung in das Thema Anorexie

Im Podcast wird über die psychische Erkrankung Anorexie gesprochen, jedoch nicht durch klinische Checklisten oder Statistiken, sondern durch persönliche Erfahrungen. Der Fokus liegt darauf, die Hintergründe und die Komplexität dieser Krankheit zu verstehen.

Vorstellung der Gesprächspartnerin

Uli Moschen, Betreuerin und Autorin, berichtet von ihrer Perspektive als Mutter eines an Anorexie erkrankten Kindes. Ihr Buch "Unstillbar" befasst sich mit ihren Erfahrungen und dem Prozess, den sie mit ihrer Tochter durchlebt.

Persönliche Erfahrungen mit Anorexie

Die Gesprächspartnerin schildert ihre eigene Vergangenheit mit Magersucht und den Druck der Selbstoptimierung, der auch während der Corona-Zeit wieder aufkam. Es wird betont, dass Anorexie oft mit Identitätsfragen, Kontrolle und dem Streben nach Perfektion verbunden ist.

Gesellschaftliche Einflüsse auf Essstörungen

Der Druck, einem bestimmten Körperbild zu entsprechen, wird als ein zentraler Faktor für die Entstehung von Anorexie identifiziert. Es wird diskutiert, wie gesellschaftliche Normen und Selbstkritik Frauen stärker belasten und zu Essstörungen führen können.

Der Teufelskreis der Anorexie

Die Gesprächspartnerinnen thematisieren den Teufelskreis der Anorexie, in dem die Krankheit sich selbst perpetuiert und es schwierig macht, Hilfe zu erhalten. Es wird darauf hingewiesen, dass die Symptome oft behandelt werden, ohne die zugrunde liegenden Probleme zu adressieren.

Rolle der Familien und Co-Abhängigkeit

Eltern von Betroffenen geraten häufig in eine Co-Abhängigkeit, da sie versuchen, Kontrolle über das Essverhalten ihrer Kinder zu gewinnen. Es wird erläutert, wie wichtig es ist, die Krankheit von der Person zu trennen und Vertrauen im Beziehungskontext aufzubauen.

Der Weg zur Genesung

Die Diskussion über Recovery betont, dass Genesung nicht das Verschwinden der Krankheit bedeutet, sondern vielmehr die Fähigkeit, wieder in Beziehungen zu treten und die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen. Die Bedeutung von Mitgefühl und Akzeptanz wird hervorgehoben.

Abschließende Gedanken und Buchvorstellung

Uli Moschen fasst die Diskussion zusammen und spricht über ihr Buch "Unstillbar", das im Frühling veröffentlicht wird. Es wird betont, dass die Themen Anorexie und psychische Gesundheit in der Gesellschaft mehr Sichtbarkeit und Verständnis benötigen.

Einführung in das Thema Anorexie

Im Podcast wird über die psychische Erkrankung Anorexie gesprochen, jedoch nicht durch klinische Checklisten oder Statistiken, sondern durch persönliche Erfahrungen. Der Fokus liegt darauf, die Hintergründe und die Komplexität dieser Krankheit zu verstehen.

Vorstellung der Gesprächspartnerin

Uli Moschen, Betreuerin und Autorin, berichtet von ihrer Perspektive als Mutter eines an Anorexie erkrankten Kindes. Ihr Buch "Unstillbar" befasst sich mit ihren Erfahrungen und dem Prozess, den sie mit ihrer Tochter durchlebt.

Persönliche Erfahrungen mit Anorexie

Die Gesprächspartnerin schildert ihre eigene Vergangenheit mit Magersucht und den Druck der Selbstoptimierung, der auch während der Corona-Zeit wieder aufkam. Es wird betont, dass Anorexie oft mit Identitätsfragen, Kontrolle und dem Streben nach Perfektion verbunden ist.

Gesellschaftliche Einflüsse auf Essstörungen

Der Druck, einem bestimmten Körperbild zu entsprechen, wird als ein zentraler Faktor für die Entstehung von Anorexie identifiziert. Es wird diskutiert, wie gesellschaftliche Normen und Selbstkritik Frauen stärker belasten und zu Essstörungen führen können.

Der Teufelskreis der Anorexie

Die Gesprächspartnerinnen thematisieren den Teufelskreis der Anorexie, in dem die Krankheit sich selbst perpetuiert und es schwierig macht, Hilfe zu erhalten. Es wird darauf hingewiesen, dass die Symptome oft behandelt werden, ohne die zugrunde liegenden Probleme zu adressieren.

Rolle der Familien und Co-Abhängigkeit

Eltern von Betroffenen geraten häufig in eine Co-Abhängigkeit, da sie versuchen, Kontrolle über das Essverhalten ihrer Kinder zu gewinnen. Es wird erläutert, wie wichtig es ist, die Krankheit von der Person zu trennen und Vertrauen im Beziehungskontext aufzubauen.

Der Weg zur Genesung

Die Diskussion über Recovery betont, dass Genesung nicht das Verschwinden der Krankheit bedeutet, sondern vielmehr die Fähigkeit, wieder in Beziehungen zu treten und die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen. Die Bedeutung von Mitgefühl und Akzeptanz wird hervorgehoben.

Abschließende Gedanken und Buchvorstellung

Uli Moschen fasst die Diskussion zusammen und spricht über ihr Buch "Unstillbar", das im Frühling veröffentlicht wird. Es wird betont, dass die Themen Anorexie und psychische Gesundheit in der Gesellschaft mehr Sichtbarkeit und Verständnis benötigen.

Folge 16- Reinigung in sensiblen Umfeldern

01.06.2026

Reinigung als Symbol und Normalität im Arbeitsalltag

Die Folge betrachtet Reinigung nicht nur als Handwerk, sondern als Symbol für Ordnung, Klarheit und einen Neubeginn. Durch Putzen geht es oft um innere Ruhe und Loslassen von Ballast. Diese Sichtweise zeigt, dass Reinigungsarbeiten mehr bedeuten können als sichtbar zu sein: Sie beeinflussen Stimmung, Atmosphäre und das Wohlbefinden der Klientinnen und Klienten sowie der Mitarbeitenden.

Zusammenarbeit, Krisenbewusstsein und Orientierung

Es wird deutlich, wie wichtig Teamarbeit und gegenseitige Unterstützung sind. Betreuerinnen helfen, Krisen zu managen, Übergaben zu sichern und Sicherheit zu gewährleisten. Eine klare Kommunikation, abgestimmte Planungen und spontane Anpassungen helfen, trotz Belastung handlungsfähig zu bleiben und Klientinnen und Klienten zu schützen.

Beziehungskunst, Vertrauen und Menschlichkeit

Die Reinigungskräfte sehen sich als Teil eines Vertrauensnetzwerks, das Raum für Gespräche bietet, zuhört und Neutralität wahrt. Durch gemeinsame Aktivitäten entsteht Verbundenheit; Klientinnen fühlen sich gesehen, betroffene Stimmen werden ernst genommen und Harmonie im Wohnumfeld wird gestärkt. Die Arbeit wird so zu einer zwischenmenschlichen Brücke zwischen Klienten, Betreuenden und Reinigungskräften.

Veränderung, Anerkennung und Perspektiven

Die Erzählungen zeigen Veränderungen in Strukturen, Anerkennung und Rollenbildern. Wünschenswert sind bessere Einschulung, mehr Einbindung ins Betriebsratswesen und eine Wertschätzung der Reinigung als integralen Teil des Teams. Offene Kommunikation, Respekt und Zusammenarbeit schaffen Inspirieren und ermöglichen eine nachhaltige Verbesserung des Alltags für alle Beteiligten.

Reinigung als Symbol und Normalität im Arbeitsalltag

Die Folge betrachtet Reinigung nicht nur als Handwerk, sondern als Symbol für Ordnung, Klarheit und einen Neubeginn. Durch Putzen geht es oft um innere Ruhe und Loslassen von Ballast. Diese Sichtweise zeigt, dass Reinigungsarbeiten mehr bedeuten können als sichtbar zu sein: Sie beeinflussen Stimmung, Atmosphäre und das Wohlbefinden der Klientinnen und Klienten sowie der Mitarbeitenden.

Zusammenarbeit, Krisenbewusstsein und Orientierung

Es wird deutlich, wie wichtig Teamarbeit und gegenseitige Unterstützung sind. Betreuerinnen helfen, Krisen zu managen, Übergaben zu sichern und Sicherheit zu gewährleisten. Eine klare Kommunikation, abgestimmte Planungen und spontane Anpassungen helfen, trotz Belastung handlungsfähig zu bleiben und Klientinnen und Klienten zu schützen.

Beziehungskunst, Vertrauen und Menschlichkeit

Die Reinigungskräfte sehen sich als Teil eines Vertrauensnetzwerks, das Raum für Gespräche bietet, zuhört und Neutralität wahrt. Durch gemeinsame Aktivitäten entsteht Verbundenheit; Klientinnen fühlen sich gesehen, betroffene Stimmen werden ernst genommen und Harmonie im Wohnumfeld wird gestärkt. Die Arbeit wird so zu einer zwischenmenschlichen Brücke zwischen Klienten, Betreuenden und Reinigungskräften.

Veränderung, Anerkennung und Perspektiven

Die Erzählungen zeigen Veränderungen in Strukturen, Anerkennung und Rollenbildern. Wünschenswert sind bessere Einschulung, mehr Einbindung ins Betriebsratswesen und eine Wertschätzung der Reinigung als integralen Teil des Teams. Offene Kommunikation, Respekt und Zusammenarbeit schaffen Inspirieren und ermöglichen eine nachhaltige Verbesserung des Alltags für alle Beteiligten.

Folge 15 - Im Gespräch mit Open Dialog

22.05.2026

Grundprinzipien des offenen Dialogs

Der offene Dialog ist mehr als eine Methode; er wird als Haltung verstanden. Im Zentrum stehen Dialogizität, gemeinsames Erkunden von Gefühlen und Bedeutungen sowie das Sichtbarmachen des sozialen Netzwerks statt einer alleinigen Fokussierung auf den Klienten. Zwei Moderierende führen das Gespräch, tauschen Perspektiven aus und unterstützen sich gegenseitig, um eine menschliche, respektvolle Dynamik zu fördern.

Netzwerkgespräche und Versorgungskontext

Netzwerkgespräche aktivieren Familienmitglieder, Nachbarn und andere wichtige Bezugspersonen, um frühzeitig Unterstützung zu organisieren. Ziel ist es, Krisen im Umfeld zu erkennen, zu deuten und gemeinsam Wege zu finden, bevor eine Akutsituation entsteht. Das Konzept betont eine deeskalierende, gemeinschaftsorientierte Herangehensweise statt isolierter Behandlungsschritte.

Erfahrungen und Wirkung

Hunderte Momente zeigen, dass Klientinnen sich gesehen und gehört fühlen, dass Emotionen sichtbar werden und Beziehungen gestärkt werden. Qualität zeigt sich in Pausen, Reflektionen und dem gemeinsamen Nachdenken über das Gesagte. Die Praxis hebt hervor, dass Wirkung oft in kleinen, anhaltenden Momenten liegt, die Vertrauen, Selbstwirksamkeit und neue Perspektiven ermöglichen.

Verein und Zukunftsperspektiven

In Österreich entstand ein Verein zur Vernetzung und zur Organisation weiterer Lehrgänge. Ziel ist der Austausch zwischen Bundesländern, der Ausbau der Praxis und eine stärkere Verankerung des offenen Dialogs in der Versorgung. Die Perspektive betont Kooperation, Weiterbildung und die Rolle der Gesellschaft, um Räume für partizipative Gespräche zu schaffen.

Grundprinzipien des offenen Dialogs

Der offene Dialog ist mehr als eine Methode; er wird als Haltung verstanden. Im Zentrum stehen Dialogizität, gemeinsames Erkunden von Gefühlen und Bedeutungen sowie das Sichtbarmachen des sozialen Netzwerks statt einer alleinigen Fokussierung auf den Klienten. Zwei Moderierende führen das Gespräch, tauschen Perspektiven aus und unterstützen sich gegenseitig, um eine menschliche, respektvolle Dynamik zu fördern.

Netzwerkgespräche und Versorgungskontext

Netzwerkgespräche aktivieren Familienmitglieder, Nachbarn und andere wichtige Bezugspersonen, um frühzeitig Unterstützung zu organisieren. Ziel ist es, Krisen im Umfeld zu erkennen, zu deuten und gemeinsam Wege zu finden, bevor eine Akutsituation entsteht. Das Konzept betont eine deeskalierende, gemeinschaftsorientierte Herangehensweise statt isolierter Behandlungsschritte.

Erfahrungen und Wirkung

Hunderte Momente zeigen, dass Klientinnen sich gesehen und gehört fühlen, dass Emotionen sichtbar werden und Beziehungen gestärkt werden. Qualität zeigt sich in Pausen, Reflektionen und dem gemeinsamen Nachdenken über das Gesagte. Die Praxis hebt hervor, dass Wirkung oft in kleinen, anhaltenden Momenten liegt, die Vertrauen, Selbstwirksamkeit und neue Perspektiven ermöglichen.

Verein und Zukunftsperspektiven

In Österreich entstand ein Verein zur Vernetzung und zur Organisation weiterer Lehrgänge. Ziel ist der Austausch zwischen Bundesländern, der Ausbau der Praxis und eine stärkere Verankerung des offenen Dialogs in der Versorgung. Die Perspektive betont Kooperation, Weiterbildung und die Rolle der Gesellschaft, um Räume für partizipative Gespräche zu schaffen.