Vom kranken zum gesunden Pferd
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Vom kranken zum gesunden Pferd

Dr. Sandra Löckener, Chris Berdrow

Beschreibung

Gesicht und Stimme dieses Podcasts ist Dr. Sandra Löckener. Viele Pferdeleute kennen die promovierte Biologin längst als Expertin für Pferdegesundheit aus zahlreichen Fachpublikationen oder als Coach und Trainerin aus ihren Online-Kursen. Das Besondere: Sandra ist einerseits Wissenschaftlerin; ihre Therapiekonzepte basieren auf erwiesenen Wirksamkeiten. Die Anwendungen werden andererseits stetig im eigenen Rehabetrieb erprobt und weiterentwickelt.

Auf vielfachen Wunsch gibt es Sandra und ihr Herzensthema nun auch als Podcast:

„Vom kranken zum gesunden Pferd“.

Ist mit dem Titel wirklich schon alles gesagt? Nun ja, fast. Denn in diesem Podcast geht es auch fitte Pferde - und wie man ihnen helfen kann, dass das auch dauerhaft so bleibt. Sandra gibt wertvolle Tipps zur Haltung von Pferden, deren Ernährung und wie Du Dein Training so gestaltest, dass zugleich die Gesundheit Deines Pferdes gefördert wird.

Dein Pferd hat gesundheitliche Probleme? Dann erzähl uns gerne davon, damit Sandra im Podcast darauf eingehen kann. Sandra hat nach mehr als 20 Jahren Erfahrung mit Pferden eine tiefe Expertise zum Beispiel in der Therapiearbeit mit atemwegserkrankten Pferden. Sie zeigt Wege auf, wie Einschränkungen im Bewegungsapparat überwunden werden können und wie Strategien gegen Erkrankungen wie zum Beispiel Mauke aussehen.

Eine wichtige Rolle im Podcast spielen die Fragen und Bedürfnisse unserer Hörerinnen und Hörer. Außerdem werden wir regelmäßig Expertinnen und Experten zu Gast in unseren Sendungen haben.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

#55 Equines Asthma beim Pferd: Heilbar oder für immer? Was wirklich möglich ist

27.09.2026

Einführung in Equines Asthma

Equines Asthma ist ein häufiges Problem bei Pferden, das oft schleichend beginnt und sich durch Symptome wie Husten, Nasenausfluss und Atembeschwerden äußert. Viele Pferdebesitzer sind besorgt, ob die Erkrankung dauerhaft ist oder ob eine vollständige Genesung möglich ist.

Entstehung von Asthma

Asthma entwickelt sich nicht über Nacht; vielmehr gibt es einen langen Prozess, der oft unbemerkt bleibt. Genetische Veranlagungen spielen eine wesentliche Rolle, da nicht alle Pferde gleich auf Umweltfaktoren reagieren. Auch wenn zwei Pferde in identischen Bedingungen leben, kann nur eines Asthma entwickeln, abhängig von ihrer genetischen Empfindlichkeit.

Phasen der Erkrankung

Die Erkrankung durchläuft mehrere Phasen, beginnend mit einer stillen Sensibilisierung, gefolgt von chronischen Entzündungen, bronchialer Hyperreaktivität und schließlich den ersten Symptomen. In diesen Phasen kann eine Vielzahl von Faktoren die Atemwege belasten und zu einer Verschlechterung der Symptome führen.

Gene und ihre Auswirkungen

Forschungen zeigen, dass verschiedene Gene für die Entzündungsreaktionen und die Schleimbildung verantwortlich sind. Unterschiede in der Genetik können erklären, warum einige Pferde schwerere Symptome zeigen oder schneller erkranken.

Regeneration der Lunge

Trotz der Herausforderungen bei Equinem Asthma gibt es Hoffnung. Die Lunge hat bemerkenswerte Regenerationsfähigkeiten, und viele Pferde können nach der Rehabilitation wieder leistungsfähig werden. Wichtige Faktoren sind frühzeitiges Handeln und das Verständnis der individuellen Bedürfnisse des Pferdes.

Prognose und Erwartungen

Studien zeigen, dass viele Pferde mit Asthma langfristig symptomfrei bleiben können. Es ist jedoch wichtig, realistische Erwartungen zu haben: Die Symptome können verschwinden, aber die genetische Veranlagung zur Überempfindlichkeit bleibt. Ein proaktives Management kann helfen, die Lebensqualität des Pferdes zu verbessern und Rückfälle zu vermeiden.

Einführung in Equines Asthma

Equines Asthma ist ein häufiges Problem bei Pferden, das oft schleichend beginnt und sich durch Symptome wie Husten, Nasenausfluss und Atembeschwerden äußert. Viele Pferdebesitzer sind besorgt, ob die Erkrankung dauerhaft ist oder ob eine vollständige Genesung möglich ist.

Entstehung von Asthma

Asthma entwickelt sich nicht über Nacht; vielmehr gibt es einen langen Prozess, der oft unbemerkt bleibt. Genetische Veranlagungen spielen eine wesentliche Rolle, da nicht alle Pferde gleich auf Umweltfaktoren reagieren. Auch wenn zwei Pferde in identischen Bedingungen leben, kann nur eines Asthma entwickeln, abhängig von ihrer genetischen Empfindlichkeit.

Phasen der Erkrankung

Die Erkrankung durchläuft mehrere Phasen, beginnend mit einer stillen Sensibilisierung, gefolgt von chronischen Entzündungen, bronchialer Hyperreaktivität und schließlich den ersten Symptomen. In diesen Phasen kann eine Vielzahl von Faktoren die Atemwege belasten und zu einer Verschlechterung der Symptome führen.

Gene und ihre Auswirkungen

Forschungen zeigen, dass verschiedene Gene für die Entzündungsreaktionen und die Schleimbildung verantwortlich sind. Unterschiede in der Genetik können erklären, warum einige Pferde schwerere Symptome zeigen oder schneller erkranken.

Regeneration der Lunge

Trotz der Herausforderungen bei Equinem Asthma gibt es Hoffnung. Die Lunge hat bemerkenswerte Regenerationsfähigkeiten, und viele Pferde können nach der Rehabilitation wieder leistungsfähig werden. Wichtige Faktoren sind frühzeitiges Handeln und das Verständnis der individuellen Bedürfnisse des Pferdes.

Prognose und Erwartungen

Studien zeigen, dass viele Pferde mit Asthma langfristig symptomfrei bleiben können. Es ist jedoch wichtig, realistische Erwartungen zu haben: Die Symptome können verschwinden, aber die genetische Veranlagung zur Überempfindlichkeit bleibt. Ein proaktives Management kann helfen, die Lebensqualität des Pferdes zu verbessern und Rückfälle zu vermeiden.

#54 Ammoniakbinder & Stallpulver: Sinnvoll oder fieses Marketing?

20.09.2026

Einführung in das Thema Atemwegsreize

In der Kurzvideoserie über Husten bei Pferden wird das Thema Reizstoffe in der Atemluft behandelt. Es wird betont, dass die Vermeidung von Reizstoffen, anstatt die Behandlung von Symptomen, eine effektive Methode zur Verbesserung der Atemwege bei Pferden sein kann.

Stallstaub und seine Auswirkungen

Stallstaub besteht aus verschiedenen biologischen Partikeln wie Pflanzenresten, Pilzsporen und Bakterien und kann tief in die Atemwege gelangen. Studien zeigen, dass Stallstaub eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Atemwegsentzündungen spielt. Daher ist die Reduktion von Staub ein wesentlicher Bestandteil der Therapie bei asthmatischen Pferden.

Reizende Gase und Ammoniak

Reizende Gase, insbesondere Ammoniak, können ebenfalls zu Atemproblemen führen. Die chemische Umwandlung von stickstoffhaltigen Ausscheidungen in Ammoniak kann durch Ansäuern der Stallumgebung verringert werden, was die Bildung von gasförmigem Ammoniak reduziert.

Produkte zur Ammoniakbindung

Mineralien wie Zeolit und Torf können Ammoniak binden und somit die Luftqualität verbessern. Es ist wichtig, bei der Verwendung solcher Produkte darauf zu achten, dass sie keine zusätzlichen respirablen Partikel erzeugen, die die Atemwege der Pferde belasten könnten.

Der Mythos des frischen Stallgeruchs

Duftstoffe wie Eukalyptus oder Menthol können zwar angenehm riechen, verbessern jedoch nicht zwangsläufig die Luftqualität im Stall. Der Geruch ist kein Indikator für Schadstoffentfernung und kann bei empfindlichen Atemwegen sogar reizend wirken.

Einführung in das Thema Atemwegsreize

In der Kurzvideoserie über Husten bei Pferden wird das Thema Reizstoffe in der Atemluft behandelt. Es wird betont, dass die Vermeidung von Reizstoffen, anstatt die Behandlung von Symptomen, eine effektive Methode zur Verbesserung der Atemwege bei Pferden sein kann.

Stallstaub und seine Auswirkungen

Stallstaub besteht aus verschiedenen biologischen Partikeln wie Pflanzenresten, Pilzsporen und Bakterien und kann tief in die Atemwege gelangen. Studien zeigen, dass Stallstaub eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Atemwegsentzündungen spielt. Daher ist die Reduktion von Staub ein wesentlicher Bestandteil der Therapie bei asthmatischen Pferden.

Reizende Gase und Ammoniak

Reizende Gase, insbesondere Ammoniak, können ebenfalls zu Atemproblemen führen. Die chemische Umwandlung von stickstoffhaltigen Ausscheidungen in Ammoniak kann durch Ansäuern der Stallumgebung verringert werden, was die Bildung von gasförmigem Ammoniak reduziert.

Produkte zur Ammoniakbindung

Mineralien wie Zeolit und Torf können Ammoniak binden und somit die Luftqualität verbessern. Es ist wichtig, bei der Verwendung solcher Produkte darauf zu achten, dass sie keine zusätzlichen respirablen Partikel erzeugen, die die Atemwege der Pferde belasten könnten.

Der Mythos des frischen Stallgeruchs

Duftstoffe wie Eukalyptus oder Menthol können zwar angenehm riechen, verbessern jedoch nicht zwangsläufig die Luftqualität im Stall. Der Geruch ist kein Indikator für Schadstoffentfernung und kann bei empfindlichen Atemwegen sogar reizend wirken.

#53 Hustenkräuter fürs Pferd: Wirken sie wirklich?

13.09.2026

Einführung in das Thema Hustenkräuter

Die Diskussion dreht sich um die Wirksamkeit von Hustenkräutern im Kontext der Atemwegsgesundheit von Pferden. Es wird auf die Unterschiede zwischen Laboruntersuchungen und der tatsächlichen Anwendung bei Tieren hingewiesen.

Biochemische Inhaltsstoffe von Kräutern

Thymian wird als Beispiel angeführt, da er Thymol und Carvacrol enthält. Viele Pflanzen bieten sekundäre Pflanzenstoffe, die klinisch beeindruckende Wirkungen zeigen, wie antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften.

Das Problem der Pharmakokinetik

Die Wirksamkeit von Kräutern hängt von mehreren biologischen Faktoren ab. Nach der Fütterung müssen die aktiven Moleküle in ausreichender Menge vom Pferd aufgenommen und in die Lunge transportiert werden, um ihre Wirkung zu entfalten. Dies ist ein komplexer Prozess mit vielen Hürden.

Fehlende klinische Evidenz

Aktuelle Studien, darunter eine Crossover-Pilotstudie mit einer Kräutermischung, zeigen keine signifikante Verbesserung der Atemwegserkrankungen bei Pferden. Dies deutet darauf hin, dass es derzeit keine überzeugenden Beweise für die Wirksamkeit solcher Mischungen gibt.

Schlussfolgerung

Es ist wichtig zu betonen, dass dies nicht bedeutet, dass alle Kräuter wirkungslos sind, sondern dass die wissenschaftlichen Nachweise zur Behandlung von Atemwegserkrankungen beim Pferd derzeit unzureichend sind.

Einführung in das Thema Hustenkräuter

Die Diskussion dreht sich um die Wirksamkeit von Hustenkräutern im Kontext der Atemwegsgesundheit von Pferden. Es wird auf die Unterschiede zwischen Laboruntersuchungen und der tatsächlichen Anwendung bei Tieren hingewiesen.

Biochemische Inhaltsstoffe von Kräutern

Thymian wird als Beispiel angeführt, da er Thymol und Carvacrol enthält. Viele Pflanzen bieten sekundäre Pflanzenstoffe, die klinisch beeindruckende Wirkungen zeigen, wie antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften.

Das Problem der Pharmakokinetik

Die Wirksamkeit von Kräutern hängt von mehreren biologischen Faktoren ab. Nach der Fütterung müssen die aktiven Moleküle in ausreichender Menge vom Pferd aufgenommen und in die Lunge transportiert werden, um ihre Wirkung zu entfalten. Dies ist ein komplexer Prozess mit vielen Hürden.

Fehlende klinische Evidenz

Aktuelle Studien, darunter eine Crossover-Pilotstudie mit einer Kräutermischung, zeigen keine signifikante Verbesserung der Atemwegserkrankungen bei Pferden. Dies deutet darauf hin, dass es derzeit keine überzeugenden Beweise für die Wirksamkeit solcher Mischungen gibt.

Schlussfolgerung

Es ist wichtig zu betonen, dass dies nicht bedeutet, dass alle Kräuter wirkungslos sind, sondern dass die wissenschaftlichen Nachweise zur Behandlung von Atemwegserkrankungen beim Pferd derzeit unzureichend sind.