Armutszeugnis
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Armutszeugnis

Eva Völpel, Sabine Nuss

Beschreibung

Warum haben Wenige so viel und Viele so wenig? Soziale Ungleichheit ist kein Betriebsunfall, sondern Voraussetzung und Resultat «unserer» Wirtschaftsweise und Nährboden für Faschismus und völkisches Denken. Ein Armutszeugnis, denn: Theoretisch wäre genug für alle da. Monatlich diskutieren Eva Völpel und Sabine Nuss mit Expert*innen über die Verteilungskrise. «Armutszeugnis» ist der neue Wirtschaftspodcast der Rosa-Luxemburg Stiftung.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

#31 Kapitalismus wegatmen? Die Entpolitisierung durch Achtsamkeit, Yoga & Co

15.09.2026
Yoga-Studios sprießen aus dem Boden, Meditationsapps haben Millionen Nutzer*innen und immer mehr Menschen üben sich in Praktiken der Achtsamkeit, englisch: Mindfulness. Auch Unternehmen wie Bosch, Telekom oder BASF setzen Achtsamkeitsprogramme in der Personalentwicklung ein, SAP beschäftigt sogar einen „Chief Mindfulness Officer“. Die Stress-Reduction Industry boomt. Das ist auch eine Antwort auf die zunehmenden Krisen im Kontext neoliberaler Individualisierung. Doch Mindfulness-Praktiken werden u.a. als Betäubungsmittel gegen die herrschenden Verhältnisse kritisiert. Andere sehen in ihnen das Potential, die Welt zu verbessern. Über diese Ambivalenzen sprechen wir mit der Journalistin, Podcasterin und Autorin Kathrin Fischer. Im April 2026 erschien ihr viel diskutiertes Buch „Achtsam geht die Welt zugrunde. Wie die Ideologie der Achtsamkeit gesellschaftlichen Wandel blockiert“. Kathrin Fischer hat 15 Jahre beim Hessischen Rundfunk gearbeitet und hostet seit 2022 den Podcast „Erschöpfung statt Gelassenheit. Warum Achtsamkeit die falsche Antwort auf ziemlich jede Frage ist". Shownotes: Kathrin Fischer: Achtsam geht die Welt zugrunde. Wie die Ideologie der Achtsamkeit gesellschaftlichen Wandel blockiert, Hanser 2026. Podcast von Kathrin Fischer: "Erschöpfung statt Gelassenheit - warum Achtsamkeit die falsche Antwort auf ziemlich jede Frage ist" Schreibt uns an: armutszeugnis@rosalux.org Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter.

Yoga-Studios sprießen aus dem Boden, Meditationsapps haben Millionen Nutzer*innen und immer mehr Menschen üben sich in Praktiken der Achtsamkeit, englisch: Mindfulness. Auch Unternehmen wie Bosch, Telekom oder BASF setzen Achtsamkeitsprogramme in der Personalentwicklung ein, SAP beschäftigt sogar einen „Chief Mindfulness Officer“.

Die Stress-Reduction Industry boomt. Das ist auch eine Antwort auf die zunehmenden Krisen im Kontext neoliberaler Individualisierung. Doch Mindfulness-Praktiken werden u.a. als Betäubungsmittel gegen die herrschenden Verhältnisse kritisiert. Andere sehen in ihnen das Potential, die Welt zu verbessern.

Über diese Ambivalenzen sprechen wir mit der Journalistin, Podcasterin und Autorin Kathrin Fischer. Im April 2026 erschien ihr viel diskutiertes Buch „Achtsam geht die Welt zugrunde. Wie die Ideologie der Achtsamkeit gesellschaftlichen Wandel blockiert“. Kathrin Fischer hat 15 Jahre beim Hessischen Rundfunk gearbeitet und hostet seit 2022 den Podcast „Erschöpfung statt Gelassenheit. Warum Achtsamkeit die falsche Antwort auf ziemlich jede Frage ist".

Shownotes:

Kathrin Fischer: Achtsam geht die Welt zugrunde. Wie die Ideologie der Achtsamkeit gesellschaftlichen Wandel blockiert, Hanser 2026. Podcast von Kathrin Fischer: "Erschöpfung statt Gelassenheit - warum Achtsamkeit die falsche Antwort auf ziemlich jede Frage ist" Schreibt uns an: armutszeugnis@rosalux.org Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter.

#30 Vergesellschaftung: Wie funktioniert das feministisch?

07.08.2026
Was können wir gegen die Sorgekrise und die gewaltvollen Geschlechterverhältnisse im Kapitalismus tun? Wie verhindern wir, dass sich die gesellschaftlichen Strukturen, die diese Konflikte hervorbringen, ständig wieder neu herstellen? Manche sagen: Feministisch vergesellschaften! Doch was genau steckt hinter dem Ansatz und warum könnte die Strategie des feministischen Vergesellschaftens eine Brücke schlagen zwischen verschiedenen Generationen und Spektren linker, feministischer Akteur*innen? Wie können Projekte des feministischen Vergesellschaftens schon im Hier und Jetzt ausbuchstabiert werden? Darüber sprechen wir in unserer neuen Folge mit Barbara Fried. Sie ist Referentin für klassenpolitischen Feminismus und sozialistische Transformation in der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Schreibt uns an: armutszeugnis@rosalux.org Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter. Shownotes Konferenz "Feministisch Vergesellschaften - Her mit dem ganzen Leben!" (25.-27. September 2026, Ruhr-Uni-Bochum) Fried, Barbara/Wischnewski, Alex: Feministisch Vergesellschaften: Intersektionale Perspektiven auf Eigentum, Herrschaft und Produktion. In: Zeitschrift LuXemburg 2026. Mascha Madörin (2017): Neoliberalismus und die Reorganisation der Care-Ökonomie. In: Hans Baumann et al. (Hg.): Denknetz. Jahrbuch 2007: Zur politischen Ökonomie der Schweiz. Eine Annäherung. Zürich. Offizielle Webseite des mexikanischen Projekts UTOPIAS in Itztapalapa, Mexiko: https://utopias.mx/ Hier geht’s zum RLS-Dossier „Sorgende Städte“ mit vielen Texten, darunter Studien zu Eigentumsverhältnissen und rechtlichen Möglichkeiten einer stärkeren Gemeinwohlorientierung in der kommunalen Altenpflege, zur Initiative „Shoppingzentren zu Sorgezentren“ in Berlin oder zu internationalen Beispielen sorgender Städte, etwa in Lateinamerika und Spanien. Initiative „Sorge ins Parkcenter“:https://www.sorgezentren.de/ Wahmkow, Jonas:Die sorgende Stadt. Ein Kongress in Berlin diskutiert, wie die Stadt in Zukunft aussehen könnte. Vor allem geht es um die Bedürfnisse der Be­woh­ne­r:in­nen. In: taz, die tageszeitung, 24.3.2026.

Was können wir gegen die Sorgekrise und die gewaltvollen Geschlechterverhältnisse im Kapitalismus tun? Wie verhindern wir, dass sich die gesellschaftlichen Strukturen, die diese Konflikte hervorbringen, ständig wieder neu herstellen? Manche sagen: Feministisch vergesellschaften!

Doch was genau steckt hinter dem Ansatz und warum könnte die Strategie des feministischen Vergesellschaftens eine Brücke schlagen zwischen verschiedenen Generationen und Spektren linker, feministischer Akteur*innen? Wie können Projekte des feministischen Vergesellschaftens schon im Hier und Jetzt ausbuchstabiert werden?

Darüber sprechen wir in unserer neuen Folge mit Barbara Fried. Sie ist Referentin für klassenpolitischen Feminismus und sozialistische Transformation in der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Schreibt uns an: armutszeugnis@rosalux.org

Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts

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Shownotes

Konferenz "Feministisch Vergesellschaften - Her mit dem ganzen Leben!" (25.-27. September 2026, Ruhr-Uni-Bochum)

Fried, Barbara/Wischnewski, Alex: Feministisch Vergesellschaften: Intersektionale Perspektiven auf Eigentum, Herrschaft und Produktion. In: Zeitschrift LuXemburg 2026.

Mascha Madörin (2017): Neoliberalismus und die Reorganisation der Care-Ökonomie. In: Hans Baumann et al. (Hg.): Denknetz. Jahrbuch 2007: Zur politischen Ökonomie der Schweiz. Eine Annäherung. Zürich.

Offizielle Webseite des mexikanischen Projekts UTOPIAS in Itztapalapa, Mexiko: https://utopias.mx/

Hier geht’s zum RLS-Dossier „Sorgende Städte“ mit vielen Texten, darunter Studien zu Eigentumsverhältnissen und rechtlichen Möglichkeiten einer stärkeren Gemeinwohlorientierung in der kommunalen Altenpflege, zur Initiative „Shoppingzentren zu Sorgezentren“ in Berlin oder zu internationalen Beispielen sorgender Städte, etwa in Lateinamerika und Spanien.

Initiative „Sorge ins Parkcenter“:https://www.sorgezentren.de/

Wahmkow, Jonas:Die sorgende Stadt. Ein Kongress in Berlin diskutiert, wie die Stadt in Zukunft aussehen könnte. Vor allem geht es um die Bedürfnisse der Be­woh­ne­r:in­nen. In: taz, die tageszeitung, 24.3.2026.

#29 Armut auf dem Land: Zwischen Landlust und Landfrust

10.07.2026
Mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland lebt auf dem Land. Trotzdem kommt deren Lebensrealität wenig vor im öffentlichen Diskurs. Dabei zeigt sich in einigen Landkreisen ein drastischer ökonomischer Niedergang. Es sind abgehängte Regionen. Armut gilt hier nicht nur als Tabu, sie wird von den kommunalen Behörden nurmehr verwaltet, tendenziell sogar eher verfestigt, als bekämpft. Das hat fatale Konsequenzen, für die Betroffenen, aber auch für die Demokratie. In dieser Folge sprechen wir mit der Soziologin Tine Haubner über die Ursachen dieser Entwicklung. Wir sprechen mit ihr über das Spannungsverhältnis von Landfrust und Landlust, über Elendsverwaltung, über Armutsdeutungen und Angstscham, über einen möglichen Zusammenhang mit dem Erstarken der Rechten in abgehängten Regionen, was all das mit Kapitalismus zu tun hat und darüber, warum der Stadt-Land-Gegensatz kein Naturgesetz ist. Schreibt uns an: armutszeugnis@rosalux.org Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter. Shownotes Engelke, B., & Belina, B. (2026). Provinzielle politische Kultur und extreme Rechte im ländlichen Raum. ZRex – Zeitschrift für Rechtsextremismusforschung, 6(1), 91–105. Haubner, T., Laufenberg, M., & Boemke, L. (2022). Zweiklassengesellschaften auf dem Land. Rurale Armutsräume im Spannungsfeld von Aufwertungs- und Peripherisierungsprozessen. In B. Belina, A. Kallert, M. Mießner, & M. Naumann (Hg.), Ungleiche ländliche Räume. Bielefeld. Vergessenes Land. Perspektiven auf rurale Entwicklung. (2021). PROKLA. Zeitschrift für Kritische Sozialwissenschaft, 51(204), 400–414.

Mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland lebt auf dem Land. Trotzdem kommt deren Lebensrealität wenig vor im öffentlichen Diskurs. Dabei zeigt sich in einigen Landkreisen ein drastischer ökonomischer Niedergang. Es sind abgehängte Regionen. Armut gilt hier nicht nur als Tabu, sie wird von den kommunalen Behörden nurmehr verwaltet, tendenziell sogar eher verfestigt, als bekämpft. Das hat fatale Konsequenzen, für die Betroffenen, aber auch für die Demokratie.

In dieser Folge sprechen wir mit der Soziologin Tine Haubner über die Ursachen dieser Entwicklung. Wir sprechen mit ihr über das Spannungsverhältnis von Landfrust und Landlust, über Elendsverwaltung, über Armutsdeutungen und Angstscham, über einen möglichen Zusammenhang mit dem Erstarken der Rechten in abgehängten Regionen, was all das mit Kapitalismus zu tun hat und darüber, warum der Stadt-Land-Gegensatz kein Naturgesetz ist.

Schreibt uns an: armutszeugnis@rosalux.org

Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts

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Shownotes

Engelke, B., & Belina, B. (2026). Provinzielle politische Kultur und extreme Rechte im ländlichen Raum. ZRex – Zeitschrift für Rechtsextremismusforschung, 6(1), 91–105.

Haubner, T., Laufenberg, M., & Boemke, L. (2022). Zweiklassengesellschaften auf dem Land. Rurale Armutsräume im Spannungsfeld von Aufwertungs- und Peripherisierungsprozessen. In B. Belina, A. Kallert, M. Mießner, & M. Naumann (Hg.), Ungleiche ländliche Räume. Bielefeld.

Vergessenes Land. Perspektiven auf rurale Entwicklung. (2021). PROKLA. Zeitschrift für Kritische Sozialwissenschaft, 51(204), 400–414.