
Tatort Tirol
Tiroler Tageszeitung
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

"Auf den Tod kann man sich nicht vorbereiten"
Einführung in den Beruf der Bestatterin
Im Podcast erläutert Verena Langeka, dass es in der Episode um die Auswirkungen von Verbrechen auf Betroffene geht. Christine Pernlochner-Kügler, eine Bestatterin, erklärt, wie Verstorbene, einschließlich Opfer von Verbrechen, zu ihnen kommen und welche Rolle sie dabei spielen.
Der Arbeitsalltag eines Bestatters
Christine beschreibt, dass sie in Innsbruck als Bestatterin 24/7 für die Polizei erreichbar ist. Sie holt nicht nur Opfer von Tötungsdelikten, sondern auch andere Verstorbene ab, bei denen die Todesursache unklar ist. Der Prozess umfasst die Bergung, die Versorgung der Verstorbenen und die Unterstützung der Angehörigen.
Umgang mit schwierigen Situationen
Christine spricht über die Herausforderungen, sowohl mit den Verstorbenen als auch mit den emotional belasteten Angehörigen umzugehen. Sie betont die Bedeutung der professionellen Distanz und die Entwicklung von Techniken zur emotionalen Bewältigung.
Ästhetik und Pflege der Verstorbenen
Die Bestatterin erklärt, dass die Vorbereitung der Verstorbenen für die Trauerfeier sowohl körperliche Pflege als auch Wundversorgung umfasst. Sie vermeidet übermäßiges Schminken, um die natürliche Erscheinung zu wahren und den Angehörigen einen friedlichen Abschied zu ermöglichen.
Persönliche Ansichten über den Tod
Christine teilt ihre Überzeugung, dass es kein Leben nach dem Tod gibt, und dass sie gut damit leben kann. Sie beschreibt ihren Weg zur Bestatterin als eine unerwartete, aber bereichernde Berufung. Abschließend reflektiert sie den emotionalen Umgang mit dem Tod und die Vorbereitungen, die man für den eigenen Verlust treffen kann.

Wie die oberste Tiroler Kriminalistin nach Mord und Totschlag abschalten kann
Einführung in den Podcast
Im Podcast "Tatort Tirol" begrüßt Verena Langecker Katja Tersch, die Leiterin des Landeskriminalamts Tirol. Der Fokus liegt nicht auf Verbrechen selbst, sondern darauf, wie sie die Menschen beeinflussen, die mit ihnen in Kontakt kommen.
Berufswunsch Polizistin
Katja Tersch erzählt, dass ihr Interesse an der Polizei 1992 durch einen Fernsehbericht geweckt wurde, der die Gleichstellung von Polizistinnen und -isten thematisierte. Sie beschreibt, wie die Möglichkeit, einen spannenden Beruf mit solider Ausbildung zu kombinieren, sie zur Bewerbung motivierte.
Gleichstellung in der Polizei
Trotz einer Quote von 30 Prozent Frauen im Polizeidienst sieht Tersch die Gleichstellung als gegeben an, insbesondere in Bezug auf Ausbildung und Karrierechancen. Herausforderungen wie Sexismus existieren, werden aber aktiv angegangen.
Umgang mit Sexismus und Diskriminierung
Frau Tersch betont, dass Sexismus in der Polizei keinen Platz hat und entsprechend geahndet wird. Es gibt klare Richtlinien und Anlaufstellen für Betroffene.
Gemischte Ermittlerteams
Die Bedeutung gemischter Teams wird hervorgehoben, insbesondere in sensiblen Bereichen wie Sexualdelikten. Tersch erklärt, dass es wichtig ist, sowohl Männer als auch Frauen in Ermittlungen einzubeziehen.
Ermittlungsarbeit in Tirol
Die Herausforderungen, die sich aus dem ländlichen Charakter Tirols ergeben, werden thematisiert. Die Polizei wird darauf vorbereitet, mit schwierigen Situationen umzugehen, unabhängig von der Nähe zu den Tätern.
Persönliche Belastung und Abstand
Tersch gibt an, dass sie in ihrer Funktion oft emotional belastende Situationen erlebt, jedoch professionell damit umgeht. Sie betont die Wichtigkeit eines ausgeglichenen Privatlebens, um Abstand zu gewinnen.
Krimis und deren Einfluss
Katja Tersch liest gerne Krimis, erkennt jedoch die Unterschiede zwischen literarischen Darstellungen und der Realität der Polizeiarbeit. Sie schätzt insbesondere historische Krimis und die Entwicklung der Ermittlungsarbeit über die Jahre.
Schlusswort
Der Podcast endet mit einem Dank von Verena Langecker an Katja Tersch für die aufschlussreichen Informationen und lädt die Zuhörer ein, die nächste Folge zu hören.

Warum sind Kriminalromane so beliebt?
Einführung in literarische Verbrechen
Verena Langecker spricht mit Linda Müller, Verlagsleiterin bei Heim & Krimi, über die Faszination von Verbrechen in der Literatur. Müller teilt ihre Sicht auf die grausigsten Verbrechen in Büchern und betont, dass die Wahrnehmung von Verbrechen individuell ist und stark von gesellschaftlichen Ängsten beeinflusst wird.
Der Einfluss der Realität auf Kriminalromane
Müller beschreibt, wie Kriminalromane als Spiegelbild der gesellschaftlichen Realität fungieren, insbesondere in Bezug auf aktuelle Themen wie Hate Crime. Sie erklärt, dass Leser oft von der Spannung und den unterschiedlichen Subgenres angezogen werden, die Kriminalromane bieten.
Leserinnen und das Genre Krimi
Es wird thematisiert, dass Frauen häufiger Kriminalromane lesen als Männer, was möglicherweise auf ein größeres Bewusstsein für Gefahren im Alltag zurückzuführen ist. Zudem wird die Theorie aufgegriffen, dass Frauen ein größeres Interesse an zwischenmenschlichen Beziehungen und psychologischen Aspekten haben.
Empowerment durch literarische Morde
Müller diskutiert, wie Frauen in aktuellen Kriminalromanen oft als aktive Mörderinnen dargestellt werden, was als Form des Empowerments interpretiert werden kann. Diese Darstellung ermöglicht es Frauen, sich mit Charakteren zu identifizieren, die sich gegen Unrecht wehren.
Die Rolle von Krimi-Autorinnen
Die Autorinnen, die Müller kennt, werden als freundlich und ausgeglichen beschrieben, da sie ihre Aggressionen in ihren Geschichten ausleben. Dies wird als kreative Strategie hervorgehoben, die auch für andere Frauen empfohlen werden kann.
Manuskripte und Verlagsauswahl
Müller spricht über die Vielzahl an eingereichten Manuskripten und die Herausforderungen, die damit verbunden sind, geeignete Werke auszuwählen, die zur Verlagslinie passen und neuartig sind.
True Crime und seine Faszination
Die Diskussion über True Crime zeigt, dass sich dieses Genre mit der Popularität von Podcasts entwickelt hat. Müller betont die Notwendigkeit, respektvoll mit den realen Geschichten umzugehen und die Opfer nicht zu entwürdigen.
Die Zukunft des Krimi-Genres
Müller äußert, dass sich das Krimi-Genre kontinuierlich weiterentwickeln wird, insbesondere durch neue Technologien und das sich ändernde Interesse der Leser. Sie ist optimistisch, dass gedruckte Bücher auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen werden.