
Laut & leise
neue musikzeitung (nmz)
Beschreibung
Darüber sprechen Valeska und Mathis im Video-Interviewpodcast mit den Gästen - neugierig, direkt und ohne große Umwege.
Neue Folgen gibt’s immer am 1. des Monats. Also: Einfach reinhören!
Mehr zur neuen musikzeitung: https://www.nmz.de
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Warum Dich die Musikhochschule NICHT auf die Realität vorbereitet (Die Hanke Brothers im Gespräch über ihre Selbstständigkeit, Fehler im System und neue Wege in der Klassik)
Hintergrund und künstlerische Ausrichtung
Vier Brüder bilden ein Ensemble, das Tuba, Bratsche, Blockflöte und Klavier verbindet. Sie arbeiten vorwiegend in der Kategorie New Classical Music, schöpfen aus verschiedenen Genres und entwickeln zeitgenössische Stücke, die im Hier und Jetzt entstehen. Die Gruppe betont, dass vibrierende Live-Performance im Mittelpunkt steht, während Reflexionen über Bewertungen von künstlerischer Leistung als problematisch wahrgenommen werden.
Musikvermittlung und Formate
Neben Konzerten setzen sie auf Vermittlung durch Kinderkonzerte, Schulworkshops und eigene Projekte wie einen Verein zur Musikvermittlung. Ziel ist es, junges Publikum zu begeistern und Musik greifbar zu machen, ohne dabei in veraltete Formate zu verfallen. Sie betonen, dass Bildung breiter gefasst werden sollte und dass Bands Verantwortung für zukünftige Generationen übernehmen.
Arbeitsweise, Konfliktmanagement und Familiendynamik
Als Ensemble funktionieren sie am besten zu viert; Interaktion, Ehrlichkeit und direkte Kommunikation sind zentral. Altersunterschiede erfordern Organisation und klare Rollen, unterstützt durch Coaching und externe Berater. Die Familie kennt die gemeinsame Geschichte, doch beruflich wird Professionalität durch strukturierte Proben, Auftritte und Projektmanagement geschaffen, während Privates oft zum Austausch genutzt wird und kreative Prozesse befeuert.
Weg, Anerkennung und Bühnenpraxis
Der Weg umfasst Beharrlichkeit, Eigeninitiative und das Lernen jenseits klassischer Studienpfade. Ein bedeutender Preis für Nachwuchsförderung bestätigte ihren Ansatz, Musikvermittlung mit unternehmerischer Initiative zu verbinden. Auf der Bühne stehen die Jungen wie auch die Älteren im Fokus, während hinter der Bühne Organisation, Entwicklung von Programmen und Zusammenarbeit mit Veranstaltern die Grundlage bilden. Vor Publikum geht es um Live-Emotion und Interaktion.

Lehrkräfte gesucht: Wer unterrichtet morgen Musik?
Einleitung in das Thema
In dieser Episode wird der alarmierende Mangel an Musiklehrkräften in Deutschland thematisiert. Die Diskussion wird durch eine Initiative des Deutschen Musikrats angeregt, die zur Rekrutierung neuer Musikpädagogen ins Leben gerufen wurde und in sozialen Medien große Aufmerksamkeit erlangte.
Der Zustand der Schulen
Es wird berichtet, dass viele Schulen, insbesondere in großen Städten, keine Musiklehrkräfte mehr haben. Ein Beispiel ist eine Gesamtschule in Berlin, die über 1000 Schüler zählt, jedoch ohne musikalische Fachkräfte auskommen muss. Stattdessen versuchen Lehrer mit anderen musikalischen Hintergründen, wie Beatboxing, den Unterricht aufzufangen.
Der Rückgang der Bewerberzahlen
Thomas Busch beschreibt den signifikanten Rückgang der Bewerbungen für das Lehramt Musik an deutschen Musikhochschulen. Die Bewerberzahlen sind in den letzten fünf Jahren um 50 % gesunken, während die Zahl der Studienanfänger nur um 20 % zurückging. Dies zeigt, dass weniger Interessierte sich für das Studium entscheiden.
Herausforderungen im Musikstudium
Die Eignungsprüfungen und das Studienangebot werden als abschreckend wahrgenommen. Viele potenzielle Bewerber haben das Gefühl, dass sie aufgrund dieser Anforderungen nicht qualifiziert genug sind. Zudem wird angemerkt, dass die Berufsrealität von Musiklehrkräften oft wenig attraktiv erscheint.
Innovative Ansätze zur Rekrutierung
Einige Hochschulen haben begonnen, die Zugangsvoraussetzungen zu reformieren, indem sie beispielsweise auf die Eignungsprüfung verzichten oder diese erleichtern. Modelle, die den Praxisanteil im Studium erhöhen, zeigen positive Ergebnisse in Bezug auf die Bewerberzahlen.
Die Bedeutung der Öffnung der Hochschulen
Die Diskussion hebt hervor, dass eine Öffnung der Musikhochschulen für vielfältigere musikalische Hintergründe notwendig ist, um Lehrkräfte zu gewinnen, die die kulturelle Vielfalt der Schülerschaft widerspiegeln. Es wird betont, dass Musiklehrkräfte aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten großen Einfluss auf die Schüler haben können.
Fazit und Ausblick
Zusammenfassend zeigt die Episode die Herausforderungen und Lösungsansätze im Bereich der Musikpädagogik auf. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den nächsten Jahren entwickeln wird und welche Maßnahmen langfristig greifen werden, um den Lehrkräftemangel zu beheben.

Die große Opernbühne: Traum vs. Realität? (feat Thomas Hampson & Melanie Diener)
Einführung in die Folge
Die Moderatoren Mattes und Valeska begrüßen die Zuhörer zu Folge 19 des Podcasts und erinnern an die vorherige Folge über die Kürzungswelle in der Kulturbranche. Sie stellen eine neue Kategorie vor, das "Kulturkonto", und lesen Zuschriften von Hörerinnen und Hörern vor, die ihre Ideen für kulturelle Investitionen teilen.
Kulturkonto und Zuschriften
Die ersten Zuschriften stammen von Anna aus Freiburg und Marc aus Augsburg. Beide teilen kreative Ideen, wie man 100 Euro in lokale Kulturprojekte investieren könnte, um die Oper und Musik zugänglicher zu machen.
Thema der Episode: Die große Opernbühne
In dieser Folge liegt der Fokus auf dem Übergang vom Studium zur Opernbühne. Die Moderatoren berichten von Gesprächen mit Opernstars und Stipendiaten über die Herausforderungen und Realitäten des Opernlebens. Themen wie die hohe Konkurrenz, Altersgrenzen und die Bedeutung von Plan B werden angesprochen.
Studium und Konkurrenz im Opernbusiness
In Deutschland gibt es zahlreiche Musikhochschulen, aber nur begrenzte Stellen in Opernhäusern. Dies führt zu einem hohen Konkurrenzdruck unter den Absolventen. Es wird betont, wie wichtig die physische und mentale Vorbereitung für eine Karriere in der Oper ist.
Der Traum vs. Realität
Die Diskussion über den Traum, eine Solokarriere zu starten, wird vertieft. Die Gäste betonen die Bedeutung der Offenheit für verschiedene Karrierewege und den Druck, der mit diesen Träumen einhergeht. Die Realität zeigt, dass viele Sängerinnen und Sänger in Chören oder anderen Berufen arbeiten müssen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern.
Work-Life-Balance im Opernbusiness
Die Herausforderung, eine Work-Life-Balance zu finden, wird thematisiert. Die jungen Künstler berichten, dass ihr Leben oft vollständig dem Gesang untergeordnet ist, und dass private Beziehungen darunter leiden können.
Kultur und Wertschätzung
Das Gespräch dreht sich auch um die Wertschätzung von Kunst in der Gesellschaft. Die Gäste kritisieren die Sparmaßnahmen in der Kultur und die mangelnde Bildung hinsichtlich der Bedeutung von Kunst und Kultur für die Gesellschaft.
Schlussfolgerung und Ausblick
Die Moderatoren danken den Gästen für ihre Einblicke und fordern die Zuhörer auf, ihre eigenen Bühnenmomente zu teilen. Die Episode endet mit einem Aufruf, die nächste Folge nicht zu verpassen und auf die Webseite der Neuen Musikzeitung zu schauen.