
NÖRDCAST - Der ultimative Schweizer Metal Podcast
Fran Lorkovic, Thomas „Bäumli“ Baumgartner, Philip Jespersen
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Vom Kleinbasel ins Metallica-HQ in San Francisco: unser Gast ist Pascal Brun, Grafiker extraordinaire!
Beruflicher Währgang und Leidenschaft für Cover-Design
Der Gast erzählt von einer langjährigen Freundschaft, dem Einstieg in die Gestaltung und dem Traum, Musiker zu werden. Stattdessen fand er seine Berufung im Layouten von Albumcovers, Logos und Merch. Sein Antrieb: Lernen durch Ausprobieren, ohne Internet, mit Handbuch als Leitfaden. Die ersten Schritte begannen bei Basler Bands, Flyer-Design und Kassettendesign legten den Grundstein für eine langjährige Praxis.
Durchbruch durch Kontakte in der Metal-Szene
Ein entscheidender Weg war die Verbindung zu Robert Trujillo und Mass Mental. Über Emy Lichterhahn entstand ein Kontakt, der zu Aufträgen führte, darunter Arbeiten für Metallica-Sachen. Gegenwärtig stehen internationale Projekte im Mittelpunkt, begleitet von Reisen nach Los Angeles und Studio-Shootings an ungewöhnlichen Orten. Geduld, Vertrauen und echtes Verständnis für Musik waren zentrale Treiber dieses Aufstiegs.
Warum Albumcover in der Wahrnehmung funktionieren
Brunzli betont, dass Cover oft genauso wichtig sind wie die Musik selbst. Er erläutert, wie er Musik fühlt, um visuelle Umsetzung zu finden, und wie ein starkes Cover den Song kontextualisiert. Die Gespräche zeigen eine Haltung, nach der Musik die Grundlage bildet, aber visuelle Umsetzung und Charakter des Artworks entscheidend mitprägen. Persönliche Subtexte und künstlerische Mut spielen eine große Rolle.
Wertung, Praxis und Reflexion über Designtrends
Es werden Highlights, Fehlgriffe und Favoriten diskutiert: ikonische Covers, Versuche mit Typografie, minimalistische Ansätze und die Kritik an Overdesign oder rein kommerziellen Motiven. Der Austausch beleuchtet, wie sich das Medium CD zu Streaming wandelte, und welche Folgen das für Gestaltung und Investment hatte. Trotz Wandel bleibt die Faszination bestehen: Covers erzählen Geschichten, tragen Identitäten, und prägen Erinnerungen an Musikstücke.

Hidden Gems VII: Blind Illusion - Zu unrecht vergessen oder zum Vergessen?
Kontext und Bandgeschichte
In der Folge wird Blind Illusion mit dem The-Sane-Asylum-Album vorgestellt. Die Besetzung umfasst Mark Biedermann, Les Claypool, Larry Lalonde und weitere Studio- bzw. Live-Musiker. Die Gruppe entstand in den späten 70er-Jahren, gewann mit dem Album aber erst Definition durch späte 80er-Jahre-Veröffentlichungen und Reminiszenzen an kalifornische Szene, Bay Area Thrash, Prog-Einflüsse und ein eigenwilliges Songwriting.
Klang, Produktion und Stil
Die Diskussion dreht sich um eine teils sperrige, aber fesselnde Produktion, die mehr Proggy-Wendungen als reinen Thrash zeigt. Claypool und Lalonde prägen mit markanten Bass- und Gitarren-Elementen das Klangbild, während der Gesang als polarisierend empfunden wird. Der Sound wirkt roh und demohaft, passt aber zur Mix-Ästhetik der Zeit und zum experimentellen Ansatz der Platte.
Bezug zur Szene und Einfluss
Es wird klar, dass das Album in einer Übergangsphase der Metal-Szene entstand: Progressive Elemente, düstere Grundstimmung und harte Thrash-Parts treffen auf experimentelle, chaotische Passagen. Die Beteiligung von späteren Primus-Mitgliedern wird als Vorläufer gesehen, der die späteren Entwicklungen beeinflusste und die Bandgeschichte mitprägte.
Fazit und Perspektiven
Die Folge beleuchtet, warum The Sane Asylum heute als Kultauf- wanderschaft gilt: Mut zur Stilmischung, handwerkliche Finesse und ein einzigartiger Ausdruck trotz Produktionsschwächen. Die Diskussion hebt Stärken wie Gitarrenharmonien und Songideen hervor, während Kritik am Gesang und an der Durchsichtbarkeit einzelner Passagen bleibt. Eindrucksvoll bleibt die Verbindung von Individuum und Bandkonsens in dieser frühen Phase der Musiker-Karrieren.

Hidden Gems VI: Forbidden – Zwischen Bay Area Erbe und 90s-Düsterkeit
Einführung und Gast
In dieser Episode von NÖRDCAST wird Inga Pulver-Hanneken als Gast begrüßt, die bereits zuvor im Podcast zu hören war. Sie bringt ein Album von der Bay Area Thrash Band Forbidden mit, speziell ihr drittes Album "Distortion", das 1994 veröffentlicht wurde.
Persönliche Verbindung zu Forbidden
Inga erzählt, dass sie mit Forbidden über das Album "Distortion" vertraut wurde und es für sie ein entscheidendes Werk war. Sie teilt ihre Erinnerungen an ein Konzert in Freiburg, bei dem sie die Band live erlebte und beschreibt ihre Faszination für die technische und magische Seite der Musik.
Musikalische Entwicklung und Stilwechsel
Die Diskussion dreht sich um die stilistische Entwicklung von Forbidden und die Veränderungen zwischen ihren Alben. Während die ersten zwei Alben als technisch und thrash-lastig gelten, wird "Distortion" als dunkler und zugänglicher wahrgenommen, was auf die Einflüsse der Grunge-Ära zurückzuführen ist.
Einfluss der Grunge-Bewegung
Inga und die Gastgeber diskutieren, wie die Grunge-Bewegung den Metal und insbesondere den Thrash beeinflusste. Craig LoCicero, der Gitarrist von Forbidden, erklärt, dass sie sich der veränderten Musiklandschaft anpassen mussten, was zu einem emotionaleren und weniger technischen Ansatz in "Distortion" führte.
Texte und Themen
Inga analysiert die Texte des Albums, insbesondere den Song "Wake Up", der sich mit Verschwörungstheorien auseinandersetzt. Es wird diskutiert, wie die Texte im Kontext der damaligen Zeit zu interpretieren sind und welche politischen Botschaften vermittelt werden.
Abschluss und Rückblick
Die Episode schließt mit einem Rückblick auf "Distortion" und die Bedeutung von Forbidden in der Metal-Szene. Craig LoCicero wird zitiert, dass er stolz auf das Album ist und es als wichtigen Teil der Bandgeschichte ansieht, das jedoch aufgrund der Umstände nicht die Anerkennung erhielt, die es verdient hätte.