
Unter Beschluss - Der VDIV NRW Podcast
Michael de Iaco & Swen Jansen
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Meet The Team: Steffi Kaldenbach, unsere Geschäftsstellenleitung und der Motor im Team
Vorstellung der Geschäftsstelle
Sven Janssen, Vorstand des Landesverbandes NRW, begrüßt Steffi Kaldenbach, die Geschäftsstellenleiterin. Ziel des Gesprächs ist es, den Verband und sein Team vorzustellen und die persönliche Geschichte von Steffi näherzubringen.
Steffis Werdegang
Steffi erzählt von ihrem Einstieg in die Immobilienbranche nach einer Au-pair-Zeit in Italien und ihrer Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation bei Dr. Vossen & Partner. Sie beschreibt, wie sie im Jahr 2014 den Antrag stellte, Vollzeit für den Verband zu arbeiten.
Vielfältige Verbandsarbeit
Der Arbeitsalltag in der Geschäftsstelle ist abwechslungsreich und geprägt von der Organisation verschiedenster Veranstaltungen. Steffi hebt hervor, dass die Kommunikation mit den Mitgliedern ein zentraler Bestandteil ihrer Arbeit ist.
Bedürfnisse der Mitglieder
Steffi erkennt, dass viele Menschen die Rolle von Immobilienverwaltern missverstehen. Sie betont die Wichtigkeit, die Position der Verwalter zu stärken und Unterstützung in akuten Problemen anzubieten, wie etwa bei rechtlichen Fragen oder der Kommunikation mit Eigentümern.
Herausforderungen und Trends
Die Branche sieht sich Herausforderungen gegenüber, wie dem Fachkräftemangel und dem Bedürfnis nach Weiterbildung. Der Verband bietet verschiedene Seminare an, um neue Mitglieder zu gewinnen und bestehende Mitglieder zu unterstützen.
Freude an der Arbeit
Steffi beschreibt die Erfüllung, die sie aus der erfolgreichen Organisation von Veranstaltungen schöpft, und wünscht sich mehr Anerkennung für die Arbeit der Verwalter.

Ein Daumen Hoch ist noch kein Beschluss - Digitale Umlaufbeschlüsse
Einführung in den Umlaufbeschluss
Der Umlaufbeschluss ist ein wertvolles Instrument für Verwalter, das jedoch unterschiedlich genutzt wird. Er ermöglicht es, Entscheidungen ohne Präsenzversammlung zu treffen, was besonders bei Fehlern in Abrechnungen von Vorteil sein kann.
Absenkungsbeschluss und Voraussetzungen
Ein Absenkungsbeschluss kann für bestimmte Punkte in einer Präsenzversammlung gefasst und später im Umlaufverfahren mit einfacher Mehrheit beschlossen werden. Es ist wichtig, dass dies nur für spezifische Gegenstände gilt.
Rechtsfragen zur Textform
Die Anforderungen an die Textform sind entscheidend, insbesondere im Hinblick auf elektronische Kommunikation. E-Mails, SMS und WhatsApp-Nachrichten sind zulässig, müssen jedoch eindeutig identifizierbar sein, was bei anonymen oder unlesbaren Nachrichten problematisch sein kann.
Problematik bei Kundenportalen
Kundenportale können eine Herausforderung darstellen, da die Textformvorschriften streng sind. Ein Klick auf „Zustimmen“ genügt nicht der schriftlichen Form, es sei denn, er wird durch eine entsprechende E-Mail dokumentiert.
Umsetzung von Umlaufbeschlüssen und deren Nachverfolgung
Bei der Umsetzung von Umlaufbeschlüssen ist es ratsam, einen festen Annahmetermin festzulegen. Eine Niederschrift kann helfen, die Beschlussfassung nachzuweisen, was besonders für rechtliche Belange wichtig ist.
Vorteile des Umlaufbeschlusses
Umlaufbeschlüsse bieten eine flexible und zeitsparende Möglichkeit, Entscheidungen in Eigentümergemeinschaften zu treffen, und können in vielen Fällen aufwändige Versammlungen ersetzen.

Wer zahlt wenn keiner streut - Das BGH-Glatteisurteil und was Verwalter wissen sollten
Einführung und Hintergrund des Falls
Sven Janssen begrüßt Wolfgang Dötsch, einen Richter am Oberlandesgericht Köln, um einen bedeutenden Fall zur Räum- und Streupflicht in der Immobilienverwaltung vorzustellen. Der Fall, bekannt als das Glatteis-Urteil, behandelt die Haftung des Vermieters, nachdem ein Mieter aufgrund von Glatteis vor dem Gebäude gestürzt ist.
Details des Falls
Der Mieter, der in einer Eigentumswohnung lebt, klagte auf Schmerzensgeld in Höhe von 12.000 Euro, nachdem er auf einem nicht geräumten Gehweg gefallen war. Der Vermieter hatte eine Klausel im Mietvertrag, die den Mieter zur Räumung verpflichtete, jedoch stellte der BGH fest, dass die Verantwortung für die Verkehrssicherung beim Vermieter liegt.
Rechtliche Implikationen
Das Urteil zeigt, dass Vermieter nicht nur für die Wohnung, sondern auch für die Zugangsflächen verantwortlich sind. Unklarheiten in der Mietvertragsklausel führten zur Haftung des Vermieters, unabhängig davon, ob die Winterdienste von einer Gemeinschaft oder einem Dritten beauftragt wurden.
Praktische Aspekte für Verwalter
Verwalter sollten sicherstellen, dass die vertraglichen Vereinbarungen bezüglich des Winterdienstes klar und den örtlichen Gegebenheiten angepasst sind. Eine regelmäßige Überprüfung der Dienstleister ist notwendig, um Haftungsrisiken zu minimieren.
Versicherungsrechtliche Überlegungen
Die Diskussion umfasst auch die Notwendigkeit von spezifischen Versicherungen für Verwalter, um sich gegen mögliche Haftungsansprüche abzusichern. Eine Betriebshaftpflichtversicherung wird empfohlen, um Personenschäden zu decken.
Schlussfolgerungen und Empfehlungen
Der Podcast schließt mit der Empfehlung, Mietverträge und örtliche Satzungen regelmäßig zu überprüfen, um rechtliche Risiken zu minimieren. Die Bedeutung einer klaren Kommunikation zwischen Vermietern, Verwaltern und Mietern wird hervorgehoben.