Medizin trifft Zahnmedizin
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Medizin trifft Zahnmedizin

MedTriX GmbH

Beschreibung

Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt zwischen Human- und Zahnmedizin: „Medizin trifft Zahnmedizin“ ist der Podcast der MedTriX Group und der intHERcon GmbH. Er vernetzt Wissen und schärft den interdisziplinären Blick. Jeden Monat diskutieren Prof. Dirk Ziebolz (Zahnmediziner) und Günter Nuber (Redaktionsleiter MedTriX Group) aktuelle Themen an der Schnittstelle von Mundgesundheit und Allgemeinmedizin: Wie genau hängen Parodontitis und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Adipositas, Typ-2-Diabetes zusammen? Wie beeinflussen sich Körper und Mund gegenseitig – auch im Alter, während der Schwangerschaft?

Wir bieten tiefgehende Gespräche sowie praxisnahe Einblicke mit unseren Gästen aus Allgemeinmedizin etc. Wir beleuchten Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei akuten und chronischen Krankheiten und diskutieren Praxismanagement- und gesundheitspolitische Themen.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Herzpatient, Klappenersatz und Endokarditisprophylaxe

21.07.2026
Wann braucht es eine Antibiotikaprophylaxe? Menschen mit künstlichem Klappenersatz, überstandener Endokarditis, angeborenem Herzfehler oder linksventrikulärem Unterstützungssystem tragen ein erhöhtes Risiko, an einer infektiösen Endokarditis zu erkranken – einer potenziell lebensbedrohlichen Entzündung der Herzinnenhaut. In Deutschland geht man von Hunderttausenden Menschen aus, die einer solchen Risikogruppe angehören. Allein die Anzahl der jährlich durchgeführten Herzklappenoperationen liegt bei rund 5.000, hinzu kommen Patienten mit mechanischen Unterstützungssystemen sowie jene, die bereits früher eine Herzklappenentzündung hatten. In dieser Folge von „Medizin trifft Zahnmedizin" beleuchten der Kardiologe Prof. Dr. med. Oliver Ritter und der Parodontologe Prof. Dr. Gerhard Schmalz, beide von der Medizinischen Hochschule Brandenburg, wie hoch das tatsächliche Risiko ist, welche zahnärztlichen Eingriffe eine Antibiotikaprophylaxe erfordern und warum die Kommunikation zwischen Zahnarztpraxis und Kardiologie für die Patientensicherheit entscheidend ist. Beide Experten betonen, dass die ESC-Leitlinien 2023 deutlich klarer definieren, wer als Hochrisikopatient gilt und wann eine Prophylaxe mit Amoxicillin indiziert ist. Gleichzeitig rückt das Thema Mundhygiene in den Vordergrund: Die tägliche orale Bakterienlast – etwa durch Kauen oder Zähneputzen bei bestehender Parodontitis – kann das Endokarditisrisiko im Alltag stärker beeinflussen als ein einzelner zahnärztlicher Eingriff. Prävention, also die konsequente Reduktion oraler Entzündungen, ist daher mindestens ebenso bedeutsam wie die Antibiotikagabe vor dem Eingriff. Die Folge erklärt außerdem, wie Antikoagulation bei Patienten mit mechanischen Herzklappen perioperativ gemanagt werden sollte, welche Fragen Zahnarztpraxen im Anamnesebogen explizit stellen müssen und warum interdisziplinäre Abstimmung zwischen Zahnarzt, Kardiologe und Patient das Rückgrat einer sicheren Behandlung bildet. https://bit.ly/3Yg5vOg

Zahnarztstuhl beim Diabetologen: Parodontitis und Diabetes

16.06.2026

Interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Zahnmedizin und Diabetologie

Der Podcast betont die Wichtigkeit der Kooperation zwischen Ärzten und Zahnärzten zur Verbesserung der Patientenversorgung. Es wird aufgezeigt, dass in jeder Stadt Menschen offen für solche Kooperationen sind, und dass interdisziplinäre Ansätze die Behandlungsergebnisse entscheidend verbessern können.

Zusammenhang zwischen Diabetes und Mundgesundheit

Die Diskussion behandelt die Verbindungen zwischen Diabetes und Parodontitis, wobei betont wird, dass eine chronische Entzündung im Körper, die durch Diabetes verursacht wird, auch die Mundgesundheit beeinflusst. Es wird festgestellt, dass eine schlechte Mundgesundheit die Diabetes-Einstellung negativ beeinflussen kann.

Wissenschaftliche Erkenntnisse und therapeutische Ansätze

Die Experten diskutieren verschiedene wissenschaftliche Erkenntnisse, die den Zusammenhang zwischen Parodontitis und Diabetes belegen. Eine konsequente Parodontaltherapie kann den HbA1c-Wert senken, was auf eine Wechselbeziehung zwischen diesen beiden Erkrankungen hinweist. Der Podcast hebt auch die Notwendigkeit hervor, diagnostische Kriterien zu schärfen, um frühzeitig auf solche Zusammenhänge reagieren zu können.

Praktische Empfehlungen für Zahnärzte und Ärzte

Es wird empfohlen, dass Zahnärzte bei unklaren Symptomen oder Therapieergebnissen auch medizinische Faktoren in Betracht ziehen sollten. Ärzte hingegen sollen die Mundgesundheit ihrer Patienten stärker im Blick haben. Dies erfordert ein Umdenken und eine bessere Kommunikation zwischen den Fachrichtungen.

Zukunftsperspektiven und Bildung

Ein neues Studienprogramm zur personalisierten Diabetologie wird angesprochen, das sowohl Zahnärzte als auch Ärzte einbeziehen soll. Dies könnte helfen, die Interdisziplinarität in der Behandlung zu fördern und die Patientenversorgung zu verbessern.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Zahnmedizin und Diabetologie

Der Podcast betont die Wichtigkeit der Kooperation zwischen Ärzten und Zahnärzten zur Verbesserung der Patientenversorgung. Es wird aufgezeigt, dass in jeder Stadt Menschen offen für solche Kooperationen sind, und dass interdisziplinäre Ansätze die Behandlungsergebnisse entscheidend verbessern können.

Zusammenhang zwischen Diabetes und Mundgesundheit

Die Diskussion behandelt die Verbindungen zwischen Diabetes und Parodontitis, wobei betont wird, dass eine chronische Entzündung im Körper, die durch Diabetes verursacht wird, auch die Mundgesundheit beeinflusst. Es wird festgestellt, dass eine schlechte Mundgesundheit die Diabetes-Einstellung negativ beeinflussen kann.

Wissenschaftliche Erkenntnisse und therapeutische Ansätze

Die Experten diskutieren verschiedene wissenschaftliche Erkenntnisse, die den Zusammenhang zwischen Parodontitis und Diabetes belegen. Eine konsequente Parodontaltherapie kann den HbA1c-Wert senken, was auf eine Wechselbeziehung zwischen diesen beiden Erkrankungen hinweist. Der Podcast hebt auch die Notwendigkeit hervor, diagnostische Kriterien zu schärfen, um frühzeitig auf solche Zusammenhänge reagieren zu können.

Praktische Empfehlungen für Zahnärzte und Ärzte

Es wird empfohlen, dass Zahnärzte bei unklaren Symptomen oder Therapieergebnissen auch medizinische Faktoren in Betracht ziehen sollten. Ärzte hingegen sollen die Mundgesundheit ihrer Patienten stärker im Blick haben. Dies erfordert ein Umdenken und eine bessere Kommunikation zwischen den Fachrichtungen.

Zukunftsperspektiven und Bildung

Ein neues Studienprogramm zur personalisierten Diabetologie wird angesprochen, das sowohl Zahnärzte als auch Ärzte einbeziehen soll. Dies könnte helfen, die Interdisziplinarität in der Behandlung zu fördern und die Patientenversorgung zu verbessern.

Zahnarztstuhl beim Diabetologen: Parodontitis und Diabetes

16.06.2026
Die Beziehung zwischen Diabetes und Zahngesundhei… Die Beziehung zwischen Diabetes und Zahngesundheit ist tiefgreifender, als viele vermuten. In dieser Episode erklären Prof. Andreas Pfützner und Prof. Dirk Ziebolz mit Moderator Günter Nuber, warum Parodontitis in modernen Diabetesleitlinien so prominent auftaucht und wie die chronische Systemische Entzündung beide Erkrankungen miteinander verbindet. Prof. Pfützner erläutert die pathophysiologischen Grundlagen: Wenn die Bauchspeicheldrüse Fettgewebe bildet, entsteht eine chronisch-systemische Entzündung. Dies schafft die Voraussetzung für Diabetes. Gleichzeitig wird bei erhöhten Blutzuckerwerten der Mund zum idealen Nährboden für krankheitsauslösende Bakterien. Die Parodontitis zerstört dann die schützende Immunbarriere im Mund – das Saumepithel – wodurch Keime dauerhaft in den Kreislauf gelangen können. Jeder dieser Keime löst eine Gegenreaktion aus, die die Insulinwirkung blockiert und die Diabeteskontrolle massiv erschwert. Die Episode beleuchtet auch das diagnostische Dilemma: Während Diabetes über Blutzuckerwerte definiert wird, wird Parodontitis anhand bereits vorhandener anatomischer Schäden charakterisiert. Beide Erkrankungen können in Frühstadien vorliegen, ohne dass konventionelle Diagnostik sie erfasst. Profs. Ziebolz erklärt, dass Parodontitis nicht nur eine isolierte Munderkrankung ist, sondern eine systemisch-inflammatorische Erkrankung wie Diabetes selbst. Ein zentrales Ergebnis: Das Komplement aus Diabetes und Parodontitis erhöht die Sterblichkeit durch kardiovaskuläre Ereignisse und chronische Nierenerkrankungen dramatisch – tödlicher als die Erkrankungen einzeln. Eine konsequente zahnärztliche Behandlung kann den HbA1c-Wert in einem Ausmaß senken, das sonst nur durch zusätzliche Diabetesmedikamente erreicht wird. Die Gesprächspartner plädieren leidenschaftlich für eine echte interdisziplinäre Zusammenarbeit und bessere diagnostische Strategien – nicht erst, wenn beide Erkrankungen manifest sind, sondern in Frühstadien. https://bit.ly/3Yg5vOg