
PureTax Podcast
Dr. Marc Hauser, Hendrik Grosse, M.Sc., Dr. Benjamin Rothmund, Dr. Patrick Schultes
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Folge 41: Poolverträge – Nachfolgeplanung mit US-Beteiligungen
Einführung in den Fall
Patrick Schultes und Hendrik besprechen einen Fall über Thomas, einen Gründer eines Unternehmens für intelligente Verpackungslösungen, der sich um die Nachfolgeplanung seiner Unternehmensbeteiligungen kümmern möchte.
Komplexe Unternehmensstruktur
Thomas ist an einer deutschen GmbH und über verschiedene Gesellschaften an einem in den USA gegründeten Unternehmen beteiligt. Die Struktur ist komplex, da Thomas nur eine geringe Beteiligung an den US-Gesellschaften hat, was seine Nachfolgeplanung erschwert.
Erbschaftssteuerliche Überlegungen
Die Diskussion dreht sich um die erbschaftssteuerlichen Implikationen seiner Beteiligungen. Während seine Beteiligung an der deutschen GmbH begünstigungsfähig ist, sieht die Lage bei den US-Beteiligungen komplex aus, da er nicht die erforderlichen Anteile hält.
Pool-Verträge als Lösung
Um die steuerliche Begünstigung zu erreichen, wird der Pool-Vertrag als Lösung vorgeschlagen. Dieser ermöglicht es den Gesellschaftern, ihre Stimmrechte gemeinsam auszuüben und unter bestimmten Umständen die Anteile einfacher zu übertragen.
Umsetzung der Pool-Verträge
Es werden zwei Pool-Verträge erstellt, um sowohl die Beteiligung an der Gründergesellschaft als auch die an der US-LLC zu begünstigen. Dies ermöglicht Thomas, seine Anteile steuerfrei an seine Kinder zu übertragen.
Abschluss und Vorteile
Die Lösung bietet Thomas Flexibilität in der Nachfolgeplanung und vermeidet steuerliche Nachteile, während er gleichzeitig die Kontrolle über seine Unternehmensanteile behält.

Folge 40: Nachfolgegestaltung – Familienstiftung statt direkter Anteilsübertragung
Nachfolgegestaltung im Familienunternehmen
Im Pure-Tax-Podcast besprechen Benjamin Rotmund und Marc Hauser die Herausforderungen der Nachfolgegestaltung in einem Familienunternehmen. Ein 62-jähriger Unternehmer, der eine erfolgreiche GmbH in der Luftfahrtindustrie führt, möchte seinen Sohn als Nachfolger einsetzen und gleichzeitig Fairness unter seinen drei Kindern sicherstellen. Zwei Töchter sind nicht im Unternehmen tätig, eine lebt im Ausland.
Gesellschaftsrechtliche und steuerliche Überlegungen
Die Diskussion beleuchtet die gesellschaftsrechtlichen und steuerlichen Komplikationen, die auftreten können, wenn Anteile an die Kinder übertragen werden. Dabei wird die Möglichkeit einer Familienstiftung als optimale Lösung betrachtet, um die Unternehmensnachfolge zu regeln, ohne dass alle Kinder direkt Gesellschafter werden. Dies könnte potenzielle Konflikte und steuerliche Fallstricke vermeiden.
Vorteile der Familienstiftung
Eine Familienstiftung würde es dem Vater ermöglichen, das Unternehmen weiterhin zu führen, während die Kinder als Begünstigte profitieren. Dies könnte auch die Wegzugsbesteuerung vermeiden, da die Tochter im Ausland nicht Gesellschafterin ist. Die Stiftung könnte zudem langfristige steuerliche Vorteile bieten und eine stabile Governance-Struktur ermöglichen.
Steuerliche Gestaltung und rechtliche Rahmenbedingungen
Rotmund und Hauser erörtern, wie eine Stiftung steuerliche Vorteile bei der Schenkungssteuer bieten kann, insbesondere bei einer angemessenen Struktur und Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben. Die Möglichkeit, die Stiftung in Rheinland-Pfalz mit geringem Grundstockvermögen zu gründen, könnte helfen, die steuerlichen Belastungen zu minimieren.
Ausblick auf rechtliche Entwicklungen
Ein wichtiger Aspekt ist die aktuelle Rechtslage und mögliche zukünftige Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts, die die Gestaltungsmöglichkeiten mit Stiftungen betreffen könnten. Es wird darauf hingewiesen, dass die aktuelle Struktur möglicherweise als überbegünstigt angesehen wird.

Folge 39: Steuerlicher Wohnsitz – Wenn kurze Aufenthalte in Deutschland Folgen haben
Einleitung
Im Pure-Tax-Podcast diskutieren Hendrik Rosse und Benjamin Rothmund einen grenzüberschreitenden steuerlichen Fall eines österreichischen Theaterschauspielers, der in Deutschland Engagements hat und dabei steuerliche Risiken eingeht.
Der Fall des österreichischen Schauspielers
Der Mandant ist regelmäßig in Deutschland tätig und nutzt ein Zimmer bei einem Freund in Berlin. Nachdem er als Alleinerbe seiner verstorbenen Mutter Einkünfte aus Kapitalvermögen in Österreich erzielt hat, fragt er sich, wie er seine steuerlichen Pflichten in Deutschland erfüllen sollte.
Steuerlicher Wohnsitz in Deutschland
Es wird erläutert, dass aufgrund regelmäßiger Aufenthalte ein steuerlicher Wohnsitz in Deutschland begründet werden kann, auch ohne Anmeldung. Die Kriterien für einen Wohnsitz umfassen den Zugang zu einer Wohnung, die Verfügungsgewalt über diese und das tatsächliche Nutzungsverhalten.
Folgen eines steuerlichen Wohnsitzes
Ein steuerlicher Wohnsitz führt zur unbeschränkten Steuerpflicht in Deutschland, was bedeutet, dass der Mandant alle weltweiten Einkünfte, einschließlich der aus Österreich, deklarieren muss. Dies schließt auch die Erbschaft seiner Mutter ein, die in Deutschland steuerpflichtig ist.
Steuerliche Risiken und Empfehlungen
Die Experten warnen vor den Risiken der Nichtdeklaration von Einkünften und Erbschaften sowie vor möglichen Steuerstrafverfahren. Sie empfehlen, die Aufenthalte genau zu dokumentieren und gegebenenfalls Expertenrat einzuholen, um steuerliche Probleme zu vermeiden.