
Wellenbrecher
Anabel von Jackowski & Eva Rohlfer
Beschreibung
Webseite: https://www.wellenbrecher.live/
Kontakt: wellenbrecher.podcast@gmail.com
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Kaitiakitanga
Einführung in die Blue Economy
Der Podcast diskutiert die Blue Economy und die damit verbundenen Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf die Nutzung des Meeres und die Frage, wem es gehört. Es wird betont, dass nachhaltige Meereswirtschaft nicht nur ökonomische Aspekte berücksichtigt, sondern auch soziale Gerechtigkeit und die Rechte indigener Völker einbezieht.
Rolle indigener Völker
Indigene Völker und lokale Gemeinschaften haben eine lange Geschichte der Beziehung zum Meer, die oft über kulturelle Praktiken und Lebensgrundlagen hinausgeht. Ihre Perspektiven sind entscheidend, wenn es darum geht, wie maritime Ressourcen genutzt werden sollten und wer an Entscheidungen beteiligt ist.
Partizipation und Entscheidungsfindung
Es wird diskutiert, wie wichtig es ist, lokale Gemeinschaften aktiv in Entscheidungsprozesse einzubeziehen, und dass es nicht ausreicht, sie nur zu konsultieren. Die Unterscheidung zwischen Interessengruppen und Rechteinhabern wird hervorgehoben, um die Bedeutung echter Mitbestimmung zu betonen.
Wissen und Wissenschaft
Die Bedeutung des Wissens indigener Völker wird hervorgehoben, insbesondere im Vergleich zu wissenschaftlichen Erkenntnissen. Es wird argumentiert, dass die enge Beziehung zwischen Menschen und dem Ozean oft zu wertvollem traditionellen Wissen führt, das bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt werden sollte.
Beispiel aus Neuseeland
Ein Fallbeispiel zeigt, wie Maori-Gruppen in Neuseeland rechtlich anerkannt wurden und ihre Verantwortung für das Meer in Entscheidungsprozesse einfloss. Dies verdeutlicht, dass kulturelle und spirituelle Beziehungen zu maritimen Gebieten ernst genommen werden müssen.
Schlussfolgerungen
Der Podcast schließt mit der Erkenntnis, dass eine gerechte Nutzung des Meeres eine tiefere Auseinandersetzung mit den Beziehungen zwischen Menschen und Natur erfordert. Der Fokus sollte auf der gegenseitigen Verantwortung und dem Respekt vor den Ressourcen liegen.

Follow the Money...Wie wird die Zukunft der Ozeane in der Schweiz und Österreich finanziell gesteuert?
Einführung in die Herausforderung 4
Die Episode widmet sich der vierten Herausforderung der UN-Ozean-Dekade, die sich auf eine nachhaltige, widerstandsfähige und gerechte Ozeanwirtschaft konzentriert. Die Hosts Anna und Eva bringen ihre Perspektiven als Meeresbiologinnen ein und diskutieren die wirtschaftlichen Aspekte des Meeresschutzes.
Wirtschaftlichkeit im Meeresschutz
Das Gespräch beleuchtet, wie wirtschaftliche Entscheidungen und Investitionen mit dem Schutz der Ozeane verknüpft werden können. Es wird über die Rolle von Banken, Versicherungen und Investmentfonds diskutiert und wie diese Institutionen den Wandel zur nachhaltigen Ozeanwirtschaft beeinflussen können.
Ocean Economy und ihre Auswirkungen
Die Hosts erörtern verschiedene Sektoren der Ocean Economy, einschließlich Aquakultur, Fischerei, Tourismus und Offshore-Energie. Sie reflektieren, wie diese Industrien sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die Meeresumwelt haben können.
Impact Investing in der Schweiz und Österreich
Ein zentraler Punkt ist das Konzept des Impact Investing. Die Hosts erwähnen eine Marktstudie zur nachhaltigen Finanzwirtschaft in der Schweiz, die sich mit der Messbarkeit des ökologischen Einflusses von Investitionen beschäftigt. In Österreich wird die Green Finance Alliance vorgestellt, die verbindliche Kriterien für nachhaltige Finanzpraktiken setzt.
Messbarkeit von Nachhaltigkeit
Die Diskussion geht auf die Notwendigkeit ein, standardisierte Kennzahlen zu entwickeln, um den Einfluss von Investitionen auf Biodiversität und Emissionen zu bewerten. Die Hosts fragen sich, wie diese Daten zuverlässig erhoben und genutzt werden können.
Schlussfolgerung und Ausblick
Die Episode schließt mit der Erkenntnis, dass es sowohl in der Schweiz als auch in Österreich Fortschritte in Richtung nachhaltiger Finanzierungen gibt. Die Hosts hoffen, dass durch bessere Messmethoden und Zusammenarbeit eine gerechte und nachhaltige Ozeanwirtschaft realisiert werden kann.

Können Algen die Aquakultur nachhaltiger machen? Wir besprechen die Blue Transformation
Einführung in das Thema
Im Wellenbrecher-Podcast diskutieren die Meeresbiologie-Experten Annabelle und Eva über die Herausforderungen und Chancen der Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung in Anbetracht der globalen Umweltprobleme und der Überfischung der Meere.
Blue Transformation Dilemma
Das Konzept der Blue Transformation zielt darauf ab, eine nachhaltige Ernährungssicherheit zu schaffen, während gleichzeitig die aquatischen Ressourcen geschützt werden. Die Herausforderungen umfassen das Wachstum der Weltbevölkerung, den steigenden Proteinbedarf und die stagnierenden Wildfischbestände.
Aquakultur als Lösung?
Die Aquakultur könnte eine Schlüsselrolle bei der Ernährung der Zukunft spielen, ist jedoch mit Problemen wie dem Nährstoffeintrag ins Meer, Krankheiten und der Notwendigkeit von Wildfisch zur Fütterung von kultivierten Fischen verbunden. Es wird diskutiert, ob Aquakultur tatsächlich nachhaltiger ist als Wildfischerei.
Die Rolle von Algen
Algen, insbesondere Makroalgen wie der Zuckertank, könnten eine umweltfreundliche Alternative in der Aquakultur darstellen. Sie benötigen keine Süßwasserressourcen, Dünger oder Pestizide und können wertvolle Nährstoffe liefern.
Forschung und Herausforderungen
Es gibt jedoch noch viele offene Fragen zur Algenproduktion in Europa, einschließlich Wirtschaftlichkeit, Genehmigungen und der Nachfrage der Verbraucher. Das Potenzial für Algen als nachhaltige Nahrungsquelle ist groß, aber die Umsetzung muss sorgfältig geplant werden.
Fazit
Die Diskussion zeigt, dass Aquakultur und Algen eine wichtige Rolle in der zukünftigen Ernährung spielen können, jedoch kein Wundermittel sind. Eine Kombination verschiedener nachhaltiger Aquakultursysteme könnte der Schlüssel zur Lösung der globalen Ernährungsprobleme sein.