
The Agenda
SHERPANY
Beschreibung
Podmon Kategorien
Upgrade dein Konto, um kontextuelle Kategorien zu sehen!
Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

#61 - Transformation endet nie: Ist Ihr Unternehmen bereit? Mit Multi-Aufsichtsrätin und Transformationsexpertin Sabine Eckhardt
Unternehmenskultur und Transformation
Im Podcast wird diskutiert, wie Unternehmen zukunftsfähig bleiben und wie Vorstände sowie Aufsichtsräte die Transformation strategisch gestalten können. Sabine Eckhardt betont, dass Wandel heute ein Dauerzustand ist und dass Kommunikation entscheidend für den Erfolg von Veränderungen ist.
Die Rolle des Vorstands
Der Vorstand hat die Aufgabe, sowohl das bestehende Geschäft zu führen als auch neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Es ist wichtig, die Belegschaft transparent in den Prozess einzubeziehen und offene Kommunikation zu fördern, um Vertrauen aufzubauen und die Mitarbeitenden zur Mitgestaltung zu motivieren.
Experimentierfreude und Fehlerkultur
Eine innovationsfreundliche Kultur erfordert, dass Mitarbeitende in einem sicheren Umfeld experimentieren dürfen, ohne Angst vor Fehlern haben zu müssen. Sabine Eckhardt ermutigt dazu, neue Ansätze auszuprobieren und aus Fehlern zu lernen, um die Innovationsfähigkeit zu steigern.
Herausforderungen der Transformation
Die Geschwindigkeit der Veränderung hat zugenommen, was Unternehmen vor neue Herausforderungen stellt. Anzeichen für die Notwendigkeit einer grundlegenden Transformation sind unter anderem das Auftreten neuer Wettbewerber und das veränderte Kundenverhalten. Unternehmen müssen flexibel reagieren und strategische Anpassungen vornehmen.
Schlussfolgerung
Transformation ist eine fortlaufende Aufgabe, die Mut, Experimentierfreude, eine positive Fehlerkultur und klare Kommunikation erfordert. Unternehmen sollten sich auf ihre Stärken besinnen und gleichzeitig offen für neue Ideen und Geschäftsmodelle sein.

#60 - Risk Management in der Polykrise: Wie Boards navigieren müssen – mit Aufsichtsrätin Ute Wolf
Risikomanagement im Boardroom
Die Episode behandelt die Herausforderungen des Risikomanagements in Zeiten von Polykrisen und wie Vorstände und Aufsichtsräte erfolgreich navigieren können. Ute Wolf erläutert, wie sich die Welt der Dauerkrisen auf die Risikosteuerung auswirkt und betont die Notwendigkeit, Risiken nicht nur als Pflichtübung zu betrachten, sondern als integralen Bestandteil unternehmerischen Handelns.
Hintergrund und Erfahrungen von Ute Wolf
Ute Wolf, Aufsichtsrätin bei Infineon Technologies und MTU Aero Engines sowie ehemalige CFO bei Evonik Industries, teilt ihre Erkenntnisse aus fast zwei Jahrzehnten im Risikomanagement. Ihr mathematischer Hintergrund hilft ihr, Risiken strukturiert und faktenbasiert zu analysieren, was für erfolgreiche Unternehmensstrategien entscheidend ist.
Entwicklungen im Risikomanagement
Die letzten Jahre haben zu bedeutenden Fortschritten im Risikomanagement geführt, insbesondere durch gesetzliche Vorgaben und neue Prüfstandards. Wolf hebt hervor, dass Unternehmen, die bereits ein professionelles Risikomanagement betrieben haben, wenig Anpassungsbedarf an neue gesetzliche Regelungen hatten.
Agilität und Lernprozesse
Wolf betont, dass Organisationen aus Krisen lernen sollten, um zukünftige Herausforderungen besser zu bewältigen. Die Entwicklung einer starken Risikokultur, die sowohl Chancen als auch Risiken berücksichtigt, ist für die nachhaltige Unternehmensführung entscheidend.
Umgang mit Risiken im Boardroom
Die Episode diskutiert, wie Vorstände mit ungewissen Risiken umgehen und die Bedeutung einer sachorientierten Diskussion im Boardroom. Wolf warnt vor der Gefahr der Selbstüberschätzung und der Unterschätzung des Wettbewerbs. Ein proaktiver Ansatz zur Risikobewältigung ist notwendig, um strategische Entscheidungen zu treffen.
Schlussfolgerungen und Empfehlungen
Wolf gibt abschließend Ratschläge für Aufsichtsräte, darunter die Entwicklung eines Kennzahlen-Sets zur Unternehmensstrategie und die Sensibilisierung für Unconscious Biases in Investitionsentscheidungen. Diese Erkenntnisse sind essenziell für die erfolgreiche Steuerung von Unternehmen in unsicheren Zeiten.

#59 - Die Zukunft der Aufsichtsratsarbeit: Vom Kontrollorgan zum strategischen Sparringspartner – mit Aufsichtsrätin Isabel Hartung
Wandel der Aufsichtsratsarbeit und Kernaufgaben
Traditionell zentral war die Überwachung und Personalentscheidungen, doch das Selbstverständnis der Aufsichtsräte hat sich erweitert. Entscheidungen, Vertrauen in die Führung und die Bereitschaft, Fragen zu stellen, rücken stärker in den Fokus. Mut zum Wandel wird als Haltung verstanden, Unsicherheit wird als Teil von Entwicklung akzeptiert. Die Rolle bleibt grundlegend; der Kontext wird komplexer und fordert strategische Perspektiven, Markterkenntnisse und eine robuste Governance.
Veränderungen in Arbeitsweise, Umfeld und Kompetenzen
Die Aufgabenvielfalt wächst, die Vorbereitung wird intensiver und Diskussionen gehen tiefer. Krisen, Regulierung und ESG haben an Bedeutung gewonnen. Es gibt mehr Sitzungen, agilere Abstimmungen und eine stärkere Betonung von Transparenz, Evaluation und Kompetenzaufbau. Aufsichtsräte arbeiten vermehrt multitransformationell, mit Fokus auf strategische Prioritäten, Risiken und Stakeholder-Einfluss.
Szenarioplanung, Resilienz und Informationsfluss
Szenarien helfen, vor Krisen zu denken, Annahmen offenzulegen und Handlungsoptionen vorzubereiten. Resilienz wird als strategische Substanz verstanden, inklusive Kultur, psychologischer Sicherheit und Lernkultur. Der Informationsfluss wird kritisch gefiltert: klare KPIs, Executive Summaries und frühwarnende Indikatoren ersetzen lange Berichte. KI dient als Unterstützung bei Vorbereitung, Risikoanalyse und Benchmarking, ersetzt aber nicht menschliche Urteilsbildung.
Zusammenarbeit Vorstand/Aufsichtsrat und Ausblick
Die Zusammenarbeit wird durch klare Rollen geprägt: Vorstand entwickelt Szenarien, Aufsichtsrat prüft Qualität, hinterfragt Annahmen und ergänzt Perspektiven aus anderen Sektoren. Der Fokus liegt auf Dialog statt Anweisung, Verbindungen zu Fachleuten werden genutzt, um Lücken zu schließen. Mut, Kompetenzentwicklung und eine pragmatische, faktenbasierte Debatte schaffen eine zukunftsfähige Governance und eine aktivere Sparringspartnerrolle.