
Tierisch gesund – Medizin, Tipps und Geschichten aus der Tierklinik Oberhaching
Manuela Bauer, Dr. Lorenz Schmid, Petra Niepage
Beschreibung
In jeder Episode nehmen wir euch mit hinter die Kulissen der Tierklinik Oberhaching und teilen spannende Einblicke in die Welt der Tiermedizin.
Unsere Spezialisten beleuchten aktuelle medizinische Themen, geben wertvolle Tipps zur Tiergesundheit und erzählen berührende Geschichten aus dem Klinikalltag. Ob Hund oder Katze – wir sprechen über die vielfältigen Herausforderungen und besonderen Momente, die unsere Patienten mit sich bringen.
Von Erste-Hilfe-Maßnahmen über Ernährungstipps bis hin zu speziellen Behandlungsmethoden – unser Podcast bietet fundiertes Wissen und hilfreiche Ratschläge für den Alltag mit euren tierischen Begleitern. Egal ob Neuling oder erfahrener Tierbesitzer – hier ist für jeden etwas dabei!
"Tierisch gesund" – euer Podcast für gesunde, glückliche Tiere und die Geschichten, die das Leben mit ihnen so besonders machen.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Folge 19 – Wenn jede Minute zählt – Die Magendrehung beim Hund
Einführung in die Magendrehung beim Hund
Die Magendrehung gehört zu den schwerwiegendsten Notfällen in der Kleintiermedizin. Innerhalb kurzer Zeit kann ein gesunder Hund schwer erkranken. Halter sollten die Symptome und Risikofaktoren kennen, um schnell handeln zu können.
Anatomie und Physiologie der Magendrehung
Bei einer Magendrehung dreht sich der Magen um seine eigene Achse, was zu einer Abklemmbarkeit der Blutgefäße und einer gefährlichen Gasansammlung führt. Dies kann schnell zu einem Schockzustand des Hundes führen.
Ursachen und Risikofaktoren
Die genauen Ursachen sind unklar, doch Faktoren wie große Futterportionen und bestimmte Rassen mit tiefem Brustkorb erhöhen das Risiko. Auch Wetterbedingungen können eine Rolle spielen.
Symptome und Notfallreaktionen
Halter sollten auf Unruhe, vermehrtes Speicheln und das Versuchen zu erbrechen achten. Bei Verdacht auf eine Magendrehung sollte umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden.
Diagnose und Behandlung
Die Diagnose erfolgt durch Anamnese und Röntgenaufnahmen. Die Behandlung umfasst oft eine Notoperation, bei der der Magen zurückgedreht und gegebenenfalls fixiert wird, um zukünftige Drehungen zu verhindern.
Präventive Maßnahmen
Um das Risiko einer Magendrehung zu verringern, sollten Halter auf die Fütterung ihrer Hunde achten, indem sie kleinere Portionen über den Tag verteilt anbieten und das Schlingen von Futter vermeiden.

Folge 18 – Stille Gefahr Niere: Früherkennung und Behandlung bei Hund & Katze
Einführung in Nierenerkrankungen bei Haustieren
In dieser Episode wird das häufige Problem der Nierenerkrankungen bei Hunden und Katzen erörtert, die oft spät erkannt werden. Symptome wie erhöhter Durst, häufigeres Urinieren und Gewichtsverlust sollten ernst genommen werden, da sie auf ernsthafte Funktionsstörungen hinweisen können.
Ursachen und Diagnostik
Die Ursachen von Nierenerkrankungen unterscheiden sich zwischen Hunden und Katzen. Bei Hunden sind akute Schädigungen, wie Vergiftungen oder Infektionen, häufigere Ursachen, während Katzen oft an chronischen Erkrankungen leiden. Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend, da Symptome meist erst in fortgeschrittenen Stadien auftreten.
Verbreitung von Nierenerkrankungen
Etwa jede dritte Katze und jeder fünfte Hund über sieben Jahren sind betroffen. Ältere Katzen haben eine besonders hohe Prävalenz von über 80 % für Nierenerkrankungen. Unterschiede in den Symptomen und Ursachen zwischen den beiden Tierarten werden ebenfalls erläutert.
Behandlung und Management
Die Behandlung umfasst diätetische Anpassungen und in einigen Fällen medikamentöse Therapie. Phosphatmanagement ist entscheidend, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Die Episode betont die Bedeutung einer angepassten Ernährung und regelmäßigen tierärztlichen Kontrollen.
Wichtige Anzeichen für Tierhalter
Tierhalter sollten auf Anzeichen von Dehydrierung, verändertes Fressverhalten und Rückzug des Tieres achten. Die Episode gibt praktische Tipps zur Frühwarnung und zur Unterstützung von Tieren mit Nierenerkrankungen, um deren Lebensqualität zu verbessern.

Folge 17 – Moderne Anästhesie in der Tiermedizin – sichere Narkose für Hund, Katze & Co
Moderne-tiermedizinische Anästhesie und Überwachung
In der Tierklinik Oberhaching verbindet ein spezialisiertes Team Planung, individuelle Anpassung der Narkose an Alter, Gesundheitszustand und Tierart sowie kontinuierliche Überwachung von Voruntersuchung bis Aufwachphase. Fortschritte in der Anästhesie ermöglichen eine präzise Steuerung der Medikamentenwirkung, minimale Komplikationen und eine zeitnahe Gegensteuerung bei Abweichungen.
Woraus sich die Anästhiesplanung speist
Bei der Planung fließen Gewicht, Alter, Rasse und Temperament des Tieres sowie der Vorbericht aus dem Besitzergespräch und Befunde aus Untersuchungen wie Blutwerten, EKG oder Herzultraschall ein. Auch Übergewicht beeinflusst Atmung, Beatmung und Dosierung. Diese Faktoren bestimmen Medikation, Applikationsweg, Infusionsmanagement und begleitende Therapien.
Aufbau der Sicherheit: Überwachung, Beatmung und Aufwachphase
Die Narkose erfolgt unter Sauerstoffzufuhr, oft intubiert, mit moderner Beatmungstechnik. Die Überwachung erfolgt minütlich und ermöglicht rasches Gegensteuern bei Kreislauf- oder Sauerstoffproblemen. Die Aufwachphase ist kritisch, doch mit engmaschiger Beobachtung, Schmerzmanagement und langsamer Freigabe aus der Überwachung wird der Übergang ins Wachsein begleitet.
Schmerzmanagement, Risikoabschätzung und Notfälle
Schmerzen werden vorsorglich durch Analgesie und Regionalanästhesie gemildert. Notfälle ergeben sich eher durch Kreislaufprobleme oder Blutverlust, die mit Medikamenten, Transfusionen oder Temperaturmanagement adressiert werden. Bei geriatrischen oder kranken Patienten wird das Risiko individuell eingeschätzt und Optionen zur Optimierung der Belastung erwogen, um eine sichere Behandlung zu ermöglichen.