Wovon lebst du? Ein Podcast über Geld und Leidenschaft.
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Wovon lebst du? Ein Podcast über Geld und Leidenschaft.

Stiftung Árvore

Beschreibung

Musikschaffende werden oft gefragt, ob sie von ihrer Musik leben können. Die Antwort lautet meistens ”Nein”. Weitergefragt wird kaum. Dieser Podcast ändert das. Wie viel verdienst du denn? Warum machst du trotzdem Musik? Wie ist das Leben mit einem Beruf, von dem man nicht leben kann? Wie viel Applaus braucht man, um weiterzumachen? Eine Podcast-Serie, in der nicht nur Moderatorin Maria Ursprung nach Antworten sucht, sondern manchmal auch die Musikschaffenden selbst. Moderation: Maria Ursprung Produktion: Stiftung Árvore

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Dino Brandão: 120% arbeiten und trotzdem am Existenzminimum | Wovon lebst du?

03.05.2026

Musikalischer Lebensweg und Motivation

Der Künstler erzählt, warum Musik zentral ist: Sie bietet zusätzlichen Lebensraum, ermöglicht Erlebnisaddinges und bildet den Schwerpunkt seines Schaffens. Kindheit und Jugend waren geprägt von afrikanischen Trommeln, instrumentenparcours und Gruppenunterricht, wodurch Kooperation und gemeinsames Musizieren im Vordergrund standen. Früh entstand der Wunsch, eigene Lieder zu schreiben, fand in Skateboard-Kultur Inspiration und führte zu einer ersten Band, die den Weg in die Selbstständigkeit ebnete.

Der Film, Heilung und kollektive Erfahrungen

Der Dokumentarfilm thematisiert menschliche Zustände, Heilung und wie Gemeinschaft zur Stabilisierung beiträgt. Der Entstehungsprozess war von persönlichen Krisen, Isolation und dem Wunsch geprägt, Erfahrungen sichtbar zu machen. Der Film zeigt, dass Gesundheit nicht isoliert entsteht, sondern durch Austausch, Unterstützung und gesellschaftliche Einbindung gefördert wird. Die Arbeit möchte Dialogräume eröffnen statt zu stigmatisieren.

Medikation, Kreativität und der Balanceakt

Es wird eine Debatte über Medikation, Manie und künstlerische Produktivität geführt. Medikamente können Stabilität liefern, zugleich geben sie Raum für Reflexion über eigene Bedürfnisse, Abhängigkeiten und Grenzen. Der Blick bleibt darauf gerichtet, wie man kreativ arbeiten kann, ohne sich selbst zu gefährden, und wie Medikation im Lebensentwurf eine Rolle spielt, ohne kreative Identität zu unterdrücken.

Geld, Förderung und Arbeitsbedingungen

Die Einnahmen stammen aus Kulturförderung, Urheberrechten, Auftritten und Verkäufen, doch das Einkommen bleibt unsicher. Freiräume entstehen durch ein eigenes Tonstudio und unabhängige Produktion, gleichzeitig fehlen oft Ressourcen für größere Projekte. Es wird betont, dass faire Bezahlung, regelmäßige Förderung und verantwortungsvolle Zusammenarbeit zentrale Rahmenbedingungen sind, um künstlerische Vorhaben nachhaltig zu realisieren.

Musikalischer Lebensweg und Motivation

Der Künstler erzählt, warum Musik zentral ist: Sie bietet zusätzlichen Lebensraum, ermöglicht Erlebnisaddinges und bildet den Schwerpunkt seines Schaffens. Kindheit und Jugend waren geprägt von afrikanischen Trommeln, instrumentenparcours und Gruppenunterricht, wodurch Kooperation und gemeinsames Musizieren im Vordergrund standen. Früh entstand der Wunsch, eigene Lieder zu schreiben, fand in Skateboard-Kultur Inspiration und führte zu einer ersten Band, die den Weg in die Selbstständigkeit ebnete.

Der Film, Heilung und kollektive Erfahrungen

Der Dokumentarfilm thematisiert menschliche Zustände, Heilung und wie Gemeinschaft zur Stabilisierung beiträgt. Der Entstehungsprozess war von persönlichen Krisen, Isolation und dem Wunsch geprägt, Erfahrungen sichtbar zu machen. Der Film zeigt, dass Gesundheit nicht isoliert entsteht, sondern durch Austausch, Unterstützung und gesellschaftliche Einbindung gefördert wird. Die Arbeit möchte Dialogräume eröffnen statt zu stigmatisieren.

Medikation, Kreativität und der Balanceakt

Es wird eine Debatte über Medikation, Manie und künstlerische Produktivität geführt. Medikamente können Stabilität liefern, zugleich geben sie Raum für Reflexion über eigene Bedürfnisse, Abhängigkeiten und Grenzen. Der Blick bleibt darauf gerichtet, wie man kreativ arbeiten kann, ohne sich selbst zu gefährden, und wie Medikation im Lebensentwurf eine Rolle spielt, ohne kreative Identität zu unterdrücken.

Geld, Förderung und Arbeitsbedingungen

Die Einnahmen stammen aus Kulturförderung, Urheberrechten, Auftritten und Verkäufen, doch das Einkommen bleibt unsicher. Freiräume entstehen durch ein eigenes Tonstudio und unabhängige Produktion, gleichzeitig fehlen oft Ressourcen für größere Projekte. Es wird betont, dass faire Bezahlung, regelmäßige Förderung und verantwortungsvolle Zusammenarbeit zentrale Rahmenbedingungen sind, um künstlerische Vorhaben nachhaltig zu realisieren.

Mario Batkovic: Warum er seine Karriere niemandem wünscht | Wovon lebst du?

15.04.2026

Werdegang, Herausforderungen und Haltung zur Musik

Der Gesprächspartner blickt auf einen Weg voller Rückschläge und schlafloser Nächte zurück, doch die Musik bleibt der zentrale Antrieb. Rückenschmerzen, wenig Schlaf und finanzielle Entbehrungen stehen neben der international wachsenden Anerkennung. Die Leidenschaft für Töne, Experimente und das Vermitteln eines eigenen Universums treibt die Arbeit an, auch wenn der Weg hart und unvorhersehbar bleibt.

Beziehung zum Instrument und zur Kunstform

Das Akkordeon-Image wird kritisch reflektiert: Klischees, Vorurteile und der Wunsch nach Offenheit für neue Klänge. Der Künstler versteht sich als Musiker, nicht ausschließlich als Akkordeonist, und beschreibt eine komplexe, oft widersprüchliche Liebe zu den Tönen. Die Kunstform wird durch ständige Entwicklung, Fehlertoleranz und intensive, persönliche Auseinandersetzung geformt.

Geld, Selbstständigkeit und künstlerische Praxis

Geld wird als existenziell beschrieben, zugleich als potenziell schädliche Verabredung.Der Lebensunterhalt wird durch mehrere Standbeine gesichert, darunter Lehre, Komposition, Forschung am eigenen Instrument und eine GmbH. Substanziell ist die Bereitschaft, Kosten zu tragen, um künstlerische Freiheit zu bewahren. Transparenz über Einkommen ist schwierig, doch das Ziel bleibt, von der Musik leben zu können.

Förderung, Nachwuchs und internationale Perspektiven

Eine integrative Förderung junger Talente wird gefordert: Öffnung, Entdeckung, Mentoring jenseits bewährter Pfade. Der Blick auf internationale Märkte zeigt, dass Mut, Risikobereitschaft und echte Klangkunst wichtiger sind als Konformität. Lokale Strukturen sollten mehr Raum bieten und Nachwuchs gezielt unterstützen, damit kreative Stimmen weltweit sichtbar werden und die Schweiz als Ort der Innovation wahrgenommen wird.

Werdegang, Herausforderungen und Haltung zur Musik

Der Gesprächspartner blickt auf einen Weg voller Rückschläge und schlafloser Nächte zurück, doch die Musik bleibt der zentrale Antrieb. Rückenschmerzen, wenig Schlaf und finanzielle Entbehrungen stehen neben der international wachsenden Anerkennung. Die Leidenschaft für Töne, Experimente und das Vermitteln eines eigenen Universums treibt die Arbeit an, auch wenn der Weg hart und unvorhersehbar bleibt.

Beziehung zum Instrument und zur Kunstform

Das Akkordeon-Image wird kritisch reflektiert: Klischees, Vorurteile und der Wunsch nach Offenheit für neue Klänge. Der Künstler versteht sich als Musiker, nicht ausschließlich als Akkordeonist, und beschreibt eine komplexe, oft widersprüchliche Liebe zu den Tönen. Die Kunstform wird durch ständige Entwicklung, Fehlertoleranz und intensive, persönliche Auseinandersetzung geformt.

Geld, Selbstständigkeit und künstlerische Praxis

Geld wird als existenziell beschrieben, zugleich als potenziell schädliche Verabredung.Der Lebensunterhalt wird durch mehrere Standbeine gesichert, darunter Lehre, Komposition, Forschung am eigenen Instrument und eine GmbH. Substanziell ist die Bereitschaft, Kosten zu tragen, um künstlerische Freiheit zu bewahren. Transparenz über Einkommen ist schwierig, doch das Ziel bleibt, von der Musik leben zu können.

Förderung, Nachwuchs und internationale Perspektiven

Eine integrative Förderung junger Talente wird gefordert: Öffnung, Entdeckung, Mentoring jenseits bewährter Pfade. Der Blick auf internationale Märkte zeigt, dass Mut, Risikobereitschaft und echte Klangkunst wichtiger sind als Konformität. Lokale Strukturen sollten mehr Raum bieten und Nachwuchs gezielt unterstützen, damit kreative Stimmen weltweit sichtbar werden und die Schweiz als Ort der Innovation wahrgenommen wird.

Wie Musik uns steuert: Melanie Wald-Fuhrmann erklärt

22.11.2025

Die Bedeutung von Musik

Musik spricht Menschen auf tief emotionaler Ebene an und eröffnet neue innere Räume. Sie ermöglicht den Kontakt mit Emotionen, die in alltäglichen Situationen möglicherweise nicht erlebt werden.

Definition von guter Musik

Melanie Wald-Fuhrmann, Musikwissenschaftlerin und Direktorin am Max-Planck-Institut, erklärt, dass gute Musik nicht einfach definiert werden kann. Sie betont, dass ihre persönliche Vorliebe für komplexe und anspruchsvolle Musik nicht als allgemeines Kriterium gelten kann.

Musikalische Sozialisation

Wald-Fuhrmann beschreibt ihre eigene musikalische Sozialisation, die mit Bach begann, und hebt die Bedeutung von Schlüsselerlebnissen im Kontakt mit Musik hervor. Diese Erlebnisse prägen den Musikgeschmack über das gesamte Leben hinweg.

Studie zum Musikgeschmack

Die repräsentative Umfrage über den Musikgeschmack in Deutschland untersuchte Vorlieben und Abneigungen in Bezug auf 14 Genres sowie deren Untergenres. Die Studie zeigt, dass die musikalische Sozialisation einen starken Einfluss auf den Musikgeschmack hat und dass kontinuierliche Exposure zu verschiedenen Musikstilen wichtig ist.

Auswirkungen auf die Musikvermittlung

Wald-Fuhrmann plädiert für eine breitere musikalische Bildung, die Kinder und Jugendliche in Kontakt mit vielfältiger Musik bringt. Ein einmaliger Besuch eines Konzerts reicht nicht aus, um nachhaltige musikalische Erfahrungen zu fördern.

Neugier und Offenheit für neue Erfahrungen

Die Offenheit für neue Erfahrungen ist eine Schlüsselpersönlichkeitseigenschaft, die mit dem Musikgeschmack und der Wertschätzung komplexer Musik korreliert. Höhere Bildungsstände scheinen die Offenheit zu fördern, was einen Zusammenhang zwischen Bildung und Musikgeschmack zeigt.

Konzerterlebnisse und deren Bedeutung

In einer Studie zu Konzerterlebnissen wurde untersucht, was Live-Konzerte von Aufnahmen unterscheidet. Die soziale Interaktion und die Unmittelbarkeit des Live-Erlebens spielen eine entscheidende Rolle für das Musikerlebnis. Verschiedene Konzertformate beeinflussen das Gefühl der Verbundenheit zwischen Publikum und Musikern.

Gesellschaftlicher Nutzen von Musik

Wald-Fuhrmann betont, dass Musik nicht nur als Mittel zu einem Zweck betrachtet werden sollte. Sie ist ein anthropologisches Bedürfnis, das Menschen emotional bereichert und zur Persönlichkeitsentwicklung beiträgt.

Die Bedeutung von Musik

Musik spricht Menschen auf tief emotionaler Ebene an und eröffnet neue innere Räume. Sie ermöglicht den Kontakt mit Emotionen, die in alltäglichen Situationen möglicherweise nicht erlebt werden.

Definition von guter Musik

Melanie Wald-Fuhrmann, Musikwissenschaftlerin und Direktorin am Max-Planck-Institut, erklärt, dass gute Musik nicht einfach definiert werden kann. Sie betont, dass ihre persönliche Vorliebe für komplexe und anspruchsvolle Musik nicht als allgemeines Kriterium gelten kann.

Musikalische Sozialisation

Wald-Fuhrmann beschreibt ihre eigene musikalische Sozialisation, die mit Bach begann, und hebt die Bedeutung von Schlüsselerlebnissen im Kontakt mit Musik hervor. Diese Erlebnisse prägen den Musikgeschmack über das gesamte Leben hinweg.

Studie zum Musikgeschmack

Die repräsentative Umfrage über den Musikgeschmack in Deutschland untersuchte Vorlieben und Abneigungen in Bezug auf 14 Genres sowie deren Untergenres. Die Studie zeigt, dass die musikalische Sozialisation einen starken Einfluss auf den Musikgeschmack hat und dass kontinuierliche Exposure zu verschiedenen Musikstilen wichtig ist.

Auswirkungen auf die Musikvermittlung

Wald-Fuhrmann plädiert für eine breitere musikalische Bildung, die Kinder und Jugendliche in Kontakt mit vielfältiger Musik bringt. Ein einmaliger Besuch eines Konzerts reicht nicht aus, um nachhaltige musikalische Erfahrungen zu fördern.

Neugier und Offenheit für neue Erfahrungen

Die Offenheit für neue Erfahrungen ist eine Schlüsselpersönlichkeitseigenschaft, die mit dem Musikgeschmack und der Wertschätzung komplexer Musik korreliert. Höhere Bildungsstände scheinen die Offenheit zu fördern, was einen Zusammenhang zwischen Bildung und Musikgeschmack zeigt.

Konzerterlebnisse und deren Bedeutung

In einer Studie zu Konzerterlebnissen wurde untersucht, was Live-Konzerte von Aufnahmen unterscheidet. Die soziale Interaktion und die Unmittelbarkeit des Live-Erlebens spielen eine entscheidende Rolle für das Musikerlebnis. Verschiedene Konzertformate beeinflussen das Gefühl der Verbundenheit zwischen Publikum und Musikern.

Gesellschaftlicher Nutzen von Musik

Wald-Fuhrmann betont, dass Musik nicht nur als Mittel zu einem Zweck betrachtet werden sollte. Sie ist ein anthropologisches Bedürfnis, das Menschen emotional bereichert und zur Persönlichkeitsentwicklung beiträgt.