
Others & Me – Der Schmuckpodcast
Sarah Cossham
Beschreibung
In diesem Podcast treffe ich mich mit Menschen, die mit Schmuck zu tun haben. Mich interessiert, welche Rolle Schmuck in deren Leben spielt, ich will wissen, was sie motiviert, fasziniert, inspiriert – wo sie herkommen und wo sie hinwollen. Es geht um besondere Schmuckmomente, dieses besondere Schmuckgefühl und wie es ist, sein Leben danach auszurichten.
Diese Menschen treffe ich in ihren Werkstätten und hier in München auf dem tragbar-Sofa.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Others & me - Margit Huber zu 100 Jahre Gedok
Einführung in den Podcast
Sarah Kossim begrüßt die Zuhörer in ihrem Podcast, in dem sie mit Personen aus der Schmuckbranche spricht und deren persönliche Beziehung zu Schmuck erforscht. Sie befindet sich in der Galerie G-Doc Muck in München, die von Ida Demel gegründet wurde und sich der Förderung von Künstlerinnen widmet.
100 Jahre G-Doc und die Ausstellung "Kettenreaktion"
Dr. Margit Huber, die erste Vorsitzende der G-Doc, erläutert die aktuelle Ausstellung "Kettenreaktion", die anlässlich des 100-jährigen Jubiläums veranstaltet wird. Die Ausstellung zeigt diverse und innovative Schmuckstücke von Künstlerinnen aus ganz Deutschland.
Politische und soziale Themen im Schmuck
Margit beschreibt eine Kette von Grit Ute Zille, die 360 Perlen enthält, die jeweils für einen Femizid im Jahr 2023 stehen. Diese Arbeit thematisiert gesellschaftliche Probleme und zeigt, wie Schmuck auch politische Botschaften transportieren kann.
Interdisziplinäres Netzwerk der G-Doc
Die G-Doc ist das größte Netzwerk interdisziplinärer Künstlerinnen in Europa, das nicht nur Schmuck, sondern auch bildende Kunst, Literatur und Musik umfasst. Margit betont die Wichtigkeit von Sichtbarkeit und Vernetzung für Künstlerinnen.
Atelierräume und die Unterstützung von Künstlerinnen
Margit berichtet über die Schaffung neuer Atelierräume für Künstlerinnen in München, was vielen ermöglicht, ihre Kunst zu praktizieren. Die G-Doc organisiert regelmäßig Netzwerktreffen, um den Austausch unter Künstlerinnen zu fördern.
Finanzierung und Unterstützung der G-Doc
Die G-Doc erhält finanzielle Unterstützung vom Kulturreferat München und ist auf Spendengelder angewiesen, um ihre Projekte zu realisieren. Margit spricht über die Wichtigkeit der Bezahlung von Künstlerinnen und die gesellschaftliche Verantwortung, Kunst zu fördern.
Die Rolle von Sammlern und Kunstförderern
Margit betont, dass Sammler und Förderer eine wichtige Rolle in der Kunstwelt spielen, indem sie Künstlerinnen unterstützen und zur Verbreitung von Kunst beitragen. Die G-Doc lädt dazu ein, Teil dieser Gemeinschaft zu werden und sich aktiv an der Förderung von Kunst zu beteiligen.

Others & Me - Frieda Dörfer
Geosch-Technik und Werkstatt
In der Gesprächsrunde wird die Geosch-Technik als gravierendes Verfahren beschrieben, bei dem der Stichel die Oberflächen abträgt, während das Werkstück ruhend geführt wird. Historisch stammen die Maschinen aus Drechselbänken; heute nutzt Frieda Dörfer mehrere Geoschiermaschinen, um symmetrische Linien und hochglänzende Muster zu erzeugen. Die Muster werden über Schablonen und Tusch auf das Material übertragen; jede Linie erfordert präzise Einstellung der Maschine.
Motivation, Formen und Materialien
Frieda verbindet klassische Techniken mit persönlicher Bildsprache: Wolkenmotive symbolisieren Leichtigkeit, während Fabergé-Bezüge in reduzierter Form auftreten. Ergänzend entstehen Späne- und Meilofen-Broschen, die Upcycling-Charakter tragen. Das Giosch-Reflexionsspiel erzeugt räumliche Oberflächen; die Oberfläche dehnt sich durch den Kitt beim Ziselieren und bleibt dennoch plastisch.
Kollektionen, Werkstattpraxis und Leichtigkeit
Neben Wolkenbroschen entstehen Eier-Broschen mit gejoschierten Flächen, die mit Loch- und Guillochier-Mustern verknüpft sind. Der Knoten-Index erweitert das Repertoire: Seemannsknoten als Symbol für Unendlichkeit und Verbindung, veredelt zu Ringen, Ketten und Armreifen. Die Werkstatt dient als Lernlabor; Workshops und Vorträge vertiefen das Verständnis für die Technik und deren kulturellen Wert.
Weg, Standort und Blick auf die Szene
Der Weg nach Pforzheim führt durch Ausbildung, Praktika und ein Studium; die Stadt bietet Infrastruktur, Museen und Austauschmöglichkeiten. Öffentliche Ateliers, Design Guides und Schmuckmuseen ermöglichen Einblick in die Branche. Frieda betont die Bedeutung handwerklicher Arbeit, verlässlicher Materialien und die Förderung kleiner Betriebe, um kulturelles Erbe im Schmuckhandwerk zu erhalten.

Sonderreihe zur internationalen Handwerksmesse - Eva Sarnowski
Einführung in den Podcast
Sarah Kossum begrüßt die Zuhörer und stellt das Thema des Podcasts vor: die Rolle von Schmuck im Leben der Menschen, die damit zu tun haben. In dieser Sonderreihe zur Internationalen Handwerksmesse trifft sie Eva Sanowski, die über ihre Erfahrungen im Schmuckbereich spricht.
Eva Sanowskys Engagement
Eva erläutert ihre lange Verbindung zur Schmuckszene und ihre Projekte in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer. Sie schildert die Entwicklung der Schmuckschau und wie sich das Interesse über die Jahre verändert hat, besonders durch die Einbeziehung von Social Media und neuen Ausstellungsmöglichkeiten.
Entwicklung der Schmuckschau
Die Schmuckschau hat sich seit ihrer Gründung 1959 stark gewandelt. Eva betont die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren und die Entstehung eines umfangreichen Rahmenprogramms, das neben der Messe zahlreiche Ausstellungen und Veranstaltungen in der Stadt umfasst.
Herbert-Hofmann-Preis
Der Herbert-Hofmann-Preis wird als bedeutender Preis im Schmuckbereich vorgestellt, der an Dr. Herbert Hoffmann erinnert. Eva erklärt, dass der Preis nicht finanziell dotiert ist, sondern Ruhm und Aufmerksamkeit für die Preisträger bringt.
Schmuck als Kunstform
Es wird diskutiert, wie Schmuck als tragbare Kunst angesehen wird und welche Rolle Sammler in der Schmuckszene spielen. Eva ermutigt die Zuhörer, Schmuck zu entdecken und zu sammeln, um Künstler zu unterstützen und das Bewusstsein für Schmuck zu fördern.
Schlussfolgerung und Einladung
Sarah Kossum schließt die Episode, indem sie die Zuhörer ermutigt, den Podcast zu abonnieren und ihre eigenen Geschichten zum Thema Schmuck zu teilen. Sie betont die Bedeutung von Schmuck als Kunstform und die vielfältigen Möglichkeiten, die die Schmuckszene bietet.