
film.macht.kritisch. - Der Podcast über das *andere* Kino
Canan Turan
Beschreibung
Weitere Informationen über mich und meine Arbeit findest du auf https://linktr.ee/cananturan und auf @canan_turan_film
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

#22: Haltung vor Handlung: Warum Veränderung in der Filmkultur bei uns selbst beginnt
Einführung in die Filmkultur
Der Podcast beschäftigt sich mit einem antidiskriminierenden, intersektional-feministischen, queeren und dekolonialen Kino, das den Status Quo herausfordert. Die Moderatorin Canan Turan diskutiert die Notwendigkeit einer kritischen Haltung zur Filmkultur und deren Einfluss auf die Branche.
Die Notwendigkeit der Veränderung
Canan betont, dass es einen Mangel an Wissen über Diskriminierung und Machtverhältnisse im deutschen Film gibt. Sie fragt, warum viele im Filmbereich kaum mit diesen Themen umgehen und plädiert für eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Einfluss und den bestehenden Ungerechtigkeiten.
Haltung und Verantwortung
Eine kritische Haltung erfordert die Bereitschaft, die eigenen Privilegien zu hinterfragen und Verantwortung zu übernehmen. Canan diskutiert, dass es nicht darum geht, Schuld zuzuweisen, sondern die Strukturen zu verstehen, die Diskriminierung ermöglichen.
Die Chancen der Diversität
Die Diskussion um Diversität im Film bietet die Möglichkeit, neue Geschichten und Perspektiven zu entdecken. Canan betont, dass eine Veränderung im Film nicht den Verlust von künstlerischer Freiheit bedeutet, sondern neue Chancen eröffnet.
Wissen als Schlüssel
Haltung allein reicht nicht aus; auch das Wissen über die Funktionsweise von Macht und Diskriminierung in der Filmindustrie ist entscheidend. Canan kündigt an, kritische Filmkompetenz zu fördern und Weiterbildungsmöglichkeiten anzubieten, um diese Themen zu vertiefen.

#21: The Tundra Within Me - Authenticity in Sámi Stories with Sara Margrethe Oskal
Einführung in den Podcast
Jonan Turan begrüßt die Zuhörer und spricht mit der Sámi-Regisseurin und Künstlerin Sara Margrethe Oskal über ihren Debütfilm "Eallo Gherdu, The Tundra Within Me". Der Film behandelt Themen wie Liebe, Identität und die Herausforderungen, die mit der Sámi-Kultur verbunden sind.
Über Sara Margrethe Oskal
Sara Margrethe Oskal, eine vielseitige Künstlerin aus Kautokeino in Sápmi, hat eine beeindruckende Karriere: von der Rentierherde zur akademischen Ausbildung in darstellenden Künsten. Ihr Debütfilm feierte 2023 beim Toronto International Film Festival Premiere.
Inhalt des Films
"The Tundra Within Me" ist eine zeitgenössische Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Sámi, die zwischen urbanem Leben und traditioneller Lebensweise hin- und hergerissen sind. Die Protagonistin Lena kehrt mit ihrem Sohn in ihre Heimat zurück und entdeckt ihre Identität und den Platz, den sie in der Sámi-Gemeinschaft einnehmen möchte.
Die Bedeutung von Joik
Joik ist ein zentraler Bestandteil der Sámi-Kultur und dient als Ausdruck von Emotionen und als Verbindung zur Natur. Oskal erklärt, wie Joik in ihrem Film verwendet wird, um die Charakterentwicklung und die kulturelle Identität zu verdeutlichen.
Tradition vs. Moderne
Im Film wird das Spannungsfeld zwischen Tradition und modernem Leben thematisiert. Oskal möchte Hoffnung für die Sámi-Gemeinschaft vermitteln und zeigt, wie junge Generationen die traditionellen Werte bewahren und gleichzeitig Raum für persönliche Entfaltung schaffen können.
Die Rolle der Generationen
Oskal diskutiert die Herausforderungen und Chancen, die die nächste Generation in der Sámi-Gemeinschaft erwartet. Es ist wichtig, eine Balance zwischen Tradition und individuellen Bedürfnissen zu finden, um das kulturelle Erbe lebendig zu halten.
Zukunft der Sámi-Kinematographie
Oskal hofft, dass in den kommenden Jahren viele neue Geschichten aus der Sámi-Perspektive erzählt werden. Sie betont die Notwendigkeit für junge Filmemacher, ihre Stimme zu erheben und authentische Geschichten zu teilen, auch wenn die Finanzierung oft eine Herausforderung darstellt.

#20: „Wir waren da, wir sind immer noch da” - Massiamy Diaby über Ku’Damm 77 und Poeler Luft
Einführung in den Podcast
Der Podcast behandelt ein antidiskriminierendes, intersektional-feministisches, queeres und dekoloniales Kino, das den Status Quo herausfordert. Gastgeberin Jana Zuran spricht mit Masiami Diaby, einer freischaffenden Künstlerin und Schauspielerin, über ihre Arbeiten und Erfahrungen.
Vorstellung von Masiami Diaby
Masiami Diaby ist in Frankfurt am Main geboren und hat in Berlin und Accra gelebt. Sie schloss 2020 ihr Schauspielstudium ab und war bis 2022 am Residenztheater München tätig. Ihr Kurzfilm "Pöhler Luft" thematisiert die schwarze Perspektive in Ostdeutschland und behandelt Rassismus, Klasse und Privilegien.
Erfahrungen mit Kudamm 77
Masiami erzählt von ihrer Rolle in der Serie "Kudamm 77" und der spannenden Premiere. Sie beschreibt die Unterschiede zwischen Theater und Film, und wie sie sich auf ihre Rolle vorbereitet hat, indem sie sich mit der Geschichte und den Charakteren auseinandersetzte.
Die Themen in "Kudamm 77"
Die Serie behandelt die Nachkriegszeit in Deutschland und die Herausforderungen, mit denen Frauen konfrontiert waren. Masiami spielt eine Journalistin, die sich einer Familie nähert, während sie ein Geheimnis trägt, das die Geschichte komplexer macht.
Pöhler Luft: Ein persönliches Projekt
In ihrem Kurzfilm "Pöhler Luft" kehrt die Figur Alex an ihren Kindheitsort zurück und trifft auf einen alten Schulkameraden, der sich politisch radikalisiert hat. Der Film thematisiert Rassismus und die Herausforderungen, mit denen BIPOC in Deutschland konfrontiert sind.
Die Bedeutung von Bell Hooks
Masiami spricht über die Inspiration, die sie aus den Arbeiten von Bell Hooks zieht, insbesondere dem Konzept des "Oppositional Gaze". Sie betont die Notwendigkeit, filmische Erzählungen aus einer marginalisierten Perspektive zu entwickeln und wie wichtig es ist, diese Geschichten zu erzählen.
Zukunftsprojekte
Aktuell arbeitet Masiami an einem Serienkonzept mit dem Arbeitstitel "Family Matters", das sich mit den Herausforderungen des Erwachsenwerdens und der Rückkehr zu den Wurzeln beschäftigt. Sie plant auch, sich mit der Archivarbeit von Afro-Deutschen in den 80er und 90er Jahren zu befassen.