Hinterher weiß man immer mehr! Der Podcast des Koblenzer Stadtarchivs
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Hinterher weiß man immer mehr! Der Podcast des Koblenzer Stadtarchivs

Stadtarchiv Koblenz

Beschreibung

Das Stadtarchiv Koblenz gewährt mit seiner Podcastserie "Hinterher weiß man immer mehr!" Einblicke in die Stadtgeschichte und in den Archivalltag. Berichtet wird über neue, spannende und bedeutende Archivalien, stadtgeschichtliche Themen sowie Aktuelles bzw. Interessantes aus dem Alltag im Koblenzer Stadtarchiv.
Getreu unserem Motto und dem Titel der Podcastserie ist das Ziel jeder Folge, dass die Hörerinnnen und Hörer am Ende immer mehr wissen (wollen) als vorher.

Wiederkehrendes Soundstück im Intro und Outro:
Mystery – URL: https://freesound.org/people/ispeakwaves/sounds/411867/

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

22. „[…] von Koblenz hin zur amerikanischen Homosexuellenbewegung“

01.06.2026

Historischer Rahmen und Gegenwart des queeren Koblenz

Die Episode verknüpft Archivarbeit mit einer breiten Stadtgeschichte, zeigt, wie queeres Leben sichtbar wird und welche historischen Linien von Koblenz aus in die amerikanische LGBTQ-Bewegung führen. Im Fokus steht die Frage nach Verbindungen zwischen lokalen Begebenheiten und globalen Bewegungen sowie der Umgang mit Stolpersteinen in der Erinnerung.

Frühe Formen der Bewegung und zentrale Bruchlinien

Es wird darauf hingewiesen, dass die moderne Schwulenbewegung nicht 1969 beginnt, sondern schon früher in Deutschland Argumente und Debatten über Straffreiheit hervorbrachte. Paragraf 175 und der Einfluss von Magnus Hirschfelds Institutionen spielen eine zentrale Rolle, wobei der Blick auch auf trans- und intersexuelle Fragen gelenkt wird.

Koblenz in den 20er Jahren: Kontakte, Persönlichkeiten und Verfolgung

In Koblenz pendelten Besatzung, Gesellschaft und erotische Begegnungen unter dem Schleier des Paragrafen 175. Heinrich Gerber verbindet Koblenz mit der amerikanischen Szene, während Josef Breitbach lokale Erfahrungen literarisch widerspiegelt. Adele Haas’ Lebensweg zeigt Verfolgung, medizinische Experimente und individuelle Kämpfe um Identität.

Gedenkorte, Gegenwart und fortlaufende Auseinandersetzung

Der Podcast beschreibt Denkmäler und Projekte wie Denkraum, Namen und Steine, sowie die Bedeutung des Koblenzer Pride und historischer Lokale. Die Erzählung betont kontinuierliche Kämpfe um Rechte, Sichtbarkeit und Anerkennung, die über Generationen hinweg weitergeführt werden müssen, auch wenn sich gesellschaftliche Rahmenbedingungen ändern.

Historischer Rahmen und Gegenwart des queeren Koblenz

Die Episode verknüpft Archivarbeit mit einer breiten Stadtgeschichte, zeigt, wie queeres Leben sichtbar wird und welche historischen Linien von Koblenz aus in die amerikanische LGBTQ-Bewegung führen. Im Fokus steht die Frage nach Verbindungen zwischen lokalen Begebenheiten und globalen Bewegungen sowie der Umgang mit Stolpersteinen in der Erinnerung.

Frühe Formen der Bewegung und zentrale Bruchlinien

Es wird darauf hingewiesen, dass die moderne Schwulenbewegung nicht 1969 beginnt, sondern schon früher in Deutschland Argumente und Debatten über Straffreiheit hervorbrachte. Paragraf 175 und der Einfluss von Magnus Hirschfelds Institutionen spielen eine zentrale Rolle, wobei der Blick auch auf trans- und intersexuelle Fragen gelenkt wird.

Koblenz in den 20er Jahren: Kontakte, Persönlichkeiten und Verfolgung

In Koblenz pendelten Besatzung, Gesellschaft und erotische Begegnungen unter dem Schleier des Paragrafen 175. Heinrich Gerber verbindet Koblenz mit der amerikanischen Szene, während Josef Breitbach lokale Erfahrungen literarisch widerspiegelt. Adele Haas’ Lebensweg zeigt Verfolgung, medizinische Experimente und individuelle Kämpfe um Identität.

Gedenkorte, Gegenwart und fortlaufende Auseinandersetzung

Der Podcast beschreibt Denkmäler und Projekte wie Denkraum, Namen und Steine, sowie die Bedeutung des Koblenzer Pride und historischer Lokale. Die Erzählung betont kontinuierliche Kämpfe um Rechte, Sichtbarkeit und Anerkennung, die über Generationen hinweg weitergeführt werden müssen, auch wenn sich gesellschaftliche Rahmenbedingungen ändern.

21. Die Königsbacher Brauerei

23.04.2026

Historischer Kontext und Reinheitsgebot

Der Tag des deutschen Bieres wird genutzt, um das Reinheitsgebot von 1516 zu beleuchten. Demnach dürfen im Bier nur Wasser, Hopfen und Gerste verwendet werden; Hefe kam später hinzu. Die Episode verweist auf die lange Tradition deutscher Bierherstellung, die trotz fortlaufender Industrietransformationen noch heute als Qualitätsmaßstab gilt. So entsteht eine zeitlose Einordnung des Bieres in Kultur und Handwerk.

Königsbacher Brauerei: Geschichte, Struktur und Wandel

Im Fokus steht die Königsbacher Brauerei in Koblenz-Stolzenfels, die nach Investorensuche ihren Betrieb Ende Januar 2024 einstellen musste. Verschiedene Nachnutzungsoptionen wurden diskutiert, darunter ein Wohnquartier für Studierende und Senioren. Der Text erinnert an historische Bierherstellung in Koblenz, den Anspruch auf ein städtisches Brau- und Haushaltsrecht sowie an Momente der Firmengeschichte, die mit Verlust und Neustrukturierung verbunden sind.

Gerd Rausch: Blick hinter die Kulissen

Im Gespräch schildert Gerd Rausch seinen Weg zur Königsbacher Brauerei, seine Aufgaben als Maler, Lackierer, Ausbilder und Betriebsratsvorsitzender sowie die Erfahrungen während Umstrukturierungen und Stellenabbau. Seine Erinnerungen reichen von Gemeinschaftsveranstaltungen über Weihnachtsfeiern bis zu betrieblichen Ausbildungen. Der Bericht reflektiert, wie persönliche Bindung, Teamgeist und Arbeitsalltag mit Veränderungen verknüpft waren.

Bilanz, Erfahrungen und Perspektiven

Der Beitrag betrachtet den Verlust einer traditionsreichen Brauerei und die Folgen für Koblenz. Es wird auf die breitere Bedeutung kultureller Unterstützung, Unternehmensgeschichte und regionaler Identität hingewiesen. Abseits von Lösungsansätzen bleibt der Fokus auf den menschlichen Perspektiven, der Kombination aus historischen Errungenschaften, Herausforderungen der Gegenwart und den Fragen nach zukünftigen Nutzungen des Standorts.

Historischer Kontext und Reinheitsgebot

Der Tag des deutschen Bieres wird genutzt, um das Reinheitsgebot von 1516 zu beleuchten. Demnach dürfen im Bier nur Wasser, Hopfen und Gerste verwendet werden; Hefe kam später hinzu. Die Episode verweist auf die lange Tradition deutscher Bierherstellung, die trotz fortlaufender Industrietransformationen noch heute als Qualitätsmaßstab gilt. So entsteht eine zeitlose Einordnung des Bieres in Kultur und Handwerk.

Königsbacher Brauerei: Geschichte, Struktur und Wandel

Im Fokus steht die Königsbacher Brauerei in Koblenz-Stolzenfels, die nach Investorensuche ihren Betrieb Ende Januar 2024 einstellen musste. Verschiedene Nachnutzungsoptionen wurden diskutiert, darunter ein Wohnquartier für Studierende und Senioren. Der Text erinnert an historische Bierherstellung in Koblenz, den Anspruch auf ein städtisches Brau- und Haushaltsrecht sowie an Momente der Firmengeschichte, die mit Verlust und Neustrukturierung verbunden sind.

Gerd Rausch: Blick hinter die Kulissen

Im Gespräch schildert Gerd Rausch seinen Weg zur Königsbacher Brauerei, seine Aufgaben als Maler, Lackierer, Ausbilder und Betriebsratsvorsitzender sowie die Erfahrungen während Umstrukturierungen und Stellenabbau. Seine Erinnerungen reichen von Gemeinschaftsveranstaltungen über Weihnachtsfeiern bis zu betrieblichen Ausbildungen. Der Bericht reflektiert, wie persönliche Bindung, Teamgeist und Arbeitsalltag mit Veränderungen verknüpft waren.

Bilanz, Erfahrungen und Perspektiven

Der Beitrag betrachtet den Verlust einer traditionsreichen Brauerei und die Folgen für Koblenz. Es wird auf die breitere Bedeutung kultureller Unterstützung, Unternehmensgeschichte und regionaler Identität hingewiesen. Abseits von Lösungsansätzen bleibt der Fokus auf den menschlichen Perspektiven, der Kombination aus historischen Errungenschaften, Herausforderungen der Gegenwart und den Fragen nach zukünftigen Nutzungen des Standorts.

20. Reynette, Jutta Bolen und Maria Detzel - drei starke Koblenzer Frauen

08.03.2026

Einleitung zum Internationalen Frauentag

In dieser Episode wird der Internationale Frauentag gefeiert, der seit über 100 Jahren Frauenrechte und Gleichstellung betont. Die Moderatorin Katrin Schmude gibt Einblicke in die Stadtgeschichte und den Archivalltag und konzentriert sich auf drei bemerkenswerte Frauen aus Koblenz.

Die drei starken Frauen Koblenz'

Die Episode beleuchtet die Geschichten der jüdischen Geldhändlerin Reinett, der Äbtissin Jutta Bohlen und der Stadträtin Maria Detzel. Es geht weniger um detaillierte Biografien, sondern um ihre Rollen in der Gesellschaft und ihren Einsatz für Frauenrechte.

Die Rolle von Reinett

Reinett war eine erfolgreiche Geldhändlerin, die in einer von Männern dominierten Welt agierte. Sie musste als Jüdin große Ungerechtigkeiten erleiden, hatte jedoch das Talent, sich in ihrem Beruf durchzusetzen. Ihre Stärke zeigt sich in ihrem Umgang mit den gesellschaftlichen Erwartungen und dem Risiko, das sie einging.

Jutta Bohlen und ihr Widerstand

Jutta Bohlen setzte sich gegen die Ungerechtigkeiten ihrer Zeit zur Wehr, als ihr und ihrer Gemeinschaft der Zugang zur Stadt Koblenz verwehrt wurde. Ihr unerschütterlicher Wille und ihre Weigerung, sich mit ihrem Schicksal abzufinden, machen sie zu einer bemerkenswerten Figur der Geschichte.

Maria Detzel und der Mut zur Opposition

Maria Detzel stellte sich während der nationalsozialistischen Herrschaft gegen das Regime und lehnte die Beleihung der Ehrenbürgerschaft an Adolf Hitler ab. Ihre Entscheidungen zeugen von Mut und einem starken Charakter, der in schwierigen Zeiten für Gerechtigkeit einstand.

Gemeinsame Merkmale der drei Frauen

Alle drei Frauen zeigen einen starken Willen und den Mut, für ihre Überzeugungen einzustehen. Sie verkörpern die Fähigkeit, auch in Krisenzeiten nicht aufzugeben und für ihre Rechte und die ihrer Mitmenschen zu kämpfen.

Lehren für die heutige Zeit

Die Geschichten dieser Frauen ermutigen heutige Generationen, Verantwortung zu übernehmen und sich nicht von gesellschaftlichen Normen zurückhalten zu lassen. Ihre Erfahrungen sind eine Inspiration, sich für Gleichstellung und Gerechtigkeit einzusetzen.

Ingrid Barthorys Beitrag zur Frauengeschichte

Ingrid Barthory, die als erste Kulturdezernentin Koblenz' tätig war, hat ebenfalls zur lokalen Frauengeschichte beigetragen. Sie spricht über ihre Errungenschaften und die Herausforderungen, die sie als Frau in einer Führungsposition überwinden musste.

Einleitung zum Internationalen Frauentag

In dieser Episode wird der Internationale Frauentag gefeiert, der seit über 100 Jahren Frauenrechte und Gleichstellung betont. Die Moderatorin Katrin Schmude gibt Einblicke in die Stadtgeschichte und den Archivalltag und konzentriert sich auf drei bemerkenswerte Frauen aus Koblenz.

Die drei starken Frauen Koblenz'

Die Episode beleuchtet die Geschichten der jüdischen Geldhändlerin Reinett, der Äbtissin Jutta Bohlen und der Stadträtin Maria Detzel. Es geht weniger um detaillierte Biografien, sondern um ihre Rollen in der Gesellschaft und ihren Einsatz für Frauenrechte.

Die Rolle von Reinett

Reinett war eine erfolgreiche Geldhändlerin, die in einer von Männern dominierten Welt agierte. Sie musste als Jüdin große Ungerechtigkeiten erleiden, hatte jedoch das Talent, sich in ihrem Beruf durchzusetzen. Ihre Stärke zeigt sich in ihrem Umgang mit den gesellschaftlichen Erwartungen und dem Risiko, das sie einging.

Jutta Bohlen und ihr Widerstand

Jutta Bohlen setzte sich gegen die Ungerechtigkeiten ihrer Zeit zur Wehr, als ihr und ihrer Gemeinschaft der Zugang zur Stadt Koblenz verwehrt wurde. Ihr unerschütterlicher Wille und ihre Weigerung, sich mit ihrem Schicksal abzufinden, machen sie zu einer bemerkenswerten Figur der Geschichte.

Maria Detzel und der Mut zur Opposition

Maria Detzel stellte sich während der nationalsozialistischen Herrschaft gegen das Regime und lehnte die Beleihung der Ehrenbürgerschaft an Adolf Hitler ab. Ihre Entscheidungen zeugen von Mut und einem starken Charakter, der in schwierigen Zeiten für Gerechtigkeit einstand.

Gemeinsame Merkmale der drei Frauen

Alle drei Frauen zeigen einen starken Willen und den Mut, für ihre Überzeugungen einzustehen. Sie verkörpern die Fähigkeit, auch in Krisenzeiten nicht aufzugeben und für ihre Rechte und die ihrer Mitmenschen zu kämpfen.

Lehren für die heutige Zeit

Die Geschichten dieser Frauen ermutigen heutige Generationen, Verantwortung zu übernehmen und sich nicht von gesellschaftlichen Normen zurückhalten zu lassen. Ihre Erfahrungen sind eine Inspiration, sich für Gleichstellung und Gerechtigkeit einzusetzen.

Ingrid Barthorys Beitrag zur Frauengeschichte

Ingrid Barthory, die als erste Kulturdezernentin Koblenz' tätig war, hat ebenfalls zur lokalen Frauengeschichte beigetragen. Sie spricht über ihre Errungenschaften und die Herausforderungen, die sie als Frau in einer Führungsposition überwinden musste.