
Sterneneltern begleiten - Der Sternenkinder Podcast für Fachpersonal
Daniela Nuber-Fischer und Sabine Agosta
Beschreibung
Wir möchten in unserem Podcast Fachpersonen, die mit Sterneneltern zu tun haben, auf leichte und praktische Weise das Thema Sternenkinder nahe bringen. Die Idee ist, Berührungsängste durch Wissen und Aufklärung abzubauen, damit Fachpersonen betroffenen Eltern mit Offenheit und Sicherheit begegnen können.
Dafür erzählen wir aus unserem Berufsalltag und laden Gäste ein, die immer neue Aspekte für die Arbeit mit Sterneneltern beleuchten.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

# 14: Hebammenarbeit im Kreißsaal
Rolle der Hebamme bei Geburt und Abschied
Berit schildert, wie Hebammen sowohl das Leben als auch den Abschied einer Geburt begleiten. Wesentlich ist dabei Präsenz, authentische Anteilnahme und das Aushalten der Stille im Moment des Verlusts. Die Begleitung soll normal wirken: Schmerzerleichterung, Geburtspositionen, Berührung und Orientierung helfen Eltern, die Situation zu verarbeiten, ohne zu drängen oder zu überfordern.
Umgang mit der stillen Geburt – Kommunikation und Prozess
Wörterwahl und klare Kommunikation sind zentral: Sterben, tot und der Verlust des Herzens werden benannt, damit Eltern begreifen, was geschieht. Das medizinische Vorgehen (Ultraschall, CTG, Notkaiserschnitt) wird sensibel erklärt, Gespräche aber zeitlich dezent geführt. In Schocksituationen gilt es, zu begleiten statt zu belasten, und den Eltern Raum für Reaktionen zu geben.
Teamarbeit, Ressourcen und Normalisierung
Der Kreißsaal erfordert Teamarbeit, um Fachwissen zu bündeln. Es wird darauf geachtet, dass Eltern nicht wie Alien wahrgenommen werden, sondern wie normale Gebärende behandelt werden. Übergaben, individuelle Betreuung, flexible Einbindung von Seelsorge, Trauerbegleitung und Wochenbettbetreuung schaffen Stabilität und verhindern Überforderung des Personals.
Bedürfnisse der Sterneneltern und Zukunftsperspektiven
Eltern benötigen Transparenz, Zeit, Material und emotionale Unterstützung. Wichtig ist, die Geburt als Ereignis zu normalisieren, das Kind zu benennen oder nicht, je nach Wunsch der Eltern. Gesellschaftliche Sichtbarkeit, Rituale und Beerdigungswege sollen Raum geben, damit Trauer und Erinnerung ihr Platz haben und Folgefragen respektiert werden.

#13: Folgeschwangerschaft nach einem Sternenkind
Herausforderungen bei Folgeschwangerschaften
Die Episode beleuchtet die emotionalen Herausforderungen, die Sternenmütter während einer Folgeschwangerschaft erleben. Hoffnung und Angst sind ständige Begleiter, insbesondere nach dem Verlust eines Kindes. Die Gästin Corinna, selbst Sternenmutter, teilt ihre Erfahrungen und wie sie mit diesen Gefühlen umgegangen ist.
Persönliche Geschichten und Unterstützung
Corinna erzählt von ihrer Tochter Mathilda, die still geboren wurde, und ihrem Regenbogenbaby Bruno. Sie beschreibt die wichtige Rolle ihrer Familie und des Netzwerks, einschließlich Fachpersonen, die sie während ihrer Schwangerschaft unterstützten. Es wird betont, wie wichtig es ist, sich in schwierigen Zeiten Unterstützung zu suchen und anzunehmen.
Umgang mit Trauer und Angst
Die Ängste, die mit einer neuen Schwangerschaft einhergehen, sind komplex. Corinna spricht darüber, wie sie versuchte, sich auf die Schwangerschaft einzulassen, trotz der ständigen Angst, das Kind zu verlieren. Der Austausch mit anderen Sternenmüttern und das Teilen von Erfahrungen halfen ihr, die Trauer zu verarbeiten und Raum für das neue Leben zu schaffen.
Der Weg zur Geburt
Corinna musste sich auf einen Kaiserschnitt einstellen, was eine psychische Herausforderung darstellte. Trotz der Umstände fand sie Wege, die Geburt positiv zu gestalten und die Kontrolle über ihre Erfahrungen zurückzugewinnen.
Nach der Geburt und Integration des Sternenkindes
Nach der Geburt von Bruno erlebte Corinna, dass die Freude über das neue Leben nicht die Trauer um Mathilda verdrängen sollte. Es wird betont, wie wichtig es ist, Platz für beide Kinder in der Familie zu schaffen. Rituale und Erinnerungen an Mathilda bleiben essenziell, um die Verbindung aufrechtzuerhalten.
Ratschläge für Fachpersonen
Corinna appelliert an Fachpersonen, Sternenmütter in ihrer Selbstwirksamkeit zu unterstützen und ihnen zu vertrauen, dass sie in der Lage sind, Entscheidungen für sich und ihre Kinder zu treffen. Sie betont, dass Frauen in ihrer Trauer nicht bevormundet, sondern ermutigt werden sollten, ihre eigenen Wege zu finden.

# 12: Sternenkindfotografie - kostbare Erinnerungsbilder
Sternenkindfotografie: Eine wertvolle Erinnerung
Im Podcast wird die Bedeutung der Sternenkindfotografie hervorgehoben, die für Eltern eine wichtige Möglichkeit darstellt, Erinnerungen an ihr verstorbenes Kind festzuhalten. Eine Sternenkind-Mutter betont, dass der Termin mit der Fotografin ihr einen würdevollen Abschied ermöglicht hat. Die beiden Fotografen Michael Wölke und Tanja Engelhardt teilen ihre Erfahrungen und die emotionale sowie technische Seite ihrer Arbeit in diesem sensiblen Bereich.
Die Rolle der Fotografen
Michael und Tanja, beide ehrenamtlich für die Organisation "Dein Sternenkind" tätig, erzählen von ihrer Motivation und den Herausforderungen, die mit der fotografischen Begleitung von Sterneneltern verbunden sind. Sie schildern, wie wichtig Sensibilität, Offenheit und das Respektieren der Wünsche der Eltern sind, um in dieser vulnerablen Situation angemessen zu handeln.
Der Prozess der Fotografie
Die Fotografen erläutern den Ablauf, wie sie zu ihren Einsätzen kommen, und wie sie mit den Eltern interagieren. Es wird betont, dass jede Situation einzigartig ist und dass es wichtig ist, den Eltern Zeit zu geben, um ihre Trauer zu verarbeiten. Oft sind die Eltern anfangs zurückhaltend, und es ist eine Herausforderung, sie dazu zu bewegen, sich auf die Fotografie einzulassen.
Nachhaltige Erinnerungen schaffen
Die Bedeutung der Bilder wird hervorgehoben, da sie den Eltern helfen, die Erinnerung an ihr Kind sichtbar zu machen. Die Fotografen berichten von emotionalen Rückmeldungen der Eltern, die oft erst Monate nach dem Einsatz die Bilder betrachten. Diese Bilder sind für viele Eltern ein wertvolles Zeugnis ihrer Elternschaft und des kurzen Lebens ihres Kindes.
Herausforderungen und Unterstützung
Michael und Tanja reflektieren über die emotionalen Belastungen ihrer Arbeit und wie sie mit Berührungsängsten sowohl bei den Eltern als auch bei sich selbst umgehen. Der Austausch unter Fotografen und Mentoren wird als wichtig erachtet, um die eigene emotionale Gesundheit zu unterstützen und Erfahrungen zu teilen.