Geschichte wird gemacht. Erinnern, verstehen, gestalten.
Podcast
de

Geschichte wird gemacht. Erinnern, verstehen, gestalten.

Hans-Böckler-Stiftung

Beschreibung

4-Tage-Woche, mitbestimmtes Arbeiten, Quiet Quitting … die Frage, wie wir arbeiten und wie wir leben wollen, treibt uns um. Während wir darüber nachdenken, was sich ändern sollte, lohnt sich der Blick zurück: Was haben wir eigentlich schon dazu gewonnen - und wie kann es von hier aus weitergehen? In „Geschichte wird gemacht“ zeigen wir euch, wie Gewerkschaften als tragende Säule der Demokratie bessere Arbeits- und Lebensbedingungen für alle erkämpft haben, wie wir heute davon profitieren - aber auch wo noch Luft nach oben ist.

"Geschichte wird gemacht" ist ein Podcast der Hans-Böckler-Stiftung. Weitere Informationen zur Stiftung unter: www.boeckler.de.

Podmon Kategorien

Darüber wird in diesem Podcast anteilig gesprochen.
Anzahl Kategorien

Upgrade dein Konto, um kontextuelle Kategorien zu sehen!

Top werbetreibende Marken in diesem Podcast (90d)

Upgrade dein Konto, um die Top werbetreibenden Marken zu sehen!

Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Lehrjahre sind keine Herrenjahre: Wie die Lehrlingsbewegung die Ausbildung veränderte

29.07.2026

Einführung in die Lehrlingsbewegung

Maria, die Moderatorin, stellt das Thema der Episode vor, das sich mit der Lehrlingsbewegung beschäftigt. Sie berichtet von einem Auszubildenden, der auf Missstände in seiner Ausbildung aufmerksam macht und Unterstützung sucht.

Aktuelle Herausforderungen für Auszubildende

Steffen Markwart von der DGB Jugend Nord schildert, dass viele Auszubildende unter schlechten Bedingungen leiden, wie Überstunden und ausbildungsfremden Tätigkeiten. Diese Missstände sind nicht neu und erinnern an die Herausforderungen, mit denen Lehrlinge in den 60er und 70er Jahren konfrontiert waren.

Historische Perspektive der Lehrlingsbewegung

Die Episode beleuchtet die Proteste der Lehrlinge in den 60er Jahren, die gegen autoritäre Strukturen und schlechte Ausbildungsbedingungen aufbegehrten. Der erste große Protest fand 1968 in Hamburg statt, wo über 1000 Lehrlinge für ihre Rechte demonstrierten.

Einfluss der politischen Bewegungen

Erik Merx, ein ehemaliger Lehrling, erzählt von seinen Erfahrungen und dem Einfluss der politischen Bewegungen der Zeit. Die Lehrlingsbewegung war Teil einer weltweiten Jugendrevolte, die sich für mehr Mitbestimmung und gegen starre Hierarchien einsetzte.

Erfolge und Reformen

Aufgrund des Drucks der Lehrlingsbewegung wurden wichtige Reformen, wie das Berufsbildungsgesetz von 1969, eingeführt, das die Ausbildungsbedingungen erheblich verbesserte.

Nachwirkungen der Lehrlingsbewegung

Die Lehrlingsbewegung hinterließ ein Erbe, das bis heute spürbar ist. Die DGB-Jugend arbeitet weiterhin daran, die Rechte der Auszubildenden zu stärken und auf Missstände aufmerksam zu machen.

Schlussfolgerung

Die Episode schließt mit der Botschaft, dass die Erkenntnis der Lehrlingsbewegung, dass man sich wehren kann, auch für heutige Auszubildende wichtig ist. Gemeinsam können sie ihre Interessen vertreten und Veränderungen bewirken.

Einführung in die Lehrlingsbewegung

Maria, die Moderatorin, stellt das Thema der Episode vor, das sich mit der Lehrlingsbewegung beschäftigt. Sie berichtet von einem Auszubildenden, der auf Missstände in seiner Ausbildung aufmerksam macht und Unterstützung sucht.

Aktuelle Herausforderungen für Auszubildende

Steffen Markwart von der DGB Jugend Nord schildert, dass viele Auszubildende unter schlechten Bedingungen leiden, wie Überstunden und ausbildungsfremden Tätigkeiten. Diese Missstände sind nicht neu und erinnern an die Herausforderungen, mit denen Lehrlinge in den 60er und 70er Jahren konfrontiert waren.

Historische Perspektive der Lehrlingsbewegung

Die Episode beleuchtet die Proteste der Lehrlinge in den 60er Jahren, die gegen autoritäre Strukturen und schlechte Ausbildungsbedingungen aufbegehrten. Der erste große Protest fand 1968 in Hamburg statt, wo über 1000 Lehrlinge für ihre Rechte demonstrierten.

Einfluss der politischen Bewegungen

Erik Merx, ein ehemaliger Lehrling, erzählt von seinen Erfahrungen und dem Einfluss der politischen Bewegungen der Zeit. Die Lehrlingsbewegung war Teil einer weltweiten Jugendrevolte, die sich für mehr Mitbestimmung und gegen starre Hierarchien einsetzte.

Erfolge und Reformen

Aufgrund des Drucks der Lehrlingsbewegung wurden wichtige Reformen, wie das Berufsbildungsgesetz von 1969, eingeführt, das die Ausbildungsbedingungen erheblich verbesserte.

Nachwirkungen der Lehrlingsbewegung

Die Lehrlingsbewegung hinterließ ein Erbe, das bis heute spürbar ist. Die DGB-Jugend arbeitet weiterhin daran, die Rechte der Auszubildenden zu stärken und auf Missstände aufmerksam zu machen.

Schlussfolgerung

Die Episode schließt mit der Botschaft, dass die Erkenntnis der Lehrlingsbewegung, dass man sich wehren kann, auch für heutige Auszubildende wichtig ist. Gemeinsam können sie ihre Interessen vertreten und Veränderungen bewirken.

Von Bismarck bis Deliveroo: Wie Union Busting Mitbestimmung verhindert

09.06.2026

Einführung in die Geschichte von Isabella Pape

Maria, die Host der Episode, stellt Isabella Pape vor, eine ehemalige Sachbearbeiterin von Siemens Energy und Betriebsrätin, die fristlos gekündigt wurde, ohne einen Grund zu erfahren. Die Kündigung kam kurz vor den Betriebsratswahlen und stellt einen Angriff auf die Mitbestimmung dar.

Die Reaktion auf die Kündigung

Nach der Kündigung erfährt Isabella von ihren Kolleginnen und Kollegen großen Rückhalt. Sie betrachtet die Kündigung als unrechtmäßig und als einen Versuch, die bevorstehenden Betriebsratswahlen zu beeinflussen. Um sich zu wehren, geht sie an die Öffentlichkeit.

Union Busting und seine Auswirkungen

Maria erklärt das Konzept des Union Busting, das in Deutschland eigentlich verboten ist, aber dennoch vorkommt. Der Fall von Isabella Pape zeigt, dass Arbeitgeber versuchen, die Mitbestimmung zu behindern. Die Episode behandelt auch die Ursprünge des Union Busting und dessen globale Dimension.

Isabella Papes Engagement und die Rolle der Gewerkschaft

Isabella setzt sich für mehr Mitbestimmung ein und organisiert Informationsveranstaltungen für ihre Kolleginnen und Kollegen. Die Gewerkschaft IG Metall unterstützt sie in dieser schwierigen Zeit.

Gerichtliche Auseinandersetzung und Rückkehr ins Unternehmen

Die Gerichtsverhandlung, in der Isabella ihre Kündigung anfechten möchte, ist ein zentraler Punkt der Episode. Schließlich erfährt sie, dass ihre Kündigung nicht rechtswirksam war und kehrt zurück zu Siemens Energy, um weiterhin für die Rechte der Beschäftigten zu kämpfen.

Schlussfolgerungen und Ausblick

Die Episode schließt mit dem Appell, sich für die Mitbestimmung einzusetzen und die Unterstützung von Gewerkschaften in Anspruch zu nehmen. Maria betont die Wichtigkeit von Solidarität und rechtlichem Schutz in der Arbeitswelt.

Einführung in die Geschichte von Isabella Pape

Maria, die Host der Episode, stellt Isabella Pape vor, eine ehemalige Sachbearbeiterin von Siemens Energy und Betriebsrätin, die fristlos gekündigt wurde, ohne einen Grund zu erfahren. Die Kündigung kam kurz vor den Betriebsratswahlen und stellt einen Angriff auf die Mitbestimmung dar.

Die Reaktion auf die Kündigung

Nach der Kündigung erfährt Isabella von ihren Kolleginnen und Kollegen großen Rückhalt. Sie betrachtet die Kündigung als unrechtmäßig und als einen Versuch, die bevorstehenden Betriebsratswahlen zu beeinflussen. Um sich zu wehren, geht sie an die Öffentlichkeit.

Union Busting und seine Auswirkungen

Maria erklärt das Konzept des Union Busting, das in Deutschland eigentlich verboten ist, aber dennoch vorkommt. Der Fall von Isabella Pape zeigt, dass Arbeitgeber versuchen, die Mitbestimmung zu behindern. Die Episode behandelt auch die Ursprünge des Union Busting und dessen globale Dimension.

Isabella Papes Engagement und die Rolle der Gewerkschaft

Isabella setzt sich für mehr Mitbestimmung ein und organisiert Informationsveranstaltungen für ihre Kolleginnen und Kollegen. Die Gewerkschaft IG Metall unterstützt sie in dieser schwierigen Zeit.

Gerichtliche Auseinandersetzung und Rückkehr ins Unternehmen

Die Gerichtsverhandlung, in der Isabella ihre Kündigung anfechten möchte, ist ein zentraler Punkt der Episode. Schließlich erfährt sie, dass ihre Kündigung nicht rechtswirksam war und kehrt zurück zu Siemens Energy, um weiterhin für die Rechte der Beschäftigten zu kämpfen.

Schlussfolgerungen und Ausblick

Die Episode schließt mit dem Appell, sich für die Mitbestimmung einzusetzen und die Unterstützung von Gewerkschaften in Anspruch zu nehmen. Maria betont die Wichtigkeit von Solidarität und rechtlichem Schutz in der Arbeitswelt.

Von blutigen Aufständen bis Demo-Raves: Der 1. Mai als Feier- und Kampftag

27.04.2026

Ursprung und historische Wurzeln des 1. Mai

Der 1. Mai entstand aus dem globalen Kampf um den Acht-Stunden-Tag und wurde zu einem internationalen Tag des Arbeitersinns. In Chicago führten 1886 Streiks und Demonstrationen zu schweren Auseinandersetzungen, Bombenanklagen und hace Hinrichtungen, während Lucy Parsons und Albert Parsons eine zentrale Rolle in der anarchistischen Bewegung spielten. Das Ereignis weckte weltweite Aufmerksamkeit und schuf den Rahmen für den Kampftag der Arbeiterinnenbewegung.

Entwicklung in Deutschland und Konflikte um Form und Gesetzlichkeit

In Deutschland führte das politische Spannungsfeld zwischen Sozialdemokratie, Kommunistinnen und dem Staat zu unterschiedlichen Formen des Maifeierns. Die Debatte drehte sich um Demonstrationen, gesetzliche Zulässigkeit und die Gefahr politischer Verfolgung. 1890 wurde der Tag teils auf Sonn- oder Werktage verlegt, doch blieb der Charakter als Kampftag stark umkämpft und prägte später die Haltung von Gewerkschaften.

Zwischen Feiertag, Propaganda und Parteilichkeit

Im Kaiserreich, in der Weimarer Republik, den NS-Zeit und der DDR prägen unterschiedliche Regime den 1. Mai. Von zentralen Paraden über Rebellenstrukturen bis hin zur Gleichschaltung der Gewerkschaften entwickelte sich der Tag zu einem Symbol politischer Macht- und Ideologieformen. Die Gewalterfahrungen und politischen Brüche vertieften die Spaltung zwischen politischen Lagern.

Gegenwart: Diskussionen über Kampftag vs. Feiertag und persönliche Perspektiven

Noch heute gibt es Debatten darüber, ob der 1. Mai als Kampftag oder als gesetzlicher Feiertag verstanden werden sollte. Zeitgleich verbinden viele Menschen den Tag mit Ausflügen, Festen oder Aktivismus. Stimmen aus Gewerkschaften und jungen Aktiven betonen die Bedeutung von Mitbestimmung, Arbeitsbedingungen und Gleichberechtigung, während sich historische Lehren in zeitgenössische Debatten über Arbeit, Wohlstand und Gesellschaft hineinziehen.

Ursprung und historische Wurzeln des 1. Mai

Der 1. Mai entstand aus dem globalen Kampf um den Acht-Stunden-Tag und wurde zu einem internationalen Tag des Arbeitersinns. In Chicago führten 1886 Streiks und Demonstrationen zu schweren Auseinandersetzungen, Bombenanklagen und hace Hinrichtungen, während Lucy Parsons und Albert Parsons eine zentrale Rolle in der anarchistischen Bewegung spielten. Das Ereignis weckte weltweite Aufmerksamkeit und schuf den Rahmen für den Kampftag der Arbeiterinnenbewegung.

Entwicklung in Deutschland und Konflikte um Form und Gesetzlichkeit

In Deutschland führte das politische Spannungsfeld zwischen Sozialdemokratie, Kommunistinnen und dem Staat zu unterschiedlichen Formen des Maifeierns. Die Debatte drehte sich um Demonstrationen, gesetzliche Zulässigkeit und die Gefahr politischer Verfolgung. 1890 wurde der Tag teils auf Sonn- oder Werktage verlegt, doch blieb der Charakter als Kampftag stark umkämpft und prägte später die Haltung von Gewerkschaften.

Zwischen Feiertag, Propaganda und Parteilichkeit

Im Kaiserreich, in der Weimarer Republik, den NS-Zeit und der DDR prägen unterschiedliche Regime den 1. Mai. Von zentralen Paraden über Rebellenstrukturen bis hin zur Gleichschaltung der Gewerkschaften entwickelte sich der Tag zu einem Symbol politischer Macht- und Ideologieformen. Die Gewalterfahrungen und politischen Brüche vertieften die Spaltung zwischen politischen Lagern.

Gegenwart: Diskussionen über Kampftag vs. Feiertag und persönliche Perspektiven

Noch heute gibt es Debatten darüber, ob der 1. Mai als Kampftag oder als gesetzlicher Feiertag verstanden werden sollte. Zeitgleich verbinden viele Menschen den Tag mit Ausflügen, Festen oder Aktivismus. Stimmen aus Gewerkschaften und jungen Aktiven betonen die Bedeutung von Mitbestimmung, Arbeitsbedingungen und Gleichberechtigung, während sich historische Lehren in zeitgenössische Debatten über Arbeit, Wohlstand und Gesellschaft hineinziehen.