Salvete - Römische Geschichte erleben
Christoph Schoder
Beschreibung
Seit ich ein kleiner Junge war, faszinieren mich die Römer und ihre Geschichte. Seit über fünf Jahren bin ich im Römischen Freilichtmuseum Hechingen - Stein aktiv und seither hat mich das Thema immer mehr in den Bann gezogen wie bisher. Komm mit uns auf eine Reise in die antike Geschichte.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Solicinium - Die letzte Schlacht am Limes
Einführung in die Geschichte von 368 n. Chr.
Im Jahr 368 nach Christus steht das Weströmische Reich an vielen Grenzen unter Druck, besonders am Rhein. Ein alemannischer Anführer namens Rando überfällt die römische Stadt Mogontiacum (heutiges Mainz), was eine Reaktion von Kaiser Valentinian I. auslöst.
Der Vergeltungsfeldzug
Valentinian plant einen umfangreichen Vergeltungsfeldzug gegen die Alemannen, indem er seine Truppen von Gallien aus mobilisiert und Graf Sebastianus von Süden her vorrücken lässt. Die Alemannen ziehen sich auf einen befestigten Hügel zurück, den der Geschichtsschreiber Ammianus Marcellinus als Solicinium bezeichnet.
Die Schlacht und ihre Folgen
Die folgende Schlacht ist eine der blutigsten für Rom in dieser Zeit. Obwohl Valentinian gewinnt, sind die Verluste enorm. Die Schlacht markiert das Ende einer großen alemannischen Offensive über den Limes.
Die Suche nach dem Schlachtort
Bis heute ist der genaue Ort der Schlacht unbekannt, und Historiker diskutieren verschiedene mögliche Standorte. Neuere Forschungen richten das Augenmerk auf die Region um Beuren bei Hechingen, wo archäologische Hinweise auf ein mögliches Schlachtfeld gefunden wurden.
Veranstaltung im Römischen Freilichtmuseum Hechingenstein
Am 4. Juli 2026 findet im Römischen Freilichtmuseum Hechingenstein eine Veranstaltung statt, die die spätantike Geschichte lebendig werden lässt. Besucher können Militärübungen, Glaubensdarstellungen und historische Handwerke erleben, sowie selbst aktiv werden und die Geschichte hautnah erleben.

Das Brot der Römer – Was kam wirklich auf den Tisch?
Einführung in die römische Brotkultur
Brot war im Römischen Reich nicht nur ein Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Statussymbol, eine Soldatenration und ein politisches Instrument. In dieser Episode wird die Bedeutung von Brot für die römische Gesellschaft beleuchtet.
Die Rolle von Brot in der Ernährung
Für viele Römer war Brot das Hauptnahrungsmittel. Fleisch und andere Nahrungsmittel waren oft nicht verfügbar, wodurch Brot zu einem unverzichtbaren Teil der täglichen Ernährung wurde. In Städten wurde Brot oft bei Bäckern gekauft, während auf dem Land selbst gebacken wurde.
Beliebte Getreidearten der Römer
Die Römer verwendeten hauptsächlich Emmer, Einkorn und Gerste zum Brotbacken. Emmer war besonders geschätzt und lieferte ein nussiges Brot. Einkorn ist eine der ältesten Getreidearten und ergibt ein süßlicheres, dichteres Brot. Gerste galt als Nahrungsmittel für Soldaten und ärmere Bevölkerungsschichten.
Funde aus Pompeji
Der Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 n. Chr. bewahrte viele Bäckereien und Brote in Pompeji. Die erhaltenen Exemplare, bekannt als Panis Quadratus, geben Aufschluss über das Aussehen und die Form römischen Brotes.
Brot und Politik im alten Rom
Die Versorgung einer Stadt wie Rom, die zeitweise über eine Million Einwohner hatte, war eine große Herausforderung. Der Staat regulierte Getreidelieferungen aus verschiedenen Regionen, um Hunger und Unruhen zu verhindern. Brot war somit ein fundamentales Element der politischen Stabilität.
Authentisches römisches Brot backen
Für die Zubereitung eines römischen Brotes kann Emmermehl verwendet werden. Ein einfaches Rezept beinhaltet Emmermehl, Wasser, Salz und Sauerteig. Der Teig wird geformt und in Segmente eingeschnitten, um dem historischen Brot aus Pompeji zu ähneln.

Kult, Körper, Klang – das Tintinnabulum erklärt
Markus Neidhardt und seine Antikerepliken
Markus Neidhardt steht für authentische Antikerepliken, die handwerklich hochwertig sind und Geschichten erzählen. Seine Objekte kombinieren archäologische Präzision mit einem humorvollen Blick auf die Antike, was sie einzigartig macht. Neidhardt ist erneut im Römischen Freilichtmuseum Hechingenstein zu Gast und präsentiert seine außergewöhnlichen Repliken, die nicht nur als Kunstwerke, sondern auch als Stücke gelebter Geschichte betrachtet werden.
Das Tintinabulum und seine Bedeutung
Ein besonderes Stück, das Neidhardt vorstellt, ist ein Tintinabulum, ein römisches Glockenspiel, das ursprünglich als Türklocke oder Windspiel diente, um böse Geister fernzuhalten. Die Darstellung eines Gladiators als Bestiarius, der seinen Phallus als wildes Raubtier darstellt, zeigt auf humorvolle Weise die römische Sicht auf Sexualität und die Männlichkeit dieser Zeit.
Die römische Haltung zur Sexualität
Die Diskussion über die Sexualität der Römer verdeutlicht, dass das Thema in der Antike allgegenwärtig war. Phallus-Darstellungen waren Glücksbringer und Zeichen der Fruchtbarkeit. Während Männer in ihrer Sexualität freier waren, hatten Frauen deutliche Einschränkungen und unterlagen strengen gesellschaftlichen Normen.
Die Herstellung der Repliken
Neidhardt erklärt den aufwendigen Prozess der Erstellung seiner Repliken, der von der Modellierung in Wachs bis zum Gießen in Bronze reicht. Jedes Stück erfordert viel Zeit und Detailarbeit, um die archäologische Genauigkeit zu gewährleisten. Die einzigartigen Objekte sind über seinen Webshop erhältlich, wobei eine Vorlaufzeit für die Herstellung eingeplant werden muss.
Einladung zum Besuch des Museums
Der Podcast schließt mit der Einladung, das Herbst-Event "Römer im Schein der Fackeln" im Römischen Freilichtmuseum Hechingenstein zu besuchen, um die faszinierenden Stücke von Markus Neidhardt zu erleben und mehr über die Antike zu erfahren.