Zu Gast bei L.I.S.A.
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Zu Gast bei L.I.S.A.

L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung

Beschreibung

Zu Gast bei L.I.S.A. – hinter diesem Titel verbirgt sich ein Format, in dessen Rahmen Interviews mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Haus der Gerda Henkel Stiftung geführt werden. Die diskutierten Themen sind dabei so vielfältig wie die Gäste und reichen von der Archäologie, über die Geschichte bis hin zur Politikwissenschaft und dem aktuellen Tagesgeschehen.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

L.I.S.A. - Der real existierende Kapitalismus

07.09.2026

Einführung und Vorstellung des Gastes

Prof. Dr. Sven Beckert, Historiker an der Harvard University, wird im Podcast willkommen geheißen. Beckert forscht zur Geschichte des Kapitalismus im 19. Jahrhundert, insbesondere in seiner globalen Dimension.

Das Thema des Gesprächs

Im Mittelpunkt steht die Diskussion über den Kapitalismus, inklusive Mythen, die ihn umgeben. Beckert hat ein umfassendes Buch veröffentlicht, das die Geschichte des Kapitalismus über 1200 Seiten behandelt und verschiedene Perspektiven vereint.

Kapitalismus und seine Mythen

Das Gespräch untersucht zentrale Mythen über den Kapitalismus, wie die Vorstellung, dass er eine natürliche Wirtschaftsform sei und der Staat sein größter Gegenspieler. Beckert betont, dass diese Mythen historisch betrachtet werden müssen.

Einfluss historischer Denker

Beckert reflektiert über historische Einflüsse von Denkern wie Karl Polanyi und Fernand Braudel, die die grundlegenden Konzepte des Kapitalismus herausgearbeitet haben. Polanyi wird als wichtiger Einfluss auf Beckerts Denken genannt.

Die Flexibilität des Kapitalismus

Beckert argumentiert, dass der Kapitalismus flexibel ist und sich an verschiedene politische und soziale Gegebenheiten anpassen kann. Dies erklärt seine Langlebigkeit und Dynamik.

Die Rolle von Märkten und Staaten

Beckert hebt hervor, dass Märkte ohne staatliche Intervention nicht existieren können. Der Kapitalismus ist stark von staatlichen Strukturen abhängig, was oft übersehen wird.

Globale Geschichte des Kapitalismus

Die Diskussion beleuchtet, dass der Kapitalismus nicht ausschließlich europäisch ist, sondern auch in anderen Regionen, wie Asien, Wurzeln hat. Beckert beschreibt, wie sich die Logik des Kapitalismus global verbreitet hat.

Ökologische Herausforderungen des Kapitalismus

Ein zentrales Anliegen ist die ökologische Krise, die im Widerspruch zur expansiven Logik des Kapitalismus steht. Beckert diskutiert, wie diese Dynamik auf lange Sicht problematisch sein könnte.

Ausblick auf die Zukunft des Kapitalismus

Beckert äußert Skepsis gegenüber Prognosen über das Ende des Kapitalismus, betont aber, dass er sich verändern und anpassen könnte. Die Dynamik des Kapitalismus könnte ihn auch in Zukunft am Leben halten.

Einführung und Vorstellung des Gastes

Prof. Dr. Sven Beckert, Historiker an der Harvard University, wird im Podcast willkommen geheißen. Beckert forscht zur Geschichte des Kapitalismus im 19. Jahrhundert, insbesondere in seiner globalen Dimension.

Das Thema des Gesprächs

Im Mittelpunkt steht die Diskussion über den Kapitalismus, inklusive Mythen, die ihn umgeben. Beckert hat ein umfassendes Buch veröffentlicht, das die Geschichte des Kapitalismus über 1200 Seiten behandelt und verschiedene Perspektiven vereint.

Kapitalismus und seine Mythen

Das Gespräch untersucht zentrale Mythen über den Kapitalismus, wie die Vorstellung, dass er eine natürliche Wirtschaftsform sei und der Staat sein größter Gegenspieler. Beckert betont, dass diese Mythen historisch betrachtet werden müssen.

Einfluss historischer Denker

Beckert reflektiert über historische Einflüsse von Denkern wie Karl Polanyi und Fernand Braudel, die die grundlegenden Konzepte des Kapitalismus herausgearbeitet haben. Polanyi wird als wichtiger Einfluss auf Beckerts Denken genannt.

Die Flexibilität des Kapitalismus

Beckert argumentiert, dass der Kapitalismus flexibel ist und sich an verschiedene politische und soziale Gegebenheiten anpassen kann. Dies erklärt seine Langlebigkeit und Dynamik.

Die Rolle von Märkten und Staaten

Beckert hebt hervor, dass Märkte ohne staatliche Intervention nicht existieren können. Der Kapitalismus ist stark von staatlichen Strukturen abhängig, was oft übersehen wird.

Globale Geschichte des Kapitalismus

Die Diskussion beleuchtet, dass der Kapitalismus nicht ausschließlich europäisch ist, sondern auch in anderen Regionen, wie Asien, Wurzeln hat. Beckert beschreibt, wie sich die Logik des Kapitalismus global verbreitet hat.

Ökologische Herausforderungen des Kapitalismus

Ein zentrales Anliegen ist die ökologische Krise, die im Widerspruch zur expansiven Logik des Kapitalismus steht. Beckert diskutiert, wie diese Dynamik auf lange Sicht problematisch sein könnte.

Ausblick auf die Zukunft des Kapitalismus

Beckert äußert Skepsis gegenüber Prognosen über das Ende des Kapitalismus, betont aber, dass er sich verändern und anpassen könnte. Die Dynamik des Kapitalismus könnte ihn auch in Zukunft am Leben halten.

L.I.S.A. - Vom Historikertag zum Tag der Geschichts­wissen­schaft

19.07.2026

Begrüßung und Einleitung

Im Gespräch bei der Gerda Henkel Stiftung sind Dr. Marie von Lüdeburg, Prof. Dr. Antje Flüchter, Prof. Dr. Friedrich Kießling und Prof. Dr. Romilio Schmitz-Esser versammelt, um den letzten Historikertag zu reflektieren und den kommenden Tag der Geschichtswissenschaft in Heidelberg zu diskutieren. Die Umbenennung des Historikertages in Tag der Geschichtswissenschaft wird als bedeutend erachtet, um die Diversität und Inklusivität im Verband zu betonen.

Umbenennung des Historikertages

Frau Flüchter erklärt, dass die Diskussion um die Umbenennung des Historikertages lange angedauert hat, um die Geschlechtergerechtigkeit zu fördern und den Verband zu modernisieren. Der neue Titel soll die Wissenschaft in den Vordergrund stellen und ein Zeichen für Vielfalt setzen.

Rückblick auf den Historikertag in Bonn

Die Diskussion über den Historikertag in Bonn dreht sich um das Motto "Dynamiken der Macht", das sowohl politisch als auch gesellschaftlich relevant war. Die Teilnehmenden bewerten den Erfolg des Mottos und betonen die Notwendigkeit, verschiedene Facetten von Macht in der Geschichtswissenschaft zu beleuchten.

Ausblick auf den Tag der Geschichtswissenschaft in Heidelberg

In Heidelberg wird das Motto "Rückschritte, Fortschritte" vorgestellt, das die Reflexion über gesellschaftlichen, technologischen und historischen Fortschritt anregen soll. Die Diskutierenden erhoffen sich eine breite Beteiligung und einen wertvollen Austausch über verschiedene Epochen und Disziplinen hinweg.

Wünsche und Erwartungen

Die Teilnehmenden äußern den Wunsch nach einem guten Austausch zwischen verschiedenen Statusgruppen, einer positiven Außenwirkung der Geschichtswissenschaft und der Schaffung von Kommunikationsräumen. Zudem wird der Wunsch nach einer gelungenen Veranstaltung geäußert, die auch Feiern und informelle Begegnungen ermöglicht.

Begrüßung und Einleitung

Im Gespräch bei der Gerda Henkel Stiftung sind Dr. Marie von Lüdeburg, Prof. Dr. Antje Flüchter, Prof. Dr. Friedrich Kießling und Prof. Dr. Romilio Schmitz-Esser versammelt, um den letzten Historikertag zu reflektieren und den kommenden Tag der Geschichtswissenschaft in Heidelberg zu diskutieren. Die Umbenennung des Historikertages in Tag der Geschichtswissenschaft wird als bedeutend erachtet, um die Diversität und Inklusivität im Verband zu betonen.

Umbenennung des Historikertages

Frau Flüchter erklärt, dass die Diskussion um die Umbenennung des Historikertages lange angedauert hat, um die Geschlechtergerechtigkeit zu fördern und den Verband zu modernisieren. Der neue Titel soll die Wissenschaft in den Vordergrund stellen und ein Zeichen für Vielfalt setzen.

Rückblick auf den Historikertag in Bonn

Die Diskussion über den Historikertag in Bonn dreht sich um das Motto "Dynamiken der Macht", das sowohl politisch als auch gesellschaftlich relevant war. Die Teilnehmenden bewerten den Erfolg des Mottos und betonen die Notwendigkeit, verschiedene Facetten von Macht in der Geschichtswissenschaft zu beleuchten.

Ausblick auf den Tag der Geschichtswissenschaft in Heidelberg

In Heidelberg wird das Motto "Rückschritte, Fortschritte" vorgestellt, das die Reflexion über gesellschaftlichen, technologischen und historischen Fortschritt anregen soll. Die Diskutierenden erhoffen sich eine breite Beteiligung und einen wertvollen Austausch über verschiedene Epochen und Disziplinen hinweg.

Wünsche und Erwartungen

Die Teilnehmenden äußern den Wunsch nach einem guten Austausch zwischen verschiedenen Statusgruppen, einer positiven Außenwirkung der Geschichtswissenschaft und der Schaffung von Kommunikationsräumen. Zudem wird der Wunsch nach einer gelungenen Veranstaltung geäußert, die auch Feiern und informelle Begegnungen ermöglicht.

L.I.S.A. - Familie und Revolution: Wie 1848 nach Amerika kam

15.06.2026

Einführung und Vorstellung

In der Podcast-Episode begrüßt die Moderatorin Privatdozentin Dr. Sarah Panther, eine Historikerin mit Schwerpunkt auf der Geschichte des 19. Jahrhunderts. Sie diskutieren ihr Buch über die transatlantischen Lebenswege der deutschen Auswanderer, insbesondere der sogenannten 48er, die aufgrund der revolutionären Ereignisse von 1848 in die USA emigrierten.

Migration im 19. Jahrhundert

Das Gespräch beleuchtet die Migrationsbewegungen im 19. Jahrhundert, die durch soziale und wirtschaftliche Motive geprägt waren. Dr. Panther hebt hervor, dass die politische Migration eine kleinere Gruppe ausmachte und viele der 48er aus einer Vielzahl von Gründen nach Amerika flohen. Ihr Buch analysiert, wie diese Auswandererfamilien sich in den USA etablierten und welche Erfahrungen sie machten.

Revolutionäre Familien

Dr. Panther definiert revolutionäre Familien als solche, die durch die Ereignisse von 1848 miteinander verbunden sind. Das Buch untersucht die vielfältigen Rollen innerhalb dieser Familien, insbesondere die oft unterschätzte Bedeutung von Frauen, die häufig entscheidende Beiträge leisteten, während Männer in politischen Kämpfen engagiert waren.

Die Rolle der Mobilität

Ein zentrales Thema ist die Mobilität der Auswandererfamilien. Dr. Panther erläutert, dass die Migration nicht nur eine physische Bewegung war, sondern auch soziale und kulturelle Netzwerke umfasste, die neue Identitäten und Zugehörigkeiten schufen.

Einfluss auf die Gesellschaft

Die 48er hatten einen bedeutenden Einfluss auf die deutsche und amerikanische Gesellschaft. Sie trugen zur Entwicklung der deutsch-amerikanischen Kultur bei und engagierten sich im amerikanischen Bürgerkrieg. Das Gespräch thematisiert auch die Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert waren, darunter Nativismus und unterschiedliche Auffassungen von Gleichheit und Freiheit.

Intergenerationelle Perspektiven

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, wie die Erfahrungen der 48er durch nachfolgende Generationen interpretiert und weitergetragen wurden. Dr. Panther beschreibt, wie Kinder und Enkelkinder ihrer Eltern und Großeltern ein neues Narrativ entwickelten und damit die Erinnerung an die revolutionäre Vergangenheit formten.

Schlussfolgerung

Insgesamt hebt Dr. Panther hervor, dass das Verständnis von Migration und Identität nicht eindimensional ist. Die Diskussion zeigt, wie wichtig es ist, verschiedene Perspektiven und Erfahrungen zu berücksichtigen, um die Komplexität historischer Prozesse zu verstehen, und regt dazu an, Parallelen zur gegenwärtigen Migrationsdebatte zu ziehen.

Einführung und Vorstellung

In der Podcast-Episode begrüßt die Moderatorin Privatdozentin Dr. Sarah Panther, eine Historikerin mit Schwerpunkt auf der Geschichte des 19. Jahrhunderts. Sie diskutieren ihr Buch über die transatlantischen Lebenswege der deutschen Auswanderer, insbesondere der sogenannten 48er, die aufgrund der revolutionären Ereignisse von 1848 in die USA emigrierten.

Migration im 19. Jahrhundert

Das Gespräch beleuchtet die Migrationsbewegungen im 19. Jahrhundert, die durch soziale und wirtschaftliche Motive geprägt waren. Dr. Panther hebt hervor, dass die politische Migration eine kleinere Gruppe ausmachte und viele der 48er aus einer Vielzahl von Gründen nach Amerika flohen. Ihr Buch analysiert, wie diese Auswandererfamilien sich in den USA etablierten und welche Erfahrungen sie machten.

Revolutionäre Familien

Dr. Panther definiert revolutionäre Familien als solche, die durch die Ereignisse von 1848 miteinander verbunden sind. Das Buch untersucht die vielfältigen Rollen innerhalb dieser Familien, insbesondere die oft unterschätzte Bedeutung von Frauen, die häufig entscheidende Beiträge leisteten, während Männer in politischen Kämpfen engagiert waren.

Die Rolle der Mobilität

Ein zentrales Thema ist die Mobilität der Auswandererfamilien. Dr. Panther erläutert, dass die Migration nicht nur eine physische Bewegung war, sondern auch soziale und kulturelle Netzwerke umfasste, die neue Identitäten und Zugehörigkeiten schufen.

Einfluss auf die Gesellschaft

Die 48er hatten einen bedeutenden Einfluss auf die deutsche und amerikanische Gesellschaft. Sie trugen zur Entwicklung der deutsch-amerikanischen Kultur bei und engagierten sich im amerikanischen Bürgerkrieg. Das Gespräch thematisiert auch die Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert waren, darunter Nativismus und unterschiedliche Auffassungen von Gleichheit und Freiheit.

Intergenerationelle Perspektiven

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, wie die Erfahrungen der 48er durch nachfolgende Generationen interpretiert und weitergetragen wurden. Dr. Panther beschreibt, wie Kinder und Enkelkinder ihrer Eltern und Großeltern ein neues Narrativ entwickelten und damit die Erinnerung an die revolutionäre Vergangenheit formten.

Schlussfolgerung

Insgesamt hebt Dr. Panther hervor, dass das Verständnis von Migration und Identität nicht eindimensional ist. Die Diskussion zeigt, wie wichtig es ist, verschiedene Perspektiven und Erfahrungen zu berücksichtigen, um die Komplexität historischer Prozesse zu verstehen, und regt dazu an, Parallelen zur gegenwärtigen Migrationsdebatte zu ziehen.