Die Psychologinnen: Was ist los im Kopf?
Podcast
de-de

Die Psychologinnen: Was ist los im Kopf?

Julia Pouly und Katja Tressel

Beschreibung

Wir erklären wissenschaftliche Erkenntnisse, Theorien und Modelle der menschlichen Psyche. Und was diese für unser tägliches Leben und Miteinander bedeuten. Dadurch helfen wir euch, eure Gedanken, Gefühle und euer Verhalten besser zu verstehen und bei Bedarf Einfluss zu nehmen.Wir zeigen auf, dass psychologische Theorien und Erkenntnisse nicht nur theoretisches Wissen, sondern konkrete Werkzeuge für den Alltag sind. Denn wir sind überzeugt: Selbstverständnis ist der Schlüssel zur Selbstwirksamkeit. Indem wir begreifen, warum wir denken, wie wir denken, schaffen wir nicht nur eine freundliche Beziehung zu uns selbst, sondern öffnen auch liebevoll die Türen für positive Veränderungen in unserem Leben.Präsentiert von Julia Pouly und Katja Tressel.

Podmon Kategorien

Darüber wird in diesem Podcast anteilig gesprochen.
Anzahl Kategorien

Upgrade dein Konto, um kontextuelle Kategorien zu sehen!

Chartplatzierungen

Aktuelle Platzierungen in den öffentlichen Podcast-Charts und in unseren eigenen Kategorien.

Apple Podcasts

PODMON Kategorien

Top werbetreibende Marken in diesem Podcast (90d)

Upgrade dein Konto, um die Top werbetreibenden Marken zu sehen!

Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Psychologische Fallstricke der Elternschaft (3/3): Rollenerwartungen, Identität und die Frage: Muss jede Frau Mutter werden?

02.10.2026
Muss jede Frau Mutter werden? Und was, wenn sich der Wunsch nicht erfüllt?Im Finale ihrer Miniserie zur Elternschaft sprechen Julia Pouly und Katja Tressel über Rollenerwartungen an Mütter, das romantische Bild von Mutterschaft und die Realität dahinter. Und darüber, warum (un)gewollte Kinderlosigkeit gesellschaftlich noch immer zu wenig Raum bekommt.Katja teilt dabei offen ihre eigene Geschichte von unerfülltem Kinderwunsch und wie sie für sich einen guten, aber nicht endgültig abgeschlossenen Umgang damit gefunden hat. Am Ende geht es um das, was die ganze Serie trägt: Mitgefühl für jeden Lebensweg, mit oder ohne Kinder.Hinweis: Diese Folge spricht offen über unerfüllten Kinderwunsch und Fehlgeburt. Passt auf euch auf, wenn dies aktuell ein sensibles Thema für euch ist.Themen in dieser Folge:Begrüßung & Content-HinweisGesellschaftliche Erwartungen an Mütter und Druck bei KinderlosigkeitDas romantische Bild von Mutterschaft vs. die RealitätWarum der Kinderwunsch unserem Kontrollgefühl widersprichtUnerfüllter Kinderwunsch, Kinderwunschbehandlung, FehlgeburtUneindeutiger Verlust – Trauer ohne gesellschaftliches RitualKatjas eigene GeschichteDesillusionierung nach erfülltem KinderwunschDoppelmoral bei Care-ArbeitMutterrolle auch ohne eigene KinderAmbivalenz als Kompass für eigene BedürfnisseWarum „die perfekte Mutter" niemandem hilftGeschwister als Bindungsthema (kurzer Nachtrag)SerienfazitAusblick auf die nächste SerieQuellen-Fußnoten:Boss, P. (1999). Ambiguous Loss: Learning to Live with Unresolved Grief. Harvard University Press.Rotter, J. B. (1966). Generalized Expectancies for Internal versus External Control of Reinforcement. Psychological Monographs, 80(1), 1–28.Korrektur: der isländische Frauenstreik war nicht „80er Jahre", sondern der 24.10.1975 (Kvennafrídagurinn).Ignatius von Loyola (Examen/Gebet der liebenden Aufmerksamkeit), ergänzt um Wells, A. (2009). Metacognitive Therapy for Anxiety and Depression. Guilford Press, als klinischer Anknüpfungspunkt.Mehr Infos auf http://die-psychologinnen.de/ Hosts: Julia Pouly https://www.juliapouly.com und Katja Tressel   Musik von ComaStudioCoverphoto von Julia Pouly @lens_ofthemind Schreibt uns gerne eine Nachricht.

Muss jede Frau Mutter werden? Und was, wenn sich der Wunsch nicht erfüllt?

Im Finale ihrer Miniserie zur Elternschaft sprechen Julia Pouly und Katja Tressel über Rollenerwartungen an Mütter, das romantische Bild von Mutterschaft und die Realität dahinter. Und darüber, warum (un)gewollte Kinderlosigkeit gesellschaftlich noch immer zu wenig Raum bekommt.

Katja teilt dabei offen ihre eigene Geschichte von unerfülltem Kinderwunsch und wie sie für sich einen guten, aber nicht endgültig abgeschlossenen Umgang damit gefunden hat. Am Ende geht es um das, was die ganze Serie trägt: Mitgefühl für jeden Lebensweg, mit oder ohne Kinder.

Hinweis: Diese Folge spricht offen über unerfüllten Kinderwunsch und Fehlgeburt. Passt auf euch auf, wenn dies aktuell ein sensibles Thema für euch ist.

Themen in dieser Folge:

  1. Begrüßung & Content-Hinweis
  2. Gesellschaftliche Erwartungen an Mütter und Druck bei Kinderlosigkeit
  3. Das romantische Bild von Mutterschaft vs. die Realität
  4. Warum der Kinderwunsch unserem Kontrollgefühl widerspricht
  5. Unerfüllter Kinderwunsch, Kinderwunschbehandlung, Fehlgeburt
  6. Uneindeutiger Verlust – Trauer ohne gesellschaftliches Ritual
  7. Katjas eigene Geschichte
  8. Desillusionierung nach erfülltem Kinderwunsch
  9. Doppelmoral bei Care-Arbeit
  10. Mutterrolle auch ohne eigene Kinder
  11. Ambivalenz als Kompass für eigene Bedürfnisse
  12. Warum „die perfekte Mutter" niemandem hilft
  13. Geschwister als Bindungsthema (kurzer Nachtrag)
  14. Serienfazit
  15. Ausblick auf die nächste Serie

Quellen-Fußnoten:

  1. Boss, P. (1999). Ambiguous Loss: Learning to Live with Unresolved Grief. Harvard University Press.
  2. Rotter, J. B. (1966). Generalized Expectancies for Internal versus External Control of Reinforcement. Psychological Monographs, 80(1), 1–28.
  3. Korrektur: der isländische Frauenstreik war nicht „80er Jahre", sondern der 24.10.1975 (Kvennafrídagurinn).
  4. Ignatius von Loyola (Examen/Gebet der liebenden Aufmerksamkeit), ergänzt um Wells, A. (2009). Metacognitive Therapy for Anxiety and Depression. Guilford Press, als klinischer Anknüpfungspunkt.

Mehr Infos auf http://die-psychologinnen.de/
Hosts: Julia Pouly https://www.juliapouly.com und Katja Tressel
 
Musik von ComaStudio

Coverphoto von Julia Pouly @lens_ofthemind 

Schreibt uns gerne eine Nachricht.

Psychologische Fallstricke der Elternschaft (2/3): Mental Load - Die unsichtbare Arbeit hinter einer funktionierenden Familie

11.09.2026
Warum sind gerade Mütter oft chronisch am Limit ihrer Kapazitäten? Julia Pouly und Katja Tressel schauen in Teil 2 ihrer Miniserie zur Elternschaft auf den Stress im Familienalltag: warum unser System evolutionsbiologisch eigentlich für ein ganzes Dorf gemacht ist und was passiert, wenn Anforderungen und Ressourcen nicht mehr zusammenpassen.Von dort aus geht es tief in die Mental Load, warum „ich helfe doch" nicht reicht und was echte Verantwortungsübernahme von reiner Unterstützung unterscheidet. Am Ende geht es ganz praktisch darum, wie Familien Verantwortung neu verteilen können, ohne dass jemand daran zerbricht.Themen in dieser Folge:Das klassische Stressmodell: wenn Anforderungen die Ressourcen übersteigenWarum wir eigentlich für ein Dorf gemacht sindLogistik-Stress: Hobbys, Förderung und die Sunk-Cost-FalleAutonomie und Macht: warum „Nein" so viel Konflikt auslöstMental Load: Helfen vs. Verantwortung übernehmenDie unsichtbare Vorausschau-Arbeit – das Einkaufslisten-BeispielWarum die Asymmetrie oft schon beim Neugeborenen beginntStrukturelle Ressourcen vs. wachsende AnforderungenCommunity, Netzwerke und Verantwortung an Kinder abgebenSelbstfürsorge sorgt für die FamilieWarum Unordnung bei Frauen strenger bewertet wirdAbschluss & Ausblick auf Folge 3Mehr Infos auf http://die-psychologinnen.de/ Hosts: Julia Pouly https://www.juliapouly.com und Katja Tressel   Musik von ComaStudioCoverphoto von Julia Pouly @lens_ofthemind Quellen & weiterführende Forschung[1] Demerouti, E., Bakker, A. B., Nachreiner, F., & Schaufeli, W. B. (2001). The Job Demands-Resources Model of Burnout. Journal of Applied Psychology, 86(3), 499–512. — Grundlage für das im Gespräch beschriebene Stressmodell (Anforderungen vs. Ressourcen).[2] Daminger, A. (2019). The Cognitive Dimension of Household Labor. American Sociological Review, 84(4), 609–633. — Grundlage für das Konzept der unsichtbaren Vorausschau-Arbeit (Mental Load).[3] Thébaud, S., Kornrich, S., & Ruppanner, L. (2021). Good Housekeeping, Great Expectations: Gender and Housework Norms. Sociological Methods & Research, 50(3), 1186–1214. — Frauen werden für denselben Grad an Unordnung strenger bewertet als Männer.[4] Korrektur: Die im Gespräch als „Harvard-Studie" bezeichnete Untersuchung zu Kindern und Haushaltsaufgaben ist tatsächlich: Rossmann, M. (2002). Involving Children in Household Tasks: Is It Worth the Effort? University of Minnesota. Wir korrigieren das hiermit gerne – die weitverbreitete Harvard-Zuschreibung geht vermutlich auf eine 2016 populäre TED-Talk-Referenz zurück, die zwei unterschiedliche Studien vermischt hat. Rossmanns Untersuchung ist ein unveröffentlichter Forschungsbericht der University of Minnesota mit vergleichsweise kleiner Stichprobe (N = 84 junge Erwachsene), keine große peer-reviewte Zeitschriftenstudie. Die Kernaussage, früh übernommene Haushaltsverantwortung korreliert mit späterem Erfolg, gilt trotzdem als plausibel und wird in der Forschung häufig referenziert;[5] Der Vergleich Kleinfamilie vs. Dorfgemeinschaft ist eine allgemeine evolutionsbiologische Beobachtung, keine im Gespräch zitierte Einzelstudie. Wer tiefer einsteigen möchte: Sarah Hrdys Forschung zu kooperativer Kinderaufzucht („Allomothering"), u. a. in Mothers and Others (2009).Schreibt uns gerne eine Nachricht.

Warum sind gerade Mütter oft chronisch am Limit ihrer Kapazitäten? Julia Pouly und Katja Tressel schauen in Teil 2 ihrer Miniserie zur Elternschaft auf den Stress im Familienalltag: warum unser System evolutionsbiologisch eigentlich für ein ganzes Dorf gemacht ist und was passiert, wenn Anforderungen und Ressourcen nicht mehr zusammenpassen.

Von dort aus geht es tief in die Mental Load, warum „ich helfe doch" nicht reicht und was echte Verantwortungsübernahme von reiner Unterstützung unterscheidet. Am Ende geht es ganz praktisch darum, wie Familien Verantwortung neu verteilen können, ohne dass jemand daran zerbricht.

Themen in dieser Folge:

  1. Das klassische Stressmodell: wenn Anforderungen die Ressourcen übersteigen
  2. Warum wir eigentlich für ein Dorf gemacht sind
  3. Logistik-Stress: Hobbys, Förderung und die Sunk-Cost-Falle
  4. Autonomie und Macht: warum „Nein" so viel Konflikt auslöst
  5. Mental Load: Helfen vs. Verantwortung übernehmen
  6. Die unsichtbare Vorausschau-Arbeit – das Einkaufslisten-Beispiel
  7. Warum die Asymmetrie oft schon beim Neugeborenen beginnt
  8. Strukturelle Ressourcen vs. wachsende Anforderungen
  9. Community, Netzwerke und Verantwortung an Kinder abgeben
  10. Selbstfürsorge sorgt für die Familie
  11. Warum Unordnung bei Frauen strenger bewertet wird
  12. Abschluss & Ausblick auf Folge 3

Mehr Infos auf http://die-psychologinnen.de/
Hosts: Julia Pouly https://www.juliapouly.com und Katja Tressel
 
Musik von ComaStudio

Coverphoto von Julia Pouly @lens_ofthemind 

Quellen & weiterführende Forschung

[1] Demerouti, E., Bakker, A. B., Nachreiner, F., & Schaufeli, W. B. (2001). The Job Demands-Resources Model of Burnout. Journal of Applied Psychology, 86(3), 499–512. — Grundlage für das im Gespräch beschriebene Stressmodell (Anforderungen vs. Ressourcen).

[2] Daminger, A. (2019). The Cognitive Dimension of Household Labor. American Sociological Review, 84(4), 609–633. — Grundlage für das Konzept der unsichtbaren Vorausschau-Arbeit (Mental Load).

[3] Thébaud, S., Kornrich, S., & Ruppanner, L. (2021). Good Housekeeping, Great Expectations: Gender and Housework Norms. Sociological Methods & Research, 50(3), 1186–1214. — Frauen werden für denselben Grad an Unordnung strenger bewertet als Männer.

[4] Korrektur: Die im Gespräch als „Harvard-Studie" bezeichnete Untersuchung zu Kindern und Haushaltsaufgaben ist tatsächlich: Rossmann, M. (2002). Involving Children in Household Tasks: Is It Worth the Effort? University of Minnesota. Wir korrigieren das hiermit gerne – die weitverbreitete Harvard-Zuschreibung geht vermutlich auf eine 2016 populäre TED-Talk-Referenz zurück, die zwei unterschiedliche Studien vermischt hat. Rossmanns Untersuchung ist ein unveröffentlichter Forschungsbericht der University of Minnesota mit vergleichsweise kleiner Stichprobe (N = 84 junge Erwachsene), keine große peer-reviewte Zeitschriftenstudie. Die Kernaussage, früh übernommene Haushaltsverantwortung korreliert mit späterem Erfolg, gilt trotzdem als plausibel und wird in der Forschung häufig referenziert;

[5] Der Vergleich Kleinfamilie vs. Dorfgemeinschaft ist eine allgemeine evolutionsbiologische Beobachtung, keine im Gespräch zitierte Einzelstudie. Wer tiefer einsteigen möchte: Sarah Hrdys Forschung zu kooperativer Kinderaufzucht („Allomothering"), u. a. in Mothers and Others (2009).


Schreibt uns gerne eine Nachricht.

Psychologische Fallstricke der Elternschaft (1/3): Was Erziehung und Führung gemeinsam haben

05.09.2026
Das schwierigste an Elternschaft? Ständig ändert sich alles. Kaum hat man passende Strategien gefunden, braucht das Kind etwas andres. Die Psychologinnen Julia Pouly und Katja Tressel starten ihre neue Miniserie über psychologische Fallstricke der Elternschaft. Es geht um den Unterschied zwischen Bedürfnis und Wunsch, ums Grenzensetzen als Beziehungsarbeit, und um überraschende Parallelen zwischen Kindererziehung und Mitarbeitendenführung. Außerdem: warum viele Erziehungsprobleme kein persönliches Versagen, sondern ein strukturelles Problem sind.Themenübersicht - Baby-Logik: das Ziel ist es, alle Bedürfnisse zu erfüllen- Vom ersten zum zweiten Kind: mehr Demut, weniger Urteil- Bedürfnis vs. Wunsch: warum Kleinkinder eine neue Strategie brauchen- Erziehung trifft Führung: die Reifegrad-Parallele- Strukturelles Mismatch statt Mutterversagen- Verantwortung abgeben: wie viel Gerüst braucht ein Kind? (Spoiler: das ändert sich ständig)- Mental Load und Fairness: die Brotdosen-Geschichte– Familie als Stresstest: Schwachstellen als ChanceMehr Infos auf http://die-psychologinnen.de/ Hosts: Julia Pouly https://www.juliapouly.com und Katja Tressel   Musik von ComaStudioCoverphoto von Julia Pouly @lens_ofthemind Schreibt uns gerne eine Nachricht.

Das schwierigste an Elternschaft? Ständig ändert sich alles. Kaum hat man passende Strategien gefunden, braucht das Kind etwas andres. Die Psychologinnen Julia Pouly und Katja Tressel starten ihre neue Miniserie über psychologische Fallstricke der Elternschaft. Es geht um den Unterschied zwischen Bedürfnis und Wunsch, ums Grenzensetzen als Beziehungsarbeit, und um überraschende Parallelen zwischen Kindererziehung und Mitarbeitendenführung.

 Außerdem: warum viele Erziehungsprobleme kein persönliches Versagen, sondern ein strukturelles Problem sind.

Themenübersicht 
- Baby-Logik: das Ziel ist es, alle Bedürfnisse zu erfüllen
- Vom ersten zum zweiten Kind: mehr Demut, weniger Urteil
- Bedürfnis vs. Wunsch: warum Kleinkinder eine neue Strategie brauchen
- Erziehung trifft Führung: die Reifegrad-Parallele
- Strukturelles Mismatch statt Mutterversagen
- Verantwortung abgeben: wie viel Gerüst braucht ein Kind? (Spoiler: das ändert sich ständig)
- Mental Load und Fairness: die Brotdosen-Geschichte
– Familie als Stresstest: Schwachstellen als Chance

Mehr Infos auf http://die-psychologinnen.de/
Hosts: Julia Pouly https://www.juliapouly.com und Katja Tressel
 
Musik von ComaStudio

Coverphoto von Julia Pouly @lens_ofthemind 

Schreibt uns gerne eine Nachricht.