
WATTgoesON by VERBUND
VERBUND
Beschreibung
WATTgoesON liefert Ihnen die Antworten, Tipps und Denkanstöße sowie Best Practice Beispiele. Im Fokus stehen dabei praxisorientierte Takeaways, direkt von den umsetzenden Managern und Unternehmer:innen.
Moderation: Kathrin Hanzl
Nähere Informationen zur Offenlegung/Impressum des Medieninhabers VERBUND Energy4Business GmbH finden Sie unter verbund.com/impressum.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Wenn Eis und Energie zusammenschmelzen: Wie ein Familienbetrieb Versorgungssicherheit selbst schafft
Energiebedarf und Unternehmensentwicklung
Der Podcast behandelt die Herausforderungen eines regionalen Familienbetriebs, der Eiskreisler, bei der selbstständigen Energieerzeugung. Georg Blochberger, der das Unternehmen leitet, beschreibt, wie sich der Energiebedarf im Zuge des Wachstums von einer traditionellen Landwirtschaft zu einem energieintensiven Produktions- und Erlebnisstandort verändert hat.
Strategische Energieplanung
Die Diskussion hebt hervor, dass eine strategische Planung des Energiebedarfs notwendig wurde, insbesondere in den letzten Jahren durch die Energiekrise. Der Eiskreisler hat begonnen, Photovoltaikanlagen zu installieren und nutzt Parkplatzflächen zur Stromerzeugung, um den eigenen Energiebedarf zu decken.
Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft
Georg betont die Bedeutung von Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft für das Unternehmen. Abfälle werden minimiert und die gesamte Produktionskette vom Futteranbau bis zur Eisproduktion wird als geschlossener Kreislauf betrachtet.
Mobilität und Elektromobilität
Das Unternehmen hat in E-Ladestationen investiert und plant, den Fuhrpark auf Elektromobilität umzustellen. Georg beschreibt das wachsende Interesse der Besucher an E-Autos und die Notwendigkeit, effizientere Routen zu planen, um die Umweltbelastung zu reduzieren.
Fazit und Ausblick
Der Podcast schließt mit der Aufforderung, die Energiewende aktiv zu gestalten. Georg sieht es als wichtig an, dass auch kleinere Unternehmen Verantwortung übernehmen und innovative Wege finden, um ihre Mobilitäts- und Energieziele zu erreichen.

Das Elektroauto kann mehr - Vehicle-to-Grid einfach erklärt
Einführung in Vehicle-to-Grid (V2G)
Die Energiewende erfordert Veränderungen in der Mobilität und im Energiesystem. Vehicle-to-Grid (V2G) ermöglicht es Elektrofahrzeugen, nicht nur Strom zu konsumieren, sondern auch ins Netz zurückzuspeisen, wodurch sie als mobile Stromspeicher fungieren.
Technische Grundlagen von V2G
V2G umfasst bidirektionales Laden, das bedeutet, dass Elektrofahrzeuge sowohl geladen als auch entladen werden können. Diese Technologie kann in verschiedenen Anwendungen genutzt werden, wie Vehicle-to-Home oder Vehicle-to-Building, wobei die Rückspeisung ins öffentliche Netz als Vehicle-to-Grid klassifiziert wird.
Potenzial und Herausforderungen in Österreich
In Österreich könnte der Elektroautomarkt als mobiler Stromspeicher genutzt werden. Mit nur 5% Elektrofahrzeugen könnte theoretisch die Hälfte aller Pumpspeicherkraftwerke durch Elektroautos ersetzt werden. Die Technologie ist vorhanden, jedoch sind noch Herausforderungen in der Interoperabilität und Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladestation zu bewältigen.
Wirtschaftliche Anreize und Vorteile
V2G könnte nicht nur zur Stabilität des Energiesystems beitragen, sondern für Fahrzeugbesitzer auch zu einer Einnahmequelle werden. Modelle aus Europa zeigen, dass Nutzer durch V2G Geld verdienen können, was die Akzeptanz steigern könnte.
Regulatorische Rahmenbedingungen
Aktuelle regulatorische Hürden, wie Netzentgelte, erschweren die wirtschaftliche Rentabilität von V2G. Es bedarf Anpassungen, um Anreize für die Nutzung von Elektrofahrzeugen als flexible Stromspeicher zu schaffen.
Die Rolle der V2G Alliance Austria
Die V2G Alliance Austria, gegründet von Kurt Levenhatzberger und seinem Kollegen, fördert die Koordination und Unterstützung der V2G-Technologie in Österreich, um deren Marktreife voranzutreiben.
Zukunftsausblick
In einer idealen Zukunft wird V2G alltagsintegral und nicht mehr im Fokus stehen, sondern als Teil eines funktionierenden Energiesystems. Nutzer werden von günstigen Energiepreisen und Erlösen durch V2G profitieren, ohne sich mit den technischen Details auseinanderzusetzen.

Strom, Sicherheit, Strategie: Wie der Flughafen Wien sein Energiesystem neu denkt
Flughafen Wien als eigene Stadt mit Energiebedarf
Der Flughafen wird als 24/7-Betrieb mit hohen Ansprüchen an Versorgungssicherheit und Effizienz beschrieben. Von Beginn an standen Kostenminimierung und Nachhaltigkeit im Fokus, wobei der Energieverbrauch an Kühlung, Heizung, Vorfeldversorgung und IT-Systemen eine zentrale Rolle spielt. In den Jahren konnte der CO2-Ausstoß deutlich reduziert werden, und der Standort wird als Infrastruktur mit ähnlichem Energiebedarf wie eine mittelgroße Stadt dargestellt.
Strategische Verankerung von Energie und Eigenstrom
Eine zentrale Entwicklung war die Verankerung von Energie als strategische Größe, verbunden mit Investitionen in Großprojekte wie Photovoltaik neben der Hauptpiste. Durch wirtschaftliche Planung und ökologische Zielsetzung wird das Unternehmen zunehmend CO2-neutral, nutzt Fernwärme größtenteils CO2-neutral und setzt auf Eigenstrom, um Kosten zu senken und Stromversorgungsrisiken zu reduzieren.
Technische Redundanz, intelligentes Energiemanagement und Digitalisierung
Redundante Systeme, Notstromversorgung und Pläne zur Notfallbewältigung sichern den Betrieb. Gleichzeitig wird durch intelligentes Management und digitale Zwillinge der Energieverbrauch optimiert, Gebäude energetisch optimiert und Speicheroptionen erforscht, um Lastspitzen zu glätten und den Eigenverbrauch zu erhöhen. Langfristig zielt man auf noch bessere Effizienz und bessere Datengrundlagen ab.
Dekarbonisierung der Luftfahrt und Ausblick
Für die Branche bleibt SAF der pragmatische Weg zur CO2-Neutralität, während Wasserstoffflugzeuge vorerst weniger relevant erscheinen. Die Elektrifizierung des Vorfelds, weitere Speichermodelle und kleine Windprojekte könnten die Bilanz weiter verbessern. Langfristig soll eine Balance aus wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, Sicherheit und emissionsarmer Mobilität erreicht werden.