
Vielfalt in Brandenburg
Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg für Ökologie, Demokratie und Soziales e.V.
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Tamko Hägler - Queer und sorbisch in Cottbus
Einführung in Tamko Hägler
Tamko Hägler, eine 22-jährige nicht-binäre Person aus Cottbus, setzt sich für queere und sorbische Sichtbarkeit ein. Sie begeistert sich für sorbische Lieder und folkloristische Tänze, was eine interessante Verbindung von Tradition und queerer Identität darstellt.
Der Begegnungsraum Im Rosa
Tamko trifft sich im Begegnungsraum Im Rosa, einem Ort für alternative Kultur in Cottbus. Hier wird ein queeres, sorbisch-wendisches Kulturkollektiv namens Vakuum aktiv, das Projekte wie die queere Vogelhochzeit organisiert. Diese Veranstaltung bringt verschiedene Generationen und Gemeinschaften zusammen.
Die queere Vogelhochzeit
Die Vogelhochzeit, ein sorbischer Brauch, wurde in einer queeren Version neu interpretiert, indem Tamko als Eule auftrat, die gleichgeschlechtliche Paare verheiratete. Diese Veranstaltung war ein Erfolg und förderte den Austausch zwischen älteren sorbischen und jüngeren queeren Menschen.
Rechtsextreme Bedrohungen
Trotz des Erfolgs sieht sich die queere Community in Cottbus mit einer Zunahme von rechtsextremen Angriffen konfrontiert. Tamko berichtet von eigenen Erfahrungen mit Bedrohungen und der allgemeinen Unsicherheit, die queere Menschen in der Region empfinden.
Engagement für die sorbische Sprache
Tamko engagiert sich zudem für die Wiederbelebung der sorbischen Sprache durch Programme wie SORJA. Sie ist stolz darauf, im Rundfunk Berlin-Brandenburg zu arbeiten und setzt sich für die Sichtbarkeit der sorbischen Kultur ein, auch in ihrer Alltagskleidung.
Tradition und Vielfalt
Tamko kämpft gegen die Instrumentalisierung sorbischer Traditionen durch den Tourismus und den Einfluss der neuen Rechten. Sie betont die Wichtigkeit der Diversität und der Gemeinschaft in der sorbischen Kultur und lebt diese Identität aktiv aus, trotz der Herausforderungen, die damit verbunden sind.

Beikraut, Belugalinsen und Geduld: Bernard Albers' Hof Weg zum Biolandbau
Einführung in die Vielfalt der Landwirtschaft
Franziska Walser und ihr Team stellen im Podcast "Vielfalt in Brandenburg" Menschen und Projekte vor, die sich für mehr Vielfalt in Brandenburg einsetzen. In dieser Episode wird Bernhard Albers vorgestellt, der seinen Hof auf ökologische Landwirtschaft umstellt und Hülsenfrüchte anbaut.
Umstellung auf ökologische Landwirtschaft
Bernhard Albers, der seinen Hof in Zichin bewirtschaftet, hat vor fünf Jahren begonnen, auf biologische Anbaumethoden umzustellen. Er erklärt, dass die Entscheidung auch durch klimatische Veränderungen motiviert wurde, die das konventionelle Landwirtschaftsmodell unrentabel machen.
Technik und Methoden im Anbau
Albers bewirtschaftet etwa 800 Hektar Land und nutzt moderne Technik wie GPS-gesteuerte Maschinen, um präzise zu arbeiten. Er betont die Herausforderungen, die mit dem Anbau von Hülsenfrüchten verbunden sind, insbesondere in Bezug auf Unkrautmanagement ohne chemische Mittel.
Vorteile von Hülsenfrüchten
Hülsenfrüchte wie Linsen und Kichererbsen bieten ökologische und ökonomische Vorteile. Sie benötigen weniger Wasser und sind anpassungsfähig an wechselnde Klimabedingungen. Albers hat sich auf den Anbau von Beluga-Linsen spezialisiert, die sich gut vermarkten lassen.
Herausforderungen und zukünftige Pläne
Albers spricht über die Risiken und Möglichkeiten in der Landwirtschaft. Er plant, sein Angebot zu erweitern, einschließlich des Anbaus von Erdbeeren zur Selbsternte, um dem lokalen Interesse gerecht zu werden. Gleichzeitig beobachtet er die Marktbedingungen und passt seine Kulturen an.
Der Einfluss des Klimawandels
Der Klimawandel hat die Bedingungen für Landwirte erheblich verändert, was Albers dazu bringt, nachhaltige Praktiken zu fördern. Er fordert politische Unterstützung für den ökologischen Landbau, um Anreize für Landwirte zu schaffen, die auf nachhaltige Methoden umsteigen möchten.

Herzberg - Warum eine Kleinstadt in der Lausitz eine Energiegenossenschaft gründet
Frustration über externe Investoren
Die Bürger in der Region fühlen sich frustriert, wenn externe Investoren Flächen belegen und Gewinne erzielen, während die lokale Akzeptanz für erneuerbare Energien leidet. Um diese Akzeptanz zu erhöhen, wird die Beteiligung der Anwohner an den Gewinnen von Energieprojekten vorgeschlagen.
Gründung der Energiegenossenschaft in Herzberg
In der Kleinstadt Herzberg wird eine Energiegenossenschaft gegründet, um Bürger aktiv an der Produktion und Nutzung erneuerbarer Energien zu beteiligen. Jessica Heide und René Kiepisch, beide von der Stadtverwaltung, erläutern die Hintergründe und Motivationen für die Gründung. Die erste Gründungsversammlung hatte eine hohe Beteiligung von über 120 Bürgern.
Die Vision der Genossenschaft
Die Genossenschaft zielt darauf ab, den Bürgern eine Plattform zu bieten, um lokale Energieprojekte zu realisieren und die Akzeptanz für erneuerbare Energien zu steigern. Dabei stehen vor allem kleinere PV-Anlagen im Fokus, um Risiken zu minimieren und den Bürgern eine Rendite zu bieten.
Finanzierung und Beteiligung
Die Genossenschaft finanziert sich über Anteile, die von Bürgern erworben werden können. Der Einstieg ist mit einem Anteil von 500 Euro möglich. Die Mitglieder haben Mitspracherecht und können Ideen einbringen, um Projekte in der Region zu entwickeln.
Herausforderungen und Ausblick
Die Gründung der Energiegenossenschaft erfordert umfangreiche Prüfungen und Dokumentationen, was den Prozess verlängert hat. Die Verantwortlichen sind jedoch optimistisch und sehen Potential für zukünftige Energieprojekte, die auch langfristig zur Unabhängigkeit der Region beitragen könnten.