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Robert K. Merton Zentrum für Wissenschaftsforschung

Beschreibung

Der Podcast des Robert K. Merton Zentrums für Wissenschaftsforschung

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Claudia Göbel: A fresh look at science-public relations, their problems, and digital transformations

24.06.2026

Einführung in den Masterstudiengang Wissenschaftsforschung

Der Masterstudiengang Wissenschaftsforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin bietet eine Gelegenheit für Interessierte an empirischer Forschung und Reflexion über Wissenschaft. Die Bewerbungsfrist endet am 31.08.

Claudia Göbel und ihre Forschung

Claudia Göbel, Postdoc am Institut für Soziologie der Johannes Gutenberg Universität Mainz, beschäftigt sich mit den Beziehungen zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit, insbesondere im Kontext digitaler Mediatization. Sie hat einen interdisziplinären Hintergrund in Wissenschaftsgeschichte, -philosophie und -soziologie.

Transformation der Wissenschaftskommunikation

Göbel thematisiert die Herausforderungen und digitalen Transformationen in der Wissenschaftskommunikation. Sie hebt die zunehmende Nutzung von KI in der wissenschaftlichen Publikation und den Forschungsprozessen hervor, sowie die Bedeutung von Open Access und der Rolle von nicht-professionellen Wissenschaftlern.

Beteiligung der Öffentlichkeit an der Wissenschaft

Es wird erörtert, wie sich die Landschaft der öffentlichen Beteiligung an der Wissenschaft verändert hat, mit einem Fokus auf die Einbindung von Laien und Amateuren. Göbel diskutiert sowohl positive als auch negative Aspekte dieser Entwicklungen, einschließlich der Skepsis gegenüber der Wissenschaft, die durch Desinformation und soziale Medien verstärkt wird.

Öffentliche Involvierung als analytisches Konzept

Göbel schlägt einen alternativen analytischen Rahmen vor, der sich auf das Konzept der Inklusion stützt, um die dynamischen Beziehungen zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit zu verstehen. Dies umfasst die Unterscheidung zwischen primären und sekundären Inklusionsrollen und die Rolle von digitaler Mitgestaltung in der Wissenschaft.

Schlussfolgerungen und Ausblick auf zukünftige Forschung

Die Forschung legt nahe, dass öffentliche Beteiligung nicht nur eine Erweiterung der Teilhabe darstellt, sondern auch neue Formen der Inklusion und Herausforderungen in der Wissenschaftsorganisation mit sich bringt. Zukünftige Studien sollten sich auf die Dynamiken zwischen professionellen und nicht-professionellen Beiträgen konzentrieren und deren soziale Epistemologie weiter untersuchen.

Einführung in den Masterstudiengang Wissenschaftsforschung

Der Masterstudiengang Wissenschaftsforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin bietet eine Gelegenheit für Interessierte an empirischer Forschung und Reflexion über Wissenschaft. Die Bewerbungsfrist endet am 31.08.

Claudia Göbel und ihre Forschung

Claudia Göbel, Postdoc am Institut für Soziologie der Johannes Gutenberg Universität Mainz, beschäftigt sich mit den Beziehungen zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit, insbesondere im Kontext digitaler Mediatization. Sie hat einen interdisziplinären Hintergrund in Wissenschaftsgeschichte, -philosophie und -soziologie.

Transformation der Wissenschaftskommunikation

Göbel thematisiert die Herausforderungen und digitalen Transformationen in der Wissenschaftskommunikation. Sie hebt die zunehmende Nutzung von KI in der wissenschaftlichen Publikation und den Forschungsprozessen hervor, sowie die Bedeutung von Open Access und der Rolle von nicht-professionellen Wissenschaftlern.

Beteiligung der Öffentlichkeit an der Wissenschaft

Es wird erörtert, wie sich die Landschaft der öffentlichen Beteiligung an der Wissenschaft verändert hat, mit einem Fokus auf die Einbindung von Laien und Amateuren. Göbel diskutiert sowohl positive als auch negative Aspekte dieser Entwicklungen, einschließlich der Skepsis gegenüber der Wissenschaft, die durch Desinformation und soziale Medien verstärkt wird.

Öffentliche Involvierung als analytisches Konzept

Göbel schlägt einen alternativen analytischen Rahmen vor, der sich auf das Konzept der Inklusion stützt, um die dynamischen Beziehungen zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit zu verstehen. Dies umfasst die Unterscheidung zwischen primären und sekundären Inklusionsrollen und die Rolle von digitaler Mitgestaltung in der Wissenschaft.

Schlussfolgerungen und Ausblick auf zukünftige Forschung

Die Forschung legt nahe, dass öffentliche Beteiligung nicht nur eine Erweiterung der Teilhabe darstellt, sondern auch neue Formen der Inklusion und Herausforderungen in der Wissenschaftsorganisation mit sich bringt. Zukünftige Studien sollten sich auf die Dynamiken zwischen professionellen und nicht-professionellen Beiträgen konzentrieren und deren soziale Epistemologie weiter untersuchen.

Susanne Wollin-Giering & Markus Hoffmann: Epistemic factors affecting the (dis)continuation of research with missing resources

10.06.2026

Einführung in die Thematik

Die Präsentation von Susanne Wollengiering und Markus Hoffmann thematisiert die epistemischen Faktoren, die die (Nicht-)Fortführung von Forschungsprojekten unter Ressourcenmangel beeinflussen. Der Fokus liegt auf den Auswirkungen von COVID-19 und Arbeitslosigkeit auf Forschungstätigkeiten.

Konzeptualisierung der Trennungssituationen

Die Referenten definieren COVID-19 und Arbeitslosigkeit als Trennungssituationen, in denen Forscher von zuvor zugänglichen Ressourcen abgeschnitten sind. Diese Situationen erfordern strategische Anpassungen, um die Forschung fortzusetzen.

Forschungsmethodik

Die Forscher nutzen semi-strukturierte Interviews mit Wissenschaftlern verschiedener Karrierestufen, um die Auswirkungen von Ressourcenmangel auf Forschungspraktiken zu analysieren. Die Untersuchung umfasst verschiedene Disziplinen und berücksichtigt die epistemischen Eigenschaften der Forschungsfelder.

Ergebnisse der Studie

Die Analyse ergibt vier Hauptreaktionen auf Trennungssituationen: Fortsetzung, Anpassung, Priorisierung und temporäre Einstellung oder Beendigung der Forschung. Diese Reaktionen sind stark von der zeitlichen Dimension der Trennungssituationen und der individuellen Karrierephase abhängig.

Schlussfolgerungen

Die Möglichkeit, Forschung in Trennungssituationen fortzusetzen, hängt von der Vorhersehbarkeit der Situation und dem Zugang zu Ressourcen ab. Während Arbeitslosigkeit oft besser planbar ist, kann COVID-19 abrupt und unvorhergesehen eintreten, was die Anpassung von Forschungsprozessen erforderlich macht.

Einführung in die Thematik

Die Präsentation von Susanne Wollengiering und Markus Hoffmann thematisiert die epistemischen Faktoren, die die (Nicht-)Fortführung von Forschungsprojekten unter Ressourcenmangel beeinflussen. Der Fokus liegt auf den Auswirkungen von COVID-19 und Arbeitslosigkeit auf Forschungstätigkeiten.

Konzeptualisierung der Trennungssituationen

Die Referenten definieren COVID-19 und Arbeitslosigkeit als Trennungssituationen, in denen Forscher von zuvor zugänglichen Ressourcen abgeschnitten sind. Diese Situationen erfordern strategische Anpassungen, um die Forschung fortzusetzen.

Forschungsmethodik

Die Forscher nutzen semi-strukturierte Interviews mit Wissenschaftlern verschiedener Karrierestufen, um die Auswirkungen von Ressourcenmangel auf Forschungspraktiken zu analysieren. Die Untersuchung umfasst verschiedene Disziplinen und berücksichtigt die epistemischen Eigenschaften der Forschungsfelder.

Ergebnisse der Studie

Die Analyse ergibt vier Hauptreaktionen auf Trennungssituationen: Fortsetzung, Anpassung, Priorisierung und temporäre Einstellung oder Beendigung der Forschung. Diese Reaktionen sind stark von der zeitlichen Dimension der Trennungssituationen und der individuellen Karrierephase abhängig.

Schlussfolgerungen

Die Möglichkeit, Forschung in Trennungssituationen fortzusetzen, hängt von der Vorhersehbarkeit der Situation und dem Zugang zu Ressourcen ab. Während Arbeitslosigkeit oft besser planbar ist, kann COVID-19 abrupt und unvorhergesehen eintreten, was die Anpassung von Forschungsprozessen erforderlich macht.

Yoanna Yankova/Jens Ambrasat: Promotion into the worse? Gendered culture in academia

27.05.2026

Untersuchung von Ungleichheiten in der Wissenschaft

Der Beitrag analysiert, wie Geschlecht in der Wissenschaft wahrgenommen wird und welche Diskrepanzen zwischen meritokratischen Vorstellungen und kulturellen Praktiken bestehen. Anhand der Berlin Science Survey wird aufgezeigt, dass formale Gleichstellung nicht automatisch zu gleichen Aufstiegschancen führt. Die Untersuchung verbindet quantitative Ergebnisse mit Konzepten der gendered organization und des gendered climate, um versteckte Barrieren sichtbar zu machen.

Zentrale Befunde zu Diskriminierung, Kultur und Stress

Empirische Befunde zeigen Unterschiede in Wahrnehmung und Erfahrung von Arbeitskultur: Frauen schneiden bei Zusammenarbeit, Unterstützung und Kommunikation tendenziell schlechter ab als Männer. Diskriminierungserfahrungen steigen mit dem Karrierelevel, insbesondere bei Professorinnen. Gleichzeitig wird Stress und gesundheitliche Belastung stärker bei Frauen wahrgenommen, wobei große Belastungen durch Arbeitszeit und unsichtbare Strukturen verstärkt werden.

Untersuchung von Arbeitskultur und Statusgruppen

Die Analyse kombiniert mehrere Indikatoren wie Ressourcenverteilung, Fehlerkultur und leistungsbezogene Konkurrenz. Hier zeigen sich moderat positive Grundtöne, jedoch klaffen Geschlechterunterschiede in der Wahrnehmung der Kultur auseinander. Modelle legen nahe, dass Diskriminierungserfahrungen Teil der Stressdynamik sind, aber nicht alle geschlechtsspezifischen Unterschiede erklären können, insbesondere in der Professorenschaft.

Ambitionen von Postdocs und Schlussfolgerungen

Ambitionierte Frauen erleben signifikante Benachteiligungen im Vergleich zu ehrgeizigen Männern und zu weniger ehrgeizigen Frauen. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass Promotions- und Professurambitionen mit höheren Stresslasten verbunden sind, unabhängig von Arbeitszeit. Die Schlussfolgerung betont, dass globale Verbesserungen der Arbeitskultur nötig sind, damit Gleichstellung nicht über Förderprogramme, sondern durch strukturelle Veränderungen erreicht wird.

Untersuchung von Ungleichheiten in der Wissenschaft

Der Beitrag analysiert, wie Geschlecht in der Wissenschaft wahrgenommen wird und welche Diskrepanzen zwischen meritokratischen Vorstellungen und kulturellen Praktiken bestehen. Anhand der Berlin Science Survey wird aufgezeigt, dass formale Gleichstellung nicht automatisch zu gleichen Aufstiegschancen führt. Die Untersuchung verbindet quantitative Ergebnisse mit Konzepten der gendered organization und des gendered climate, um versteckte Barrieren sichtbar zu machen.

Zentrale Befunde zu Diskriminierung, Kultur und Stress

Empirische Befunde zeigen Unterschiede in Wahrnehmung und Erfahrung von Arbeitskultur: Frauen schneiden bei Zusammenarbeit, Unterstützung und Kommunikation tendenziell schlechter ab als Männer. Diskriminierungserfahrungen steigen mit dem Karrierelevel, insbesondere bei Professorinnen. Gleichzeitig wird Stress und gesundheitliche Belastung stärker bei Frauen wahrgenommen, wobei große Belastungen durch Arbeitszeit und unsichtbare Strukturen verstärkt werden.

Untersuchung von Arbeitskultur und Statusgruppen

Die Analyse kombiniert mehrere Indikatoren wie Ressourcenverteilung, Fehlerkultur und leistungsbezogene Konkurrenz. Hier zeigen sich moderat positive Grundtöne, jedoch klaffen Geschlechterunterschiede in der Wahrnehmung der Kultur auseinander. Modelle legen nahe, dass Diskriminierungserfahrungen Teil der Stressdynamik sind, aber nicht alle geschlechtsspezifischen Unterschiede erklären können, insbesondere in der Professorenschaft.

Ambitionen von Postdocs und Schlussfolgerungen

Ambitionierte Frauen erleben signifikante Benachteiligungen im Vergleich zu ehrgeizigen Männern und zu weniger ehrgeizigen Frauen. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass Promotions- und Professurambitionen mit höheren Stresslasten verbunden sind, unabhängig von Arbeitszeit. Die Schlussfolgerung betont, dass globale Verbesserungen der Arbeitskultur nötig sind, damit Gleichstellung nicht über Förderprogramme, sondern durch strukturelle Veränderungen erreicht wird.