KELSTERBACH TALKS ON COGNITIVE NEUROSCIENCE
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KELSTERBACH TALKS ON COGNITIVE NEUROSCIENCE

Agentur für Überschüsse

Beschreibung

Die KELSTERBACH TALKS ON COGNITIVE NEUROSCIENCE behandeln aktuelle Fragestellungen und Forschungsfragen im Bereich Neurologie : Prof. Dr. Christian Beste (Kognitiver Neurowissenschaftler, Dresden), Prof. Dr. Christian Frings (Kognitiver Psychologe, Trier) und Prof. Dr. Alexander Münchau (Neurologe & Neuropsychiater, Lübeck) tauschen sich in loser Folge in Kelsterbach mit Kolleg*innen aus.

DIE PODCASTS WERDEN GEFÖRDERT DURCH Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG, FOR 2698, FOR 2790), Universität zu Lübeck
© Agentur für Überschüsse 2025
https://ueberschuesse.net

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Folge 8: Über Handlungsketten

20.04.2026

Definition und Ziel von Handlungsketten

In der Diskussion geht es darum, wie einzelne Handlungen zu zusammenhängenden Abfolgen verknüpft werden. Zwei Handlungen reichen oft, um von einer Handlungskette zu sprechen. Die Beschäftigung mit dieser Verkettung erfolgt experimentell, wobei Reize, Zeitabstände und Lernprozesse eine zentrale Rolle spielen. Ziel ist es zu verstehen, wie aus einfachen Bewegungen komplexe Abläufe entstehen und wie diese im Gedächtnis repräsentiert werden.

Alltag und Lernen als treibende Faktoren

Alltägliche Tätigkeiten wie Frühstücksvorbereitung zeigen, welche Handlungen zusammengehören. Häufige Ausführung stärkt die Verbindung, während unterschiedliche Abstände zwischen Handlungen das Lernen beeinflussen. Lernen führt zu einer gröber strukturierten Einheit und spart kognitive Ressourcen, indem häufig vorkommende Sequenzen als kompakte Programme gespeichert werden.

Neuronale Grundlagen und Anwendungsbeispiele

Die neuronale Basis umfasst Neokortex, motorische Systeme und Stammganglien, wobei sich frühe, breite Muster zu fokussierten Handlungen verdichten. Stereotypien können spontan entstehen, während geübte Sequenzen im Gedächtnis zu einem einzelnen Abruf werden. Im Sport oder der Musikausführung zeigt sich, wie Teilhandlungen zu einem kompletten Programm zusammengefügt werden und später flexibel abrufbar bleiben.

Flexibilität, Adaptivität und Zukunftsperspektiven

Die Balance zwischen automatisierten Ketten und Flexibilität entscheidet über Alltagsbewältigung. Zu starke Automatisierung erleichtert Routinen, kann aber zu Unflexibilität führen. Zukünftige Forschung interessiert sich dafür, wie komplexe Handlungsketten weiter entwickelt werden und ab wann Expertise entsteht. Ziel ist, zu verstehen, wie Lernprozesse optimale Anpassung ermöglichen und wann Unterbrechung oder Umstrukturierung sinnvoll wird.

Definition und Ziel von Handlungsketten

In der Diskussion geht es darum, wie einzelne Handlungen zu zusammenhängenden Abfolgen verknüpft werden. Zwei Handlungen reichen oft, um von einer Handlungskette zu sprechen. Die Beschäftigung mit dieser Verkettung erfolgt experimentell, wobei Reize, Zeitabstände und Lernprozesse eine zentrale Rolle spielen. Ziel ist es zu verstehen, wie aus einfachen Bewegungen komplexe Abläufe entstehen und wie diese im Gedächtnis repräsentiert werden.

Alltag und Lernen als treibende Faktoren

Alltägliche Tätigkeiten wie Frühstücksvorbereitung zeigen, welche Handlungen zusammengehören. Häufige Ausführung stärkt die Verbindung, während unterschiedliche Abstände zwischen Handlungen das Lernen beeinflussen. Lernen führt zu einer gröber strukturierten Einheit und spart kognitive Ressourcen, indem häufig vorkommende Sequenzen als kompakte Programme gespeichert werden.

Neuronale Grundlagen und Anwendungsbeispiele

Die neuronale Basis umfasst Neokortex, motorische Systeme und Stammganglien, wobei sich frühe, breite Muster zu fokussierten Handlungen verdichten. Stereotypien können spontan entstehen, während geübte Sequenzen im Gedächtnis zu einem einzelnen Abruf werden. Im Sport oder der Musikausführung zeigt sich, wie Teilhandlungen zu einem kompletten Programm zusammengefügt werden und später flexibel abrufbar bleiben.

Flexibilität, Adaptivität und Zukunftsperspektiven

Die Balance zwischen automatisierten Ketten und Flexibilität entscheidet über Alltagsbewältigung. Zu starke Automatisierung erleichtert Routinen, kann aber zu Unflexibilität führen. Zukünftige Forschung interessiert sich dafür, wie komplexe Handlungsketten weiter entwickelt werden und ab wann Expertise entsteht. Ziel ist, zu verstehen, wie Lernprozesse optimale Anpassung ermöglichen und wann Unterbrechung oder Umstrukturierung sinnvoll wird.

Was ist Ereignissegmentierung?

26.02.2026

Einführung in die Ereignissegmentierung

Im Podcast wird das Konzept der Ereignissegmentierung vorgestellt, das beschreibt, wie Menschen ihre Erfahrungen in Episoden unterteilen. Die Gäste diskutieren, wie Ereignisse wahrgenommen werden, sei es in langen Zeiträumen wie einem Wochenendausflug oder in kurzen Momenten, beispielsweise beim Tennis.

Forschung zu ADHS und Ereignissegmentierung

Ein Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung von Personen mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und deren Wahrnehmung von Ereignissen. Es wird festgestellt, dass soziale Informationen für Menschen mit ADHS eine Schlüsselrolle spielen, wenn es darum geht, Ereignisse als zusammengehörig zu betrachten.

Variabilität der Segmentierung

Die Diskussion wechselt zu den Unterschieden in der Ereignissegmentierung zwischen gesunden Personen, die sowohl feinkörnig als auch grobkörnig segmentieren können. Einflussfaktoren wie Erfahrung und Kontext werden als entscheidend für die Wahrnehmung und Segmentierung von Ereignissen angesehen.

Einfluss von Kultur und Semantik

Ein weiterer interessanter Punkt ist, wie kulturelle Unterschiede die Ereignissegmentierung beeinflussen. Eine Studie untersucht, wie Personen aus unterschiedlichen kulturellen Hintergründen Ereignisse wahrnehmen und segmentieren. Es wird festgestellt, dass die Lernhistorie und kulturelle Prägung die Wahrnehmung von Ereignissen stark beeinflussen.

Schlussfolgerung und Ausblick

Die Diskussion endet mit der Erkenntnis, dass es noch viel zu erforschen gibt, insbesondere in Bezug auf die neuronalen Mechanismen hinter der Ereignissegmentierung und deren individuelle Variabilität.

Einführung in die Ereignissegmentierung

Im Podcast wird das Konzept der Ereignissegmentierung vorgestellt, das beschreibt, wie Menschen ihre Erfahrungen in Episoden unterteilen. Die Gäste diskutieren, wie Ereignisse wahrgenommen werden, sei es in langen Zeiträumen wie einem Wochenendausflug oder in kurzen Momenten, beispielsweise beim Tennis.

Forschung zu ADHS und Ereignissegmentierung

Ein Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung von Personen mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und deren Wahrnehmung von Ereignissen. Es wird festgestellt, dass soziale Informationen für Menschen mit ADHS eine Schlüsselrolle spielen, wenn es darum geht, Ereignisse als zusammengehörig zu betrachten.

Variabilität der Segmentierung

Die Diskussion wechselt zu den Unterschieden in der Ereignissegmentierung zwischen gesunden Personen, die sowohl feinkörnig als auch grobkörnig segmentieren können. Einflussfaktoren wie Erfahrung und Kontext werden als entscheidend für die Wahrnehmung und Segmentierung von Ereignissen angesehen.

Einfluss von Kultur und Semantik

Ein weiterer interessanter Punkt ist, wie kulturelle Unterschiede die Ereignissegmentierung beeinflussen. Eine Studie untersucht, wie Personen aus unterschiedlichen kulturellen Hintergründen Ereignisse wahrnehmen und segmentieren. Es wird festgestellt, dass die Lernhistorie und kulturelle Prägung die Wahrnehmung von Ereignissen stark beeinflussen.

Schlussfolgerung und Ausblick

Die Diskussion endet mit der Erkenntnis, dass es noch viel zu erforschen gibt, insbesondere in Bezug auf die neuronalen Mechanismen hinter der Ereignissegmentierung und deren individuelle Variabilität.

Tic Tourette Social Media

25.07.2025

Einführung in das Thema

Christian Frings, Anne Weisbach, Alexander Münchner und Christian Beste diskutieren die Auswirkungen von Social Media auf die Wahrnehmung von Psychopathologien, insbesondere in Bezug auf Tic- und Tourette-Syndrom. Sie betonen, wie verzerrt diese Darstellungen oft sind und welche Ängste sie bei Betroffenen und deren Angehörigen schüren können.

Verzerrte Darstellungen in den Medien

Die Teilnehmer berichten von übertriebenen Darstellungen von Tourette in sozialen Medien und deren Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung. Diese Fehldarstellungen führen dazu, dass Betroffene nicht ernst genommen werden und Stigmatisierung erfahren.

Die Rolle von Social Media

Die Diskussion beleuchtet, wie das Algorithmen-System von Social Media Inhalte priorisiert, die emotional aufgeladen sind, was zu einer ständigen Dramatisierung führt. Dies schafft einen Teufelskreis, in dem sachliche Informationen schwerer zugänglich sind.

Wissenschaftskommunikation und gesellschaftliche Verantwortung

Ein zentraler Punkt der Diskussion ist die Verantwortung von Wissenschaftlern, ihre Erkenntnisse verständlich zu kommunizieren. Es wird kritisiert, dass viele Wissenschaftler nicht aktiv an der öffentlichen Diskussion teilnehmen, was zu einer Kluft zwischen Wissenschaft und Gesellschaft führt.

Zusammenarbeit mit Betroffenen

Die Experten betonen die Notwendigkeit, Betroffene in den Dialog einzubeziehen, um eine realistischere Sichtweise auf Psychopathologien zu entwickeln und Missverständnisse zu vermeiden. Sie ermutigen dazu, Diskurse zwischen verschiedenen Disziplinen zu fördern und Informationen zugänglich zu machen.

Fazit und Ausblick

Die Teilnehmer hoffen, dass durch verbesserte Kommunikation und das Einbeziehen der Betroffenen eine Versachlichung der Thematik erreicht werden kann. Sie wünschen sich, dass andere Wissenschaftler diesem Beispiel folgen und aktiv zur Aufklärung beitragen.

Einführung in das Thema

Christian Frings, Anne Weisbach, Alexander Münchner und Christian Beste diskutieren die Auswirkungen von Social Media auf die Wahrnehmung von Psychopathologien, insbesondere in Bezug auf Tic- und Tourette-Syndrom. Sie betonen, wie verzerrt diese Darstellungen oft sind und welche Ängste sie bei Betroffenen und deren Angehörigen schüren können.

Verzerrte Darstellungen in den Medien

Die Teilnehmer berichten von übertriebenen Darstellungen von Tourette in sozialen Medien und deren Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung. Diese Fehldarstellungen führen dazu, dass Betroffene nicht ernst genommen werden und Stigmatisierung erfahren.

Die Rolle von Social Media

Die Diskussion beleuchtet, wie das Algorithmen-System von Social Media Inhalte priorisiert, die emotional aufgeladen sind, was zu einer ständigen Dramatisierung führt. Dies schafft einen Teufelskreis, in dem sachliche Informationen schwerer zugänglich sind.

Wissenschaftskommunikation und gesellschaftliche Verantwortung

Ein zentraler Punkt der Diskussion ist die Verantwortung von Wissenschaftlern, ihre Erkenntnisse verständlich zu kommunizieren. Es wird kritisiert, dass viele Wissenschaftler nicht aktiv an der öffentlichen Diskussion teilnehmen, was zu einer Kluft zwischen Wissenschaft und Gesellschaft führt.

Zusammenarbeit mit Betroffenen

Die Experten betonen die Notwendigkeit, Betroffene in den Dialog einzubeziehen, um eine realistischere Sichtweise auf Psychopathologien zu entwickeln und Missverständnisse zu vermeiden. Sie ermutigen dazu, Diskurse zwischen verschiedenen Disziplinen zu fördern und Informationen zugänglich zu machen.

Fazit und Ausblick

Die Teilnehmer hoffen, dass durch verbesserte Kommunikation und das Einbeziehen der Betroffenen eine Versachlichung der Thematik erreicht werden kann. Sie wünschen sich, dass andere Wissenschaftler diesem Beispiel folgen und aktiv zur Aufklärung beitragen.