
FYRMA Podcast für Architekt*innen mit Ambitionen
Yves Reichenbach | FYRMA GmbH
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

032 | Fokus | Kommissionsarbeit beim SIA | Benoît Clément
Grobüberblick zur Kommissionsarbeit und Relevanz
In der Fokusfolge wird diskutiert, wie Kommissionsarbeit im SIA grundsätzlich funktioniert, welche Verantwortungen damit verbunden sind und warum die Ordnungen für die Schweizer Baukultur relevant sind. Anhand des Beispiels Benoît Clément werden Entstehung, Ziele und der konkrete Arbeitskontext der ESsia-Kommissionen 142 und 143 beleuchtet.
Arbeitsweise der Kommissionen und Organisationsstruktur
Die Kommissionen arbeiten mit mehreren Sitzungen pro Jahr, teils virtuell, teils persönlich. Arbeitsgruppen bearbeiten Themen, rund 20 Mitglieder bilden das Gremium. Sprache, Diversität und Transparenz spielen eine zentrale Rolle, damit Themen breit diskutiert und Ergebnisse in einer Gesamtsitzung zusammengeführt werden. Veröffentlichungen erfolgen erst nach kollegialer Abstimmung und formeller Genehmigung.
Inhalte und Unterschiede der Ordnungen 142 und 143
142 regelt anonymen Wettbewerb (offen oder selektiv) mit einer Gesamtpreissumme, die auf die Rangfolge der Projekte verteilt wird. 143 behandelt den Studienauftrag im Dialog, ist nicht anonym und fokussiert auf realisierte Studienaufträge. Beide Reglemente teilen grundlegende Regeln, unterscheiden sich aber in Verfahren, Transparenzanforderungen und Bewertungskonzepten.
Vernehmlassung, Sprache und Mitwirkung
Über Vernehmlassungen wird Feedback eingeholt, das in der Überarbeitung berücksichtigt wird. Harmonisierung umfasst zeitgemäße, inklusive Sprache und Abgleich mit aktuellen Gesetzen. Ortsgruppen ermöglichen lokales Engagement, und Interessierte können sich bewerben, um Kommissionsarbeit beizutragen. Der Prozess zielt auf breiten Konsens, Transparenz und eine hohe Qualität der Verfahren ab.

031 I Gespräch I Cristina Bellucci
Weg in die Architektur und prägenden Einflüsse
Eine neugierige Architektin aus Zürich erzählt von Studien an der ETH, dem Wunsch nach einer neuen Kultur und der Entscheidung, Tessin und Matura zu verbinden. Prägung durch zwei markante Persönlichkeiten: Peter Märkli und Valerio Olgiati, deren Haltung und eigenständige Formensprache sie inspirierten. Die Mischung aus künstlerischer Qualität und unternehmerischem Denken formt ihr Verständnis von Architektur als Ganzes.
Vom Angestellten zum selbstständigen Architekturbüro und die Wende zur Dualität
Nach dem Abschluss folgt der Sprung in die Selbstständigkeit, angetrieben von Freiheitsgefühlen auf Baustellen und der Weiterentwicklung durch Empfehlungen. Der Bruch durch den Verlust eines Hundes führt zu einer Neuorientierung: Teilzeit-Selbstständigkeit plus Teilzeit-Anstellung. Diese Dualität ermöglicht Kontrolle und Flexibilität, während weiterhin Projekte realisiert werden und der unternehmerische Antrieb erhalten bleibt.
Vorteile, Herausforderungen und das Zusammenspiel von zwei Rollen
Die Dualstrategie bringt Vorteile für Büros: motivierte, unternehmerisch Denkende liefern frische Impulse, während die establishmentierte Infrastruktur Bereichserfahrung und Ressourcen bereitstellt. Transparenz von Anfang an, klare Absprachen und Vertrauen sind zentrale Bausteine. Kooperation statt Konkurrenz ermöglicht kleinere Projekte eigenständig zu initiieren und bei größeren Projekten die Bürostruktur zu nutzen, um Qualität und Kapazität zu steigern.
KI, Therapie, Zukunft und Haltung
Künstliche Intelligenz wird als Werkzeug gesehen, das Arbeitsabläufe erleichtert, nicht aber Entscheidungsprozesse ersetzt. Therapiebegleitung wird als wesentlicher Beitrag zur persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung gesehen. Langfristig bleibt die Dualstrategie entscheidend: mehr Freiheit und Sicherheit, Wachstum im Sinne eines stetigen Prozesses, mit klarer Selbstreflexion und offener Kommunikation als Grundlage.

030 | Fokus | Einführung NPK | Michael Nussbaumer | CRB [Bezahlte Partnerschaft]
Einführung in die Thematik der Ausschreibungen
Im Podcast wird die Problematik von Ausschreibungen im Architekturbereich thematisiert. Oftmals gibt es Missverständnisse und Unklarheiten, die zu Stress und Nachträgen führen. Der CRB wird als Lösung vorgestellt, um diese Probleme durch klare Standards zu minimieren.
Der Normpositionen-Katalog (NPK)
Michael Nussbaumer, Fachbereichsleiter beim CRB, erläutert den NPK als strukturierten Katalog für Ausschreibungstexte. Er bietet etwa 200 Kapitel für verschiedene Bauarten und dient als Leitfaden für präzise Leistungsverzeichnisse.
Vorteile des NPK für ArchitektInnen
Der NPK ist besonders nützlich für kleinere und junge Architekturbüros, die nicht über umfangreiche eigene Vorlagen verfügen. Er ermöglicht die Erstellung klarer Ausschreibungen und reduziert das Risiko von Missverständnissen und Nachträgen.
Die Rolle des CRB und die Erstellung der NPKs
Der CRB arbeitet mit Fachverbänden und Experten zusammen, um die Inhalte des NPK zu entwickeln. Dabei wird Wert auf Verständlichkeit und die Einhaltung von Normen gelegt. Die NPKs werden nach öffentlicher Vernehmlassung veröffentlicht.
Praxisbeispiele und Anwendungsgebiete
Michael Nussbaumer gibt Beispiele, wie der NPK in der Praxis verwendet wird, um Ausschreibungen effizienter und transparenter zu gestalten, was zu weniger Streitigkeiten während der Bauausführung führt.
Schlussfolgerungen und Ausblick
Der NPK sollte nicht als Pflicht, sondern als hilfreiches Werkzeug in der Architektur wahrgenommen werden. Michael hofft auf eine breitere Akzeptanz und Nutzung, insbesondere in jüngeren Büros.