Und wie war's bei dir so?
Tauwetter e.V., Martina, Judith und Dénes
Beschreibung
„Und wie war’s bei dir so?“ – eine Frage, die von Außenstehenden oft als verletzend empfunden wird, doch im Austausch unter Betroffenen eine wertvolle Verbindung schaffen kann. Sexualisierte Gewalt ist kein individuelles Schicksal, sondern ein gesellschaftliches Problem, das uns alle angeht.
Podmon Kategorien
Upgrade dein Konto, um kontextuelle Kategorien zu sehen!
Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht
2.02: Scheidungsrecht für Kinder
Einführung in das Thema Scheidungsrecht für Kinder
In dieser Episode wird das Thema Scheidungsrecht für Kinder aus der Perspektive von Betroffenen sexualisierter Gewalt behandelt. Judith und Martina von Tauwetter in Berlin beleuchten die Herausforderungen, die sich aus dem bestehenden rechtlichen Rahmen ergeben, und diskutieren, wie ein solches Recht zur Verbesserung der Situation von betroffenen Kindern beitragen könnte.
Die Forderung nach einem Scheidungsrecht
Die Forderung impliziert, dass Kinder sich von Eltern trennen können, die ihnen Gewalt angetan haben. Es wird erörtert, wie dies juristisch möglich wäre und welche Auswirkungen es auf die Verantwortungsverhältnisse innerhalb der Familie hätte.
Persönliche Erfahrungen und Reflexionen
Judith und Martina teilen ihre persönlichen Erfahrungen mit Gewalt in der Kindheit und reflektieren darüber, wie ein Scheidungsrecht ihr Leben beeinflusst hätte. Judith erklärt, dass sie nie die Vorstellung hatte, sich von ihren Eltern trennen zu können, während Martina betont, dass sie sich von ihrem gewalttätigen Vater hätte trennen wollen.
Gesellschaftliche und juristische Implikationen
Es wird diskutiert, dass ein Scheidungsrecht für Kinder auch gesellschaftlich weitreichende Veränderungen nach sich ziehen müsste. Die aktuelle Struktur der Gesellschaft und die Hilfsangebote für Kinder werden hinterfragt, um zu verstehen, wie eine solche rechtliche Änderung sinnvoll umgesetzt werden könnte.
Die Rolle von Adultismus
Der Begriff Adultismus wird eingeführt, um das Machtverhältnis zwischen Erwachsenen und Kindern zu beschreiben. Judith und Martina betonen, wie wichtig es ist, Kindern Rechte und Möglichkeiten zu geben, ohne dass sie in eine abhängige Rolle gedrängt werden.
Fazit und Aufruf zur Diskussion
Abschließend fordern die beiden dazu auf, das Thema Scheidungsrecht für Kinder weiter zu diskutieren und die eigene Perspektive einzubringen. Die Hörer werden ermutigt, ihre Gedanken und Erfahrungen zu teilen, um gemeinsam Lösungen zu finden.
2.01: Warum wir NICHT verzeihen
Thema Verzeihen und seine Herausforderungen
In dieser Episode wird das Thema Verzeihen aus der Perspektive von Betroffenen sexualisierter Gewalt beleuchtet. Judith und Martina diskutieren persönliche Erfahrungen und reflektieren, wie das Verzeihen oft von außen eingefordert wird, was für viele Betroffene als belastend empfunden wird.
Innere Konflikte und das innere Kind
Judith beschreibt, dass sie beim Thema Verzeihen einen inneren Konflikt erlebt, da es für sie einem Verrat am inneren Kind gleicht. Martina teilt ähnliche Gedanken und hebt hervor, dass sie das Gefühl hatte, sich nicht verzeihen zu müssen, da es sich um ein Verbrechen handelt, das nicht verzeihbar ist.
Aussöhnung statt Verzeihen
Beide betonen die Idee der Aussöhnung, nicht im Sinne des Verzeihens, sondern als Prozess, in dem man positive Aspekte aus der Vergangenheit behält, während man das Unrecht ablehnt. Sie diskutieren auch den Druck von außen, der oft auf Betroffene ausgeübt wird, um zu verzeihen.
Gesellschaftliche Verantwortung und Solidarität
Die Diskussion führt zu der Erkenntnis, dass das Verzeihen oft im Interesse des Umfeldes liegt, um bestehende Strukturen zu erhalten. Judith und Martina plädieren für Solidarität unter Betroffenen, anstatt Verzeihen zu fordern, um gemeinsam gegen Täter und schützende Strukturen vorzugehen.
Politische Dimension des Verzeihens
Abschließend wird das Verzeihen als ein gesellschaftspolitisches Thema betrachtet, bei dem die Forderung nach Verzeihen oft dazu dient, die Verantwortung von Tätern zu verschleiern und das Unrecht zu bagatellisieren. Judith und Martina schließen mit einem Aufruf zur Solidarität und zur Ablehnung der Verzeihensforderungen.
Winterpause
Winterpause des Podcasts
Martina von Tauwetter kündigt eine Winterpause für den Podcast an. In dieser Zeit wird am Konzept gearbeitet und die Technik verbessert.
Neuer Start
Ab Ende Januar kehrt der Podcast mit neuen monatlichen Folgen zurück, die sich weiterhin mit wichtigen Aspekten der sexualisierten Gewalt aus betroffener Sicht befassen.
Wünsche für die Zuhörerschaft
Martina wünscht den Zuhörern eine entspannte Zeit bis zur Rückkehr des Podcasts.