Café Transparence
Öffentlichkeitsgesetz.ch / Loitransparence.ch
Beschreibung
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Café Transparence est un lieu de transmission de savoir sur les lois sur la transparence fédérale et cantonales. L’académie en ligne est une offre pour les journalistes et toute personne intéressée.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Wie das Schweizer Incel-Attentat aufgedeckt wurde
Einführung in das Thema
Im Café Transparenz diskutieren Marguerite Meyer und Sonja Mühlemann über die Recherche zu einem schweren Vorfall, bei dem zwei junge Frauen in Amriswil von einem Auto angefahren wurden. Der Täter, Kevin B., handelte mit rassistischen und frauenfeindlichen Motiven, die in Zusammenhang mit Incel-Extremismus stehen.
Der Incel-Extremismus
Incel, ein Kofferwort für 'involuntary celibate', beschreibt vor allem heterosexuelle Männer, die unter ihrem fehlenden Sexleben leiden und Frauen dafür beschuldigen. Diese Ideologie kann zu gefährlichem Hass führen, der in extremen Fällen in Gewalt umschlägt.
Die Recherche
Die Journalistinnen Stefanie Hasler und Sonja Mühlemann führten eine monatelange Recherche durch, die auf einem Hinweis zu einem möglichen Incel-Attentat in der Schweiz basierte. Sie beantragten Zugang zu geheimen Dokumenten und sammelten Informationen aus verschiedenen Quellen, um die Hintergründe des Falls zu ergründen.
Dokumentation und Analyse
Die Recherche führte zur Veröffentlichung eines Dokumentarfilms und mehrerer Artikel. Sie nutzten interne Dokumente, Gerichtsunterlagen und Expertenanalysen, um die Ideologie des Täters und die gesellschaftlichen Zusammenhänge zu beleuchten.
Öffentlichkeitsgesetz und Herausforderungen
Die Journalistinnen diskutieren auch die Herausforderungen beim Zugang zu Informationen durch das Öffentlichkeitsgesetz. Es wird betont, wie wichtig transparente Informationen für die Gesellschaft sind, um solche Vorfälle besser zu verstehen und zu verhindern.
Fazit und gesellschaftliche Relevanz
Die Recherche zeigt, wie wichtig es ist, gesellschaftliche Phänomene wie Incel-Extremismus zu verstehen und zu bekämpfen. Es wird betont, dass solche Taten oft nur die Spitze eines Eisbergs darstellen und eine breitere Diskussion über toxische Männlichkeit und gesellschaftliche Werte notwendig ist.

Wie der PFAS-Skandal bei Amcor ans Licht kam
Aufdeckung und Hintergrund
Eine Umweltbelastung durch Löschschaum mit PFAS trat durch Unfälle beim Verpackungskonzern Amcor in Goldach auf. Die Behörden informierten nicht proaktiv, und Details der Vorfälle blieben zunächst unklar. Ein Strafbefehl legte offen, dass PFAS in den Löschschaum hineingezogen war und der Vorfall mehrfach auftrat. Die Öffentlichkeit erfuhr davon erst durch die Berichterstattung, was die Bedeutung von Transparenz bei Umweltverstößen deutlich machte.
Rechercheweg und Rechtswege
Die Berichterstattung nutzte öffentlich zugängliche Dokumente und die Öffentlichkeitsgesetze, um Akten einzusehen. Ein Störfallbericht sowie polizeiliche Unterlagen wurden herangezogen, danach führten juristische Auseinandersetzungen bis vor Bundesgericht. Der Fokus lag auf Transparenz der Justizöffentlichkeit und darauf, wie Informationen über Umweltdelikte zugänglich gemacht werden können.
Arbeitsweise und Herausforderungen
Die Recherche begann allein, wuchs aber zu einem Teamprojekt. Kosten, Rechtsverfahren und der Umgang mit Anwälten prägten den Prozess. Besuche vor Ort, Gespräche mit Unternehmens- und Umweltvertretern sowie der ständige Abgleich mit juristischen Dokumenten zeigten die Komplexität von Akteneinsicht und die Notwendigkeit beharrlicher Recherche.
Erkenntnisse und Auswirkungen
Die Arbeit zeigte, wie PFAS-Gefährdungen öffentlich zugänglich gemacht und Gewässer überwacht werden können. Sie regte Debatten zu Rechtsmitteln, Bußgeldern und Grenzwerten an und führte zu weitergehenden Umweltuntersuchungen in der Region. Die Recherchen demonstrierten, wie journalistische Transparenz zu Veränderungen in Behördenpraxis und Umweltpolitik beitragen kann.

Wie Palantir Kontakt zu Bundesbehörden suchte
Kritik an Palantir
Die Kritik an Palantir hat in den letzten zwei Jahren zugenommen, insbesondere wegen der Zusammenarbeit mit der US-Behörde ICE sowie Berichten über die Unwirksamkeit der Software im Schweizer Militär. Palantir wird von Militärs, Polizeibehörden und Geheimdiensten genutzt, was zu Bedenken hinsichtlich Datenschutz und ethischer Verantwortung führt.
Vorstellung von Palantir
Palantir ist ein US-amerikanisches Tech-Unternehmen, das große Datenmengen analysiert und aufbereitet. Die Software ermöglicht es Nutzern, verschiedene Datenquellen zusammenzuführen, um Entscheidungsfindungen zu unterstützen. Die Gründung des Unternehmens wurde teilweise von der CIA finanziert.
Die Recherche des WAF-Kollektivs
Jennifer Steiner und Balz Örtli vom Recherche-Kollektiv WAF haben intensiv untersucht, wie Palantir in der Schweiz operiert und versucht, Aufträge zu gewinnen. Ihre Recherchen führten zur Auszeichnung mit dem Prix Transparence. Dabei wurden zahlreiche Dokumente angefordert, um herauszufinden, ob und wie Palantir mit Schweizer Behörden in Kontakt steht.
Methoden der Informationsbeschaffung
Die Recherche umfasste die Einreichung von Einsichtsgesuchen an 59 Bundesämter, um Informationen über mögliche Kooperationen mit Palantir zu erhalten. Die Nutzung des Acta Nova-Systems ermöglichte eine effiziente Suche nach relevanten Dokumenten, obwohl einige Ämter der Anfrage nicht nachkamen.
Berichte und Reaktionen
Die Veröffentlichung der Recherche sorgte für internationales Medienecho, insbesondere wegen des Berichts des Schweizer Militärs, der Palantirs Software als ungeeignet bezeichnete. Die Reaktionen aus der Politik und aus anderen Ländern waren bemerkenswert, da die Diskussion über Palantirs Eignung als Dienstleister angestoßen wurde.
Rechtliche Auseinandersetzung
Palantir hat eine Gegendarstellung zu den Artikeln gefordert, die von der Republik abgelehnt wurde. Der Streit befindet sich nun vor dem Handelsgericht in Zürich, wo entschieden werden muss, ob die Gegendarstellung veröffentlicht werden muss oder nicht.