
Von Pontius bis Pilatus
HSLU IBR Institut für Betriebs- und Regionalökonomie
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

#24 Wie gestaltet man den beruflichen Wiedereinstieg, Christine Kaufmann-Wolf?
Christine Kaufmann-Wolff: Einmutiger Werdegang
Christine Kaufmann-Wolff, Stadtpräsidentin von Kriens, reflektiert über ihren beruflichen Werdegang und die Herausforderungen, die sie während ihrer Zeit als Mutter und Politikerin bewältigen musste. Sie betont, wie wichtig es ist, die Komfortzone zu verlassen und neue Wege zu gehen, was sie mit Unterstützung ihrer Kinder tat.
Der Einfluss der Weiterbildung
Die Weiterbildung im MAS Public Management an der Hochschule Luzern war für Kaufmann-Wolff entscheidend, um ihre politischen Ambitionen zu verwirklichen. Sie beschreibt, wie diese Ausbildung ihr Wissen und ihre Fähigkeiten stärkte, was ihr letztlich bei der Kandidatur zur Stadtpräsidentin half.
Herausforderungen und Erfolge in der Politik
Kaufmann-Wolff erzählt von den Herausforderungen im politischen Alltag, insbesondere von der Notwendigkeit, Kompromisse zu finden und die verschiedenen Interessen der Bürger zu berücksichtigen. Ihr Engagement und die Unterstützung durch die Bevölkerung führten zu ihrer Wiederwahl und zeigen die Bedeutung von nahbarer und lösungsorientierter Politik.
Ratschläge für den Wiedereinstieg
Für Menschen, die eine berufliche Pause eingelegt haben, empfiehlt sie, sich auf die eigenen Fähigkeiten zu besinnen und mutig neue Wege zu erkunden. Das Verlassen der Komfortzone sei entscheidend für persönliches Wachstum und beruflichen Erfolg.
Auszeiten und Selbstfürsorge
Christine Kaufmann-Wolff betont die Wichtigkeit von Auszeiten und der Balance zwischen Beruf und Privatleben. Sie findet Kraft in der Natur und stellt fest, dass es eine Herausforderung ist, Zeit für sich selbst zu finden.

#23 Wie lernt man aus Misserfolgen, Daniel Lukic?
Führung als ständiger Lernprozess
Daniel Lukic, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Spitex-Region Lenzburg, beschreibt Führung als ein kontinuierliches Lernen und reflektiert seine persönliche Entwicklung. Er betont die Bedeutung von Menschen, die an einen glauben und Unterstützung bieten, um Potenziale zu erkennen und zu fördern.
Einwanderung und Bildung
Als Kriegskind kam Lukic mit zwölf Jahren in die Schweiz und musste die deutsche Sprache erlernen. Er hebt hervor, wie wichtig unterstützende Personen, wie sein Klassenlehrer, für seinen Werdegang waren, und reflektiert über seine anfänglichen beruflichen Ambitionen im Gesundheitswesen.
Kreativität und Musik
Die Musik bleibt ein zentraler Bestandteil seines Lebens. Lukic sieht Parallelen zwischen der Kreativität in der Musik und der Führung im Gesundheitswesen und betont die Bedeutung von Engagement und Unterstützung in der Teamarbeit.
Wichtige Erfahrungen und Lernmomente
Lukic spricht über Misserfolge als wertvolle Lernmomente und betont die Notwendigkeit, aus schwierigen Situationen zu lernen, um sich als Führungsperson weiterzuentwickeln. Er glaubt, dass das Erkennen und Fördern von Potenzialen in seinem Team entscheidend ist.
Kulturelle Perspektiven
Nach einer Reise nach Asien reflektiert Lukic über kulturelle Unterschiede, insbesondere in Bezug auf Organisation und Ruhe im Alltag. Er erkennt die Notwendigkeit, Balance und Entspannung in einem strukturierten Arbeitsumfeld zu fördern.
Gesundheitswesen und Herausforderungen
Er beschreibt aktuelle Herausforderungen im Gesundheitswesen, wie den Fachkräftemangel und die Notwendigkeit, technologische Fortschritte zu nutzen. Lukic betont die Wichtigkeit, den Wert der Gesundheitsversorgung zu schätzen und aus der COVID-19-Pandemie zu lernen.
Ratschläge für junge Menschen
Abschließend ermutigt Lukic junge Menschen, Hürden als Lernchancen zu sehen und die Unterstützung ihres Umfelds zu nutzen, um sich weiterzuentwickeln.

#22 Was bedeutet "regieren" für dich, Hermann Epp?
Herkunft, Werte und Blick auf die Welt
Der Gesprächspartner verbindet Bodenständigkeit und Demut mit einem offenen Blick auf die Welt. Er beschreibt den Kanton Uri als Bergland mit Ruhe- und Weitblick sowie einer weltoffenen Bevölkerung, die durch Gastarbeitende und kulturellen Austausch geprägt wurde. Diese Prägungen formen sein Selbstverständnis von Gerechtigkeit, Teilhabe und Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft.
Führung, Politik und den Weg der Mitnahme
Führung bedeutet für ihn, Zukunft zu gestalten und Rahmenbedingungen für breite Bevölkerungsschichten zu schaffen. Kernziel ist, 80% der Menschen eine gute Geschichte zu bieten, während 20% unterschiedlich bleiben. Zentral ist das Einbeziehen von Menschen mit unterschiedlichen Kompetenzen, klare Kommunikation und das gemeinsame Erreichen von Zielen durch Teamarbeit.
Lernen aus Erfahrungen und Umgang mit Skepsis
Aus Jugenderfahrungen zieht er Lehren: Kontakt zu Menschen, Transparenz, frühzeitiges Abholen der Angesprochenen. Ein Aha-Moment war die Notfall- und Buskoordination, bei dem offenes Zuhören Ungenauigkeiten ausräumte. Junge Politikbeteiligung sieht er als Chance, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam Projekte zu tragen, statt Entscheidungen allein zu treffen, wobei Feedback und Wertschätzung zentrale Rollen spielen.
Reflexion, Balance und Dynamik des Lebens
Er betont die Bedeutung von Reflexion und Ruhe in der schnelllebigen Welt. Kraftorte, Natur und familiäre Werte geben Stabilität. Er sieht Leadership als kollektiven Prozess, bei dem Erfolge geteilt und alle Beteiligten anerkannt werden. Selbst wenn Hierarchien bestehen, zählt der Mensch hinter der Funktion – Vertrauen, Transparenz und die Fähigkeit, das Gute im Gemeinwesen zu fördern.