
Countdown 2030
Countdown2030
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Folge 5: Zukunftsfähig entwerfen mit Annette Gigon
Einführung und Kontext
Im Podcast wird die Dringlichkeit der Klimawende thematisiert, die nach Meinung führender Klimaforscher in diesem Jahrzehnt entschieden werden muss. Der Verein Countdown 2030 hat sich das Ziel gesetzt, bis zur Silvesternacht 2030 aktiv zu sein und die notwendigen Veränderungen in der Bau- und Klimawende zu fördern.
Anne Gigon als Gast
Die Architektin Anne Gigon wird als eine der bedeutendsten Stimmen in der Schweizer Architektur vorgestellt. Ihr Büro, Gigon/Guyer Architekten, hat einen klaren Gestaltungsansatz und hat bedeutende Projekte wie das Kirchner Museum in Davos und den Prime Tower in Zürich realisiert. Gigon hat sich intensiv mit der Transformation in der Architektur auseinandergesetzt, um den Herausforderungen des Klimawandels gerecht zu werden.
Erste Schritte zur Klimawende
Der Podcast reflektiert, wie das Kollektiv Countdown 2030 2019 begann, sich intensiver mit den Themen Klimawandel und Ressourcenverbrauch zu beschäftigen, inspiriert durch Vorträge und den Aufstieg von Bewegungen wie „Fridays for Future“. Die Diskussion über den CO2-Footprint von Baustoffen und die Notwendigkeit, die eigenen Arbeitsweisen zu hinterfragen, wird beleuchtet.
Wissen und Transformation
Gigon betont, dass die Ausbildung an Hochschulen und der Austausch mit Experten entscheidend sind, um ein tieferes Verständnis für die Auswirkungen von Baustoffen und deren CO2-Emissionen zu entwickeln. Es wird eine kontinuierliche Selbstaufklärung als notwendig erachtet, um die Architektur in eine nachhaltige Richtung zu lenken.
Reuse und Umbau
Das Gespräch thematisiert auch die Wichtigkeit des Reuse von bestehenden Gebäuden und die Herausforderungen, die damit verbunden sind. Es wird darauf hingewiesen, dass viele Gebäude den heutigen Standards nicht mehr gerecht werden können, was oft zu Neubauten führt.
Vision für 2030
Gigon äußert den Wunsch, dass in der Zukunft mehr Informationen über CO2-Emissionen allgemein zugänglich gemacht werden. Sie fordert eine CO2-Bepreisung, die Unternehmen dazu zwingt, nachhaltiger zu wirtschaften. Es wird betont, dass die Architektur eine wichtige Rolle bei der Reduzierung des CO2-Ausstoßes spielen kann.

Folge 4: Eigenmietwert mit Caspar Schärer und Jakob Schneider
Eigenmietwert und seine Bedeutung
Der Eigenmietwert ist ein fiktiver Betrag, den Eigentümerinnen und Eigentümer versteuern müssen, als würden sie ihre eigene Wohnung vermieten. Dies wird als Naturaleinkommen betrachtet und generiert jährlich etwa 1,5 bis 2 Milliarden Franken an Steuererträgen. Die Diskussion über den Eigenmietwert ist eng mit der Frage der Klimaneutralität bis 2030 verbunden, da jede Steuerreform auch zur Erreichung dieses Ziels beitragen sollte.
Abstimmungsvorlage und Gäste
In der Episode wird die Abstimmungsvorlage zur Abschaffung des Eigenmietwerts besprochen. Die Moderatoren Sarah Barth und Konrad Kersting begrüßen die Gäste Kaspar Scherer und Jakob Schneider, die ihre Perspektiven zur Vorlage und den damit verbundenen Themen teilen. Scherer bringt seine Erfahrungen als Publizist und Architekt ein, während Schneider die Bedeutung des Eigenmietwerts für die Baukultur und Klimapolitik erläutert.
Widerstand gegen die Steuer
Der Eigenmietwert wird oft als ungerecht empfunden, insbesondere in liberalen Kreisen. Kritiker argumentieren, dass die Berechnung des Eigenmietwerts kompliziert ist und nicht den tatsächlichen Einkommen entspricht. Dennoch wird er als wichtiges Lenkungsinstrument angesehen, das Eigentümer dazu motiviert, ihre Wohnfläche effizient zu nutzen.
Folgen der Abschaffung
Die Abschaffung des Eigenmietwerts könnte dazu führen, dass Eigentümer weniger Anreize haben, in Sanierungen zu investieren und stattdessen eher Neubauten vorziehen. Dies könnte negative Folgen für die Baukultur und den Klimaschutz haben, da mehr alte Gebäude abgerissen werden könnten, was zu einem höheren CO2-Ausstoß führt.
Schlussfolgerung und Meinungen
Beide Gäste, Scherer und Schneider, sprechen sich gegen die Abschaffung des Eigenmietwerts aus, da sie die gesellschaftlichen Vorteile überwiegen sehen und die Notwendigkeit betonen, die Diskussion über dieses Thema fortzusetzen. Der Eigenmietwert wird als wichtiges Steuerinstrument betrachtet, das sowohl für die Baukultur als auch für den Klimaschutz von Bedeutung ist.

Folge 3: Klimapolitik mit Alex Tiefenbacher
Einleitung zur Klimapolitik
Der Podcast beleuchtet die aktuellen Herausforderungen und Entwicklungen in der Schweizer Klimapolitik. Besonders im Fokus stehen die neuen Klimagesetze, das Entlastungspaket 27 und das Emissionshandelssystem. Die Diskussion zeigt, wie wichtig es ist, die komplexen Regelungen und Verantwortlichkeiten in der Klimapolitik zu verstehen.
Die neuen Schweizer Klimagesetze
Seit Januar 2025 gelten in der Schweiz neue Klimagesetze, die eine Vielzahl von Regelungen, darunter das revidierte CO2-Gesetz und das Klima- und Innovationsgesetz, umfassen. Alex Tiefenbacher äußert Bedenken bezüglich der Komplexität der Gesetze, die die öffentliche und mediale Kritik erschweren.
CO2-Abgabe und deren Mechanismus
Die CO2-Abgabe ist ein zentrales Instrument zur Reduzierung von Emissionen aus fossilen Brennstoffen. Obwohl die Schweiz im internationalen Vergleich relativ hohe Abgaben hat, gibt es bei der Rückverteilung und der Einhaltung von Klimazielen noch Optimierungsbedarf.
Das Gebäudeprogramm und das Entlastungspaket 27
Das Gebäudeprogramm, das zur Reduzierung von Emissionen durch energetische Maßnahmen beiträgt, steht aufgrund des Entlastungspakets 27 auf der Kippe. Diese Maßnahme zielt darauf ab, den Bundeshaushalt zu entlasten, könnte jedoch die Finanzierung wichtiger Klimaschutzmaßnahmen gefährden.
Das Emissionshandelssystem
Im Emissionshandelssystem sind die größten Emittenten in der Schweiz integriert. Während die Abgabe für Privatpersonen klar geregelt ist, müssen viele Unternehmen kaum zahlen, was die Lenkungswirkung des Systems in Frage stellt. Die Diskussion über die kostenlose Zuteilung von Emissionsrechten wirft Fragen zur Fairness und Effektivität des Systems auf.
Ausblick und Zukunftsperspektiven
Die Diskussion schließt mit einem Ausblick auf die Herausforderungen der Zukunft in der Klimapolitik. Die Komplexität der Gesetze erfordert ein besseres Verständnis und eine aktive Auseinandersetzung mit den Themen, um die Klimaziele erfolgreich umzusetzen.