
Maschinenraum Gesundheit - Der Podcast der TK-Landesvertretungen
Techniker Krankenkasse (TK)
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Wenn Rückenschmerzen chronisch werden: Brauchen wir ein neues Versorgungssystem?
Einführung in die digitale Gesundheitsversorgung
Thomas Frenken von Herodikus erklärt die Notwendigkeit der Digitalisierung im Gesundheitswesen, um Herausforderungen wie chronische Rückenschmerzen zu bewältigen. Er betont die Bedeutung von innovativen Lösungen, um die Versorgung zu verbessern.
Die Problematik chronischer Rückenschmerzen
Chronische Rückenschmerzen sind eine der häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit. Die steigenden Kosten und die negative Auswirkung auf die Lebensqualität der Betroffenen machen es notwendig, das bestehende Versorgungssystem zu überdenken. Lange Wartezeiten auf Therapietermine tragen zur Chronifizierung von Schmerzen bei.
Interdisziplinäre Ansätze in der Therapie
Frenken hebt hervor, dass chronische Schmerzen oft mehrere Ursachen haben und eine umfassende, interdisziplinäre Behandlung erfordern, die über Physiotherapie hinausgeht. Eine gute physiotherapeutische Versorgung sollte individuell zugeschnitten und von einem Therapeuten begleitet werden.
Die Rolle der Digitalisierung
Die Digitalisierung soll nicht nur durch Apps erfolgen, sondern auch die persönliche Beziehung zwischen Patient und Therapeut stärken. Eine hybride Therapie, die digitale Elemente mit persönlicher Betreuung kombiniert, hat sich als effektiver erwiesen.
Das Konzept von Herodikus
Herodikus bietet eine evidenzbasierte Blended Care Therapie an, die sowohl digitale Tools als auch persönliche Unterstützung umfasst. Dieses System soll die Patienten motivieren und ihnen helfen, aktiv an ihrer Gesundheit zu arbeiten.
Zusammenarbeit mit dem bestehenden Gesundheitssystem
Herodikus möchte keine Parallelwelt schaffen, sondern die digitale Therapie in die Regelversorgung integrieren. Die Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten und Ärzten ist entscheidend, um eine umfassende Versorgung zu gewährleisten.
Ergebnisse und Zukunftsausblick
Die Therapie bei Herodikus zeigt hohe Adhärenz und signifikante Verbesserungen bei den Patienten. Es besteht das Potenzial, das digitale Versorgungsmodell auf weitere Indikationen im Gesundheitswesen auszudehnen.

Hybride Versorgung bei psychischen Erkrankungen – die Erfolgsgeschichte von mentalis
Einführung in Mentalis
Im Podcast sprechen Katrin Heidebreck, Dr. Christian Aljoscha-Lukas und Jürgen Stein über Mentalis, ein Unternehmen, das digitale Therapien mit persönlicher psychologischer Begleitung kombiniert. Mentalis wurde 2015 gegründet und hat seither stark gewachsen, mit einem Fokus auf qualitativ hochwertige Versorgung für psychische Erkrankungen.
Hybride Versorgung für Jugendliche
Ein zentrales Thema ist das Programm CareNow, das Jugendlichen und ihren Eltern in Krisensituationen schnelle Hilfe bietet. Es kombiniert eine Therapie-App mit psychologischen Gesprächen. CareNow zielt darauf ab, frühzeitig Unterstützung zu bieten, bevor Probleme sich manifestieren, und berücksichtigt das gesamte Familiensystem.
Psychologische Betreuung und Herausforderungen
Die Betreuung von Jugendlichen erfordert besondere Sensibilität, da viele mit Anpassungsstörungen und anderen psychischen Belastungen kämpfen. Social Media hat sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf das psychische Wohlbefinden, indem es sowohl zur Aufklärung als auch zur Belastung beiträgt.
Krisenintervention und Suizidprävention
Das Team bei Mentalis hat Verfahren zur Krisenintervention implementiert, um in akuten Situationen zu helfen. Die Psychologen sind geschult, um suizidale Patienten zu erkennen und angemessen zu unterstützen.
Arbeitsumfeld und Unternehmenskultur bei Mentalis
Die Arbeitsbedingungen bei Mentalis zeichnen sich durch Flexibilität und einen hohen Qualitätsanspruch aus. Mitarbeiter fühlen sich motiviert, da sie einen positiven Einfluss auf das Leben von Menschen mit psychischen Erkrankungen ausüben können.
Zukunftsperspektiven und Ratschläge für Gründer
Dr. Lukas und Stein betonen die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren im Gesundheitswesen und die Notwendigkeit, die Bedürfnisse aller Beteiligten zu verstehen. Hartnäckigkeit und Engagement sind Schlüssel zum Erfolg im Gesundheitsmarkt.

Stark trotz Krebs – von der Idee und dem Erfolg der Sporttherapie auf der Kinderkrebsstation Leipzig
Einführung in die Sporttherapie für krebskranke Kinder
Im Podcast wird das innovative Projekt der Sporttherapie für krebskranke Kinder in Leipzig vorgestellt. Die Bewegungstherapie, die während der Akutbehandlung erfolgt, hat das Ziel, den Kindern trotz ihrer schweren Erkrankung Freude an Bewegung zu vermitteln und sie zu motivieren.
Vorstellung der Pioniere
Markus Wulfkange und Regine Sönkerath, Sporttherapeuten mit langjähriger Erfahrung, erläutern ihre Ansätze zur Bewegungsförderung. Sie betonen die Notwendigkeit, kindgerechte Aktivitäten zu entwickeln, um die Motivation der Kinder zu steigern und ihnen zu helfen, ihre Mobilität zurückzugewinnen.
Die Rolle der Krankenkassen
Die Techniker Krankenkasse war eine der ersten, die dieses Projekt unterstützte und Finanzierungsmöglichkeiten bereitstellte. Dies hat es ermöglicht, eine halbe Stelle für die Sporttherapie zu schaffen und die Versorgung auf der Station zu verbessern.
Bewegungstherapie in der Praxis
Die Therapeuten beschreiben, wie sie mit neuen Patienten arbeiten, um deren Bewegungsfreude zu wecken. Durch verschiedene Aktivitäten und Spiele wird den Kindern gezeigt, dass sie auch während ihrer Behandlung aktiv sein können. Dies wird als wichtiges Gegengewicht zu den negativen Erfahrungen während der Therapie angesehen.
Einbindung der Eltern
Ein zentrales Element der Therapie ist die Einbindung der Eltern, die als wichtige Faktoren für das Bewegungsverhalten ihrer Kinder gesehen werden. Die Therapeuten bieten Schulungen und gemeinsame Sporteinheiten an, um den Eltern zu zeigen, wie sie aktiv werden können.
Zukunftsperspektiven
Die Pioniere wünschen sich eine breitere Anerkennung und Regelversorgung ihrer Therapieansätze, um mehr Kindern helfen zu können. Sie hoffen auf weitere Unterstützung von Krankenkassen und eine Integration der Bewegungsförderung in die standardisierte Behandlung von krebskranken Kindern.