«psyche unplugged»: Der Psychiatrie-Podcast
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«psyche unplugged»: Der Psychiatrie-Podcast

Privatklinik Meiringen

Beschreibung

Psychische Erkrankungen können jede:n treffen. Die Auswirkungen für Betroffene und deren Umfeld sind einschneidend, die Stigmatisierung in der Gesellschaft leider immer noch hoch. Mit dem Podcast «psyche unplugged» klären wir auf, schaffen Verständnis und wirken Tabus entgegen.

Unsere Fachexpert:innen nehmen uns mit in die Welt der Psyche. Sie beantworten Fragen, erläutern Hintergründe und geben wertvolle Tipps im Umgang mit psychischen Krankheiten.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

«psyche unplugged»: Brain Health: Warum wir umdenken müssen

01.06.2026

Brain Health als ganzheitlicher Lebensaspekt

Brain Health bezeichnet die Aufrechterhaltung kognitiver Leistungsfähigkeit, psychischem Wohlbefinden, sozialer Funktion und emotionaler Stabilität über die Lebensspanne. Das Gehirn verbraucht viel Energie und ist zentrale Sitz der Psyche. Eine ganzheitliche Sicht stößt auf Überschneidungen von Neurologie und Psychiatrie, da sowohl neurologische als auch psychiatrische Prozesse das Denken, Fühlen und Verhalten formen.

Verschränkung von Neurologie und Psychiatrie

Die beiden Disziplinen arbeiten eng zusammen: Neurologie fokussiert sich auf Hirnfunktionen und bildgebende Befunde, Psychiatrie auf Verhaltensauffälligkeiten und Störungen der Kommunikation. Demenz oder Migräne zeigen, wie eng Verknüpfungen zwischen anatomischer Hirnsubstanz und psychischer Symptomatik bestehen. Diagnose und Behandlung berücksichtigen oft Parameter aus beiden Bereichen, sodass eine ganzheitliche Sicht sinnvoll ist.

Alltagsbelastungen, Schlaf und Stress

Moderne Lebenswelt mit ständiger Erreichbarkeit erhöht Stresslevel und reduziert Erholung. Schlafqualität beeinflusst Gedächtnis, Konzentration und emotionale Regulation. Bewegungsmuster, Ernährung und Umweltfaktoren spielen wesentlich mit. Chronischer Stress kann neurobiologische Prozesse verändern, wodurch Risiko für Depression, Angststörungen oder Demenz steigt. Eine Balance aus Schlaf, Sport, ausgewogener Ernährung und sozialer Einbindung wirkt schützend.

Praxiskompetenz: Prävention und ganzheitlicher Ansatz

Primär- und Sekundärprävention betonen frühzeitige Erkennung und Lebensstilmodulation: kein riskanter Substanzgebrauch, geistig anregende Aktivitäten, soziale Kontakte und regelmäßige Bewegung. Ebenso wichtig sind die Behandlung zugrundeliegender Erkrankungen wie Hormon- oder Herzerkrankungen. Eine ganzheitliche Perspektive, die neurologische, psychiatrische und medizinische Faktoren vereint, unterstützt langfristig die Hirngesundheit und die Lebensqualität.

Brain Health als ganzheitlicher Lebensaspekt

Brain Health bezeichnet die Aufrechterhaltung kognitiver Leistungsfähigkeit, psychischem Wohlbefinden, sozialer Funktion und emotionaler Stabilität über die Lebensspanne. Das Gehirn verbraucht viel Energie und ist zentrale Sitz der Psyche. Eine ganzheitliche Sicht stößt auf Überschneidungen von Neurologie und Psychiatrie, da sowohl neurologische als auch psychiatrische Prozesse das Denken, Fühlen und Verhalten formen.

Verschränkung von Neurologie und Psychiatrie

Die beiden Disziplinen arbeiten eng zusammen: Neurologie fokussiert sich auf Hirnfunktionen und bildgebende Befunde, Psychiatrie auf Verhaltensauffälligkeiten und Störungen der Kommunikation. Demenz oder Migräne zeigen, wie eng Verknüpfungen zwischen anatomischer Hirnsubstanz und psychischer Symptomatik bestehen. Diagnose und Behandlung berücksichtigen oft Parameter aus beiden Bereichen, sodass eine ganzheitliche Sicht sinnvoll ist.

Alltagsbelastungen, Schlaf und Stress

Moderne Lebenswelt mit ständiger Erreichbarkeit erhöht Stresslevel und reduziert Erholung. Schlafqualität beeinflusst Gedächtnis, Konzentration und emotionale Regulation. Bewegungsmuster, Ernährung und Umweltfaktoren spielen wesentlich mit. Chronischer Stress kann neurobiologische Prozesse verändern, wodurch Risiko für Depression, Angststörungen oder Demenz steigt. Eine Balance aus Schlaf, Sport, ausgewogener Ernährung und sozialer Einbindung wirkt schützend.

Praxiskompetenz: Prävention und ganzheitlicher Ansatz

Primär- und Sekundärprävention betonen frühzeitige Erkennung und Lebensstilmodulation: kein riskanter Substanzgebrauch, geistig anregende Aktivitäten, soziale Kontakte und regelmäßige Bewegung. Ebenso wichtig sind die Behandlung zugrundeliegender Erkrankungen wie Hormon- oder Herzerkrankungen. Eine ganzheitliche Perspektive, die neurologische, psychiatrische und medizinische Faktoren vereint, unterstützt langfristig die Hirngesundheit und die Lebensqualität.

«psyche unplugged»: Die vielen Gesichter einer Psychose

13.04.2026

Definition und Symptome

Eine Psychose wird als ein Syndrom beschrieben, das sich durch drei zentrale Gruppen von Symptomen zeigt: Halluzinationen als sinnliche Wahrnehmungen ohne Reize, Wahnvorstellungen mit subjektiv Gewissheit trotz widersprechender Evidenz, und Ich-Störungen, bei denen Gedanken anderer zu lesen scheinen oder Gedanken gelesen werden können. Der Verlauf kann akut auftreten, oft verbunden mit Schlafstörungen, und führt zu einer deutlichen Beeinträchtigung im Alltag.

Ursachen, Abklären und Diagnose

Zunächst werden organische Ursachen ausgeschlossen, etwa Hirndruck, Tumor oder Stoffwechselstörungen. Drogenkonsum wird berücksichtigt, ebenso wie ein mögliches Präpsychotisches Syndrom. Bei Verdacht auf eine Schizophrenie-Form kann anhand strukturierter Interviews (wie PANSS) und festgelegter Cut-offs die Diagnose gestellt werden. Eine gezielte Abklärung erfolgt, wenn nötig, durch bildgebende Verfahren und Labortests.

Behandlung und Verlauf

Die Behandlung beruht auf drei Säulen: medikamentöse Therapie mit Antipsychotika, Psychotherapie und sozialtherapeutische Unterstützung. In akuten Phasen kann eine schnelle Stabilisierung nötig sein, gefolgt von einer Strukturierung des Alltags. Die Prognose ist differenziert: akute Psychose kann zu vollständiger Remission führen, während Schizophrenie oft eine chronische Begleiterkrankung bleibt, die lebensweltliche Unterstützung erfordert.

Rolle von Angehörigen und Unterstützungssystemen

Angehörige spielen eine zentrale Rolle beim Erkennen von Veränderungen, beim Einbinden in Behandlungswege und beim Aufbau von Alltagsstrukturen. Beratung, Begleitung und frühe Hilfen sind wichtig, ebenso der Zugang zu sozialer Unterstützung, betreutem Wohnen und Wiedereinstieg ins Arbeitsleben. Offenheit, Entstigmatisierung und eine abgestimmte Zusammenarbeit von Medizin, Psychologie und Sozialarbeit fördern Heilungschancen.

Definition und Symptome

Eine Psychose wird als ein Syndrom beschrieben, das sich durch drei zentrale Gruppen von Symptomen zeigt: Halluzinationen als sinnliche Wahrnehmungen ohne Reize, Wahnvorstellungen mit subjektiv Gewissheit trotz widersprechender Evidenz, und Ich-Störungen, bei denen Gedanken anderer zu lesen scheinen oder Gedanken gelesen werden können. Der Verlauf kann akut auftreten, oft verbunden mit Schlafstörungen, und führt zu einer deutlichen Beeinträchtigung im Alltag.

Ursachen, Abklären und Diagnose

Zunächst werden organische Ursachen ausgeschlossen, etwa Hirndruck, Tumor oder Stoffwechselstörungen. Drogenkonsum wird berücksichtigt, ebenso wie ein mögliches Präpsychotisches Syndrom. Bei Verdacht auf eine Schizophrenie-Form kann anhand strukturierter Interviews (wie PANSS) und festgelegter Cut-offs die Diagnose gestellt werden. Eine gezielte Abklärung erfolgt, wenn nötig, durch bildgebende Verfahren und Labortests.

Behandlung und Verlauf

Die Behandlung beruht auf drei Säulen: medikamentöse Therapie mit Antipsychotika, Psychotherapie und sozialtherapeutische Unterstützung. In akuten Phasen kann eine schnelle Stabilisierung nötig sein, gefolgt von einer Strukturierung des Alltags. Die Prognose ist differenziert: akute Psychose kann zu vollständiger Remission führen, während Schizophrenie oft eine chronische Begleiterkrankung bleibt, die lebensweltliche Unterstützung erfordert.

Rolle von Angehörigen und Unterstützungssystemen

Angehörige spielen eine zentrale Rolle beim Erkennen von Veränderungen, beim Einbinden in Behandlungswege und beim Aufbau von Alltagsstrukturen. Beratung, Begleitung und frühe Hilfen sind wichtig, ebenso der Zugang zu sozialer Unterstützung, betreutem Wohnen und Wiedereinstieg ins Arbeitsleben. Offenheit, Entstigmatisierung und eine abgestimmte Zusammenarbeit von Medizin, Psychologie und Sozialarbeit fördern Heilungschancen.

«psyche unplugged»: Neurodiversität – Zwischen Diagnose, Identität und Potenzial

16.02.2026

Einführung in das Thema Neurodiversität

Im Podcast wird das Konzept der Neurodiversität diskutiert, das beschreibt, dass es natürliche Variationen im menschlichen Denken und Wahrnehmen gibt. Der Host David Studemay stellt Dr. Stefan Kupferschmidt vor, einen Experten auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendpsychiatrie, der die Relevanz von Neurodiversität erklärt.

Definition und Bedeutung von Neurodiversität

Neurodiversität beschreibt Unterschiede in der neuronalen Ausstattung und Wahrnehmung, die oft als Defizite betrachtet werden. Dr. Kupferschmidt erklärt, dass es wichtig ist, diese Unterschiede nicht nur als Störungen, sondern auch als potenzielle Stärken zu sehen.

Diagnosen und deren Herausforderungen

Der Podcast thematisiert die Diagnosen ADHS und Autismus-Spektrum-Störungen. Während Diagnosen weltweit standardisiert werden, hebt Dr. Kupferschmidt hervor, dass individuelle Unterschiede zwischen Patienten oft übersehen werden und dass Diagnosen nicht die gesamte Person beschreiben.

Neurodiversität im Bildungssystem

Das Bildungssystem wird als wichtiger Ort diskutiert, an dem neurodiverse Schüler unterschiedliche Unterstützung benötigen. Dr. Kupferschmidt betont die Notwendigkeit, Lehrmethoden zu diversifizieren, um den verschiedenen Bedürfnissen gerecht zu werden.

Gesellschaftliche Perspektiven und Unterstützung

Der Podcast spricht auch über die gesellschaftliche Verantwortung, ein Umfeld zu schaffen, das neurodiversen Menschen gerecht wird. Initiativen wie stille Stunden in Supermärkten werden als positive Beispiele genannt, die es Menschen mit Autismus erleichtern, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Fazit und Ausblick

Abschließend wird betont, dass das Verständnis für Neurodiversität und der Umgang mit Diagnosen in der Gesellschaft im Wandel sind. Es ist wichtig, die Stärken von neurodiversen Menschen zu erkennen und zu fördern, um ihnen zu helfen, ihre Fähigkeiten optimal zu nutzen.

Einführung in das Thema Neurodiversität

Im Podcast wird das Konzept der Neurodiversität diskutiert, das beschreibt, dass es natürliche Variationen im menschlichen Denken und Wahrnehmen gibt. Der Host David Studemay stellt Dr. Stefan Kupferschmidt vor, einen Experten auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendpsychiatrie, der die Relevanz von Neurodiversität erklärt.

Definition und Bedeutung von Neurodiversität

Neurodiversität beschreibt Unterschiede in der neuronalen Ausstattung und Wahrnehmung, die oft als Defizite betrachtet werden. Dr. Kupferschmidt erklärt, dass es wichtig ist, diese Unterschiede nicht nur als Störungen, sondern auch als potenzielle Stärken zu sehen.

Diagnosen und deren Herausforderungen

Der Podcast thematisiert die Diagnosen ADHS und Autismus-Spektrum-Störungen. Während Diagnosen weltweit standardisiert werden, hebt Dr. Kupferschmidt hervor, dass individuelle Unterschiede zwischen Patienten oft übersehen werden und dass Diagnosen nicht die gesamte Person beschreiben.

Neurodiversität im Bildungssystem

Das Bildungssystem wird als wichtiger Ort diskutiert, an dem neurodiverse Schüler unterschiedliche Unterstützung benötigen. Dr. Kupferschmidt betont die Notwendigkeit, Lehrmethoden zu diversifizieren, um den verschiedenen Bedürfnissen gerecht zu werden.

Gesellschaftliche Perspektiven und Unterstützung

Der Podcast spricht auch über die gesellschaftliche Verantwortung, ein Umfeld zu schaffen, das neurodiversen Menschen gerecht wird. Initiativen wie stille Stunden in Supermärkten werden als positive Beispiele genannt, die es Menschen mit Autismus erleichtern, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Fazit und Ausblick

Abschließend wird betont, dass das Verständnis für Neurodiversität und der Umgang mit Diagnosen in der Gesellschaft im Wandel sind. Es ist wichtig, die Stärken von neurodiversen Menschen zu erkennen und zu fördern, um ihnen zu helfen, ihre Fähigkeiten optimal zu nutzen.