praxiscast.agrar
Stephanie Makowski und Dr. Anke Boenisch
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht
Zeitreise Weizenzüchtung, Talk-Gäste: Kerstin Schlemmer und Dr. Dennis Hehnen
Einführung in die Weizenzüchtung
Im Praxiscast Agrar wird die Entwicklung der Weizenzüchtung über 140 Jahre thematisiert. Ein Landwirt kann heute 147 Menschen ernähren, was das Ergebnis jahrzehntelanger Züchtungsarbeit ist. Kerstin Schlemmer und Dennis Heenen erläutern die Bedeutung, alte Weizensorten wieder zu betrachten, um daraus für die Zukunft zu lernen.
Die Zeitreise Weizenzüchtung
Der Versuch, verschiedene Weizensorten nebeneinander zu präsentieren, bietet einen Einblick in die Entwicklung der Züchtung. Die Veranstaltung zeigt historische Sorten auf und beleuchtet deren Eigenschaften, um zu verstehen, was sich in der Züchtungstechnologie verändert hat und welche Bedeutung das für die heutige Landwirtschaft hat.
Öffentlichkeitsarbeit und Zielgruppen
Die Zielgruppe des Schauversuchs umfasst nicht nur Landwirte, sondern auch die breite Öffentlichkeit. Durch Social Media und Veranstaltungen wird versucht, das Wissen über Weizen und dessen Züchtung zu verbreiten, um das Interesse an diesem wichtigen Thema zu fördern.
Auswahl der Weizensorten
Die 19 präsentierten Sorten wurden aufgrund ihrer historischen Relevanz und ihrer Bedeutung für die Züchtung ausgewählt. Sie repräsentieren verschiedene Zeitperioden und bieten einen Einblick in die Entwicklung der Landwirtschaft und der Züchtungstechniken.
Zukunft der Weizenzüchtung
Das Gespräch thematisiert auch die Herausforderungen der Zukunft, wie den Klimawandel und den Bedarf an neuen Sorten. Es wird betont, dass die Weizenzüchtung ein kontinuierlicher Prozess ist, der sich an veränderte Anforderungen anpassen muss.
Schilf-Glasflügelzikade: Eine neue Herausforderung für die Kartoffelproduktion und die Kartoffelzüchtung, Talk-Gast: Leo von Kameke
Einführung zur Schilfglasflügelzirkade
Die Schilfglasflügelzirkade stellt eine neue Herausforderung für die Kartoffelproduktion und -züchtung dar. Diese Zikade ist ein Überträger bakterieller Erkrankungen und breitet sich zunehmend aus, was die Landwirtschaft zum Umdenken zwingt. Der Fokus liegt auf der Entwicklung resistenter Kartoffelsorten und der Frage, was Landwirte bereits tun können.
Die Mission der Solana-Gruppe
Leo von Kameke, Geschäftsführer der Solana-Gruppe, erläutert die Mission des Unternehmens: das Potenzial der Kartoffel durch Züchtung neuer Sorten besser zu nutzen. Solana produziert und vermarktet hochwertiges Pflanzgut in über 50 Ländern. Die Kartoffel ist eine bedeutende Nahrungsfrucht, die in vielen Ländern zur Ernährungssicherheit beiträgt.
Herausforderungen durch bakterielle Erkrankungen
Die Zikade überträgt zwei Hauptbakterien, die zu Symptomen wie Welke und Vergilbung bei Kartoffelpflanzen führen. Diese Symptome treten oft spät auf, was zu Ernteausfällen führen kann. Die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Verarbeitung von Kartoffeln sind erheblich, da befallene Knollen nicht vermarktet werden können.
Ackerbauliche Strategien zur Bekämpfung
Um dem Problem zu begegnen, haben Landwirte begonnen, Anbauregionen zu verlagern und Fruchtfolgen zu überdenken. Ein bundesweites Monitoring der Zikade soll helfen, das Geschehen zu beobachten und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.
Forschung und zukünftige Entwicklungen
Die Forschung zu den Übertragungsmechanismen der Zikade ist im Gange, und es gibt zahlreiche Projekte zur Entwicklung resistenter Sorten. Die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Landwirtschaft und Politik ist entscheidend, um passende Lösungen zu finden und die Kartoffelproduktion in Deutschland zu sichern.
Kommt Urgetreide raus aus der Nische? Talk-Gast: Felix Buchholz
Einführung in das Thema Urgetreide
Der Podcast diskutiert die Frage, ob Urgetreide wie Einkorn, Emmer und Dinkel bald aus ihrer Nische herauskommen werden. Anke und Steffi sprechen mit Felix Buchholz, einem Experten auf diesem Gebiet.
Marktentwicklung und Anbauflächen
Felix erläutert, dass es keine genauen Statistiken für die Anbauflächen von Emmer und Einkorn gibt, schätzt jedoch, dass diese in Deutschland nur auf 2.000 bis 3.000 Hektar für Emmer und rund 1.000 Hektar für Einkorn liegen. Der Großteil des Anbaus erfolgt ökologisch, was die Entwicklung der Märkte beeinflusst.
Wirtschaftliche Aspekte
Die Preise für Emmer und Einkorn schwanken stark, mit einem Preis von etwa 35 Euro pro Dezitonne für konventionellen Emmer und bis zu 80 Euro für ökologisches Einkorn. Die geringe Verfügbarkeit und die steigende Nachfrage könnten zu höheren Preisen führen.
Geschmack und Nährstoffe
Der Geschmack der Urgetreide wird als besonders hervorgehoben, vor allem bei Einkorn, das von Konsumenten als schmackhaft wahrgenommen wird. Der Nährstoffgehalt unterscheidet sich nicht signifikant von Dinkel oder Weichweizen, was den Kaufanreiz betrifft.
Ackerbauliche Bedingungen und Züchtung
Urgetreide benötigt weniger Stickstoff und ist weniger anfällig für Krankheiten, jedoch muss die Standfestigkeit verbessert werden. Die Züchtung zielt darauf ab, die Erträge zu steigern und die Pflanzen standfester zu machen.
Markteintritt und Herausforderungen
Der potenzielle Markteintritt von Urgetreide in Supermärkten könnte sowohl Chancen als auch Risiken mit sich bringen. Während eine breitere Akzeptanz wünschenswert ist, könnte dies auch zu Preisdruck führen und das Image der Urgetreide gefährden.