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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

onda-info 648
Immobilienspekulation in El Salvador
Die Kaffeeanbaugebiete in El Salvador werden zunehmend zu Objekten der Immobilienspekulation. Der von Präsident Nayib Bukele ausgerufene Ausnahmezustand und die Abwicklung alter Agrarreformgesetze begünstigen diesen Prozess, wodurch Landwirte vertrieben und Grundstücke für Luxusprojekte genutzt werden. Ein Beitrag von Johanna Fuchs und Fibran Mena Aguilar beleuchtet die Hintergründe.
Nachrichten zu Menschenhandel und HIV
Am 30. Juli wird weltweit der Internationale Tag gegen Menschenhandel begangen. In Mexiko-Stadt forderte der Bürgerrat Präventionsmaßnahmen. Währenddessen fand in Rio de Janeiro die internationale Aids-Konferenz statt, die auf die Dringlichkeit der Bekämpfung von Stigmatisierung und Diskriminierung hinwies.
Gewalt gegen indigene Führungspersonen in Kolumbien
In Kolumbien wurde ein indigenen Führer, Julian Mauricio Gutierrez, während eines Angriffs getötet, was die andauernde Verfolgung indigener Gemeinschaften verdeutlicht. Der Rat der NASA-Vertretungen fordert Schutzmaßnahmen durch Menschenrechtsorganisationen.
Nachruf auf Nicolás Calacho
Der uruguayische Gewerkschaftsaktivist Nicolás Calacho Estevez ist verstorben. Er war eine zentrale Figur im Kampf für die Rechte der Zuckerrohrarbeiter und spielte eine wichtige Rolle in der Gewerkschaftsbewegung in Uruguay.
Amazonia Vox
Die Medienplattform Amazonia Vox, gegründet von Daniel Nardim, fördert die Selbstrepräsentation indigener Gemeinschaften durch dekolonialen Journalismus. Sie vernetzt JournalistInnen und bietet Trainings an, um lokale Perspektiven zu stärken und zu verbreiten.

onda-info 646
Erdbeben in Venezuela
Am 24. Juni wurde die Region La Guaira in Venezuela von zwei verheerenden Erdbeben getroffen, bei denen über 3.300 Menschen ums Leben kamen und zehntausende vermisst werden. Unter den Opfern sind auch Abgeschobene aus den USA, die in einem Hotel untergebracht waren, das einstürzte.
Präsidentschaftswahlen in Peru
Keiko Fujimori wurde nach einer umstrittenen Wahl zur vorläufigen Präsidentin Perus erklärt. Ihr knapper Sieg von 50,135 Prozent und die damit verbundenen Vorwürfe von Wahlbetrug werfen Fragen zur Stabilität der politischen Landschaft auf. Ein neues Gesetz stärkt die Befugnisse von Militär- und Polizeigerichten, was die Menschenrechtslage verschärfen könnte.
Wahlen in Kolumbien
In Kolumbien setzte sich der rechte Kandidat Abelardo de la Espriella gegen Ivan Cepeda durch, was das Ende der ersten Linksregierung bedeutet. Dies wird als Rückschritt in der Friedenspolitik und den Menschenrechten angesehen, da Berichte über paramilitärische Übergriffe zunehmen.
Brasilien und Kuba
In Brasilien stehen Wahlen bevor, während Ex-Präsident Bolsonaro im Gefängnis sitzt. In Kuba wurde der erste Batteriespeicher in Betrieb genommen, was als Fortschritt in der Energiewende des Landes gesehen wird.
Internationale Menschenrechtsbeobachter in Mexiko
Der Podcast diskutiert die anhaltende Notlage in Mexiko, insbesondere die Arbeit internationaler Menschenrechtsbeobachter, die seit 30 Jahren aktiv sind. Regina, eine Transfrau und Menschenrechtsaktivistin, schildert ihren Kampf und die Gefahren, denen sie ausgesetzt war. Nach einem Mordanschlag musste sie aus ihrem Heimatland fliehen und lebt nun im Exil.

onda-Nachrichten – Argentinien, Bolivien und politische Pride-Bewegungen
Gesetz zum Schutz indigener Frauen in Argentinien
In Argentinien wurde erstmals ein Gesetz verabschiedet, das den systematischen sexuellen Missbrauch indigener Mädchen und Frauen als Hassverbrechen anerkennt. Dieses als Octorina-Gesetz bekannte Gesetz zielt darauf ab, durch Sensibilisierung und Aufklärung präventiv zu wirken und ist ein Ergebnis des langen Kampfes indigener Frauen.
Rechtsextremismus in Peru
In Peru wurde ein umstrittener Gesetzesentwurf verabschiedet, der die Befugnisse militärischer und polizeilicher Gerichte zur Untersuchung mutmaßlicher Menschenrechtsverletzungen erweitert. Dies könnte die Straflosigkeit von Sicherheitskräften fördern, was internationale Kritik auf den Plan ruft.
Proteste und Ausnahmezustand in Bolivien
Seit fast zwei Monaten kommt Bolivien durch landesweite Proteste und Blockaden zum Stillstand. Präsident Rodrigo Paz hat den Ausnahmezustand verhängt, nachdem eine Vereinbarung mit Gewerkschaften unterzeichnet wurde, die jedoch von der Basis als Verrat wahrgenommen wird. Der ehemalige Präsident Evo Morales kündigte an, dass die Blockaden in seiner Hochburg vorübergehend aufgehoben werden, um den Protestierenden entgegenzukommen.
Änderungen im Landgesetz in Argentinien
Die argentinische Regierung plant eine Reform des Landgesetzes, die den Verkauf von Land an ausländische Großunternehmen erleichtern würde. Diese Änderungen könnten negative Auswirkungen auf die indigene Bevölkerung und die Agrarökologie haben, indem sie die Konzentration des Landbesitzes begünstigen.
Politische Pride-Bewegungen in Lateinamerika
Im Juni finden in vielen lateinamerikanischen Städten CSD-Feiern statt, die zunehmend von politischen Inhalten geprägt sind. Unabhängige Kollektive und AktivistInnen organisieren Gegenparaden, um Themen wie Arbeitsrechte, staatliche Gewalt und Rassismus auf die Agenda zu setzen, die bei offiziellen Pride-Veranstaltungen oft ignoriert werden.