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Beschreibung

Cliocast ist eine Podcast-Reihe von Gesprächen mit HistorikerInnen über ihre neuen Bücher. In den rund 30minütigen Beiträgen können der historische Gegenstand und die zentralen Thesen genauso zur Sprache kommen wie methodische Herausforderungen, die Entstehungsbedingungen und die aktuelle Rezeption und Diskussion der Bücher. Cliocast versteht sich nicht als Rezensionsorgan, sondern will Gesprächsplattform für den Austausch über geschichtswissenschaftliches Arbeiten sein. Mit Cliocast präsentiert infoclio.ch ein neues Podcast-Format für die Geschichtswissenschaften in der Schweiz.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Cliocast #33: Fabienne Amlinger spricht über «Unerhört. Die ersten Politikerinnen im Bundeshaus»

11.06.2026

Einführung und Buchvorstellung

Fabienne Amlinger, Historikerin und Geschlechterforscherin, spricht über ihr Buch "Unerhört – Die ersten Politikerinnen im Bundeshaus", das die ersten zwölf Frauen behandelt, die 1971 ins Schweizer Parlament eintraten. Sie thematisiert die Herausforderungen und Erfahrungen dieser Pionierinnen in einem traditionell männlich dominierten Umfeld.

Der Titel und seine Bedeutung

Amlinger erklärt, dass der Titel "Unerhört" nicht nur eine Anspielung auf die Geschichte der Frauen im Parlament ist, sondern auch die unerhörten Erfahrungen und Erlebnisse dieser Frauen reflektiert, die oft in der Geschichtsschreibung ignoriert wurden.

Struktur des Buches

Das Buch besteht aus fünf Essays, die verschiedene Aspekte des Fraueneinzuges ins Bundeshaus beleuchten, sowie fünf persönlichen Gesprächen mit Politikerinnen. Diese Struktur ermöglicht eine tiefere Auseinandersetzung mit der Thematik und gibt den Frauen eine Stimme.

Persönliche Erfahrungen und Methodik

Amlinger teilt ihre Erfahrungen bei der Durchführung von Interviews mit Politikerinnen und erläutert, warum sie sich entschieden hat, deren Geschichten in Ich-Form zu präsentieren. Dadurch möchte sie den LeserInnen die emotionale Tiefe und die individuellen Perspektiven der Politikerinnen näherbringen.

Herausforderungen beim Schreiben

Die Autorin beschreibt Herausforderungen, wie die Balance zwischen wissenschaftlicher Genauigkeit und ansprechendem, zugänglichem Schreiben zu finden. Zudem reflektiert sie über die Verantwortung, die Geschichte dieser Frauen gerecht zu erzählen, und die ethischen Überlegungen bei der Darstellung ihrer Erfahrungen.

Schlussfolgerung

Amlinger betont die Wichtigkeit, die Stimmen der ersten Politikerinnen nicht nur zu dokumentieren, sondern auch in den Kontext der politischen Teilhabe und des Geschlechterverhältnisses zu stellen. Ihr Buch ist ein Aufruf, die unerhörten Geschichten der Frauen in der Geschichte sichtbar zu machen.

Einführung und Buchvorstellung

Fabienne Amlinger, Historikerin und Geschlechterforscherin, spricht über ihr Buch "Unerhört – Die ersten Politikerinnen im Bundeshaus", das die ersten zwölf Frauen behandelt, die 1971 ins Schweizer Parlament eintraten. Sie thematisiert die Herausforderungen und Erfahrungen dieser Pionierinnen in einem traditionell männlich dominierten Umfeld.

Der Titel und seine Bedeutung

Amlinger erklärt, dass der Titel "Unerhört" nicht nur eine Anspielung auf die Geschichte der Frauen im Parlament ist, sondern auch die unerhörten Erfahrungen und Erlebnisse dieser Frauen reflektiert, die oft in der Geschichtsschreibung ignoriert wurden.

Struktur des Buches

Das Buch besteht aus fünf Essays, die verschiedene Aspekte des Fraueneinzuges ins Bundeshaus beleuchten, sowie fünf persönlichen Gesprächen mit Politikerinnen. Diese Struktur ermöglicht eine tiefere Auseinandersetzung mit der Thematik und gibt den Frauen eine Stimme.

Persönliche Erfahrungen und Methodik

Amlinger teilt ihre Erfahrungen bei der Durchführung von Interviews mit Politikerinnen und erläutert, warum sie sich entschieden hat, deren Geschichten in Ich-Form zu präsentieren. Dadurch möchte sie den LeserInnen die emotionale Tiefe und die individuellen Perspektiven der Politikerinnen näherbringen.

Herausforderungen beim Schreiben

Die Autorin beschreibt Herausforderungen, wie die Balance zwischen wissenschaftlicher Genauigkeit und ansprechendem, zugänglichem Schreiben zu finden. Zudem reflektiert sie über die Verantwortung, die Geschichte dieser Frauen gerecht zu erzählen, und die ethischen Überlegungen bei der Darstellung ihrer Erfahrungen.

Schlussfolgerung

Amlinger betont die Wichtigkeit, die Stimmen der ersten Politikerinnen nicht nur zu dokumentieren, sondern auch in den Kontext der politischen Teilhabe und des Geschlechterverhältnisses zu stellen. Ihr Buch ist ein Aufruf, die unerhörten Geschichten der Frauen in der Geschichte sichtbar zu machen.

Cliocast #32: Moritz Mähr - Wie der Verwaltungscomputer die Arbeitsmigration programmierte

08.05.2026

Historischer Gegenstand und Bildsprache

Der Text untersucht die Einführung elektronischer Datenverarbeitung in der Schweizer Bundesverwaltung und deren Verbindung zu Verwaltung, Machtpolitik und Migration. Im Gespräch wird das Coverbild mit Arbeitern als Hinweis auf die Arbeitsmigration interpretiert, und der Forscher betont, dass Subjekte der Verwaltung oft nur als Daten oder Abstraktionen sichtbar werden können.

Technik, Statistik und Regulierung

Es wird erläutert, wie Zählen, Registerführung und Zensus zur Steuerung von Migration genutzt wurden. Die Diskussion zeigt, dass technischer Fortschritt mit der Frage nach Rechtsrahmen, Datenschutz und staatlicher Legitimation verbunden war, während die Verwaltung versuchte, Phänomene wie Ausländerprobleme zu quantifizieren.

Quellenlage, Digitalität und Methodik

Der Forscher beschreibt eine reichhaltige, digitalisierte Primärwirklichkeit und die Herausforderung, digitale Bestände mit hohem Strukturgrad sinnvoll zu erschließen. Er entwickelte eine Volltext-Suchmaschine und nützliche Heuristiken, um Muster in Archivstrukturen zu erkennen und die Relevanz einzelner Dokumente besser abzuschätzen.

Zentrale Befunde und Perspektiven

Es wird deutlich, dass digitale Archive Machtverhältnisse widerspiegeln: Priorisierte Quellen spiegeln Entscheidungsstrukturen wider und lassen Lücken erkennen. Die Arbeit betont die Bedeutung von Leerstellen, Archivwissen und einer kritisch-transformativen Herangehensweise, um Dokumente im historischen Kontext zu lesen und die Rolle von Migration in der Verwaltung sichtbar zu machen.

Historischer Gegenstand und Bildsprache

Der Text untersucht die Einführung elektronischer Datenverarbeitung in der Schweizer Bundesverwaltung und deren Verbindung zu Verwaltung, Machtpolitik und Migration. Im Gespräch wird das Coverbild mit Arbeitern als Hinweis auf die Arbeitsmigration interpretiert, und der Forscher betont, dass Subjekte der Verwaltung oft nur als Daten oder Abstraktionen sichtbar werden können.

Technik, Statistik und Regulierung

Es wird erläutert, wie Zählen, Registerführung und Zensus zur Steuerung von Migration genutzt wurden. Die Diskussion zeigt, dass technischer Fortschritt mit der Frage nach Rechtsrahmen, Datenschutz und staatlicher Legitimation verbunden war, während die Verwaltung versuchte, Phänomene wie Ausländerprobleme zu quantifizieren.

Quellenlage, Digitalität und Methodik

Der Forscher beschreibt eine reichhaltige, digitalisierte Primärwirklichkeit und die Herausforderung, digitale Bestände mit hohem Strukturgrad sinnvoll zu erschließen. Er entwickelte eine Volltext-Suchmaschine und nützliche Heuristiken, um Muster in Archivstrukturen zu erkennen und die Relevanz einzelner Dokumente besser abzuschätzen.

Zentrale Befunde und Perspektiven

Es wird deutlich, dass digitale Archive Machtverhältnisse widerspiegeln: Priorisierte Quellen spiegeln Entscheidungsstrukturen wider und lassen Lücken erkennen. Die Arbeit betont die Bedeutung von Leerstellen, Archivwissen und einer kritisch-transformativen Herangehensweise, um Dokumente im historischen Kontext zu lesen und die Rolle von Migration in der Verwaltung sichtbar zu machen.

Cliocast #31: Bruno Strasser - The Mask. A History of Breathing Bad Air

17.12.2025

Einführung in das Thema

Bruno Strasser, Historiker an der Universität Genf, diskutiert in diesem Podcast seine aktuelle Monografie "The Mask: A History of Breathing Bad Air", die er gemeinsam mit Thomas Schlich verfasst hat. Die Inspiration zur Bucherstellung kam während der COVID-Pandemie, als das Tragen von Masken für die gesamte Bevölkerung zur Norm wurde.

Das Publikum des Buches

Strasser beschreibt das Buch als eine Art "Crossover-Buch", das sowohl akademische Forschung als auch eine für ein breiteres Publikum zugängliche Erzählweise umfasst. Es richtet sich an Historiker, Mediziner und interessierte Laien, was eine Herausforderung beim Schreiben darstellte.

Materialität und Masken

Ein wichtiger Aspekt des Buches ist die Materialität von Masken, die Strasser und Schlich durch praktische Experimente untersucht haben. Sie haben historische Masken ausprobiert, um das Tragegefühl und die Erfahrungen zu verstehen, die Menschen in der Vergangenheit gemacht haben.

Masken und Geschlechterrollen

Das Buch behandelt auch die Verbindung zwischen Masken und Männlichkeit, wobei Strasser auf Studien verweist, die zeigen, dass vor allem Männer gegen das Tragen von Masken waren, da es als unmanlich galt. Dies verdeutlicht, wie kulturelle und historische Kontexte die Wahrnehmung von Masken beeinflussen.

Masken als technologische Lösung

Ein weiterer zentraler Punkt ist die Verwendung von Masken als technologische Lösung für soziale Probleme, wie Pandemien. Strasser kritisiert die Tendenz, Masken als einfache Lösung für komplexe Gesundheitsprobleme zu betrachten, und weist darauf hin, dass dies oft von der Notwendigkeit ablenkt, strukturelle Probleme im Gesundheitswesen anzugehen.

Die Geschichte der Einwegmaske

Strasser beleuchtet die Entwicklung von wiederverwendbaren zu Einwegmasken in den 1960er Jahren, die durch industrielle Interessen und die Rationalisierung im Gesundheitswesen gefördert wurden. Diese Entwicklung führte zu einer Abnahme der praktischen Kenntnisse über die Sterilisation von wiederverwendbaren Materialien.

Abschlussgedanken

Strasser betont die Wichtigkeit, die Verbindung zwischen Geschichte und aktuellen Themen zu erkennen und wie historische Perspektiven helfen können, gegenwärtige Herausforderungen besser zu verstehen. Das Buch ist ein Versuch, historische Erkenntnisse zugänglich zu machen und die Leser zum kritischen Nachdenken über Masken und deren Bedeutung anzuregen.

Einführung in das Thema

Bruno Strasser, Historiker an der Universität Genf, diskutiert in diesem Podcast seine aktuelle Monografie "The Mask: A History of Breathing Bad Air", die er gemeinsam mit Thomas Schlich verfasst hat. Die Inspiration zur Bucherstellung kam während der COVID-Pandemie, als das Tragen von Masken für die gesamte Bevölkerung zur Norm wurde.

Das Publikum des Buches

Strasser beschreibt das Buch als eine Art "Crossover-Buch", das sowohl akademische Forschung als auch eine für ein breiteres Publikum zugängliche Erzählweise umfasst. Es richtet sich an Historiker, Mediziner und interessierte Laien, was eine Herausforderung beim Schreiben darstellte.

Materialität und Masken

Ein wichtiger Aspekt des Buches ist die Materialität von Masken, die Strasser und Schlich durch praktische Experimente untersucht haben. Sie haben historische Masken ausprobiert, um das Tragegefühl und die Erfahrungen zu verstehen, die Menschen in der Vergangenheit gemacht haben.

Masken und Geschlechterrollen

Das Buch behandelt auch die Verbindung zwischen Masken und Männlichkeit, wobei Strasser auf Studien verweist, die zeigen, dass vor allem Männer gegen das Tragen von Masken waren, da es als unmanlich galt. Dies verdeutlicht, wie kulturelle und historische Kontexte die Wahrnehmung von Masken beeinflussen.

Masken als technologische Lösung

Ein weiterer zentraler Punkt ist die Verwendung von Masken als technologische Lösung für soziale Probleme, wie Pandemien. Strasser kritisiert die Tendenz, Masken als einfache Lösung für komplexe Gesundheitsprobleme zu betrachten, und weist darauf hin, dass dies oft von der Notwendigkeit ablenkt, strukturelle Probleme im Gesundheitswesen anzugehen.

Die Geschichte der Einwegmaske

Strasser beleuchtet die Entwicklung von wiederverwendbaren zu Einwegmasken in den 1960er Jahren, die durch industrielle Interessen und die Rationalisierung im Gesundheitswesen gefördert wurden. Diese Entwicklung führte zu einer Abnahme der praktischen Kenntnisse über die Sterilisation von wiederverwendbaren Materialien.

Abschlussgedanken

Strasser betont die Wichtigkeit, die Verbindung zwischen Geschichte und aktuellen Themen zu erkennen und wie historische Perspektiven helfen können, gegenwärtige Herausforderungen besser zu verstehen. Das Buch ist ein Versuch, historische Erkenntnisse zugänglich zu machen und die Leser zum kritischen Nachdenken über Masken und deren Bedeutung anzuregen.