Welt der Physik
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Unter dem Fragemotto "... heute schon geforscht?" präsentiert die Deutsche Physikalische Gesellschaft e.V. eine Auswahl der Themen als Audio-Podcast.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Folge 387 – Supraleitende Qubits

27.08.2026

Einführung in Quantencomputer

Wissenschaftler weltweit arbeiten an verschiedenen Ansätzen zum Bau von Quantencomputern. Ein zentraler Fokus liegt auf winzigen Schaltkreisen, an denen Forscher wie Stefan Philipp von der Technischen Universität München tätig sind. Diese Schaltkreise sind etwa 100 Mikrometer groß und erlauben eine mikroskopische Betrachtung.

Entwicklung der Quantencomputer

Die ersten Überlegungen zu Quantencomputern entstanden in den 1980er Jahren, mit dem Ziel, physikalische Phänomene auf atomarer Ebene zu berechnen. David Deutsch legte die theoretischen Grundlagen für universelle Quantenrechner. In den 1990er Jahren wurden erste Quantenalgorithmen, wie der Shor-Algorithmus, entwickelt, der das Faktorisieren großer Zahlen revolutioniert.

Unterschiede zwischen klassischen und Quantencomputern

Klassische Computer benutzen Bits (0 oder 1), während Quantencomputer Qubits verwenden, die sich in einer Überlagerung von Zuständen befinden können. Dies ermöglicht komplexere Berechnungen in kürzerer Zeit.

Qubits und ihre Entwicklung

Die ersten Qubits basierten auf Kernspin, doch die Skalierbarkeit war problematisch. David DiVincenzo stellte Kriterien für geeignete Qubit-Systeme auf, die eine lange Kohärenzzeit und die Möglichkeit zur Durchführung grundlegender Rechenoperationen umfassen.

Supraleitende Qubits

Stefan Philipp erforscht supraleitende Qubits, die auf elektrischen Schaltkreisen basieren und auf extrem niedrige Temperaturen abgekühlt werden. Diese Qubits nutzen das Phänomen der Supraleitung, bei dem elektrischer Strom widerstandsfrei fließt.

Aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen

Obwohl Quantencomputer aktuell noch Prototypen sind, gibt es bereits zahlreiche kommerzielle Bemühungen, wie von Google und IBM. Es bleibt unklar, welche Qubit-Plattform sich letztlich durchsetzen wird, da verschiedene Anwendungen unterschiedliche Anforderungen haben könnten.

Einführung in Quantencomputer

Wissenschaftler weltweit arbeiten an verschiedenen Ansätzen zum Bau von Quantencomputern. Ein zentraler Fokus liegt auf winzigen Schaltkreisen, an denen Forscher wie Stefan Philipp von der Technischen Universität München tätig sind. Diese Schaltkreise sind etwa 100 Mikrometer groß und erlauben eine mikroskopische Betrachtung.

Entwicklung der Quantencomputer

Die ersten Überlegungen zu Quantencomputern entstanden in den 1980er Jahren, mit dem Ziel, physikalische Phänomene auf atomarer Ebene zu berechnen. David Deutsch legte die theoretischen Grundlagen für universelle Quantenrechner. In den 1990er Jahren wurden erste Quantenalgorithmen, wie der Shor-Algorithmus, entwickelt, der das Faktorisieren großer Zahlen revolutioniert.

Unterschiede zwischen klassischen und Quantencomputern

Klassische Computer benutzen Bits (0 oder 1), während Quantencomputer Qubits verwenden, die sich in einer Überlagerung von Zuständen befinden können. Dies ermöglicht komplexere Berechnungen in kürzerer Zeit.

Qubits und ihre Entwicklung

Die ersten Qubits basierten auf Kernspin, doch die Skalierbarkeit war problematisch. David DiVincenzo stellte Kriterien für geeignete Qubit-Systeme auf, die eine lange Kohärenzzeit und die Möglichkeit zur Durchführung grundlegender Rechenoperationen umfassen.

Supraleitende Qubits

Stefan Philipp erforscht supraleitende Qubits, die auf elektrischen Schaltkreisen basieren und auf extrem niedrige Temperaturen abgekühlt werden. Diese Qubits nutzen das Phänomen der Supraleitung, bei dem elektrischer Strom widerstandsfrei fließt.

Aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen

Obwohl Quantencomputer aktuell noch Prototypen sind, gibt es bereits zahlreiche kommerzielle Bemühungen, wie von Google und IBM. Es bleibt unklar, welche Qubit-Plattform sich letztlich durchsetzen wird, da verschiedene Anwendungen unterschiedliche Anforderungen haben könnten.

Folge 386 – El Niño

06.08.2026

Einführung in das Phänomen El Niño

El Niño, ein natürliches Wetterphänomen, sorgt seit Jahrhunderten für Herausforderungen in der Fischerei Südamerikas. Es tritt alle zwei bis sieben Jahre auf und beeinflusst signifikant die Fischbestände, insbesondere während der Weihnachtszeit. Daniela Domeisen von der Universität Lausanne und der ETH Zürich erläutert die Zusammenhänge zwischen El Niño, der Atmosphäre und den Ozeanen.

Die Kopplung von Ozean und Atmosphäre

El Niño ist Teil der El Niño Southern Oscillation (ENSO), die atmosphärische und ozeanische Phänomene miteinander verknüpft. Die Wechselwirkungen führen zu bedeutenden Veränderungen im tropischen Pazifik, wobei warme Luft über Indonesien aufsteigt und kaltes Wasser vor der Küste Südamerikas aufsteigt.

Globale Auswirkungen von El Niño

El Niño hat nicht nur regionale, sondern auch globale Konsequenzen, darunter veränderte Wetterbedingungen in Indien, Dürre in Australien und Überschwemmungen in Südamerika. Die wirtschaftlichen Kosten können Milliarden erreichen, wobei ärmere Länder besonders betroffen sind.

Vorhersage von El Niño

Forschende arbeiten daran, El Niño frühzeitig vorherzusagen, indem sie Meerestemperaturen und atmosphärische Bedingungen überwachen. Jüngste Daten deuten auf die Möglichkeit eines Super-El Niño hin, der erhebliche Auswirkungen auf die globale Temperatur haben könnte.

Zukünftige Entwicklungen und Klimawandel

Die Forschung steht vor Herausforderungen, da die sich ändernden Klimabedingungen die Vorhersagen erschweren. Es gibt Unsicherheiten darüber, ob sich El Niño durch den Klimawandel verstärken oder abschwächen könnte. Die engmaschige Beobachtung der Ozean- und Atmosphärenbedingungen bleibt entscheidend, um die Auswirkungen von El Niño zu mildern.

Einführung in das Phänomen El Niño

El Niño, ein natürliches Wetterphänomen, sorgt seit Jahrhunderten für Herausforderungen in der Fischerei Südamerikas. Es tritt alle zwei bis sieben Jahre auf und beeinflusst signifikant die Fischbestände, insbesondere während der Weihnachtszeit. Daniela Domeisen von der Universität Lausanne und der ETH Zürich erläutert die Zusammenhänge zwischen El Niño, der Atmosphäre und den Ozeanen.

Die Kopplung von Ozean und Atmosphäre

El Niño ist Teil der El Niño Southern Oscillation (ENSO), die atmosphärische und ozeanische Phänomene miteinander verknüpft. Die Wechselwirkungen führen zu bedeutenden Veränderungen im tropischen Pazifik, wobei warme Luft über Indonesien aufsteigt und kaltes Wasser vor der Küste Südamerikas aufsteigt.

Globale Auswirkungen von El Niño

El Niño hat nicht nur regionale, sondern auch globale Konsequenzen, darunter veränderte Wetterbedingungen in Indien, Dürre in Australien und Überschwemmungen in Südamerika. Die wirtschaftlichen Kosten können Milliarden erreichen, wobei ärmere Länder besonders betroffen sind.

Vorhersage von El Niño

Forschende arbeiten daran, El Niño frühzeitig vorherzusagen, indem sie Meerestemperaturen und atmosphärische Bedingungen überwachen. Jüngste Daten deuten auf die Möglichkeit eines Super-El Niño hin, der erhebliche Auswirkungen auf die globale Temperatur haben könnte.

Zukünftige Entwicklungen und Klimawandel

Die Forschung steht vor Herausforderungen, da die sich ändernden Klimabedingungen die Vorhersagen erschweren. Es gibt Unsicherheiten darüber, ob sich El Niño durch den Klimawandel verstärken oder abschwächen könnte. Die engmaschige Beobachtung der Ozean- und Atmosphärenbedingungen bleibt entscheidend, um die Auswirkungen von El Niño zu mildern.

Folge 385 – Suche nach der Weltformel

16.07.2026

Suche nach der Weltformel

Die Idee einer einzigen Formel, die das gesamte Universum beschreibt, zieht Physikerinnen und Physiker an, trotz ihrer utopischen Natur. Alexander Blum vom Max-Planck-Institut betont, dass der Begriff "Theory of Everything" ironisch zu verstehen ist, da die Erwartungen an eine solche Theorie oft übersteigert sind.

Geschichte der Vereinheitlichung in der Physik

Historisch strebte man nach einer Vereinheitlichung physikalischer Phänomene, beginnend im 17. Jahrhundert mit der Vorstellung, alle Kräfte auf mechanische Stöße zurückzuführen. Newtons Entdeckungen führten zu einer Vielfalt von Kräften, später gelang die Vereinheitlichung von Elektrizität und Magnetismus, was jedoch nicht die Gravitation einbezog.

Einsteins Traum und das Standardmodell

Einstein widmete seine letzten Lebensjahre der Suche nach einer Vereinheitlichung aller Kräfte, scheiterte jedoch. Im 20. Jahrhundert wurden neue Wechselwirkungen entdeckt, was die Suche nach einer Weltformel komplizierte. Das Standardmodell beschreibt Teilchen und ihre Wechselwirkungen, lässt jedoch die Gravitation unberücksichtigt.

Quantengravitation und aktuelle Herausforderungen

Die Suche nach einer Theorie der Quantengravitation bleibt schwierig, da experimentelle Daten fehlen. Derzeitige Ansätze, wie die Stringtheorie, bieten interessante Perspektiven, haben jedoch nicht die erhofften Erfolge gebracht.

Kritik an der Weltformel

Einige Wissenschaftler, wie der Nobelpreisträger Philip Anderson, argumentieren, dass die Suche nach einer Weltformel oft als unnötig angesehen wird, da sie keine neuen Phänomene erklären kann. Der komplexe Charakter der Welt erschwert die Anwendung mikroskopischer Theorien auf makroskopische Systeme.

Philosophische Implikationen

Trotz der Skepsis gibt es Hoffnungen, dass eine Weltformel auch Einsichten über das menschliche Bewusstsein und seine Rolle im Universum liefern könnte. Die Beziehung zwischen physikalischen Theorien und Phänomenen wie Bewusstsein bleibt ein ungelöstes Rätsel.

Suche nach der Weltformel

Die Idee einer einzigen Formel, die das gesamte Universum beschreibt, zieht Physikerinnen und Physiker an, trotz ihrer utopischen Natur. Alexander Blum vom Max-Planck-Institut betont, dass der Begriff "Theory of Everything" ironisch zu verstehen ist, da die Erwartungen an eine solche Theorie oft übersteigert sind.

Geschichte der Vereinheitlichung in der Physik

Historisch strebte man nach einer Vereinheitlichung physikalischer Phänomene, beginnend im 17. Jahrhundert mit der Vorstellung, alle Kräfte auf mechanische Stöße zurückzuführen. Newtons Entdeckungen führten zu einer Vielfalt von Kräften, später gelang die Vereinheitlichung von Elektrizität und Magnetismus, was jedoch nicht die Gravitation einbezog.

Einsteins Traum und das Standardmodell

Einstein widmete seine letzten Lebensjahre der Suche nach einer Vereinheitlichung aller Kräfte, scheiterte jedoch. Im 20. Jahrhundert wurden neue Wechselwirkungen entdeckt, was die Suche nach einer Weltformel komplizierte. Das Standardmodell beschreibt Teilchen und ihre Wechselwirkungen, lässt jedoch die Gravitation unberücksichtigt.

Quantengravitation und aktuelle Herausforderungen

Die Suche nach einer Theorie der Quantengravitation bleibt schwierig, da experimentelle Daten fehlen. Derzeitige Ansätze, wie die Stringtheorie, bieten interessante Perspektiven, haben jedoch nicht die erhofften Erfolge gebracht.

Kritik an der Weltformel

Einige Wissenschaftler, wie der Nobelpreisträger Philip Anderson, argumentieren, dass die Suche nach einer Weltformel oft als unnötig angesehen wird, da sie keine neuen Phänomene erklären kann. Der komplexe Charakter der Welt erschwert die Anwendung mikroskopischer Theorien auf makroskopische Systeme.

Philosophische Implikationen

Trotz der Skepsis gibt es Hoffnungen, dass eine Weltformel auch Einsichten über das menschliche Bewusstsein und seine Rolle im Universum liefern könnte. Die Beziehung zwischen physikalischen Theorien und Phänomenen wie Bewusstsein bleibt ein ungelöstes Rätsel.