
Eigenklang - Die Sendung des Instituts für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie
Marie Krajci
Beschreibung
Inhalte: IVE, Marko Kölbl
Das Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie (IVE) an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien beschäftigt sich in erster Linie mit Volksmusik im weitesten Sinne des Wortes, also mit einer Musikvielfalt reich an regionalen und ethnischen Stilen, authentisch, virtuos, berührend und faszinierend. Diese musikalische Vielfsprachigkeit über das Medium Radio zu transportieren, soll eine Aufgabe von EIGENKLANG sein.
Das IVE forscht, lehrt und publiziert über ethnomusikologische und volksmusikologische Inhalte. Eine weitere Aufgabe von EIGENKLANG ist es, die Ergebnisse dieser Forschung über Fachkreise hinweg einer breiteren Öffentlichkeit verfügbar zu machen, insbesondere deshalb, weil sie gesellschaftspolitisch relevant sind. Der Name „Eigenklang" deutet darauf hin, dass es immer um musikalische Ausdrucksformen eines „Eigenen" geht, weil dies die besondere Qualität von traditioneller Musik ist. Nur geht es dabei um eine große Vielfalt der verschiedenen „Eigenheiten".
Traditionelle Musik wird in verschiedensten Zusammenhängen als „Über-Lebensmittel" gebraucht, sie ist von großer Bedeutung für Identität, Ethnizität, regionales Bewußtsein. EIGENKLANG dient als Plattform, auf der Forschungsinhalte in nachvollziehbarer Form präsentiert werden, die sich mit Fragestellungen rund um diese Begrifflichkeiten beschäftigen. Es sollen außerdem neue Blicke auf musikalische Kulturen in Wien und Österreich geworfen werden. Die Inhalte von EIGENKLANG sind Vorträge, Workshop- und Konzertmitschnitte, authentische Tonaufnahmen (Feldforschungsaufnahmen) u.v.m.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

TODAS. Lateinamerikanische Musikerinnen* in Wien
Das Todas Festival in Wien
Das Todas Festival, das am 8. und 9. Mai 2026 an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien stattfand, widmete sich dem musikalischen Schaffen lateinamerikanischer Frauen. Die Veranstaltung bot eine Plattform für Konzerte, Vorträge und Dialoge, um die Sichtbarkeit dieser Musikerinnen in der Wiener Musikszene zu erhöhen.
Einblicke von Valentina Rita Chokehuanca
Valentina Rita Chokehuanca, eine der Masterstudentinnen, teilte ihre Erlebnisse vom Festival, insbesondere ihre Gespräche mit der kolumbianischen Musikerin Laura Valbuena. Valentina reflektierte über die Herausforderungen und Erfolge, die Musikerinnen in Wien erleben, und hob die Bedeutung von Netzwerken hervor.
Laura Valbuena: Herausforderungen und Erfolge
Laura Valbuena erzählte von ihrem Werdegang als Musikerin in Wien und von den Schwierigkeiten, die Frauen in der Musikbranche oft begegnen, einschließlich Geschlechterdiskriminierung. Sie betonte die Wichtigkeit, als Musikerin sichtbar zu sein und ermutigte Frauen, ihre Stimme zu erheben und ihre Plätze in der Musikszene einzunehmen.
Sonia Hernández und die Sichtbarkeit lateinamerikanischer Musik
Sonia Hernández, eine peruanische Gitarristin, sprach über ihre Erfahrungen und Herausforderungen in der Musikszene. Sie setzt sich aktiv für die Sichtbarkeit von Frauen in der Musik ein und hat ein Festival für weibliche Gitarristen in Peru ins Leben gerufen. Sonia reflektierte auch über die Repräsentation peruanischer Musik in internationalen Kontexten und die Notwendigkeit, diese zu stärken.
Gabriela Dossow-Ponce und die Idee hinter Todas
Gabriela Dossow-Ponce, die Kuratorin des Festivals, erklärte, dass die Idee für Todas entstand, um die Stimmen lateinamerikanischer Musikerinnen und non-binärer Personen sichtbar zu machen. Sie betonte die Notwendigkeit, eine Plattform zu schaffen, die Vielfalt und Inklusivität fördert, ohne stereotype Erwartungen an das Aussehen oder die Musik der Künstlerinnen zu stellen.
Ausblick auf die Zukunft
Das Festival war ein voller Erfolg und schaffte es, eine breite Öffentlichkeit anzuziehen. Gabriela Dossow-Ponce äußerte den Wunsch, eine zweite Auflage von Todas zu organisieren, um die Erfolge des ersten Festivals fortzusetzen und weitere Musikerinnen einzubeziehen.

Wiener Wirtshausinstrument „Zither“ und Erinnerungen an Walter Deutsch
Einführung in die Zither
In der Sendung wird die Zither, ein traditionelles Wiener Wirtshausinstrument, thematisiert. Astrid Hofmann analysiert die Geschichte, gesellschaftliche Relevanz und das Repertoire des Instruments. Katharina Pechert erläutert im Interview, dass die Zither oft mit traditioneller Musik assoziiert wird, hat jedoch in der modernen Zeit an Popularität verloren.
Walter Deutsch und sein Erbe
Ein weiterer wichtiger Beitrag widmet sich Professor Dr. Walter Deutsch, dem Gründer des Instituts für Volksmusikforschung, der kürzlich verstorben ist. Sein Lebenswerk prägte die Volksmusikforschung in Österreich nachhaltig. Seine umfassenden Beiträge, darunter die Gründung des Instituts und die Entwicklung neuer Lehrmethoden, wurden gewürdigt.
Die Rolle der Wiener Zitterfreunde
Monika Kutter, künstlerische Leiterin der Wiener Zitterfreunde, spricht über die lange Tradition des Vereins und dessen Repertoire, welches zwischen Unterhaltungsmusik und Hochkultur oszilliert. Kutter betont die Bedeutung der Zither in der heutigen Musikszene und das Ziel, das Instrument ins 21. Jahrhundert zu überführen.
Ausbildung und Zukunft der Zither
Kutter äußert Bedenken über den Rückgang der Zither-Ausbildung und plädiert für mehr Unterstützung in Schulen sowie die Schaffung neuer Lehrstellen. Sie betont die Notwendigkeit, jüngere Generationen für das Instrument zu begeistern und eine fundierte Ausbildung zu ermöglichen.
Moderne Interpretationen und Kompositionen
Die Zitter Sisters, Monika Kutter und Barbara Leister-Ebner, präsentieren ihre Eigenkompositionen und arbeiten an der Entwicklung neuer Musikstile. Ihre jüngsten Projekte zeigen, wie die Zither in Bandformationen integriert werden kann, um sie einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.
