
Der Blinde Kanal
Werkstatt für interkulturelle Medienarbeit WIM e.V.
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Gerald Pirner - Blind wahrgenommen Ep. 3
Einblick in die Pietà von Karl Plattner
Gerald Pirner und Heidi Brenner diskutieren die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Gemälde "Pietà" von Karl Plattner, das die Beziehung zwischen Maria und ihrem Sohn darstellt. Die Wahrnehmung des Bildes wird durch Berührung und Körperlichkeit geprägt, was zu einem tiefen emotionalen Verständnis führt. Nadja Schwinmacher liest einen von Pirner verfassten Text vor, der die sinnliche Erfahrung des Werkes beschreibt.
Ausstellung und Kuratoren
Ottmar Brenner, Kurator der Ausstellung "Hofer und Hofer plus minus Plattner", erläutert die Hintergründe der Ausstellung in der Pfalzkirche, einem historisch bedeutsamen Ort. Die beiden Künstler Jörg und Kurt Hofer interpretieren Plattners Werk und schaffen eine Installation, die den Absentismus des Gemäldes thematisiert, während der begleitende Text die Abwesenheit des Bildes überbrückt.
Kontroversen um das Gemälde
Die Diskussion um Plattners "Pietà" wird von der ursprünglichen Ablehnung der Kirche geprägt. Man kritisierte die weltliche Darstellung, die sich von traditionellen religiösen Motiven abwendet. Plattner zeigt die Mutter Gottes als Bäuerin und thematisiert das Leben in der Finchgauer Landschaft, was zu einem Skandal führte.
Aktuelle Herausforderungen
Die erneute Ausstellung des Gemäldes scheiterte aufgrund von Bedenken über Plattners Suizid, was die Kirche ablehnte. Stattdessen wurde eine alternative Installation geschaffen, die Plattners Werk aufgreift und die Themen der Abwesenheit und der sakralen Relevanz behandelt.
Kunst und Wahrnehmung
Die Diskussion hebt hervor, wie wichtig die sinnliche Erfahrung der Kunst ist und wie die Berührung des Bildes neue Perspektiven eröffnet. Die Installation und der begleitende Text laden die Besucher ein, das Werk neu zu betrachten und die damit verbundenen Emotionen zu spüren.

Gerald Pirner - Blind wahrgenommen Ep. 2
Einführung in die Ausstellung
Gerald Pörner und Heidi Brenner besuchen die Ausstellung von Klara Hosnet-Lowa im Hamburger Bahnhof in Berlin. Sie beschreiben die Installation und die räumliche Anordnung der Kunstwerke, die durch eine Stolperfalle aus Beton-Gehwegplatten gekennzeichnet ist.
Die Kunstwerke und ihre Materialien
Die Ausstellung umfasst sechs große Tapisserien aus Hanf und Flax, die mit Stickereien von Hosnet-Lowa kombiniert sind. Diese Kunstwerke reflektieren die Kulturgeschichte der Tschechei und Böhmens, während sie die Betrachter dazu anregen, eigene Assoziationen zu entwickeln.
Wahrnehmung durch Berührung und Emotion
Pörner und Brenner betonen, wie die Tapisserien durch ihre taktilen Eigenschaften eine besondere Verbindung zur Wahrnehmung herstellen. Besonders für blinde Besucher wird die Ausstellung zu einem Erlebnis, das alle Sinne anspricht und eine subtile, respektvolle Interaktion mit der Kunst ermöglicht.
Persönliche Reflexionen über das Sehen
Im Verlauf ihrer Erkundung reflektieren die Sprecher über ihre eigene Wahrnehmung und das Konzept des „anderen Sehens“. Sie teilen persönliche Anekdoten, die zeigen, wie sie ihre Sinne geschärft haben, um eine tiefere Verbindung zur Welt um sie herum zu schaffen, anstatt sich ausschließlich auf das Sehen zu verlassen.
Atmosphäre und Klänge in der Halle
Die Diskussion umfasst auch die akustische Dimension der Ausstellung. Die Künstler und Besucher schaffen eine lebendige Atmosphäre, die durch Geräusche und Klänge geprägt ist. Diese akustischen Elemente tragen zur Gesamterfahrung bei und verstärken die emotionale Wirkung der Kunstwerke.

Gerald Pirner - Blind wahrgenommen
Einführung in die Bunker und Masken
Im Podcast wird über die Bunker im Finchgau, Norditalien, gesprochen, die ursprünglich für Kunstausstellungen genutzt wurden. Gerald Pörner und Heidi Brenner diskutieren mit Frederic Foucault, der für den Bunker 5 zuständig ist und Informationen über alte Traditionen, insbesondere die Klosen-Masken, gibt.
Die Klosen-Masken und ihre Tradition
Diese Masken, auch als Laufen bekannt, repräsentieren uralte Bräuche, bei denen gute Geister gerufen und schlechte vertrieben werden. Sie sind Teil einer festlichen Tradition, die das Dorf durch den Winter führt und Spaß bietet, während sie gleichzeitig die Winterkälte vertreibt.
Kunst und Ausstellung im Bunker
Die Ausstellung umfasst auch tibetanische Masken und die Werke von Antoinette Bader, die Filzmasken geschaffen hat, um einen Dialog mit traditionellen Masken herzustellen. Ihre Masken bieten eine weiche, provokative Antwort auf die harten, traditionellen Formen.
Interaktive Erfahrung mit den Masken
Der Podcast beschreibt die taktile Interaktion mit den Masken, bei der die Protagonisten durch Tasten die Formen und Materialien erkunden. Die Masken, aus Filz gefertigt, ermöglichen eine lebendige Kommunikation zwischen dem Betrachter und dem Kunstwerk.
Themen von Männlichkeit und Weiblichkeit
Die Diskussion geht über die Beziehung der Masken zum Raum und den patriarchalen Aspekten der Bunkerlandschaft. Die Weichheit des Filzes wird als Gegenpol zur Härte und Männlichkeit der Bunker betrachtet, was die femininen Perspektiven in der Kunst hervorhebt.