
MUKO on Air
Bundesverband Mukoviszidose e.V. | Podcastfabrik
Beschreibung
In den Shownotes unter jeder Podcastfolge werden weiterführende Informationen zum jeweiligen Thema und passende Angebote des Bundesverbands Mukoviszidose e.V. verlinkt.
MUKO on Air kann über alle gängigen Plattformen gehört und abonniert werden. Das Podcast-Redaktionsteam freut sich über Fragen, Anregungen und Themenwünsche an: podcast@muko.info.
MUKO on Air wird produziert vom Bundesverband Mukoviszidose e.V.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Sexualität #18
Einführung in das Thema Sexualität und Mukoviszidose
Der Podcast behandelt die komplexe Beziehung zwischen Sexualität und dem Leben mit Mukoviszidose. Die Gastgeberin Bettina Kirchner spricht mit Dr. Stefanie Kossow, einer Fachärztin für Allgemeinmedizin, über die Auswirkungen von chronischen Erkrankungen auf die Sexualität und das Selbstbild.
Definition und Bedeutung von Sexualität
Dr. Kossow erklärt, dass Sexualität eine tiefgreifende Dimension des menschlichen Lebens ist, die über Fortpflanzung hinausgeht. Sie umfasst emotionale Bindungen, körperliche Empfindungen und persönliche Wahrnehmung. Für jeden Menschen kann Sexualität unterschiedliche Bedeutungen haben.
Einfluss von Mukoviszidose auf die Sexualität
Die Erkrankung kann das Körperbild und das sexuelle Selbstbewusstsein beeinflussen. Dr. Kossow hebt hervor, dass die Wahrnehmung des eigenen Körpers und die Entwicklung der Sexualität bei Menschen mit Mukoviszidose variieren, je nachdem, wie stark die Symptome ausgeprägt sind.
Psychische Aspekte und soziale Einflüsse
Menschen mit chronischen Erkrankungen haben oft ein höheres Risiko für psychische Belastungen wie Depressionen und Ängste. Diese können das sexuelle Selbstbild und die Fähigkeit, Intimität zu erleben, beeinträchtigen.
Umfrageergebnisse aus der Community
Jakob aus dem Social Media Team teilt Ergebnisse einer Umfrage zur Sexualität bei Mukoviszidose. Viele Betroffene geben an, dass sie keinen großen Einfluss der Krankheit auf ihr Sexualleben wahrnehmen, während andere von Einschränkungen berichten, die durch körperliche Symptome oder psychische Belastungen entstehen.
Das Körperbild und Medien
Dr. Kossow diskutiert die Herausforderungen, die durch gesellschaftliche Schönheitsstandards und die Darstellung von Körpern in den Medien entstehen. Diese können das Selbstwertgefühl beeinträchtigen, insbesondere bei Menschen mit chronischen Erkrankungen.
Verhütung und sexuelle Gesundheit
Die Bedeutung von Verhütung und Aufklärung über sexuell übertragbare Erkrankungen wird hervorgehoben. Dr. Kossow betont, dass insbesondere bei jungen Menschen mit Mukoviszidose Aufklärungsbedarf besteht.
Auswirkungen auf Beziehungen
Die Beziehungsebene wird als komplex beschrieben, da chronische Erkrankungen das Gleichgewicht in Partnerschaften beeinflussen können. Offene Kommunikation ist entscheidend, um Missverständnisse und unausgewogene Verantwortlichkeiten zu vermeiden.
Tipps für offene Kommunikation
Offene Gespräche über Bedürfnisse und Grenzen in Beziehungen sind wichtig. Dr. Kossow empfiehlt, regelmäßig Zeit für solche Gespräche einzuplanen und Schamgefühle zu überwinden, um die Intimität zu fördern.
Schlussfolgerung und Ausblick
Die Podcast-Episode verdeutlicht, dass Sexualität ein individuelles Thema ist und die Erfahrungen von Menschen mit Mukoviszidose sehr unterschiedlich sein können. Es ist wichtig, offen über Herausforderungen zu sprechen und Unterstützung zu suchen, wenn nötig.

CF-Diabetes #17 Teil 2
Grundlagen und Einflussfaktoren bei CF-Diabetes
CF-Diabetes entsteht durch eine Mischung aus genetischer Veranlagung, Pankreasinsuffizienz und Leberfunktionsstörungen. Einige Faktoren sind unveränderlich, andere können durch Ernährung und Lebensstil beeinflusst werden. Unter- oder Übergewicht vermeiden, eine ballaststoffreiche, mikrobioorientierte Ernährung, Omega-3-Fettsäuren sowie der Verzicht auf stark verarbeitete Lebensmittel und zuckerhaltige Getränke werden als hilfreiche Ansätze beschrieben. Sport und Stressmanagement unterstützen zudem die Insulinwirkung.
Bestandteile der Diabetes-Schulung
Die Schulung umfasst Pathophysiologie, Mahlzeitenverteilung, Hypoglykämie-Erkennung und -Behandlung, kontinuierliche Glukosemessung, Insulinverabreichung sowie Themen wie Sport, Reisen, Führerschein und sozialrechtliche Beratung. Ziel ist, dass Betroffene eigenständig ihren Diabetes behandeln und Therapieziel erreichen. Psychologische Unterstützung wird als zentral betont, da eine neue Diagnose emotionale Belastung mit sich bringt und Begleitung durch Fachpersonal wichtig ist.
Behandlung, Technik und Alltag
Es gibt verschiedene Insulinformen und -systeme, darunter Pen, Pumpen und zukünftig komplexe Systeme, die Insulin- und Glukagonsteuerung unterstützen. Die Wahl hängt vom individuellen Zustand ab. Akute Infekte oder sportliche Belastung verändern Insulinbedarf und Blutzuckerwerte, daher ist eine enge Abstimmung der Therapie nötig. Hinweise zur nächtlichen Sondierung, Lebertransplantationen und CFTR-Modulatoren zeigen, wie Therapien den Diabetes beeinflussen können.
Erfahrungen, Alltag und besondere Situationen
Berichte betonen die persönliche Belastung durch CF-Diabetes, insbesondere nachts hohe Werte nach Transplantationen und der Notwendigkeit, flexibel auf Aktivität zu reagieren. Schwangerschaftsdiabetes wird als relevantes Thema genannt, mit intensiver Betreuung und regelmäßigen Untersuchungen. Fallbeispiele verdeutlichen, wie Leitlinien Versorgungslücken vermeiden helfen und dass eine fundierte Schulung sowie verlässliche Begleitung essenziell bleiben.

CF-Diabetes #17 Teil 1
CF-Diabetes als CF-assoziierte Form verstehen
CF-Diabetes entsteht durch Zerstörung der Bauchspeicheldrüse aufgrund der Grunderkrankung. Zunächst sinkt die Insulinproduktion, später kann Insulinresistenz dazukommen. Die Erkrankung beeinflusst Blutzucker, Gewebeaufbau, Immunabwehr und Lungenfunktion. Ernährung, Bewegungsstil und individuelle Stoffwechselfaktoren spielen eine zentrale Rolle. Unterschiede zu anderen Diabetesformen zeigen sich in Ursache, Verlauf und Therapiebegleitung.
Diagnostik und Verlauf
Eine früh erkannte CF-Diabetes-Diagnose erfolgt oft über den Oralen Glucosetoleranztest (UGTT) als Goldstandard. Bei CF wird der Test jährlich ab einem bestimmten Lebensalter empfohlen bzw. bei Verdacht durchgeführt. Der Verlauf kann von initialer Unterzuckerung bis zu später Insulinunterstützung reichen. Frühzeitige Diagnose ermöglicht, den Stoffwechsel gezielt zu beobachten und Behandlungswege anzupassen.
Behandlung und Koordination
Die Therapie kombiniert Insulinersatz mit einer angepassten Ernährung, die Blutzucker stabilisiert und Insulinspitzen berücksichtigt. Zucker wird bevorzugt in Verbindung mit Ballaststoffen, Proteinen oder Fett aufgenommen. Eine enge Abstimmung zwischen CF-Ärzten, Diabetesberatern und Ernährungsfachleuten ist wichtig, ebenso die Berücksichtigung von Lebensumständen, Aktivität und familiärem Umfeld.
Leitlinien und Praxistext
Aktuelle Leitlinien bündeln wissenschaftliche Erkenntnisse und fortlaufende Diskussionen aus einer interdisziplinären Arbeitsgruppe. Sie ermöglichen eine konsistente Behandlung von CF-Diabetes und legen Wert auf individuelle Anpassung, Ressourcen und praxisnahe Umsetzung. Die Leitlinien unterstützen Betroffene und Fachpersonen dabei, Therapieoptionen transparent zu gestalten und flexibel auf Veränderungen zu reagieren.