
pwc steuern + recht - aktuelle Steuernachrichten für Unternehmen
PwC
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

#419 – Societas Europaea I Erbfallkostenpauschale
Beendigung der Umgehung der Mitbestimmung durch Vorrats-SE
Die Bundesregierung plant, die Nutzung von Vorrats-Societas Europaea (SE) zur Umgehung des deutschen Mitbestimmungsrechts zu beenden. Unternehmen sollten die Entwicklungen aufmerksam verfolgen, da noch keine konkreten Gesetzesentwürfe vorliegen. Die Attraktivität der SE für Arbeitnehmerbeteiligungen beruht darauf, dass das europäische Modell nicht direkt den deutschen Mitbestimmungsgesetzen folgt.
Rechtslage und Handlungsbedarf für Unternehmen
Unternehmen, die eine SE-Struktur planen, müssen klären, ob die Vorrats-SE notwendig ist und welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten. Eine Gesamtbetrachtung von Gesellschafts-, Arbeits- und Steuerrecht ist erforderlich. Zudem sollte die Möglichkeit eines Formwechsels in Betracht gezogen werden, da alternative Modelle weniger von Mitbestimmungsrechten betroffen sind.
Erbfallkostenpauschale für Vermächtnisnehmer
Ein aktuelles Urteil des Bundesfinanzhofs bestätigt, dass Vermächtnisnehmer die volle Erbfallkostenpauschale in Anspruch nehmen können, unabhängig davon, ob andere Erben nicht der deutschen Besteuerung unterliegen. Dies ist entscheidend für unbeschränkt steuerpflichtige Erwerber, die den gesamten Pauschbetrag beanspruchen dürfen.

#418 – KRITIS-Dachgesetz | KI-Bedrohungen
Einführung in das Kritis-Dachgesetz
In der 418. Episode wird das Kritis-Dachgesetz behandelt, das als Reaktion auf die steigenden Bedrohungen kritischer Infrastrukturen eingeführt wurde. Es adressiert physische Resilienz, KI-Bedrohungen und Haftung für Infrastrukturbetreiber.
Hintergrund und Notwendigkeit des Gesetzes
Das Gesetz reagiert auf hybride Bedrohungen, geopolitische Spannungen und Naturkatastrophen, die den Schutz kritischer Infrastrukturen zu einer rechtlichen und strategischen Aufgabe machen.
Integration europäischer Richtlinien
Das Kritis-Dachgesetz setzt die CER-Richtlinie um und ergänzt bestehende IT-Sicherheitsregelungen, um einen umfassenden Schutzrahmen zu schaffen.
Betreiberpflichten und Risikoanalysen
Betreiber kritischer Anlagen müssen sich registrieren, Risikoanalysen durchführen und Resilienzmaßnahmen umsetzen, um Ausfälle zu verhindern.
Regulierung und Meldepflichten
Das Gesetz legt detaillierte Meldepflichten bei sicherheitsrelevanten Vorfällen fest, um schnelle Reaktionen zu ermöglichen. Verzögerungen können zu hohen Bußgeldern führen.
Rolle der Künstlichen Intelligenz
KI birgt sowohl Bedrohungen als auch Chancen für die Sicherheit kritischer Infrastrukturen. Der verantwortungsvolle Einsatz erfordert klare regulatorische Vorgaben.
Fazit und Handlungsempfehlungen
Das Kritis-Dachgesetz stellt einen wichtigen Schritt zum Schutz kritischer Infrastrukturen dar. Unternehmen sollten ihre Sicherheits- und Krisenmanagementstrukturen anpassen, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden.

#417 – Country-by-Country Reporting I Diensträder
EU Public Country by Country Reporting
Das EU Public Country by Country Reporting führt zu einem bedeutenden Wandel in der steuerlichen Transparenz, indem multinationale Unternehmen verpflichtet werden, länderbezogene Ertragssteuerinformationen öffentlich darzulegen. Die Richtlinie, die im Dezember 2021 in Kraft trat, zielt darauf ab, die Steuertransparenz für Großkonzerne zu erhöhen und sieht vor, dass die Berichterstattung in festgelegten Datenformaten bis zu zwölf Monate nach dem Geschäftsjahresende veröffentlicht wird.
Umsetzung in Deutschland
In Deutschland müssen Unternehmen die neuen Berichtspflichten für das Wirtschaftsjahr 2025 umsetzen. Dabei ist die Geschäftsführung für die fristgerechte und korrekte Erstellung des Reports verantwortlich, während Verstöße mit hohen Bußgeldern geahndet werden können.
Internationale Entwicklungen
Außerhalb der EU gewinnen ähnliche Transparenzanforderungen an Bedeutung, wie beispielsweise in Australien. Unternehmen sollten sich zeitnah auf die neuen Anforderungen einstellen und ihre internen Prozesse anpassen.
Dienstfahrräder und E-Bikes
Die Überlassung von Elektrofahrrädern an Mitarbeitende ist lohnsteuerpflichtig, sofern sie als Kraftfahrzeuge gelten. Die lohnsteuerliche Bewertung erfolgt in der Regel über die Ein-Prozent-Regelung oder die Fahrtenbuchmethode. Gehaltsumwandlungsmodelle werden häufig genutzt, um die Bereitstellung steuerlich zu optimieren.
Fazit und Empfehlungen
Für eine optimale steuerliche Gestaltung von Fahrradkonzepten ist es entscheidend, ob das Elektrofahrrad als Kraftfahrzeug gilt. Unternehmen sollten rechtzeitig ihre Mobilitätsangebote strukturieren, um Steuervergünstigungen zu nutzen und Rechtssicherheit in der Lohnabrechnung zu gewährleisten.