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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Wie funktioniert TikTok-Journalismus? Mit Sophie Ströbitzer
Weg in den Journalismus
Sophie Ströbitzer berichtet über ihren Karriereweg: früh Interesse an Schreiben, ein Publizistik-Studium und ein Journalismus-Studium an der FH, gefolgt von Praktika bei der Wiener Zeitung und Forbes. Erste journalistische Erfahrungen sammelte sie im Printbereich, später kam der Fokus auf Social Media. Diese Entwicklung führte sie letztlich zum ORF, wo sie als Moderatorin für TikTok und Instagram aktiv wurde.
Aufbau und Arbeit im Social Media Journalismus
Im ORF arbeiten sie eng mit dem Newsroom zusammen, drehen teils selbst und verwenden auch TV-Material. Die Inhalte richten sich an ein junges Publikum, mit Fokus auf schnelle Hooks, klare Antworten und visuell ansprechende Einstiege. Dabei bleibt journalistische Qualität zentral: Ausgewogenheit, Faktencheck und klare Trennung von Information und Meinung werden angestrebt.
Qualität, Grenzen und KI im Social Media Journalismus
Es wird betont, dass journalistische Kriterien auch auf Social Media gelten: Ausgewogenheit, keine Werbung, Einbeziehung gegenteiliger Perspektiven. Trends und Newsfluencer werden moderiert, um Professionalität zu wahren. Künstliche Intelligenz wird gesehen als Werkzeug, das nicht die Tiefe des Storytellings ersetzt, und die Redaktion muss Glaubwürdigkeit und Belege liefern, um Misstrauen zu begegnen.
Alltag, Trends und Ausgleich
Neben der Arbeit ist Sport ein wichtiger Ausgleich, besonders Fußball, um Kopf und Perspektiven freizubekommen. Als Journalistin im Social Media Umfeld beobachtet Sophie aktuelle Trends, inklusive jugendsprachlicher Anpassungen, ohne dabei Seriosität zu verlieren. Ein weiterer Trend, der diskutiert wird, ist die Nutzung von bild- und videobasierten Inhalten und deren Einfluss auf das Verständnis von Journalismus.

Viel Content, wenig Kontext
Einführung in die Influencer-Kultur in Österreich
Der Podcast behandelt den Einfluss von Social Media auf die Medienlandschaft in Österreich, insbesondere die Rolle von InfluencerInnen. Es wird auf die Studie "Digital Influence Austria" der Universität Salzburg eingegangen, die die Entwicklungen in diesem Bereich analysiert.
Veränderungen in der Definition von Influencern
Peter Winkler erklärt, dass die klassische Definition von Influencern als Alltagsnutzer, die ihre Erlebnisse teilen und Werbedeals eingehen, nicht mehr ausreicht. Influencer sind jetzt oft hochprofessionell und arbeiten mit Teams sowie Agenturen zusammen.
Einfluss der Influencerisierung
Eine interessante Entwicklung ist die "Influencerisierung", bei der auch etablierte Kommunikatoren wie CEOs, Politiker und Journalisten die Strategien von Influencern übernehmen und sich in sozialen Medien ähnlich darstellen.
Themenvielfalt und Kontrolle
Die Studie deckt eine thematische Ausdifferenzierung auf, wo Influencer zu einer Vielzahl von Themen aktiv sind. Gleichzeitig zeigt sich eine Kontrolle über die Inhalte, wobei Influencer zunehmend selbstbewusster werden und ihre Marken selbst steuern.
Analyse der Influencer-Aktivitäten
Das Forschungsteam untersuchte den Content von 36 InfluencerInnen in Österreich und stellte fest, dass die Qualität des Contents mit der Popularität steigt, jedoch die Interaktivität mit den FollowerInnen gering bleibt. Werbung wird häufig nicht klar gekennzeichnet.
Erfolgsfaktoren von InfluencerInnen
Der Erfolg von InfluencerInnen basiert auf Ausstrahlung und Selbstoptimierung. Es wird jedoch kritisiert, dass strukturelle Faktoren, die den Erfolg beeinflussen, oft nicht thematisiert werden.
Fazit zur Influencer-Szene in Österreich
Die Studie zeigt, dass die österreichische InfluencerInnen-Landschaft zunehmend professionell wird, mit Instagram als Hauptplattform. Die Interaktion mit der Community bleibt gering und Werbung wird selten transparent gemacht.

"Chillts amol" Ina Jovanovic über Influencer*innen
Veränderung der Informationsquellen
Immer mehr Menschen verlassen sich auf InfluencerInnen anstelle traditioneller Medien wie Fernsehen oder Zeitungen. Dies zeigt sich besonders in Österreich, wo InfluencerInnen in Bereichen wie Sport, Gesundheit und Politik zunehmend Vertrauen genießen.
Ina Jovanovic: Vom Comedian zur Influencerin
Ina Jovanovic, die aus Kärnten stammt und in Wien lebt, hat ihren Einfluss durch Stand-Up-Comedy und Social Media aufgebaut. Sie beschreibt, dass ihre Inhalte, bestehend aus Comedy-Sketches, sich im Laufe der Zeit feministisch und politisch entwickelt haben.
Herausforderungen der Content-Erstellung
Die kreative Arbeit und das Finden von neuen Ideen sind für Jovanovic eine ständige Herausforderung. Trotz der Einfachheit des Filmens und Schneidens muss sie kontinuierlich aktuelle Themen und Trends verfolgen, um relevant zu bleiben.
Persönliche Themen und Vorbildfunktion
Jovanovic spricht in ihrem Content über persönliche Erfahrungen, hält jedoch bestimmte Aspekte ihres Lebens privat. Sie ist sich der Vorbildfunktion bewusst, möchte aber nicht von oben herab wirken, da sie sich selbst als „normale Frau“ sieht.
Umgang mit Kritik
Obwohl sie nicht häufig mit Hatern konfrontiert wird, geht Jovanovic humorvoll mit negativen Kommentaren um. Sie betont die Wichtigkeit einer positiven Interaktion mit ihren FollowerInnen.
Finanzielle Aspekte des Influencertums
Jovanovic verdient durch Werbepartnerschaften mit Firmen, wobei sie betont, dass der Großteil ihres Contents nicht aus Werbung besteht. Sie führt ein selbstbestimmtes Leben als Comedian und Influencerin und zeigt sich zufrieden mit ihrer finanziellen Situation.