"Das Abenteuer Persönlichkeit" von Roland Kopp-Wichmann
rkwichmann@web.de
Beschreibung
Podmon Kategorien
Upgrade dein Konto, um kontextuelle Kategorien zu sehen!
Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht
Prokrastination: „Seit 20 Jahren warte ich auf den richtigen Moment“.
Einführung in das Thema Prokrastination
Roland Kopp-Wichmann, ein erfahrener Diplom-Psychologe und Online-Coach, behandelt das Thema Aufschieben, das häufig als persönliche Schwäche wahrgenommen wird. Er erzählt von einer Klientin, Andrea, die seit 20 Jahren davon träumt, Töpfern zu lernen, aber immer wieder Gründe findet, es aufzuschieben.
Die innere Logik des Aufschiebens
Andrea hat das Gefühl, dass ihr Leben an ihr vorbeizieht, und erkennt, dass ihr Aufschub nicht nur eine Schwäche ist, sondern eine Schutzstrategie, um unangenehmen Gefühlen auszuweichen. Kopp-Wichmann erklärt, dass Prokrastination ein Emotionsregulationsproblem darstellt und nicht einfach ein Zeitproblem ist.
Die Wurzeln des Aufschiebens
Die Gründe für Andreas Aufschub liegen tief in ihrer Kindheit, geprägt von der Botschaft, dass eigene Wünsche warten können. Kopp-Wichmann beschreibt, wie diese Muster, wie Perfektionismus und Selbstzweifel, bei vielen Frauen ihrer Generation verbreitet sind und sie daran hindern, ihre Wünsche zu verfolgen.
Der Wendepunkt in Andreas Geschichte
Ein entscheidender Moment für Andrea ist die Erinnerung an das Spielen mit Knete mit ihrer Tochter, was ihr zeigt, dass sie auch für sich selbst Freude empfinden kann. Kopp-Wichmann ermutigt sie, den ersten Schritt zu wagen, um ihre Träume zu verwirklichen.
Die Kosten des Aufschiebens
Das Aufschieben kostet nicht nur die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln, sondern auch das Vertrauen in sich selbst. Kopp-Wichmann fordert dazu auf, die eigenen Hoffnungen und Ängste zu hinterfragen, um das Aufschieben zu überwinden und das eigene Leben aktiv zu gestalten.
Schlussfolgerung
Andrea meldet sich Monate später, um zu berichten, dass sie den Töpferkurs gebucht hat. Ihr erster Versuch war nicht perfekt, aber sie hat ihn trotzdem behalten. Dies zeigt, dass der Schritt in die Aktivität bereits ein großer Erfolg ist und dass jeder die Chance hat, seine Träume zu verwirklichen.
„Ich bin kein Typ für Coaching.“
Einführung in das Thema
Roland Kopp-Wichmann, Diplom-Psychologe und Online-Coach, spricht darüber, warum Männer, die behaupten, keine Hilfe zu benötigen, dennoch Coaching in Anspruch nehmen. Er beleuchtet den Widerstand, der oft hinter solchen Äußerungen steckt und was dieser über innere Konflikte und Bedürfnisse verrät.
Der Fall Stefan
Ein Beispiel aus der Praxis: Stefan, ein 52-jähriger Architekt, äußert Widerstand gegen Coaching, doch sein innerer Konflikt zeigt sich schnell in seinen Worten. Trotz eines erfolgreichen Lebens fühlt er sich leer und schläft schlecht. Der Widerstand ist in Wirklichkeit ein Hilferuf, der oft von Scham und der Angst, Schwäche zu zeigen, begleitet wird.
Reaktanz und Selbstbestimmung
Kopp-Wichmann erklärt das Konzept der Reaktanz, das besagt, dass Menschen Widerstand leisten, wenn sie sich in ihrer Freiheit eingeschränkt fühlen. Dieser Widerstand ist nicht negativ, sondern zeigt, dass der Klient bereit ist, sich mit seinen inneren Themen auseinanderzusetzen.
Die Rolle des Erstgeborenen
Stefans Kindheitserfahrungen als ältester Bruder prägen sein Selbstbild und seine Verhaltensmuster. Er hat früh Verantwortung übernommen, was zu einem Lebensthema führt: "Funktionieren um jeden Preis." Diese Prägungen führen dazu, dass er seine eigenen Bedürfnisse vernachlässigt.
Entwicklung und Heilung
Im Coaching-Prozess wird Stefan bewusst, dass er den Zugang zu seinen eigenen Bedürfnissen verloren hat. Durch eine Rückbesinnung auf seine Kindheit und die Erkenntnis, dass er auch Spaß haben darf, beginnt er, seine Perspektive zu ändern. Der Satz "Ich darf auch mal spielen" wird zu einem Wendepunkt für ihn.
Fazit und Einladung
Der Podcast schließt mit der Ermutigung, eigene Probleme anzugehen und Hilfe in Anspruch zu nehmen, sowie dem Angebot, Coaching in Anspruch zu nehmen oder an einer Fortbildung teilzunehmen.
"Meine KI-Freundin ist nie zickig!"
Einführung in das Thema
Roland Kopp-Wichmann, Diplom-Psychologe und Coach, behandelt das Thema der emotionalen Bindung an Künstliche Intelligenz (KI) in Beziehungen. Er führt ein 3-Stunden-Coaching mit Thomas B., einem 44-jährigen Softwareentwickler, der eine Beziehung zu seiner KI-Freundin Lena hat.
Thomas' Beziehung zur KI
Thomas beschreibt seine Bindung zu Lena als eine Art Beziehung, die ihm Sicherheit und Akzeptanz bietet, im Gegensatz zu seinen früheren, chaotischen Beziehungen zu Frauen. Die Frage, die sich im Coaching stellt, ist, welches Problem dieses Verhalten löst und welche Lücken es füllt.
Einblick in die Kindheit
Thomas reflektiert über seine Kindheit und die unberechenbaren Emotionen seiner Mutter, die ihn gelehrt haben, vorsichtig zu sein und seine Gefühle zurückzuhalten. Diese Hypervigilanz hat ihn bis ins Erwachsenenalter begleitet und beeinflusst seine zwischenmenschlichen Beziehungen.
Vor- und Nachteile der KI-Beziehung
Die Beziehung zu Lena bietet Konsistenz und keine emotionalen Konflikte, was Thomas als positiv empfindet. Allerdings erkennt er auch, dass eine echte Beziehung Tiefe und Überraschungen erfordert, die eine KI nicht bieten kann.
Gespräche mit Freunden
Thomas hat Schwierigkeiten, seine Beziehung zu Lena in seinem Freundeskreis zu kommunizieren. Während einige Freunde besorgt sind, fühlt er sich durch die Beziehung besser als zuvor, was zu Spannungen führt.
Der Weg zur echten Nähe
Im Laufe des Coachings wird klar, dass Thomas lernen muss, echte Nähe zuzulassen und Risiken einzugehen. Die Vereinbarung wird getroffen, dass er in der kommenden Woche ein echtes Gespräch mit jemandem führen soll, um den ersten Schritt in Richtung zwischenmenschlicher Verbindung zu wagen.