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Biodiversität
Nature and the city
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

In Resonanz 5: Wildwechsel – Geschichten von Begegnungen mit Wildtieren in der Stadt
Einführung in das Buch und die Autorin
In dieser Episode von InResonanz spricht Claudia Acklin mit der Biologin und Autorin Franziska Uitschi über ihr neu erschienenes Buch "Wildwechsel – Geschichten aus der Stadt", das 21 Geschichten über Begegnungen mit Tieren in urbanen Umgebungen beinhaltet. Uitschi diskutiert die Verbindung zwischen ihrer Arbeit als Biologin und ihrer Leidenschaft fürs Schreiben, und wie diese beiden Aspekte ihrer Identität synergistisch wirken.
Die Synergie von Biologie und Schriftstellerei
Uitschi beschreibt, dass ihre Erfahrungen als Biologin und ihre poetischen Schreibfähigkeiten eng miteinander verwoben sind. Sie betont, dass sie versucht, die Atmosphäre eines Lebensraumes wahrzunehmen, während sie gleichzeitig die wissenschaftlichen Aspekte der Natur betrachtet. Der kreative Prozess, sowohl beim Schreiben als auch beim wissenschaftlichen Arbeiten, ist für sie ein dynamisches Wechselspiel zwischen Fakten und emotionaler Wahrnehmung.
Inspiration für das Buch
Die Idee für das Buch kam Uitschi durch ihre Erlebnisse mit Tieren in Städten, insbesondere einer Begegnung mit invasiven Papageien in Paris. Diese Erlebnisse führten sie dazu, verschiedene Geschichten über Tiere und Menschen in urbanen Räumen zu erzählen, wobei sie den Fokus auf persönliche und emotionale Verbindungen legt.
Begegnungen und Transformation
Die Geschichten in Uitschis Buch zeigen, wie zufällige Begegnungen mit Tieren einen Transformationsprozess bei den Protagonisten auslösen können. Sie bringt Beispiele von Charakteren, die an Wendepunkten in ihrem Leben stehen und durch die Interaktion mit Tieren neue Perspektiven gewinnen. Diese Begegnungen sind nicht nur fiktiv, sondern spiegeln auch reale emotionale Herausforderungen wider.
Über die Verantwortung für die Natur
Uitschi betont die Wichtigkeit, eine Verbindung zur Natur herzustellen, um das Bewusstsein für den Schutz der Biodiversität zu fördern. Sie glaubt, dass persönliche Erlebnisse mit der Natur der Schlüssel sind, um Menschen dazu zu bewegen, verantwortungsbewusst mit ihrer Umwelt umzugehen. Diese Haltung fließt in ihre Geschichten ein und unterstreicht die Idee, dass Menschen Teil einer größeren Gemeinschaft von Lebewesen sind.
Zukünftige Projekte und Ideen
Franziska Uitschi plant, ihre Arbeit als Biologin fortzusetzen und gleichzeitig neue literarische Projekte zu entwickeln. Sie möchte das Thema der Verbindung zwischen Mensch und Natur weiter erkunden und möglicherweise neue Formen des Schreibens entwickeln, die sowohl erzählerische als auch wissenschaftliche Elemente kombinieren.

Wildnis in der Stadt – Mensch und Natur zuliebe
Wildnis in der Stadt und ihr Beitrag zum Naturschutz
Claudia Aklin spricht mit Eva Stengel über die Bedeutung von Wildnis in urbanen Umgebungen. Stengel betont, dass heimische Pflanzen eine wichtige Rolle im Naturschutz spielen, da sie seit Jahrhunderten an lokale Bedingungen angepasst sind.
Das Buchprojekt und die Kampagne Mini-Wildnis
Stengel erklärt ihr Buchprojekt, das in Zusammenarbeit mit Wildnisexperte Michael Altmoos entstand. Das Buch zeigt, wie Mini-Wildnis-Projekte in Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgeführt werden können, um mehr Natur in städtische Gebiete zu bringen.
Beispiele für erfolgreiche Projekte
Unter den Projekten im Buch sind innovative Ansätze wie das Tiny Forest Projekt in Zürich und die Asphaltknackerinnen, die zeigen, wie selbst kleinste Flächen in wilde Lebensräume verwandelt werden können.
Resilienz der Natur und der Mensch
Die Natur zeigt eine beeindruckende Resilienz, wie Beispiele aus Basel und von Insektenforschern verdeutlichen. Stengel und Aklin diskutieren die Notwendigkeit, der Natur Platz zu geben und die Versiegelung von Flächen zu reduzieren.
Bedürfnis nach Naturerlebnis
Studien zeigen, dass Kinder in grünen Umgebungen weniger anfällig für psychische Krankheiten sind. Der Wunsch nach Naturerleben ist eng mit dem Bedürfnis nach Erholung verbunden.
Künftige Projekte und Visionen
Stengel plant ein weiteres Buch über invasive Arten, um deren Bedeutung im Ökosystem zu beleuchten. Sie hofft, dass verschiedene Initiativen zusammenkommen, um eine Bewegung für mehr Natur zu initiieren.

Naturschutz – mehr heimische Pflanzen für die Stadt
Biodiversität als Zielrahmen und Herausforderungen
Die Biodiversität wird als umfangreiches Thema beschrieben, mit vielen Akteuren, was zu Übersichtsproblemen führt. Es geht um Grundlagen und eine klare Praxis bei der Pflanzenverwendung. Es wird versucht, Grundsätze festzulegen und diese öffentlich zu kommunizieren. Ein zentraler Schritt ist der Übergang von Importen zu einheimischen Mischungen; der Fokus liegt auf einer Sortenvielfalt mit regionaler Herkunft, besonders im Siedlungsraum.
Naturschutz in der Stadt als konkrete Form der Biodiversität
Zur Stadt geht es nicht nur um Moorlandschaften oder Wälder, sondern um praktischen Naturschutz in Basel. Die Stadt dient als Beispiel für partizienten Naturschutz, der alle einbeziehen soll. Es wird über Chancen gesprochen: große Aufmerksamkeit, breite Öffentlichkeit, Sensibilisierung im städtischen Raum; gleichzeitig wird auf vorhandene Vielfalt durch unterschiedliche Lebensräume hingewiesen.
Regio Flora: Empfehlungen, Herkunft und genetische Vielfalt
Regio Flora fokussiert auf Empfehlungen statt Durchsetzungen im Siedlungsraum. Kernthema ist die Herkunft des Pflanzmaterials und die genetische Vielfalt, um Belastbarkeit und Vielfalt zu fördern. Praktisch bedeutet das, auf Ökotypen zu achten und spezifische Unterarten je nach Standort zu empfehlen. Das Konzept erklärt sich durch Beispiele wie Obst- und Wildobstsorten und deren Anpassungen an Klimabedingungen.
Schlussgedanke: Städte als Lebensraum und Multiplikator
In der urbanen Umgebung lassen sich Biodiversitätspotenziale nutzen: breites Publikum, öffentliche Räume und vielfältige Lebensräume bieten Aussicht auf nachhaltige Entwicklung. Die Zusammenarbeit verschiedener Akteure trägt zur Sensibilisierung bei und stärkt die Vielfalt der Arten. Insgesamt wird eine Balance zwischen Nutzung, Schutz und regionaler Anpassung betont, um Resilienz in städtischen Ökosystemen zu erhöhen.