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LehrenLernen
Joachim Seibt und Stephan Klausch
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht
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044: Autismus-Spektrum-Störung und Schule: Eine Entmystifizierung im Expertentalk
Einführung in das Thema Autismus
Im Podcast wird das Thema Autismus und insbesondere die Autismus-Spektrumsstörung besprochen. Jenny, eine Lerntherapeutin, und der Gastgeber diskutieren Mythen rund um Autismus und versuchen, diese zu entmystifizieren. Es wird betont, dass Autismus oft falsch wahrgenommen wird und dass es wichtig ist, das Spektrum zu erkennen, in dem autistische Menschen leben.
Mythen über Autismus
Ein zentraler Punkt ist die weit verbreitete Annahme, dass autistische Menschen keine sozialen Kontakte wollen oder empathielos sind. Die Diskussion zeigt, dass autistische Kinder durchaus soziale Bedürfnisse haben, aber oft andere Zugänge zu Freundschaften und sozialen Interaktionen benötigen. Empathie wird differenziert betrachtet, wobei festgestellt wird, dass autistische Menschen oft eine andere Form der Empathie zeigen.
Neurodiversität und Inklusion in Schulen
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Neurodiversitätsbewegung, die darauf abzielt, die Andersartigkeit autistischer Menschen zu akzeptieren und in die Gesellschaft zu integrieren. Die Diskussion über Inklusion in Schulen kritisiert das aktuelle Bildungssystem, das oft nicht auf die Bedürfnisse neurodivergenter Schüler eingeht. Es wird die Notwendigkeit betont, die Lehrmethoden an die Vielfalt der Schüler anzupassen, um allen gerecht zu werden.
Statistiken und Ausblick für Lehrkräfte
Abschließend werden einige Statistiken über die Prävalenz von Autismus in Deutschland und anderen Ländern genannt. Es wird empfohlen, dass Lehrkräfte unvoreingenommen auf autistische Schüler zugehen und deren Bedürfnisse ernst nehmen. Die Vielfalt innerhalb der Lerngruppen wird als Chance zur Entwicklung und zum Lernen für alle betrachtet.
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043: Coaching für alle! Über Beratung ohne Ratschläge für Lehrkräfte
Einleitung und persönliche Updates
Im Podcast diskutieren Joachim Seibt und Stefan Klausch über ihre Erfahrungen im Bereich Lärmpsychologie und Coaching für Lehrkräfte. Anja berichtet von ihrer Zeit in Australien, wo das Schuljahr mit einem besonderen Zeugnisformat endete, das die Leistungen der Schüler umfassender darstellt.
Coaching-Angebot für Lehrkräfte
Das Pädagogische Zentrum in Cottbus bietet Coachings und Supervisionen für Lehrkräfte und Referendare an, um sie bei spezifischen Herausforderungen zu unterstützen. Anja hebt hervor, dass diese Unterstützung nicht als traditionelle Beratung, sondern als Coaching verstanden werden sollte, bei dem die Klienten selbst die Lösungen entwickeln.
Methoden und Ansätze im Coaching
Die Coaches verwenden verschiedene Methoden, darunter das Aufstellen eines inneren Teams und Skalenläufe, um Klienten zu helfen, ihre Anliegen zu klären und konkrete Lösungen zu entwickeln. Der Fokus liegt auf der Autonomie der Klienten und der Entwicklung ihrer Selbstwirksamkeit.
Die Rolle des Coaches und der Klienten
Coaching unterscheidet sich von Therapie, da es darauf abzielt, schnell umsetzbare Lösungen zu finden und den Klienten zu ermutigen, ihre Bedürfnisse zu artikulieren. Der Prozess beinhaltet aktives Zuhören und das Fördern von Vertrauen zwischen Coach und Klient.
Gemeinschaft und Unterstützung im Schulkontext
Durch das Coaching entsteht ein Gefühl der Gemeinschaft unter Lehrkräften, was zur Stressbewältigung beiträgt. Es wird betont, dass die Bereitschaft zur Veränderung und die Suche nach Unterstützung in der Lehrerschaft von großer Bedeutung sind.
Abschluss und Ausblick
Anja lädt interessierte Lehrkräfte ein, sich über das Coaching-Angebot zu informieren. Die nächste Staffel wird mit festen Terminen fortgesetzt, und die Coaches freuen sich darauf, weiterhin Unterstützung zu bieten.
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042: classroom management ganz praktisch
Australischer Schulkontext und Lernkultur
Der Austausch beleuchtet den Arbeitsalltag in australischen Schulen mit Fokus auf Inspektionen, Hospitationskultur und Sprachförderung. Es werden formative Feedbackgespräche, offene Reflexionen und transparente Kriterien beschrieben. Ein längerer Urlaubsausgleich wird als Balanceakt zwischen Bedürfnissen der Schule und individueller Lebensplanung erwähnt. Die Situation dient als Hintergrund, um das Verständnis von Classroom-Management als zentrale Unterrichtssteuerung zu vertiefen.
Kernbausteine des Classroom-Managements
Zentrale Aspekte umfassen Raumgestaltung, Bewegungs- und Aufgabenmodi, Beziehungen zwischen Lehrpersonen und Lernenden sowie die Gestaltung von Übergängen. Wichtig sind Reibungslosigkeit, Sichtbarkeit der Lehrenden, kognitive Aktivierung und eine inklusive Grundhaltung. Ebenso gehört der Umgang mit Störungen, präventive Planung und konsequentes, wohlwollendes Handeln dazu, um Lernen zu ermöglichen.
Praxiserfahrungen und konkrete Methoden
Es werden Rituale wie der Kinositz, Gruppenzuweisungen via Verabredungskarten oder persönliche Gegenstände genutzt, um Gruppenbildung transparent und fair zu gestalten. Raum als dritter Pädagoge, Sitzwechsel, Divider und Headsets helfen, Lautstärke zu regulieren und Konzentration zu fördern. Auch der Blickkontakt und klare Verhaltenserwartungen tragen zu einem strukturierten Lernumfeld bei.
Ausblick und Reflexion
Die beschriebenen Beobachtungen zeigen, wie flexibel und alltagstauglich Classroom-Management umgesetzt werden kann, um Lernprozesse zu unterstützen. Der Fokus liegt auf präventiven Maßnahmen, Gruppenkoordination, inklusiver Haltung und transparenter Kommunikation. Die Perspektiven der Lehrenden aus unterschiedlichen Kontexten liefern Anregungen für eine kontinuierliche Reflexion über Unterrichtsgestaltung und Lernklima.