
Unboxing Organisations
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Beschreibung
Die Luhmannsche-Systemtheorie ist dabei die Denkbasis, die es ermöglicht minimalinvasiv die Kraft der Unternehmenskultur in die richtige Richtung zu lenken.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

#51 - Führen Führungskräfte überhaupt?
Einführung der Sprecher
In dieser Episode diskutieren Andi, Natascha und Hunter über die Rolle von Führungskräften und die verschiedenen Ansätze zur Führung in Organisationen. Andi bringt seine Erfahrungen als Führungskraft und Transformationsexperte ein, während Natascha als Führungskraft in einem technischen Konzern die Mechanismen hinter Organisationen beleuchtet. Hunter, als Marketing-Experte, moderiert die Diskussion.
Feedback und Wahrnehmungen
Die Sprecher reflektieren über häufig erhaltenes Feedback, das sie als Führungskräfte erhalten haben. Dabei wird das Thema der Wertschöpfung und die Wahrnehmung von Führung in der Arbeitswelt angesprochen. Es wird die Frage aufgeworfen, ob Führungskräfte tatsächlich führen oder ob sie lediglich als Fachkräfte für Führung agieren.
Führung vs. Steuerung
Die Diskussion thematisiert die Unterscheidung zwischen Führung und Steuerung. Während Steuerung sich auf bekannte Probleme bezieht, erfordert Führung einen kreativen Ansatz zur Lösung komplexer Probleme. Es wird betont, dass Führungskräfte oft in Situationen geraten, in denen sie nicht wissen, wann Führungs- oder Steuerungsansätze erforderlich sind.
Unsicherheiten und Entscheidungsfindung
Ein zentrales Thema ist der Umgang mit Unsicherheiten in der Unternehmenswelt. Die Sprecher diskutieren, dass Führungskräfte nicht immer die richtige Lösung für jedes Problem haben müssen, sondern vielmehr die Fähigkeit besitzen sollten, mit Komplexität und Unsicherheit umzugehen.
Fachwissen und Führungskompetenz
Die Frage des erforderlichen Fachwissens von Führungskräften wird erörtert. Es wird festgestellt, dass ein gewisses Maß an Fachkenntnis notwendig ist, um informierte Entscheidungen zu treffen, aber dass Führung auch andere Fähigkeiten erfordert, wie Empathie und die Fähigkeit, die richtigen Talente im Team zu erkennen.
Führung in einer sich verändernden Welt
Die Sprecher reflektieren über die Herausforderungen, mit denen Führungskräfte konfrontiert sind, insbesondere in einer sich schnell verändernden Geschäftswelt. Es wird diskutiert, ob die Rolle der Führungskraft in Zukunft noch relevant ist, insbesondere im Hinblick auf den Einfluss von Technologie und KI.
Zusammenfassung der Erkenntnisse
Die Diskussion endet mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Punkte: Führungskräfte müssen in der Lage sein, zwischen blauen (steuerbaren) und roten (komplexen) Problemen zu unterscheiden, die Wirksamkeit ihrer Rolle ständig zu hinterfragen und erkennen, dass Führung auch das Folgen von Teammitgliedern einschließt.

#50 - Stehen wir zu dicht an der Tapete? – Warum Selbstreflexion in Organisationen so schwerfällt
Selbstreflexion in Organisationen
Die Folge diskutiert, ob Organisationen ausreichend Selbstreflexion zeigen und ob Fehler primär externen Schuldzuweisungen zugeschrieben werden. Es wird betont, dass der Blick oft auf andere Akteure gerichtet ist, während der eigene Anteil am Muster hinterfragt werden sollte. Die Tapete-Vorsymbolik verdeutlicht, wie Nähe zur Realität Hindernisse schaffen kann, die ehrliche Analyse erschweren.
Fokus: Mensch oder System
Es wird diskutiert, ob der Schwerpunkt eher auf der Führungspersönlichkeit oder auf dem organisationalen System liegt. Die Herausforderung besteht darin, zu erkennen, welche Rolle die individuellen Handlungen und welche strukturelle Gestaltung spielen, ohne in simple Schuldzuweisungen zu verfallen. Regelmäßige Reflexionen sind selten im Arbeitsalltag verankert.
Beobachtung statt Krisenlösung
Beobachtung der eigenen Muster und der Organisationsdynamik wird als zentrale Kompetenz hervorgehoben. TWO Sprüche erinnern daran, einfache Lösungen täuschen oft über komplexe Zusammenhänge hinweg. Autopoiesie erklärt, warum Veränderungen zunächst oft abgelehnt werden, bevor sie akzeptiert oder angepasst werden.
Innovation und Veränderung
Innovation wird als notwendige Reaktion auf dynamische Märkte gesehen, doch der Weg von der Erkenntnis zur Umsetzung bleibt herausfordernd. Krisen können als Katalysatoren dienen, zugleich ist eine kontinuierliche Reflexion nötig, um Zeiträume für Ideenfindung freizuhalten und Veränderungen effektiv ins Unternehmen zu tragen.

#49 - „Ich bin besser, als du denkst“ – was Mitarbeitergespräche wirklich zeigen
Wirksamkeitserleben in privaten und beruflichen Kontexten
Im Gespräch wird Wirksamkeit sowohl durch kleine Erledigungen im Alltag (Renovierung, Umzug, Gartenarbeit) als auch durch konkrete Arbeitsergebnisse sichtbar. Der Bezug zu persönlichen Projekten zeigt, dass Wirkempfinden kein reiner Berufsbezug ist, sondern mit greifbaren Ergebnissen verbunden ist. Dadurch entsteht eine Grundlage, auf der Personen Selbstwirksamkeit reflektieren und ihren Wert wahrnehmen können.
Feedbackgespräche, Beurteilung und Motivationen
Es wird diskutiert, wie Nachgaben nach Feedbackgesprächen auftreten und ob Beurteilungen primär finanziell verankert sind. Oft scheint der Zweck eher, ein Bild des Mitarbeiters zu formen oder dessen Selbstwert zu bestätigen, als zielgerichtetes Lernen zu ermöglichen. Die Trennung von Leistung und Beurteilung wird als schwierig erkannt, da Bewertungen insgesamt das Arbeitsverhalten beeinflussen.
Unsicherheit, Vergleich und Organisationswandel
Während Transformationen Unsicherheit erzeugen, vergleichen Mitarbeitende ihre Leistungen und Positionen mit Kollegen. Wechsel in Führungskräften verstärken das Gefühl, nicht gesehen zu werden, und fördern das Bedürfnis, sich zu rechtfertigen. Diese Dynamik zeigt, wie stark Führungskommunikation, Systemwechsel und Hierarchie die individuelle Wahrnehmung der eigenen Wirksamkeit beeinflussen.
Beziehungen, Vertrauen und konkrete Verbesserungen
Als Lösung wird betont, dass echtes, vertrauensbasiertes Feedback wichtiger ist als standardisierte Bögen. Offenheit, klare Beispiele und das Aussetzen des Bewertungsrahmens können Vertrauen fördern. Grundsätzlich wird eine Balance zwischen Führung, Steuerung und Zugehörigkeit gefordert, damit Mitarbeitende sich gesehen fühlen und Entwicklungsmöglichkeiten erkennen können.