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Geisteswissenschaften, Geschichte und Forschung – das sind die Themen der Max Weber Stiftung.

Von spannenden Interviewreihen, über wissenschaftliche Podiumsdiskussionen, bis hin zum Wissen entgrenzen-Podcast ist für jeden Geschmack etwas dabei.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

#29: Jenseits der Friedlichen Revolution: Die gewaltvollen 1990er im Kaukasus

16.06.2026

Stadtführung durch Tbilisi

Die Konferenz in Tbilisi beginnt mit einer Stadtführung unter der Leitung von Archil Kikotse, einem renommierten georgischen Schriftsteller. Während des Rundgangs durch die Rustaveli Avenue wird die Gegenwart der Stadt von den Geistern der 1990er Jahre geprägt, einer Zeit, die stark von Konflikten und Gewalt nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion geprägt war.

Die Violent Nineties Konferenz

Die Konferenz "Die gewaltvollen 1990er Jahre" behandelt die unterschiedlichen Erfahrungen von Gewalt in Osteuropa, insbesondere im Südkaukasus. Historiker, Literaturwissenschaftler und Anthropologen diskutieren die verschiedenen Formen und Narrative von Gewalt, die in dieser Zeit auftraten, und die Herausforderungen, die sich aus der historischen Aufarbeitung ergeben.

Literatur als Erinnerungsmedium

Literatur spielt eine zentrale Rolle in der Verarbeitung und Erinnerung an die gewaltsame Vergangenheit der 1990er Jahre. Autoren wie Archil Kikotse nutzen ihre Werke, um die traumatischen Erfahrungen dieser Zeit zu reflektieren und ein tieferes Verständnis für die gesellschaftlichen Auswirkungen zu schaffen.

Unterschiedliche Perspektiven auf die 1990er Jahre

Die Wahrnehmung der 1990er Jahre variiert stark zwischen den ehemaligen Sowjetstaaten und Deutschland. Während in Deutschland die friedliche Wiedervereinigung im Vordergrund steht, sind die Erinnerungen aus dem Südkaukasus von ethnischen Konflikten und Bürgerkriegen geprägt. Diese unterschiedlichen Narrative werden in der Konferenz eingehend analysiert.

Forschung und Erinnerung

Die Konferenz hebt die Notwendigkeit hervor, die Erinnerungen und die komplexe Geschichte der 1990er Jahre weiter zu erforschen. Die Diskussionen zeigen, dass viele Aspekte dieser Zeit noch nicht vollständig aufgearbeitet sind und dass Literatur und Wissenschaft zusammenarbeiten müssen, um ein umfassenderes Bild der Ereignisse zu erstellen.

Stadtführung durch Tbilisi

Die Konferenz in Tbilisi beginnt mit einer Stadtführung unter der Leitung von Archil Kikotse, einem renommierten georgischen Schriftsteller. Während des Rundgangs durch die Rustaveli Avenue wird die Gegenwart der Stadt von den Geistern der 1990er Jahre geprägt, einer Zeit, die stark von Konflikten und Gewalt nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion geprägt war.

Die Violent Nineties Konferenz

Die Konferenz "Die gewaltvollen 1990er Jahre" behandelt die unterschiedlichen Erfahrungen von Gewalt in Osteuropa, insbesondere im Südkaukasus. Historiker, Literaturwissenschaftler und Anthropologen diskutieren die verschiedenen Formen und Narrative von Gewalt, die in dieser Zeit auftraten, und die Herausforderungen, die sich aus der historischen Aufarbeitung ergeben.

Literatur als Erinnerungsmedium

Literatur spielt eine zentrale Rolle in der Verarbeitung und Erinnerung an die gewaltsame Vergangenheit der 1990er Jahre. Autoren wie Archil Kikotse nutzen ihre Werke, um die traumatischen Erfahrungen dieser Zeit zu reflektieren und ein tieferes Verständnis für die gesellschaftlichen Auswirkungen zu schaffen.

Unterschiedliche Perspektiven auf die 1990er Jahre

Die Wahrnehmung der 1990er Jahre variiert stark zwischen den ehemaligen Sowjetstaaten und Deutschland. Während in Deutschland die friedliche Wiedervereinigung im Vordergrund steht, sind die Erinnerungen aus dem Südkaukasus von ethnischen Konflikten und Bürgerkriegen geprägt. Diese unterschiedlichen Narrative werden in der Konferenz eingehend analysiert.

Forschung und Erinnerung

Die Konferenz hebt die Notwendigkeit hervor, die Erinnerungen und die komplexe Geschichte der 1990er Jahre weiter zu erforschen. Die Diskussionen zeigen, dass viele Aspekte dieser Zeit noch nicht vollständig aufgearbeitet sind und dass Literatur und Wissenschaft zusammenarbeiten müssen, um ein umfassenderes Bild der Ereignisse zu erstellen.

#28: Forschen vor Ort - Das georgische Büro der Max Weber Stiftung in Tbilissi

28.04.2026

Historische Einordnung vor Ort

Auf dem Balkon des georgischen Büros der Max-Weber-Stiftung wird die Verbindung von Geschichte und Gegenwart spürbar. Die Gastgeberin führt in die Arbeit des Netzwerks Osteuropa ein, das lokale Perspektiven in den Blick nimmt. Eine Konferenz beleuchtet die Gewalt der 1990er Jahre und deren Folgen, wobei persönliche Zeugnisse und wissenschaftliche Debatten miteinander verknüpft werden, um Strukturprozesse in der Region zu verstehen.

Historische Prägungen Georgiens

Georgien liegt in einer peri-urbanen Grenzregion historischer Imperien. Die Sprache besitzt ein eigenständiges Alphabet; Dokumentationen zeigen frühe literarische Werke und religiöse Zentren. Geografische Nähe zu Nachbarländern und vielfältige Bevölkerungsgruppen haben Tbilisi kulturell geprägt. Die Stadt vereint architektonische Spuren der russischen, osmanischen und europäisch geprägten Epoche, was sich in Strukturen und Identitäten widerspiegelt.

Umbrüche des 20. Jahrhunderts

Das Land erlebt Phasen politischer Transformation, Kriegsfolgen und gesellschaftlicher Umwälzungen, die bis in die Gegenwart nachwirken. Gewalt, Deportationen und Konflikte hinterlassen tiefe Narben in der Bevölkerung. Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit erfolgt durch Erinnerungsarbeit, Zeugenaussagen und wissenschaftliche Reflexion, wodurch sich Perspektiven auf nationale Selbstverständnis, Zugehörigkeit und Außenbeziehungen Weichen stellen.

Rolle des Büros und Forschungszugänge

Das Büro versteht sich als Ort für dezentrale, reflexive Forschung, die Stimmen von Betroffenen und Beobachtern zusammenbringt. Durch Vorträge, Gespräche mit Zeitzeugeninnen und Zeitzeugen sowie Netzwerkarbeit werden Verknüpfungen zwischen regionaler Geschichte und globalen Dynamiken sichtbar. Ziel ist, unterschiedliche Perspektiven zu erfassen und kritisch zu hinterfragen, ohne kommerzielle oder werbliche Elemente zu verbreiten.

Historische Einordnung vor Ort

Auf dem Balkon des georgischen Büros der Max-Weber-Stiftung wird die Verbindung von Geschichte und Gegenwart spürbar. Die Gastgeberin führt in die Arbeit des Netzwerks Osteuropa ein, das lokale Perspektiven in den Blick nimmt. Eine Konferenz beleuchtet die Gewalt der 1990er Jahre und deren Folgen, wobei persönliche Zeugnisse und wissenschaftliche Debatten miteinander verknüpft werden, um Strukturprozesse in der Region zu verstehen.

Historische Prägungen Georgiens

Georgien liegt in einer peri-urbanen Grenzregion historischer Imperien. Die Sprache besitzt ein eigenständiges Alphabet; Dokumentationen zeigen frühe literarische Werke und religiöse Zentren. Geografische Nähe zu Nachbarländern und vielfältige Bevölkerungsgruppen haben Tbilisi kulturell geprägt. Die Stadt vereint architektonische Spuren der russischen, osmanischen und europäisch geprägten Epoche, was sich in Strukturen und Identitäten widerspiegelt.

Umbrüche des 20. Jahrhunderts

Das Land erlebt Phasen politischer Transformation, Kriegsfolgen und gesellschaftlicher Umwälzungen, die bis in die Gegenwart nachwirken. Gewalt, Deportationen und Konflikte hinterlassen tiefe Narben in der Bevölkerung. Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit erfolgt durch Erinnerungsarbeit, Zeugenaussagen und wissenschaftliche Reflexion, wodurch sich Perspektiven auf nationale Selbstverständnis, Zugehörigkeit und Außenbeziehungen Weichen stellen.

Rolle des Büros und Forschungszugänge

Das Büro versteht sich als Ort für dezentrale, reflexive Forschung, die Stimmen von Betroffenen und Beobachtern zusammenbringt. Durch Vorträge, Gespräche mit Zeitzeugeninnen und Zeitzeugen sowie Netzwerkarbeit werden Verknüpfungen zwischen regionaler Geschichte und globalen Dynamiken sichtbar. Ziel ist, unterschiedliche Perspektiven zu erfassen und kritisch zu hinterfragen, ohne kommerzielle oder werbliche Elemente zu verbreiten.

#28: Forschen vor Ort - Das georgische Büro der Max Weber Stiftung in Tbilissi

28.04.2026

Historischer Blick auf Georgien und den Kaukasus

Der Ort verbindet zentrale historische Schichten Georgiens mit gegenwärtiger Forschung. Gegründet als kultureller Knotenpunkt zeigt sich die Mischung aus georgischem Erbe, Architekturlandschaften und imperialen Spuren. Die georgische Schrift, das eigenständige Alphabet und frühe literarische Werke verdeutlichen eine lange, eigenständige kulturelle Entwicklung, die sich durch wechselnde Herrschaftsverhältnisse und Einflüsse verschiedener Reiche hindurch fortsetzt.

Wirkung von Epoche zu Epoche

Inländische Dynamiken und äußere Mächte formten Georgien zu einer Region ständiger Überschneidungen. Die Geschichte reicht von dynastischen Reichen über russische Einflussnahme bis zu sowjetischer Gesellschaftsordnung. Die georgische Selbstfindung wurde geprägt durch nationale Bewegungen, territoriale Konflikte und Gewalterfahrungen, die langfristig politische Orientierung, Identität und Bildsprache beeinflusst haben.

Der Blick des Büros Max Weber Stiftung

Im Zentrum von Tbilisi gelegen, arbeitet das Büro daran, lokale Perspektiven mit Erfahrungen aus anderen Teilen Osteuropas zu verknüpfen. Durch Gespräche mit Wissenschaftlerninnen, Zeitzeugen und Netzwerken entsteht ein erkenntnisreicher Austausch über Gewalt, Friedensprozesse und die Rolle des Forschens in politisch belasteten Zeiten.

Aktuelle Entwicklungen und Forschungsimpulse

Dialog, unabhängige Forschung und der Einbezug von Stimmen aus der Zivilgesellschaft stehen im Fokus. Politische Restriktionen und Bildungsreformen zeigen, wie Geschichtsdarstellung und wissenschaftliche Arbeit miteinander verflochten sind. Die Arbeit strebt danach, Gewaltursachen zu verstehen und unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen, um komplexe Prozesse der post-sowjetischen Gesellschaft zu begreifen.

Historischer Blick auf Georgien und den Kaukasus

Der Ort verbindet zentrale historische Schichten Georgiens mit gegenwärtiger Forschung. Gegründet als kultureller Knotenpunkt zeigt sich die Mischung aus georgischem Erbe, Architekturlandschaften und imperialen Spuren. Die georgische Schrift, das eigenständige Alphabet und frühe literarische Werke verdeutlichen eine lange, eigenständige kulturelle Entwicklung, die sich durch wechselnde Herrschaftsverhältnisse und Einflüsse verschiedener Reiche hindurch fortsetzt.

Wirkung von Epoche zu Epoche

Inländische Dynamiken und äußere Mächte formten Georgien zu einer Region ständiger Überschneidungen. Die Geschichte reicht von dynastischen Reichen über russische Einflussnahme bis zu sowjetischer Gesellschaftsordnung. Die georgische Selbstfindung wurde geprägt durch nationale Bewegungen, territoriale Konflikte und Gewalterfahrungen, die langfristig politische Orientierung, Identität und Bildsprache beeinflusst haben.

Der Blick des Büros Max Weber Stiftung

Im Zentrum von Tbilisi gelegen, arbeitet das Büro daran, lokale Perspektiven mit Erfahrungen aus anderen Teilen Osteuropas zu verknüpfen. Durch Gespräche mit Wissenschaftlerninnen, Zeitzeugen und Netzwerken entsteht ein erkenntnisreicher Austausch über Gewalt, Friedensprozesse und die Rolle des Forschens in politisch belasteten Zeiten.

Aktuelle Entwicklungen und Forschungsimpulse

Dialog, unabhängige Forschung und der Einbezug von Stimmen aus der Zivilgesellschaft stehen im Fokus. Politische Restriktionen und Bildungsreformen zeigen, wie Geschichtsdarstellung und wissenschaftliche Arbeit miteinander verflochten sind. Die Arbeit strebt danach, Gewaltursachen zu verstehen und unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen, um komplexe Prozesse der post-sowjetischen Gesellschaft zu begreifen.