
Auf den Zahn gefühlt
Informationszentrum Zahn- und Mundgesundheit Baden-Württemberg
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Implantologie versus Endodontie
Einführung in die Zahnerhaltung
Im Podcast wird die Entscheidung zwischen der Erhaltung eines Zahns durch Wurzelbehandlung (Endodontie) und dem Einsatz eines Implantats thematisiert. Beide Verfahren haben ihre Vor- und Nachteile und die Wahl ist oft komplex.
Was ist Endodontie?
Prof. Dr. Fabian Zipplik erklärt die Wurzelbehandlung, bei der entzündetes Gewebe entfernt, der Zahn desinfiziert und gefüllt wird. Besonders Backenzähne stellen aufgrund ihrer mehreren Wurzeln eine Herausforderung dar.
Wann Wurzelbehandlung oder Implantat?
Die Wurzelbehandlung wird bevorzugt, wenn der Zahn noch erhalten werden kann. Implantate sind eine Option, wenn der Zahn nicht mehr zu retten ist. Der Erfolg einer Wurzelbehandlung hängt stark von der Erfahrung des Zahnarztes und der Behandlungstechnik ab.
Erfolgsquoten und Risiken
Die Erfolgsquote bei Primärbehandlungen liegt über 90 Prozent. Sekundärbehandlungen weisen niedrigere Erfolgsraten auf. Risiken wie Instrumentenfrakturen oder Zahnfrakturen sind selten, aber möglich.
Kostenvergleich
Wurzelbehandlungen werden teilweise von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen, jedoch können Zuzahlungen erforderlich sein. Implantate sind in der Regel privat zu zahlen, mit höheren Gesamtkosten.
Fazit
Prof. Zipplik rät, die Wurzelbehandlung in Betracht zu ziehen, da der eigene Zahn immer der beste Zahnersatz ist. Die Entscheidung sollte gemeinsam mit dem Zahnarzt unter Berücksichtigung aller Faktoren getroffen werden.

Bleaching
Einführung in das Thema Bleaching
In dieser Episode geht es um das Bleaching, die gezielte Aufhellung von Zähnen, ein Thema, das viele Menschen sowohl interessiert als auch verunsichert. Der Experte Prof. Dr. Thomas Wurbers erklärt die chemischen Prozesse hinter dem Bleaching und die ästhetischen sowie medizinischen Indikationen.
Chemische Prozesse und Methoden
Bleaching basiert auf Oxidationsprozessen, bei denen Substanzen wie Wasserstoffperoxid eingesetzt werden. Diese Stoffe zerlegen Farbmoleküle in den Zähnen und machen sie heller. Es gibt sowohl ästhetische als auch medizinische Gründe für das Bleichen, etwa bei Verfärbungen durch Trauma oder Antibiotika.
Einfluss von Social Media und Trends
Die steigende Nachfrage nach Bleaching wird auch durch Social Media beeinflusst, wo strahlend weiße Zähne als Norm stilisiert werden. Prof. Wurbers warnt vor DIY-Trends, da diese oft nicht die gewünschten Ergebnisse liefern und Risiken bergen.
Risiken und Sicherheit beim Bleaching
Die richtige Konzentration von Wasserstoffperoxid ist entscheidend, um Risiken wie Überempfindlichkeit und Schleimhautreizungen zu vermeiden. Seriöse Bleaching-Verfahren beinhalten eine gründliche Voruntersuchung und Aufklärung über Nebenwirkungen.
Prozess des Bleachings
Ein professionelles Bleaching beginnt mit einer Anamnese und einer Beratung, gefolgt von einer Zahnreinigung und der Anwendung des Bleichmittels. Die Nachsorge und Zahnpflege sind wichtig, um die Ergebnisse langfristig zu erhalten.
Erwartungen und Ergebnisse
Die Aufhellung hängt von individuellen Faktoren ab. Prof. Wurbers klärt über realistische Erwartungen auf und betont, dass extreme Ergebnisse oft nur durch komplexe zahnärztliche Maßnahmen erreichbar sind.
Nach der Behandlung
Nach dem Bleaching sollten bestimmte Lebensmittel und Getränke vermieden werden, um das Ergebnis zu erhalten. Regelmäßige Zahnpflege und Prophylaxe sind entscheidend für den langfristigen Erfolg.
Kosten des Bleachings
Die Kosten für ein professionelles Bleaching betragen in der Regel zwischen 200 und 800 Euro, abhängig von der Anzahl der Zähne und der verwendeten Methode. Eine professionelle Zahnreinigung vor dem Bleaching ist ebenfalls notwendig und verursacht zusätzliche Kosten.
Abschließende Empfehlungen
Prof. Wurbers rät, sich vor einem Bleaching von einem kompetenten Praxisteam beraten zu lassen, um informierte Entscheidungen zu treffen und Risiken zu minimieren.

ZIMBA – die neue Zahnärztliche Infostelle für Mundgesundheit bei Behinderung und im Alter
Einführung in die inklusive Zahnmedizin
Dr. Guido Elsässer, ein führender Zahnarzt im Bereich der inklusiven Zahnmedizin, betont die Bedeutung der zahnmedizinischen Versorgung für Menschen mit Behinderung und ältere Menschen. Er hat das Konzept Zimba mitentwickelt, ein Informationsportal, das speziell auf die Bedürfnisse dieser Patientengruppen ausgerichtet ist.
Herausforderungen der Mundgesundheit
Die Mundgesundheit von Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderungen ist aufgrund motorischer und kognitiver Einschränkungen oft gefährdet. Eine angemessene Zahnpflege ist entscheidend, um Zahnprobleme und deren Folgen zu vermeiden. Die Fragen der Angehörigen und Pflegekräfte sind vielfältig und erfordern klare Informationen und Unterstützung.
Aktuelle Situation in Baden-Württemberg
In Baden-Württemberg gibt es bereits umfassende Maßnahmen zur Unterstützung inklusiver Zahnmedizin. Ein Netzwerk von zahnärztlichen Beauftragten sorgt dafür, dass die spezifischen Bedürfnisse der Patienten berücksichtigt werden. Es gibt zahlreiche Informationsmaterialien und Schulungen, um die Zahnpflege zu verbessern.
Das Zimba-Portal
Zimba wurde entwickelt, um Informationen zur Zahngesundheit für Menschen mit Behinderungen und Pflegebedarf zentral zu bündeln. Es bietet sowohl eine Online-Plattform als auch eine Hotline für persönliche Beratungen. Die Inhalte sind wissenschaftlich fundiert und sollen für verschiedene Zielgruppen zugänglich sein.
Zugänglichkeit und Barrierefreiheit
Das Zimba-Portal legt großen Wert auf Zugänglichkeit. Informationen werden in leichter Sprache bereitgestellt, und es gibt Anpassungsmöglichkeiten für die digitale Nutzung. Die Hotline ermöglicht es zudem, direkte Unterstützung zu erhalten.
Nutzen des Zimba-Portals
Das Portal hilft Angehörigen, wie etwa einer Tochter eines demenzkranken Vaters, schnell und gezielt Informationen zu finden, die auf ihre spezifischen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Zimba ist unabhängig und kostenfrei, finanziert durch die Zahnärzte in Baden-Württemberg.