Artikel Sieben
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Artikel Sieben

humanrights.ch

Beschreibung

«Die Würde es Menschen ist zu achten und zu schützen», so lautet Artikel 7 der schweizerischen Bundesverfassung. Mit diesem Ansatz will «Artikel Sieben» die Menschenrechte dorthin rücken, wo sie hingehören: ins Zentrum, mitten ins Leben der Menschen, hier in der Schweiz. Denn es wird in der Schweiz viel zu wenig über die Menschenrechte im eigenen Land gesprochen – viele gehen davon aus, dass in der Schweiz in Sachen Menschenrechte alles zum besten steht. In «Artikel Sieben» legen wir den Finger dorthin, wo es Lücken gibt, wo Menschenrechte verletzt und zu wenig geachtet werden. Wir reden über Menschenrechte in der Schweiz, mit einem Fall pro Episode, mit einem Team von ausgewiesenen Expertinnen.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

#28 Un droit à l’alimentation, dans la riche Suisse?

29.05.2026

Droit à l'alimentation als fundamentales Menschenrecht in der Schweiz

Das Gespräch beleuchtet das Recht auf Nahrung als grundlegendes Menschenrecht, das in der UN-Ordnung verankert ist. Es geht um physischen und wirtschaftlichen Zugang zu ausreichender, angemessener und kulturell akzeptabler Nahrung, die nachhaltig produziert wird. Der Fokus liegt auf den Auswirkungen von Ernährungssystemen auf Gesundheit, Umwelt und Generationengerechtigkeit.

Genfer Wegweisungen: Verfassung, Praxis und Governance

In Genf wurde das Recht auf Nahrung in der Kantonsverfassung verankert, ergänzt durch Debatten über eine umfassende öffentliche Politik von der Erzeugung bis zum Verbrauch. Die Calim und Allianzpartnerinnen arbeiten an einer gerechten, inklusiven Governance, die Beteiligung der Betroffenen stärkt und eine transparente Umsetzung sicherstellt. Eine multisektorale Herangehensweise soll Armut mindern und die Ernährungssicherheit nachhaltig gestalten.

Herausforderungen und politische Kontext

Der Text thematisiert prekäre Lebenslagen, steigende Prämismen, Ungleichheiten und den Druck des globalen Agrarsystems. Kritik richtet sich gegen Verzerrungen durch Handelspolitik, Werbung und Subventionsstrukturen, die lokale Bauern in Benachteiligung bringen und ökologische Kosten ignorieren. Auf federaler Ebene gibt es Blockaden, während Kantone wie Genf experimentelle Lösungswege beschreiten.

Praktische Ansätze: Bürgerbeteiligung und neue Modelle

Die Calim fördert demokratische Modelle wie das Comité citoyen de l'alimentation und die Genfer Alimentationskasse (Calim). Diese Projekte setzen auf Mitbestimmung, Transparenz, lokale Beschaffung und gezielte Zuschüsse, um Autonomie statt Karitative zu fördern. Begleitend laufen Initiativen zur Koordination, Vermeidung von Verschwendung und zur Entwicklung einer transversalen Politik, die Gesundheit, Umwelt und Soziales verbindet.

Droit à l'alimentation als fundamentales Menschenrecht in der Schweiz

Das Gespräch beleuchtet das Recht auf Nahrung als grundlegendes Menschenrecht, das in der UN-Ordnung verankert ist. Es geht um physischen und wirtschaftlichen Zugang zu ausreichender, angemessener und kulturell akzeptabler Nahrung, die nachhaltig produziert wird. Der Fokus liegt auf den Auswirkungen von Ernährungssystemen auf Gesundheit, Umwelt und Generationengerechtigkeit.

Genfer Wegweisungen: Verfassung, Praxis und Governance

In Genf wurde das Recht auf Nahrung in der Kantonsverfassung verankert, ergänzt durch Debatten über eine umfassende öffentliche Politik von der Erzeugung bis zum Verbrauch. Die Calim und Allianzpartnerinnen arbeiten an einer gerechten, inklusiven Governance, die Beteiligung der Betroffenen stärkt und eine transparente Umsetzung sicherstellt. Eine multisektorale Herangehensweise soll Armut mindern und die Ernährungssicherheit nachhaltig gestalten.

Herausforderungen und politische Kontext

Der Text thematisiert prekäre Lebenslagen, steigende Prämismen, Ungleichheiten und den Druck des globalen Agrarsystems. Kritik richtet sich gegen Verzerrungen durch Handelspolitik, Werbung und Subventionsstrukturen, die lokale Bauern in Benachteiligung bringen und ökologische Kosten ignorieren. Auf federaler Ebene gibt es Blockaden, während Kantone wie Genf experimentelle Lösungswege beschreiten.

Praktische Ansätze: Bürgerbeteiligung und neue Modelle

Die Calim fördert demokratische Modelle wie das Comité citoyen de l'alimentation und die Genfer Alimentationskasse (Calim). Diese Projekte setzen auf Mitbestimmung, Transparenz, lokale Beschaffung und gezielte Zuschüsse, um Autonomie statt Karitative zu fördern. Begleitend laufen Initiativen zur Koordination, Vermeidung von Verschwendung und zur Entwicklung einer transversalen Politik, die Gesundheit, Umwelt und Soziales verbindet.

#27 Sexarbeit - Kriminalisierung durch die Hintertür?

30.04.2026

Rechte, Diskriminierung und Vielfalt in der Sexarbeit

Die Episode beleuchtet, dass Menschenrechte für alle gelten, auch für Sexarbeitende. Diskussionen zeigen Spannungen zwischen moralischen Vorurteilen, Stigmatisierung und der Notwendigkeit, Sexarbeit als legale Erwerbstätigkeit zu betrachten. Die Debatte umfasst Relevanz von Gleichberechtigung, Würde und der Frage, wie Gesellschaften sexuelle Arbeit fair und sicher gestalten können.

Der Fall Bohner und seine Folgen

Im zentralen Fall klärte das Bundesgericht, dass Sexarbeit nicht per se sittenwidrig ist und Lohnforderungen durchsetzbar bleiben. Diese Entscheidung stärkt die Verhandlungsposition von Sexarbeitenden, reduziert Ungerechtigkeiten und verankert den Anspruch auf Bezahlung als Maßstab für Würde in der Arbeit.

Regulierung, Migration und Arbeitsbedingungen

Schweizer Regulierung zeichnet sich durch einen Flickenteppich aus Kantonsregelungen aus. Die Verknüpfung von Prostitution, Migration und Arbeitsrecht erzeugt Rechtsunsicherheit und beeinflusst Zugang zu Sozialleistungen, Gesundheit und Schutz vor Gewalt. Harmonisierung könnte Arbeitsbedingungen verbessern und Rechtswege klarer machen.

Schwedisches Modell, Perspektiven und Gewaltprävention

Das Schwedische Modell kriminalisiert Freier, dehnt aber Rechte der Sexarbeitenden nicht automatisch aus. Befürworterinnen sehen Schutz durch Reduktion der Nachfrage, GegnerInnen warnen vor Verstärkung von Gewalt, Stigmatisierung und Kontrollen. Ein differenzierter Ansatz betont Opfer- und Arbeitsschutz, ohne die Stimmen der Betroffenen auszuschließen.

Rechte, Diskriminierung und Vielfalt in der Sexarbeit

Die Episode beleuchtet, dass Menschenrechte für alle gelten, auch für Sexarbeitende. Diskussionen zeigen Spannungen zwischen moralischen Vorurteilen, Stigmatisierung und der Notwendigkeit, Sexarbeit als legale Erwerbstätigkeit zu betrachten. Die Debatte umfasst Relevanz von Gleichberechtigung, Würde und der Frage, wie Gesellschaften sexuelle Arbeit fair und sicher gestalten können.

Der Fall Bohner und seine Folgen

Im zentralen Fall klärte das Bundesgericht, dass Sexarbeit nicht per se sittenwidrig ist und Lohnforderungen durchsetzbar bleiben. Diese Entscheidung stärkt die Verhandlungsposition von Sexarbeitenden, reduziert Ungerechtigkeiten und verankert den Anspruch auf Bezahlung als Maßstab für Würde in der Arbeit.

Regulierung, Migration und Arbeitsbedingungen

Schweizer Regulierung zeichnet sich durch einen Flickenteppich aus Kantonsregelungen aus. Die Verknüpfung von Prostitution, Migration und Arbeitsrecht erzeugt Rechtsunsicherheit und beeinflusst Zugang zu Sozialleistungen, Gesundheit und Schutz vor Gewalt. Harmonisierung könnte Arbeitsbedingungen verbessern und Rechtswege klarer machen.

Schwedisches Modell, Perspektiven und Gewaltprävention

Das Schwedische Modell kriminalisiert Freier, dehnt aber Rechte der Sexarbeitenden nicht automatisch aus. Befürworterinnen sehen Schutz durch Reduktion der Nachfrage, GegnerInnen warnen vor Verstärkung von Gewalt, Stigmatisierung und Kontrollen. Ein differenzierter Ansatz betont Opfer- und Arbeitsschutz, ohne die Stimmen der Betroffenen auszuschließen.

#26 Die KI liegt falsch - und Menschenrechte werden verletzt

27.03.2026

Einführung in die Menschenrechte in der Schweiz

Die Episode behandelt die Herausforderungen des Menschenrechtsschutzes in der Schweiz, insbesondere im Kontext der Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) durch den Staat. Es wird aufgezeigt, dass es Lücken im Menschenrechtsschutz gibt und dass das Bewusstsein über diese Rechte nicht bei allen Institutionen gleich ausgeprägt ist.

Künstliche Intelligenz und Menschenrechte

Die Diskussion fokussiert sich auf die Bedrohung von elementaren Menschenrechten durch den staatlichen Einsatz von KI. Die rechtlichen Definitionen von KI in der Schweiz und im EU-Kontext werden erörtert, sowie die Notwendigkeit einer verbindlichen Definition durch die Schweiz, insbesondere im Hinblick auf die KI-Konvention des Europarats.

Rechtliche Herausforderungen bei Chatbots

Es wird untersucht, wie Chatbots, die im öffentlichen Sektor eingesetzt werden, rechtliche Verantwortung tragen. Ein Beispiel aus Kanada verdeutlicht, dass Unternehmen für die Informationen ihrer Chatbots haften. Diese rechtlichen Fragen sind in der Schweiz noch wenig geklärt, was zu Unsicherheiten führt.

Vertrauensverhältnis zwischen Bürger und Staat

Die Episode thematisiert das Vertrauensverhältnis zwischen Bürgern und staatlichen Institutionen. Die Nutzung von Chatbots kann den Eindruck von staatlicher Autorität erwecken, birgt jedoch Risiken, wenn diese Systeme fehlerhafte Informationen liefern. Der Schutz des Vertrauens der Bürger in staatliche Auskünfte ist von zentraler Bedeutung.

Diskriminierung und KI

Es wird auf die potenzielle Diskriminierung durch KI-Systeme hingewiesen, insbesondere in Bezug auf Bewerbungsprozesse. Die Verantwortung des Staates, Diskriminierungsschutz zu gewährleisten, wird betont, wobei auch die Möglichkeit erwähnt wird, dass KI zur Bekämpfung von Diskriminierung eingesetzt werden kann.

Datenschutz und informationelle Selbstbestimmung

Die Episode behandelt die Fragen des Datenschutzes und der informationellen Selbstbestimmung im Kontext von KI. Es wird darauf hingewiesen, dass der Staat die Verantwortung trägt, die Daten der Bürger zu schützen und deren Missbrauch zu verhindern.

Regulierungen und Vorbildfunktion des Staates

Schließlich wird die Notwendigkeit von Regulierungen für den Einsatz von KI im öffentlichen Sektor diskutiert. Der Staat sollte als Vorbild fungieren und hohe Standards an Transparenz und Datenschutz setzen, um das Vertrauen der Bürger in staatliche Institutionen zu stärken.

Einführung in die Menschenrechte in der Schweiz

Die Episode behandelt die Herausforderungen des Menschenrechtsschutzes in der Schweiz, insbesondere im Kontext der Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) durch den Staat. Es wird aufgezeigt, dass es Lücken im Menschenrechtsschutz gibt und dass das Bewusstsein über diese Rechte nicht bei allen Institutionen gleich ausgeprägt ist.

Künstliche Intelligenz und Menschenrechte

Die Diskussion fokussiert sich auf die Bedrohung von elementaren Menschenrechten durch den staatlichen Einsatz von KI. Die rechtlichen Definitionen von KI in der Schweiz und im EU-Kontext werden erörtert, sowie die Notwendigkeit einer verbindlichen Definition durch die Schweiz, insbesondere im Hinblick auf die KI-Konvention des Europarats.

Rechtliche Herausforderungen bei Chatbots

Es wird untersucht, wie Chatbots, die im öffentlichen Sektor eingesetzt werden, rechtliche Verantwortung tragen. Ein Beispiel aus Kanada verdeutlicht, dass Unternehmen für die Informationen ihrer Chatbots haften. Diese rechtlichen Fragen sind in der Schweiz noch wenig geklärt, was zu Unsicherheiten führt.

Vertrauensverhältnis zwischen Bürger und Staat

Die Episode thematisiert das Vertrauensverhältnis zwischen Bürgern und staatlichen Institutionen. Die Nutzung von Chatbots kann den Eindruck von staatlicher Autorität erwecken, birgt jedoch Risiken, wenn diese Systeme fehlerhafte Informationen liefern. Der Schutz des Vertrauens der Bürger in staatliche Auskünfte ist von zentraler Bedeutung.

Diskriminierung und KI

Es wird auf die potenzielle Diskriminierung durch KI-Systeme hingewiesen, insbesondere in Bezug auf Bewerbungsprozesse. Die Verantwortung des Staates, Diskriminierungsschutz zu gewährleisten, wird betont, wobei auch die Möglichkeit erwähnt wird, dass KI zur Bekämpfung von Diskriminierung eingesetzt werden kann.

Datenschutz und informationelle Selbstbestimmung

Die Episode behandelt die Fragen des Datenschutzes und der informationellen Selbstbestimmung im Kontext von KI. Es wird darauf hingewiesen, dass der Staat die Verantwortung trägt, die Daten der Bürger zu schützen und deren Missbrauch zu verhindern.

Regulierungen und Vorbildfunktion des Staates

Schließlich wird die Notwendigkeit von Regulierungen für den Einsatz von KI im öffentlichen Sektor diskutiert. Der Staat sollte als Vorbild fungieren und hohe Standards an Transparenz und Datenschutz setzen, um das Vertrauen der Bürger in staatliche Institutionen zu stärken.