
Im Fokus - Der ZFK-Podcast
ZFK, Stefan Lennardt
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Das Elektroschiff der Stadtwerke Haltern am See
Schiff, Zweck und Aufbau
In der Folge wird das elektrisch betriebene Ausflugsschiff Möwe vorgestellt, das auf der Trinkwassertalsperre Haltern am See verkehrt. Es wird beschrieben, wie der Zugang barrierefrei gestaltet ist und welche Räume für Gäste nutzbar sind. Die Planung betrifft zudem den Transport des Schiffes, die Raumaufteilung auf Unter- und Oberdeck sowie den Zweck der Nutzung für Tages- und Abendveranstaltungen.
Technik, Betrieb und Komfort
Der Betrieb erfolgt rein elektrisch, mit großflächigen Fenstern, leisem Antrieb und geringer Vibration. Die Batterien befinden sich in der Bilge, bestehend aus 1036 Kilowattstunden Gesamtkapazität in 128 Einzellager. Ladezeiten erfolgen nachts, um Belastung zu vermeiden, und der Motor liefert rund 185 Kilowatt Leistung bei einem Tagesverbrauch von etwa 300–350 Kilowatt.
Wirtschaftliche und ökologische Aspekte
Das Projekt wird als ökologisch sinnvoll beschrieben: geringere Geräuschemissionen, reduzierte Luftschadstoffe und ein ruhigeres Fahrerlebnis. Zudem ermöglicht die Nutzung des Schiffes eine touristische Aufwertung der Stadt Haltern am See, da Besucherströme genutzt werden und lokale Geschäfte profitieren.
Ausblick und Empfehlungen
Für andere kommunale Betreiber wird eine sorgfältige Prüfung der Genehmigungslage und der Schiffgröße empfohlen, um Akzeptanz zu sichern. Die Gespräche deuten darauf hin, dass elektrisch angetriebene Schiffe Potenziale für Mobilität auf Wasserflächen eröffnen, insbesondere dort, wo Wasserwege existieren und Linienverkehr möglich ist.

Ladeinfrastruktur mit Badenova
Hintergrund und Kontext
Die Folge untersucht, wie Ladeinfrastruktur im Bestand von Mehrfamilienhäusern umgesetzt wird, am Beispiel einer Freiburg-Tiefgarage. Es stehen 108 Stellplätze zur Verfügung; bisher sind neun Wallboxen installiert. Ziel ist eine zukunftsfähige Grundinfrastruktur, damit künftig weitere Stellplätze schnell mit Wallboxen nachgerüstet werden können, während der Betrieb flexibel bleibt.
Technik und Betrieb
Wesentliche Komponenten sind Hausanschluss, Verteilung, Messwandler und eine zentrale Laststeuerung. Ein Mikrocontroller regelt die Restleistung, damit nachts ausreichend Kapazität bleibt. Typische Werte zeigen 160 Ampere Maximalleistung für E-Mobilität, während die Anlage flexibel auf Nachfragespitzen reagiert und den Nutzerkomfort sichert.
Prozesse, Kosten und Hürden
Der Ausbau verläuft über Eigentümerversammlungen, Beschlüsse und Förderanträge; typischer Zeitraum von Anfrage bis Inbetriebnahme beträgt oft eineinhalb Jahre. Kosten pro Stellplatz belaufen sich auf rund 3.000 Euro inkl. Installation, mit Förderungen, die Teile davon decken. Betriebskosten fallen nur beim Laden an; es gibt keine laufenden Grundgebühren.
Perspektiven und Empfehlungen
Wachstum hängt von Gemeinschaftslösungen, einfacher Verständlichkeit und Förderprogrammen ab. Die Vorteile für Verwaltungen liegen in geringerem administrativem Aufwand und werthaltigem Eigentum. Zuversicht besteht, dass Installationen künftig kostengünstiger werden und die Nachfrage durch attraktivere Ladeoptionen steigt, wodurch Elektromobilität in Beständen leichter realisierbar wird.

On-Demand-Verkehr im RMV
Einführung in das On-Demand-Angebot Carlos
Gelnhausen, die Kreisstadt des Main-Kinzig-Kreises, bietet mit dem On-Demand-Verkehrsangebot "Carlos" eine flexible Mobilitätslösung. Die Gäste Yannick Marquardt, Verkehrsdezernent, und Günter Bertolin, Projektleiter für On-Demand-Shuttles, diskutieren die Funktionsweise und den Erfolg dieses Angebots, das als Teil des ÖPNV im Rhein-Main-Verkehrsverbund etabliert wurde.
Funktionsweise der Carlos-App
Die Nutzung von Carlos erfolgt über eine App, die eine einfache Buchung und bargeldlose Bezahlung ermöglicht. Fahrgäste können ihre Fahrt individuell planen, und die App leitet sie zu den virtuellen Haltestellen, die in der Regel 300 bis 400 Meter entfernt sind. Die Betriebszeiten sind von 6 Uhr bis 22 Uhr, mit einer Erweiterung bis 2 Uhr nachts an Wochenenden.
Tarifstruktur und Vorteile
Die Tarifstruktur ist in das bestehende ÖPNV-System integriert, wobei die durchschnittlichen Kosten für eine Fahrt zwischen 4 und 5 Euro liegen. Carlos ergänzt den traditionellen Busverkehr, insbesondere in ländlichen Gebieten, und bietet eine niedrigschwellige Mobilitätslösung.
Feedback und Akzeptanz der Bürger
Die Resonanz auf Carlos ist positiv, mit einer hohen Nutzerzufriedenheit. Die Bürger berichten von der Bequemlichkeit und Kosteneffizienz des Angebots im Vergleich zu Taxis. Mund-zu-Mund-Propaganda spielt eine entscheidende Rolle bei der Verbreitung des Angebots und der politischen Unterstützung.
Zukunftsperspektiven und Herausforderungen
Die Diskussion über die zukünftige Rolle von Carlos im ÖPNV umfasst auch die Einführung autonomer Fahrzeuge. Die Verantwortlichen betonen die Notwendigkeit, innovative Ansätze im ländlichen Raum zu fördern, um den demografischen Wandel und die Mobilitätsanforderungen der Zukunft zu bewältigen.