Plurale Perspektiven im Wirtschaftsunterricht
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Plurale Perspektiven im Wirtschaftsunterricht

Philippe Kersting

Beschreibung

In diesem Podcast spreche ich mit Expert*innen über plurale Perspektiven auf den Wirtschaftsunterricht, um plurale Perspektiven im Wirtschaftsunterricht zu entwickeln.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

#31 Antifaschistische Wirtschaftspolitik - Teil 2 (Fred Heussner)

29.05.2026

Austerität, Krisen und Deutungen

Der Gesprächspartner erläutert Austerität als Sparpolitik, die Krisenursachen in staatlichen Eingriffen sieht oder deren Reduktion fordert. Es geht um Abbau sozialer Programme, Arbeitsrechte und Umweltregulierungen, sowie die Frage, ob in Krisen mehr Ausgaben oder Zurückhaltung sinnvoll ist. Die Auseinandersetzung verorto, wie unterschiedliche Sichtweisen Krisen erklären und wie Krisenpolitiken unterschiedliche wirtschaftliche Dynamiken erzeugen.

Krisen narrativ, Medien und extreme Rechte

Es wird betont, dass Krisenerzählungen stark durch Narrationen, Weltbilder und Mediensysteme geprägt sind. Rechte Deutungen nutzen Motive wie Dekadenz, Entzweihung und Apokalypse, projizieren Schuld auf Gruppen und propagieren Verschwörungsmuster. Die Verbindung von Krisenwahrnehmung, politischer Meinung und Medienvermittlung wird als zentral für das Verständnis rechter Krisendebatten dargestellt.

Antifaschistische Wirtschaftspolitik und Bildungsrolle

Eine antifaschistische Perspektive betont, dass staatliche Kriseninterventionen, Verteilungsfragen und soziale Gerechtigkeit Hand in Hand gehen. Es geht um Formen der Organisation und um Krisendeutung, nicht um bloße Regierungsprogramme. Bildung soll helfen, Krisenursachen zu analysieren, Verteilungskonflikte zu verstehen und Narrative der Extreme kritisch zu hinterfragen, insbesondere im Zusammenhang mit Inflation, Profit und demokratischer Teilhabe.

Ökonomische Bildung und Klassenherrschaft im Unterricht

Die Diskussion hebt die Bedeutung einer pluralen ökonomischen Bildung hervor, die Zusammenhänge von Ökonomie, Geschichte, Politik und Ökologie erklärt. Der Begriff Klassenherrschaft wird als zentrales Konzept vorgeschlagen, um Herrschaftsverhältnisse sichtbar zu machen und Krisenmechanismen zu entschlüsseln. Ziel ist eine mündige, reflektierte Lernhaltung, die alternative Deutungsmuster eröffnet und gesellschaftliche Veränderungen ermöglicht.

Austerität, Krisen und Deutungen

Der Gesprächspartner erläutert Austerität als Sparpolitik, die Krisenursachen in staatlichen Eingriffen sieht oder deren Reduktion fordert. Es geht um Abbau sozialer Programme, Arbeitsrechte und Umweltregulierungen, sowie die Frage, ob in Krisen mehr Ausgaben oder Zurückhaltung sinnvoll ist. Die Auseinandersetzung verorto, wie unterschiedliche Sichtweisen Krisen erklären und wie Krisenpolitiken unterschiedliche wirtschaftliche Dynamiken erzeugen.

Krisen narrativ, Medien und extreme Rechte

Es wird betont, dass Krisenerzählungen stark durch Narrationen, Weltbilder und Mediensysteme geprägt sind. Rechte Deutungen nutzen Motive wie Dekadenz, Entzweihung und Apokalypse, projizieren Schuld auf Gruppen und propagieren Verschwörungsmuster. Die Verbindung von Krisenwahrnehmung, politischer Meinung und Medienvermittlung wird als zentral für das Verständnis rechter Krisendebatten dargestellt.

Antifaschistische Wirtschaftspolitik und Bildungsrolle

Eine antifaschistische Perspektive betont, dass staatliche Kriseninterventionen, Verteilungsfragen und soziale Gerechtigkeit Hand in Hand gehen. Es geht um Formen der Organisation und um Krisendeutung, nicht um bloße Regierungsprogramme. Bildung soll helfen, Krisenursachen zu analysieren, Verteilungskonflikte zu verstehen und Narrative der Extreme kritisch zu hinterfragen, insbesondere im Zusammenhang mit Inflation, Profit und demokratischer Teilhabe.

Ökonomische Bildung und Klassenherrschaft im Unterricht

Die Diskussion hebt die Bedeutung einer pluralen ökonomischen Bildung hervor, die Zusammenhänge von Ökonomie, Geschichte, Politik und Ökologie erklärt. Der Begriff Klassenherrschaft wird als zentrales Konzept vorgeschlagen, um Herrschaftsverhältnisse sichtbar zu machen und Krisenmechanismen zu entschlüsseln. Ziel ist eine mündige, reflektierte Lernhaltung, die alternative Deutungsmuster eröffnet und gesellschaftliche Veränderungen ermöglicht.

#30 Antifaschistische Wirtschaftspolitik - Teil 1 (Fred Heussner)

22.05.2026

Ausgangspunkt der Debatte und zentrale These

In der Diskussion geht es um den Zusammenhang zwischen ökonomischen Krisen, marginaler Lage und Unterstützung extrem rechter Kräfte. Ausgangspunkt ist eine Forderung, wirtschaftliche Hintergründe des gesellschaftlichen Rechtsrucks in den Blick zu nehmen, insbesondere Inflation und Krisenfolgen. Austeritätspolitik wird als Krisenreaktion gesehen, die Marktfreiheit erhöht und soziale Verwerfungen verschärft.

Programmdiskussion: antifaschistische Ökonomik

Die Debatte umfasst eine wirtschaftspolitische Orientierung gegen neoliberale Krisenpolitik, mit Forderungen wie Preiskontrollen, aktiver Industriepolitik und stärkerer staatlicher Intervention. Es geht um die Frage, ob solche Vorschläge das Kapitalismus-System grundlegend in Frage stellen oder eher verwalten. Kritik bezieht sich auf Transformationskraft und politische Tragweite der Maßnahmen.

Analytische Gegenperspektiven

Zusätzlich wird diskutiert, ob ökonomische Erklärungen ausreichend sind oder andere Faktoren wie Ideologie, Rassismus oder Gruppeninteressen berücksichtigt werden müssen. Es wird betont, dass Krisenwahrnehmung und Krisennarrative von bestimmten Akteuren geprägt werden und dass ökonomische Deutung allein nicht alle Wählerinnen und Wähler erklärt.

Netzwerk Plurale Ökonomik und Bildungsarbeit

Das Netzwerk fungiert als Dachverband lokaler Gruppen, fördert pluralistische Ökonomik, koordiniert Bildungsangebote und Debattenübersichten. Es entstehen Lernmaterialien, Debattenformate und digitale Lernplattformen, die verschiedene Perspektiven jenseits der klassischen Lehre zugänglich machen.

Ausgangspunkt der Debatte und zentrale These

In der Diskussion geht es um den Zusammenhang zwischen ökonomischen Krisen, marginaler Lage und Unterstützung extrem rechter Kräfte. Ausgangspunkt ist eine Forderung, wirtschaftliche Hintergründe des gesellschaftlichen Rechtsrucks in den Blick zu nehmen, insbesondere Inflation und Krisenfolgen. Austeritätspolitik wird als Krisenreaktion gesehen, die Marktfreiheit erhöht und soziale Verwerfungen verschärft.

Programmdiskussion: antifaschistische Ökonomik

Die Debatte umfasst eine wirtschaftspolitische Orientierung gegen neoliberale Krisenpolitik, mit Forderungen wie Preiskontrollen, aktiver Industriepolitik und stärkerer staatlicher Intervention. Es geht um die Frage, ob solche Vorschläge das Kapitalismus-System grundlegend in Frage stellen oder eher verwalten. Kritik bezieht sich auf Transformationskraft und politische Tragweite der Maßnahmen.

Analytische Gegenperspektiven

Zusätzlich wird diskutiert, ob ökonomische Erklärungen ausreichend sind oder andere Faktoren wie Ideologie, Rassismus oder Gruppeninteressen berücksichtigt werden müssen. Es wird betont, dass Krisenwahrnehmung und Krisennarrative von bestimmten Akteuren geprägt werden und dass ökonomische Deutung allein nicht alle Wählerinnen und Wähler erklärt.

Netzwerk Plurale Ökonomik und Bildungsarbeit

Das Netzwerk fungiert als Dachverband lokaler Gruppen, fördert pluralistische Ökonomik, koordiniert Bildungsangebote und Debattenübersichten. Es entstehen Lernmaterialien, Debattenformate und digitale Lernplattformen, die verschiedene Perspektiven jenseits der klassischen Lehre zugänglich machen.

#29 Imperiale Lebensweise, monströse Normalität und falsche Alternativen (Prof. Dr. Markus Wissen)

15.05.2026

Kernbegriffe und Perspektiven der Analyse

Die Diskussion entfaltet eine kritische Brille auf Ökonomie, die Marx'sche Produktionsanalyse mit feministischen Perspektiven verbindet. Im Zentrum steht die Frage, wie Gewinnmaximierung und weltweite Ausbeutung von Arbeitskraft sowie Natur unausgesprochene Grundlagen der modernen Wirtschaftsordnung bilden. Reproduktion, Pflege und Alltagsproduktion werden als zentrale Felder hervorgehoben, deren Unsichtbarkeit die kapitalistische Logik erst ermöglicht und stabilisiert.

Monströse Normalität und imperialistische Lebensweise

Der Begriff der imperialen Lebensweise beschreibt Produktions- und Konsummuster, die global unbegrenzten Zugriff auf Ressourcen sichern und andere Regionen ausbeuten. Die Normalität von AutoMobilität, Rohstoffextraktion und CO2-Emissionen wird als monströs beschrieben, weil sie Lebensbedingungen weltweit beeinflusst und Krisen wie Klimawandel,Armut und Umweltzerstörung auf Kosten anderer verschärft.

Grüne Ökonomie, grüner Kapitalismus und Grenzen der Transformation

Grüne Konzepte werden kritisch betrachtet: Selbst empfohlene ökologische Modernisierung bleibt oft in der Logik des Kapitalismus verhaftet. Die Abkopplung von Wachstum und Ressourcenverbrauch wird angezweifelt; Lithium, Kobalt und Wasserstoff verlagern Probleme in globale Lieferketten. Eine bloße technologische Wende reicht nicht aus; politische Ökonomie und Verteilungsfragen müssen neu justiert werden, um ökologische Ziele zu erreichen.

Bildung, Unterricht und Politikverdrossenheit

Im Schulkontext wird diskutiert, wie imperiale Perspektiven im Unterricht sichtbar gemacht werden können. Begriffe wie imperiale Lebensweise und monströse Normalität dienen als Werkzeuge, um globale Zusammenhänge zu erklären. Es wird betont, dass Konsumentscheidungen alleine wenig bewirken, wenn Infrastrukturen, Werbung und politische Rahmenbedingungen eine nachhaltige Transformation verhindern oder behindern.

Kernbegriffe und Perspektiven der Analyse

Die Diskussion entfaltet eine kritische Brille auf Ökonomie, die Marx'sche Produktionsanalyse mit feministischen Perspektiven verbindet. Im Zentrum steht die Frage, wie Gewinnmaximierung und weltweite Ausbeutung von Arbeitskraft sowie Natur unausgesprochene Grundlagen der modernen Wirtschaftsordnung bilden. Reproduktion, Pflege und Alltagsproduktion werden als zentrale Felder hervorgehoben, deren Unsichtbarkeit die kapitalistische Logik erst ermöglicht und stabilisiert.

Monströse Normalität und imperialistische Lebensweise

Der Begriff der imperialen Lebensweise beschreibt Produktions- und Konsummuster, die global unbegrenzten Zugriff auf Ressourcen sichern und andere Regionen ausbeuten. Die Normalität von AutoMobilität, Rohstoffextraktion und CO2-Emissionen wird als monströs beschrieben, weil sie Lebensbedingungen weltweit beeinflusst und Krisen wie Klimawandel,Armut und Umweltzerstörung auf Kosten anderer verschärft.

Grüne Ökonomie, grüner Kapitalismus und Grenzen der Transformation

Grüne Konzepte werden kritisch betrachtet: Selbst empfohlene ökologische Modernisierung bleibt oft in der Logik des Kapitalismus verhaftet. Die Abkopplung von Wachstum und Ressourcenverbrauch wird angezweifelt; Lithium, Kobalt und Wasserstoff verlagern Probleme in globale Lieferketten. Eine bloße technologische Wende reicht nicht aus; politische Ökonomie und Verteilungsfragen müssen neu justiert werden, um ökologische Ziele zu erreichen.

Bildung, Unterricht und Politikverdrossenheit

Im Schulkontext wird diskutiert, wie imperiale Perspektiven im Unterricht sichtbar gemacht werden können. Begriffe wie imperiale Lebensweise und monströse Normalität dienen als Werkzeuge, um globale Zusammenhänge zu erklären. Es wird betont, dass Konsumentscheidungen alleine wenig bewirken, wenn Infrastrukturen, Werbung und politische Rahmenbedingungen eine nachhaltige Transformation verhindern oder behindern.